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Projekt Estrichausheizen mit Wärmepumpe

218 Beiträge | 2.5. - 7.10.2016
​So langsam komme ich vorwärts mit dem hausprojekt.
Nächste woche sollte technikraum fertiggespachtelt und gemalt sein, sowie eine fläche für die heizungsinstallation und kwl gerät ​​gefliest sein.
Übernächste woche, ab 17.5., ist es dann soweit mit der installation der wärmepumpe.
Ich muss sie dann nurmehr elektrisch anschließen, den e-heizstab nicht-anschließen resp deaktivieren und los geht's.
Wie geht's los??
Ein paar punkte, die mir nicht 100% klar sind.
A) Kollektorecke/loch .. es klafft ein loch in der südecke, wo die zwei rohr noch zu verschweißen sind.
Meter ca. 225 von 400. Ist es ein problem, wenn diese ecke offen bleibt, wenn ich mit dem ausheizprogramm anfange und grad keinen bagger/radlader auf der baustelle zur hand?
Ich denke, es sollte egal sein, auch wenn etwas betonlehmmasse fehlen..
B) Heizkreiseflüssigkeit .. Leitungswasser darf keinesfalls in die heizkreise, ist viel zu mineralisiert.
Soll es zuvor entsalzen werden, oder ist es besser gleich destilliertes wasser zu kaufen? Ca. 150 liter rein für rohrvolumen - bei dm um 50 €.
Fast wäre ich gewillt, das zu kaufen.
Was explizit im angebot von heizi steht, dass es NICHT enthalten ist: "Heizungswasser Schutzmaßnahmen entsprechend ÖNORM H 5195-1 (Anbot kann erst nach Wasseranlayse erstellt werden - Wir beraten Sie gerne)"
C) Keller 2x 150m Kreise .. Im keller habe ich eine sondersituation der selbstregelnden gedrosselten wärmeflusses, da hier ggü anderen kreisen ein größter druckverlust entsteht.
Bei der estrich ausheizung möchte ich aber max temp, was geht.
Der keller ist derzeit eh die feuchteste stelle ggü eg/og.
Der keller ist aber auch bereits gedämmt.
Nun ist die frage, ob ich die heizkreise speziell einregeln sollte, damit in den keller mehr wärmeenergie reinfließt, oder soll ich einfach alle kreise voll offen lassen?
Im keller sollte ein großer raum parkett bekommen, rest wird verfliest.
Da bin ich echt unschlüssig.
D) Lüften .. Blöd auch, dass ich nicht täglich und oft auf der baustelle sein kann.
Alle 2 stunden die fenster aufreißen geht nicht.
Wie mache ich das mit dem lüften?
Nur alle fenster gekippt lassen?
E) Leistung/Dauer .. Es ist auch so, dass 7,5kw wp leistung ja auch nicht so viel sind im vergleich zu der ganzen estrichfläche von gut 205 m² auf 3 ebenen.
Wie lange wird das wohl dauern..!?
Soll ich 2 oder 3 stufig ausheizen?
Zuerst keller, dann eg, dann og?
Wenn ja, werde ich da irgendwann überhaupt fertig?
---
Danke für kommentare und tipps!

 
30.5.2016 16:29


Breitfuss schrieb: Wäre es dann nicht sowieso weitaus günstiger, dem Installateur einfach destilliertes Wasser vom Baumarkt hinzustellen statt aufbereiten zu lassen?


fast denke ich schon. wenn sich der bauherr drum kümmert, die beste alternative.
wenn bauherr alles dem heizi machen lassen will, dann muss heizi was bieten.


Breitfuss schrieb:
Der vielgelobte Installateur von brink, Speeedi, usw. verwendet laut Aussage des Monteurs nur Leitungswasser, ohne Aufbereitung, nur manche Kunden wünschen destilliertes oder enthärtetes Wasser, was aber angeblich nicht notwendig ist, "weil sich bei den Kunststoffrohren eh nichts absetzen kann".
Nach meinen Leitungswasser-Werten wurde ich nie gefragt, klang also nach einer Pauschal-Aussage


Ich kann das nicht beurteilen. Da ich mich selber mit den sachen beschäftige, stelle ich auch gezielte fragen, bez. tue ich mir die infos selbst einholen und dem heizi zur verfügung stellen. bei mir macht der heizi aber auch die enthärtungsanlage. ;)
die werte habe ich ihm zugeschickt, er meinte, er verwendet enthärtetes leitungswasser als heizwasser.
bez kalk - ok, angenommen, an der pe innenseite des heizungsrohres setzt sich kein kalk an. was ist mit dem heizkreisverteiler, verteilerrohren, abzweigungen. sind das alles rein pe sachen?
mit dem pauschal-aussagegebenden monteur würde ich mich nicht verlassen. immer mit (zuständigem, verantwortlichen) chef sprechen, der die arbeit dem monteur anschafft.


