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Zukunft der Mobilität - Seite 22

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  •  Miike
  •   Gold-Award
7.5.2025 - 27.1.2026
432 Antworten | 55 Autoren 432
55
487
Vor einigen Jahren diskutierten wir noch über alternative Antriebsformen. Zum Beispiel dieser hier von mir aus 2018:
https://www.energiesparhaus.at/forum-elektromob-neee-alternative-mobilitaet-2019/51734_1

Heute, wo sich alternative Antriebe einen fixen Platz in den Verkaufsregalen der Händler gesichert haben und der Faden endlich überholt ist, möchte ich in Anlehnung an die damalige Diskussion die heutigen Trends aufgreifen.

Es gibt Fäden zu Tesla, oder zu Neuzugängen generell. Ich möchte hier einen Faden eröffnen, der sich der Mobilität der Zukunft widmet. Welche Antriebssysteme sich durchsetzen, müssen wir heute eher nicht mehr diskutieren. Viel mehr darüber, wohin sich unsere Mobilitätsverhalten entwickelt?

Welchen Beitrag leistet Autonomes Fahren? Wo stehen die Hersteller bei diesem Thema und welche Konzepte setzen sich hier in welchem Zeitraum durch? Wo stecken die großen Potentiale für die Zukunft - sowohl aus ökologischer als auch aus ökonomischer Sicht? Ist es überhaupt noch relevant in 10 Jahren besonders viele Autos zu bauen? Wird das Geld in einigen Jahren überhaupt noch in der Fabrik verdient oder ist das Auto nur noch Mittel zum Zweck um Softwarelösungen zu verkaufen?

Wie disruptiv wird die Entwicklung bereits in den nächsten 5 Jahren sein? Ist der aktuelle Margenverfall bei den Herstellern erst der Anfang vom Ende für so manchen OEM? Wie ist die Rolle von China - wie verschieben sich möglicherweise rießige Marktanteile/-semgmente?

  •  Miike
  •   Gold-Award
26.1.2026 12:20  (#421)
PS: Hier wieder ein gutes Beispiel, wie das am Ende ausgeht, wenn Unternehmens-übergreifend entwickelt wird:

https://www.golem.de/news/vw-konzern-software-von-rivian-mit-vielen-luecken-2601-204606.html

Das traurige, die VW Beteiligung an Rivian ist mittlerweile bereits einige Milliarden schwer. 

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  •  taliesin
  •   Gold-Award
26.1.2026 14:31  (#422)
Ich finde die Sprache hier schon wieder eher anstrengend, eigentlich ist dieses was wer wann wo und wie gesagt hat reichlich wertlos, aber gut.

Ein paar Videos zu FSD habe ich mir angeschaut, die meisten davon in eher unkomplexen Situationen, aber vermutlich gibt es da auch andere. 'Führerlose' Systeme wären für den ÖPNV auch ein wesentlicher Vorteil, dieser ließe sich individualisieren und einfacher anbieten, natürlich mit noch mehr potentiellem Schaden, wenn der Bus mit 50 Leuten drin havariert.

Ich denke, wenn Tesla eine gut funktionierende Lösung hat, heißt das noch nicht, dass sich die am Markt auch dauerhaft durchsetzt. Bei neuen Technologien ist es auch mal so, dass der mit der höhsten Innovationsleistung nicht unbedingt der ist, der am meisten verdient und da muss zukaufen auch nicht ganz falsch sein. Wenn es also 2030 wirklich autonome Fahrzeug von einem Hersteller gibt, dann gibt es vielleicht 2035 Nachbauten von diesen und 2040 hat's jeder. Wieviel Marktvorteil da übrigbleibt ist eine unabhängige Rechnung. Das hat aber wiederum nix mit der Zukunft der Mobilität zu tun, autonom wird kommen, wann, durch wen oder wo zuerst ist vielleicht gar nicht so wichtig ... und definitiv nicht sicher vorhersehbar emoji

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Hallo Miike,
hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Zukunft der Mobilität

  •  Miike
  •   Gold-Award
26.1.2026 15:52  (#423)
Ich glaube, dass es hier einen first mover effekt geben wird. So in etwa kann ich mir das schon auch vorstellen:

zitat..
taliesin schrieb: Wenn es also 2030 wirklich autonome Fahrzeug von einem Hersteller gibt, dann gibt es vielleicht 2035 Nachbauten von diesen und 2040 hat's jeder.

Dass heisst nicht "the winner takes ist all" aber es wird hier bei den L4/5 Systemen maximal ein Oligopol entstehen - vielleicht sogar nur ein Duopol wie man es vom Smartphonemarkt kennt (iOS vs Android). Nach und nach werden es die großen OEM lizensieren (von wem auch immer) - die Integration wird aber dauern und ich stell es mir bei weitem komplizierter und langwieriger vor als beim roll-out eines neuen Smartphones. Da trifft vielerorts alte Schule auf neue Technik. 

Ich möchte nur auf den Umstand hinweisen, dass die Wertschöpfungskette schon sehr bald zur Gänze Europa verlässt. Auf der einen Seite gibt es die Asiaten - die den Europäern schon jetzt zeigen wie man Elektroautos baut - und auf der anderen Seite wird dem nur Tesla mit dem 100% Vertikal-Ansatz etwas entgegen setzten können.

