Zukunft der Mobilität - Seite 23
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Was kostet ein LiDAR Sensor? 200$ hat jemand hier mal geschrieben. Das ist ja eigentlich nix, schaut man sich an was die führenden OEM zum Vergleich in AI Hard/SW investieren. Tesla argumentierte ja bisher, dass Radar das Signal-Rausch-Verhältnis (SNR) verschlechtert, weil es „Geisterobjekte“ oder ungenaue Daten erzeugt, die das neuronale Netz verwirren. >> Deshalb wurde Radar entfernt. >> LiDAR würde das System unnötig komplizieren: Es erzeugt Daten, die schwer ins End-to-End-Neuronale Netz zu integrieren sind, erhöht Kosten und verringert Skalierbarkeit. Vielleicht kommen andere OEM ja nun auch zu dieser Erkenntnis. |
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Nadann her mit den Studien, welche beweisen, dass Vision only sicher genug ist. Nur weil ein Unternehmen die Strategie ändert (aus welchen Gründen auch immer), heisst das nicht, dass es sicherer ist oder besser. Das muss sich erst zeigen. Dann doch bitte ordentlich zitieren, hier ging es um die (von Tesla! Durch eine Studie!) aufgeflogen Lügen und Grenzen von Vision only. Eine Firma kann auf Technologie setzen oder nicht, ihre Strategie ändern oder nicht - alles vollkommen egal für die Debatte, welches denn das technisch Sicherste System ist wie bereits gesagt wurde: Also nicht einfach Argumente aus dem Zusammenhang reissen, einen Strohmann draus basteln und dann seinen confirmation bias damit befeuern |
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... und nicht mehr als 2 populistische Strategien auf einmal in einem Satz nennen LIDAR gibt es auch schon für 50€ vom Chinesen des Vertrauens. All die Argumente die gegen den Einsatz eines LIDARs (und/oder Radars) sprechen, könnte man auch für Bilder ins Rennen führen. Die Integrierbarkeit in ein neuronales Netz hängt nicht nur vom Netz ab, sondern z.B. auch von der richtigen attribute selection. Die letzten Jahre machen die Netze gerade (auch forschungsbedingt) einen Riesensprung in der Bilderkennung. Ich denke, das ist viel eher ein Argument warum 'vision only' gerade boomt. Aktuelle Indoor-SLAM Systeme benutzen sehr oft LIDARs, das geht bei nicht allzu stark veränderlichen Umgebungen sehr gut (Partikelfilter). Viele aktuelle Prozessoren kommen mit leistungstarken NPUs daher, ev. machte es das wirklich billiger als so ein rotierender Laser. Aber es is' ein bisserl wie mit vielen anderen Fachgebieten, ich bin da kein Spezialist. Die Argumentation, dass ein System alleine wenig Redundanz bietet, finde ich nachvollziehbar. |
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Es geht weiter... auch VW setzt nun im Zuge einer Kooperation mit Xpeng auf ein rein kamerabasiertes System: https://www.deraktionaer.de/artikel/mobilitaet-oel-energie/volkswagen-autonomes-fahren-dank-xpeng-jetzt-ist-es-soweit-20395984.html Ausgerechnet Volkswagen, der größte Autohersteller der Welt, übernimmt jetzt genau diesen bei vielen hier umstrittenen Ansatz und schmeißt seine bisherigen Autonomie-Ansätze offensichtlich über Bord. VW ist also Launch-Partner von XPengs Vision‑only‑System: „Volkswagen is the first automaker to pick VLA 2.0 for production models.“ Damit dürfte das LiDAR-Dogma endgültig Geschichte sein. Denn wenn selbst der Branchenriese VW – der jahrelang behauptet hat, alles selbst zu können – plötzlich ein externes Vision-only-System einkauft, sagt das viel aus. Es ist schon traurig, dass der größte Autohersteller der Welt nicht einmal in der Lage ist, ein konkurrenzfähiges eigenes autonomes System zu entwickeln – und nun technologisch von einem chinesischen Hersteller abhängig wird. XPeng liefert, VW kauft. So gab es die Rollenverteilung noch selten - ich denke, sie wird so aber immer mehr zum Standard, nicht nur für VW. Ich werd wohl noch heute meine Xpeng Position am Depot aufstocken ;) Tesla wird seit Jahren belächelt für „Vision-only“. Jetzt folgt XPeng. Und VW rennt hinterher... |
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Geely (Volvo) geht auch auf Vision only |
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ich kann deine Aussage nicht so recht nachvollziehen. VW hat über 55.000 Lieferanten, die Rollenverteilung war noch nie anders? Xpeng wird umgekehrt womöglich das selbe machen (müssen). Seitens EU wurde bereits angedroht das man sich Verzögerungen der Zulassungen von EU Herstellern in CHina (Bosch, Conti,..) nicht gefallen lassen wird. |
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ist nicht VW... sondern Toyota :) |
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Noch ist Toyota der großte Autohersteller...BEVBEV [Battery Electric Vehicle, Elektroauto] Anteil 2025 1,9% |
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die setzen ja auf wassermotor 😜 |
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Das Argument mit den 55.000 Lieferanten geht hier leider komplett am Kern vorbei. Natürlich hat VW schon immer unzählige Zulieferer – aber das betrifft Teilefertigung, Modulbau, Zukauf von Komponenten. Das war nie der Punkt. Hier geht es nicht um Schrauben, Sensoren, Kühlsysteme oder Interiors. Hier geht es um das Gehirn des Autos. Jetzt kauft man schon die Batterie in Fernost ein und in Zukunft tut man das auch bei dieser so zentralen Zukunftstechnologie. Man wird sehen, wie lange man Gewinne weiter sprudeln lassen kann, wenn man in Zukunft nur noch Autoteile zusammenbaut. Früher entwickelte man die Motoren - das Herzstück - selbst. Alles schon Geschichte. Ohne Innovation keine Zukunft - das ist mein radikaler Rückschluss. Aber ich möchte nicht abschweifen. Im Kern ging es mir eigentlich darum, aufzuzeigen, dass sich Kamera basierte Systeme (ohne Lidar) gerade durchsetzen. |