Breitfuss schrieb: Also jetzt ist bei mir mal Leitungswasser in den FBH-Rohren eingefüllt, damit diese nicht im Estrich aufschwimmen, das wird dann noch vorm Heizungsanschluss gespült.


war bei mir auch


Breitfuss schrieb: Druckprobe wurde bei den FBH-Rohren überhaupt nicht gemacht, falls das nötig gewesen wäre.


die rohre sind seit dem befüllen, vorm einbringen des estrich, unter druck gestanden. am heizkreisverteiler war statt dem tempmeter ein mamometer montiert.
2.6.2016 8:45
nach mehr als 5 wochen ab meiner anfrage beim heizi, nach mehr als 2 wochen, seitdem wp / ww speicher / kollektoranschluss / heizungsanschluss gemacht wurden, ist immer noch nicht die wp(system) bereit, um ausheizprogramm zu starten.
bin enttäuscht vom heizi. keine gute referenz
2.6.2016 9:15
woran hakt es?
2.6.2016 11:08
Heizi hat viel zu tun.
Möchte nicht extra wegen kleinigkeit herfahren.
Möchle gleich andere sachen abschließen.
300l wasser muss noch eingefüllt werden (ausrede)
Das letzte mal, bei der installation wp/wwsp hat ein kanister sole gefehlt. Seither ist nichts passiert.
2.6.2016 11:17
das ist natürlich bitter^^
2.6.2016 11:27


brink schrieb: die werte habe ich ihm zugeschickt, er meinte, er verwendet enthärtetes leitungswasser als heizwasser...

das ist mmn bei dir zuwenig.
speziell der wert der leitfähigkeit ist bei dir zu hoch, da hilft nur entsalzung (umkehrosmose)

dein wasser entspricht in dem punkt nicht den vorgaben von knv.

macht deine inbetriebnahme der heizungsbauer oder knv?

aus den erfahrungen beim mühlviertler könne wir lernen:

-> sole-min gleich passend zur anlage einstellen (würde ich bei dir bsplw auf -3° eingang), dann moduliert die wp an dieser grenze

-> estrichausheizprogramm so abstufen daß der estrich dort abgeholt wird wo er thermisch liegt (sieht man an vl&rl beim leerlauf bloß der umwälzpumpe)

-> temp-sprünge eher 3° als 5° und 2-3 tage zum erreichen geben.

-> wenn du deine zieltemperatur (bei dir eher 32° als 35°) nicht erreichst ein geschoß wegdrehen.

-> den keller sowieso sperat ausheizen
6.6.2016 7:52
Danke dyarne. Werde deine tipps beachten.
Inbetriebnahme macht heizig. 430 l destilliertes wasser (bauseits berrit gestellt) steht zur verfügung.
Am mittwoch kommt heizi. Endlich. Mal schauen..
Zwei sachen habe ich mich noch gefragt: kann ein estrich rückfeuchten, nur weil das sommerwetter so schwül ist und die fenster offen bleiben?
Wie ist die estrichoberflächen"reinigung" vorm verkleben des oberbelags duchzuführen?
6.6.2016 9:10
Darf ich mich da ein wenig einbringen:
destilliertes bzw. entmineralisiertes Wasser wirkt ja sehr korrosiv auf Metallteile. Und die Verteiler sind ja aus Metall: ich denke das erhöht eher die Korrosion als, dass der Kalk schadet. Oder wird da zum entmineralisierten Wasser noch ein Mittel dazugegeben, dass es nicht mehr so aggressiv ist?
6.6.2016 9:34


Norbach schrieb: destilliertes bzw. entmineralisiertes Wasser wirkt ja sehr korrosiv auf Metallteile. Und die Verteiler sind ja aus Metall: ich denke das erhöht eher die Korrosion als, dass der Kalk schadet


Wie kommst du drauf?
Korrosion kann nur mit sauerstoff (+wasser) passieren. Heizkreissystem wird sowieso entlüftet und es hängt noch ein spirovent drin.
Und anders: losgelöste metallionen im "nur enthärteten" wasser sollen antikorrosiv wirken ggü gar keinen ionen? Geht mir nicht ein
6.6.2016 9:53
Hätten wir damals bei unserer WP ein nicht-enthärtetes Wasser eingefüllt (hatten damals ca. 20° Härte) hätten wir keinen Garantieanspruch mehr. Deshalb mussten wir auch ein destillliertes Wasser nehmen.

Bei uns war die Grenze ca. 12° was die Garantie betrifft.
6.6.2016 10:25
Wasser ist immer mit Luft gesättigt. D.h. eine gewisse Menge an Sauerstoff, Stickstoff und auch CO2 ist immer im Wasser enthalten. (natürlich keine Luftbläschen. Fische können auch im Wasser atmen, weil im Wasser Sauerstoff gelöst ist). Und natürlich auch CO2. Das im Wasser gelöste CO2 bewirkt, dass destilliertes bzw. entmineralisiertes Wasser nie einen ph-Wert von 7,0 (neutral) hat, sondern immer im sauren Bereich liegt (etwa ph-Wert 6,5), und saures Wasser greift Metall an.

Aber vielleicht ist das auch kein Problem, weil ja im geschlossenen System kein Sauerstoff / CO2 mehr dazukommt und daher der enthaltene Sauerstoff mit ein wenig Korrosion aufgebraucht wird und so dann nichts mehr passiert. Aber wenn das System geschlossen wäre, wozu bräuchte man dann eine Entlüftung.

Entmineralisiertes bzw. destilliertes Wasser darf man nicht durch Metallrohre leiten. Kalk im Wasser legt sich am Metall an und verhindert so auch die Korrosion des Metalls. Natürlich 20° hartes Wasser sollte man nicht nehmen.

Im Geschirrspüler wird ja auch das Wasser nicht voll-enthärtet, sondern immer wieder mit normalen Wasser gemischt, damit es nicht zu weich und somit korrosiv wird.
6.6.2016 11:10
@norbach .. danke für die erklärungen!
und ja, richtig, die restluftmoleküle sind drin, und die werden dann entlüftet.
die behälter mit dest. wasser sind noch verschlossen und werden direkt in die heizungsanlage eingefüllt. da wird kaum co2 mitgehen.
für warmwasser/geschirrspüler haben wir eine entsalzungsanlage.


Norbach schrieb: Kalk im Wasser legt sich am Metall an und verhindert so auch die Korrosion des Metalls.


wie schnell geht das?
nur durch das befüllen wird sich kein kalk bilden, aber die korrosion wird ohne weiteres zutun schon stattfinden. erst durch das erwärmen/verdunsten entsteht kalk.
habe aber durch deine hinweise selbst geforscht und neben zig meinungen ist angeblich destilliertes wasser weniger korrosiv wirkend, wie normales leitungswasser.
https://de.wikipedia.org/wiki/Destilliertes_Wasser
https://de.wikipedia.org/wiki/Rost
http://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/63134/Destilliertes-Wasser?page=2
http://www.gutefrage.net/frage/warum-rostet-eisenstahl-nicht-in-destilliertem-wasser
u.a..
6.6.2016 15:38


brink schrieb: die behälter mit dest. wasser sind noch verschlossen und werden direkt in die heizungsanlage eingefüllt. da wird kaum co2 mitgehen.


Das Wasser ist schon mit Luft gesättigt. Das Wasser, das du in Kanistern kaufen kannst, ebenso das Wasser das der Installateur mit einer Umkehrosmoseanlage erzeugt hat schon Luft drin, die muss nicht extra reingebracht werden.

Vermutlich ist die Diskussion eh umsonst. Die Verteiler sind aus Edelstahl wie ich jetzt gesehen habe und nicht aus Rotguss (so wie in meiner Vorstellung).

Anscheinend ein Dauerthema, das ich da ungewollt wieder angestoßen habe.
6.6.2016 16:02
Na passt schon. Danke für die hinweise. Man lernt nie aus..
6.6.2016 17:02


Norbach schrieb: Anscheinend ein Dauerthema, das ich da ungewollt wieder angestoßen habe...

ein sehr wichtiges, unterschätztes...