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Auch bei den Motoren kommen zentrale Teile und Software von diversne Zulieferern. Im Gegensatz zu VLA kann man hier tatsächlich von einem "Gehin" sprechen. Und schlussendlich hat VW eine simple Wahl - in China kein System anbieten, oder bei einer Firma zukaufen an der man bereits Anteile hält. |
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Hallo Miike, hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Zukunft der Mobilität |
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Fahrerassistenzsysteme wurden bis jetzt quasi von ziemlich allen OEMs auch schon zugekauft, typische Lieferanten sind zB Bosch und Continental. Mehr darf ich dazu aber nicht sagen #NDA |
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Nur weil sich etwas durchsetzt, heißt es nicht, dass es besser ist. |
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Passt grad dazu... |
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Völlig überraschend gibt es bei unserer Polizei keine elektrische Zukunft in der Mobilität. In dem seit 2023 läuft das Projekt, um jetzt zu dem Schluss zu kommen, dass die Autos bei 160km/h abriegeln und somit keine Verfolgungsjagden zulassen. Als Briefträgerauto sind sie dann aber doch geeignet 😂 Hätte man vorher einfach das Datenblatt gelesen bei dem Deppenverein Innenministerium hätte man sich die Steuergelder sparen können. https://www.krone.at/4059129 |
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Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, zu denken, dass durch den zusätzlichen Einsatz von Sensoren (Lidar, ... ) die Sicherheit erhöht wird. Nochmal zur Wiederholung: Der Beitrag (YT) vom "Industriemagazin" ist übrigens gut 👌 |
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Ja schon. Aber man muss doch erkennen, dass hier gerade ein beträchtlicher Teil der Wertschöpfungskette entsteht - Software und Autonomie!! Natürlich kann man weiter zukaufen, an der Wertschöpfung patizipiert man so aber nicht mit. Und was bleibt am Ende? Die Kernkomponenten Batterie (#1) und Software/Autonomie (#2) kauft man 100% zu. Einfach nur alle Komponenten einzukaufen um sie zusammen zu bauen wird in Zukunft nicht reichen um wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Selbst ein Industrieunternehmen wie ein Autobauer muss Innovation betreiben - geht diese verloren, war's das! |
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Das muss mal bewiesen werden, bessere Datenbasis bessere Entscheidungen. Das ist wohl der Grund, nicht die Sicherheit. Aber mir ist das tatsächlich alles recht egal (hab null Interesse an komplett selbstfahrenden Autos), schau mal außerhalb unserer Bubble, wie das aktuelle Interesse an der Autonomie ist. Schau ma in 20 Jahren wie es sich entwickelt hat. Wichtiger wäre mMn aktuell eigentlich die Transformation, als die Autonomie. |
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Ohne Worte. Aber bei uns in der Straßenverwaltung glaubt auch jeder er kann nachher im Winter nicht einmal quer durchs Burgenland fahren elektrisch 🤣 |
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Logisch. In der Wissenschaft wäre diese Begründung ja ein Armutszeugnis. In der Wirschaft geht es rein um Profit, und da ist Skalierbarkeit eben einer der wichtigsten Faktoren. |
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was das für einen ökonomischen Kraftakt für die alte Verbrenner-Industrie bedeutet, sieht man auch schön am Beispiel Stellantis: https://www.deraktionaer.de/artikel/aktien/horror-zahlen-bei-europaeischem-autoriesen-milliardenverlust-nach-elektro-debakel-20396186.html Auch wenn es schwer ist valide Zahlen zu bekommen, trau ich mich behaupten, dass die großen Volumenhersteller der "alten Generation" in der BEVBEV [Battery Electric Vehicle, Elektroauto] Sparte Verluste einfahren. Jedes Aktionsangebot eines Cupra Born, ID7 oder e-tron wird mit dem Verkauf eines Verbrennerbruders (vermutlich mehr wie einer) quersubventioniert. Das ist auch bei Ford so oder bei GM, Stellantis... Am anderen Ende gibt es dann die Chinesen, welche aber staatlich subventioniert werden und dann gibt es noch Tesla die vermutlich als einzige Gewinne erwirtschaften mit dem Verkauf eines BEVBEV [Battery Electric Vehicle, Elektroauto] ohne staatlich subventioniert zu sein. Jetzt - in der Zeit des Umbruchs - sehe ich vertikale Integration in F&E und dann in der Fertigung als essentiellen Baustein um hier Wettbewerbsvorteile zu erlangen. Wo wir wieder beim Thema wären. Alle Konzerne die das nicht verstehen - und sich darauf verlassen, dass es reicht Komponenten einzukaufen und das Auto zusammen zu bauen - werden über kurz oder lang verschwinden oder im best case wirtschaftlich nicht mehr eigenständig sein. Aggressives M&A wäre vielleicht eine Möglichkeit gewesen, dafür ist es aber jetzt vielleicht schon zu spät (Mercedes hatte sogar mal 10% der Anteile von Tesla, die dann verkauft wurden🤦). |
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