Norbach schrieb: destilliertes bzw. entmineralisiertes Wasser wirkt ja sehr korrosiv auf Metallteile...

gilt das nicht eher für regenwasser (stichwort saurer regen)?


Norbach schrieb: Wasser ist immer mit Luft gesättigt. D.h. eine gewisse Menge an Sauerstoff, Stickstoff und auch CO2 ist immer im Wasser enthalten...

darum gilt heizungswasser ja idealerweise als tot, weil kein sauerstoff mehr nachkommen sollte, im gegensatz zu trinkwasserleitungen, die immer wieder von frisch gesättigtem wasser durchflossen werden.

darum ist ja die verwendung von diffusionsdichtem kunststoffrohr bei flächenheizung so wichtig, plus ein korrekter vordruck samt intaktem membranausgleichsgefäß (MAG). metallleitungen (heizkörper) sind per se diffusionsdicht...


Norbach schrieb: Die Verteiler sind aus Edelstahl wie ich jetzt gesehen habe und nicht aus Rotguss

gibts ja sowohl als auch ...

die derzeitige praxis ist ein bissl wie lotto spielen: die meisten hb-ler füllen ein was vor ort aus der leitung kommt, je nach lokalen wasserwerten paßt das besser oder schlechter.

es gibt ja viele berichte daß bei neuanlagen schon nach 1 oder 2 wintern die durchflußmesser trüb werden.

das dort abgelagerte metall ist zuvor woanders abgebaut worden...
6.6.2016 19:11


brink schrieb: Zwei sachen habe ich mich noch gefragt: kann ein estrich rückfeuchten, nur weil das sommerwetter so schwül ist und die fenster offen bleiben?

halte ich nur bei schlagendem wetter für möglich. ansonsten nähert sich der estrich in hitzeperioden ja per innentemperatur nach oben an...


Wie ist die estrichoberflächen"reinigung" vorm verkleben des oberbelags duchzuführen?

ich würde saugen und feucht wischen um den staub zu binden...
6.6.2016 19:35
Wir haben bei uns das Wasser der fbh durch so einen Filter geleitet. Muss ich mal nachschauen was für ein Gerät das ist! gsd haben wir bis auf ein bisschen Eisen optimales Trinkwasser ohn Kalk
6.6.2016 20:13
Hat man nicht früher einen Korrosionsschutz zum Wasser gemischt?


dyarne schrieb: gilt das nicht eher für regenwasser (stichwort saurer regen)?

Saurer Regen ist natürlich noch schlimmer. Weil es auch Sulfat bzw. Schwefelsäure enthält.

Reines Wasser greift definitiv Metall an. Das ist aus der Anlagentechnik die mit solchem Wasser arbeiten bekannt und gefürchtet. Ob es das nur macht, weil im Wasser auch Sauerstoff gelöst ist und ob aufgebrauchter Sauerstoff die Korrosion dann zum Erliegen bringt kann ich nicht sagen.
6.6.2016 20:18


muehlviertler schrieb: gsd haben wir bis auf ein bisschen Eisen optimales Trinkwasser ohn Kalk

wird ja auch granitbier drauß gemacht ...
6.6.2016 20:27


Norbach schrieb: Ob es das nur macht, weil im Wasser auch Sauerstoff gelöst ist und ob aufgebrauchter Sauerstoff die Korrosion dann zum Erliegen bringt kann ich nicht sagen.


Deshalb habe ich den link zu wikipedia und rost angehängt. Für die chemische reaktion bedarf es reaktionsfreudige moleküle, wie zb o2. Nur reines wasser, ohne einen katalysator wird nicht mit metallen chemisch reagieren.
7.6.2016 8:07


dyarne schrieb: -> temp-sprünge eher 3° als 5° und 2-3 tage zum erreichen geben.


hmm, das dauert dann schon länger.
bsp (<tag>. <temp>, ..):
aufheizen
1. 20°, 2. 20°, 3. 20°,
4. 23°, 5. 23°, 6. 23°,
7. 26°, 8. 26°, 9. 26°,
10. 29°, 11. 29°, 12. 29°,
13. 32°, 14. 32°, 15. 32°, 16. 32°, 17. 32°,
runterheizen
18. 29°, 17. 26°, 18. 23°, 19. 20°


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