Unsere Mobilität wird sich mit Einzug von besseren Assistenzsystemen nicht dramatisch ändern, das wird dann aber der Fall sein, sobald das erste L4/5 Auto die Zulassung erhält. 

zitat..
taliesin schrieb: Das hat aber wiederum nix mit der Zukunft der Mobilität zu tun, autonom wird kommen, wann, durch wen oder wo zuerst ist vielleicht gar nicht so wichtig ... und definitiv nicht sicher vorhersehbar

Finde schon, dass das sogar eine sehr wichtige Fragestellung wäre - wird das Thema am Ende für eine rießen Erosion am Automobilmarkt auf OEM Ebene sorgen. Über Jahrzehnte etablierte Geschäftsmodelle geraten aktuell ins Wanken und denen wird spätestens dann der Todesstoß versetzt. Es wird vermutlich alles viel schneller gehen, als man jetzt denkt und wir müssen auch nicht so lange warten bis ein L5 Auto für den Privaten zum Kauf zur Verfügung steht. Der rasante Rückgang der globalen Autoproduktion wird schon dann einsetzen, wenn nur ausreichend viele autonome Taxis zur Verfügung stehen, die mich zu einem Viertel der bisherigen Taxikosten von A nach B bringen.

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  •  tomsl
  •   Bronze-Award
26.1.2026 16:04  (#424)

zitat..
Miike schrieb: Auf der einen Seite gibt es die Asiaten - die den Europäern schon jetzt zeigen wie man Elektroautos baut 

Mit der Aussage wäre ich mittlerweile etwas vorsichtig. Ja, die Specs der Chinesen sind beeindruckend, aber schau hier im Forum mal nach Erfahrungen mit z.B. MG und Leapmotor.
Aufgrund meiner Erfahrungen würde ich mir kein chinesisches BEVBEV [Battery Electric Vehicle, Elektroauto] kaufen, da würden nur Japaner, Koreaner oder Europäer in Frage kommen.


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  •  taliesin
  •   Gold-Award
26.1.2026 16:29  (#425)

zitat..
Miike schrieb: Der rasante Rückgang der globalen Autoproduktion wird schon dann einsetzen, wenn nur ausreichend viele autonome Taxis zur Verfügung stehen, die mich zu einem Viertel der bisherigen Taxikosten von A nach B bringen.

Glaube ich gleich, aber dann wird da noch weniger Geschäft draus. Das Taxigeschäft ist in Zeiten von Uber sowieso schon sehr grenzwertig.

zitat..
tomsl schrieb: Aufgrund meiner Erfahrungen würde ich mir kein chinesisches BEVBEV [Battery Electric Vehicle, Elektroauto] kaufen, da würden nur Japaner, Koreaner oder Europäer in Frage kommen.

Die SW ist halt nur ein Teil des Auto. Wenn man den ganzen Rest verbockt (wobei das nicht auf einen Kontinent beschränkt ist), dann hilft auch die beste SW nix.


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  •  thohem
26.1.2026 17:12  (#426)

zitat..
taliesin schrieb: Das Taxigeschäft ist in Zeiten von Uber sowieso schon sehr grenzwertig.

Vor allem halt auch nur rentabel in großen Städten. Wie autonomes Fahren im naher Zukunft irgendwas ändern soll an der Mobilität, ist mir immer noch schleierhaft. Für den Staat(enbund) ist es weitaus effizienter und vorallem spürbarer, auch in naher Zukunft, wenn es ein solides ÖPNV Angebot gibt. 

Es (autonomes Fahren) wird irgendwann die Norm sein, aber das werden eher unsere Kinder erleben. Und selbst dann bleibt die Frage, ob man es als Gesellschaft halt will. Oder ob andere Lösungen nicht besser, effizienter und billiger gewesen wären. Problem dabei: den Grundstein müsste man halt jetzt legen und rigoros verfolgen. Und daran wird's wohl scheitern

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  •  Miike
  •   Gold-Award
26.1.2026 17:22  (#427)

zitat..
tomsl schrieb: Mit der Aussage wäre ich mittlerweile etwas vorsichtig. Ja, die Specs der Chinesen sind beeindruckend, aber schau hier im Forum mal nach Erfahrungen mit z.B. MG und Leapmotor.
Aufgrund meiner Erfahrungen würde ich mir kein chinesisches BEVBEV [Battery Electric Vehicle, Elektroauto] kaufen, da würden nur Japaner, Koreaner oder Europäer in Frage kommen.

Daher hab ich auch Asiaten geschrieben und bewusst nicht explizit Chinesen. Natürlich wird es auch unter den Chinesen/Asiaten eine Marktbereinigung geben müssen. Die Schwachen werden aussortiert. Ja, und ich würde mir auch keinen Chinesen kaufen. So sehen das eh noch viele in Europa, was im Prinzip unsere Automobilindustrie aktuell noch stützt. Aber schau dir mal an wie dramatisch sich der global größte Absatzmarkt für einen Volumenhersteller wie VW entwickelt:

Jahr VW Konzern (Gesamt) VW Konzern (nur BEVBEV [Battery Electric Vehicle, Elektroauto])
2023 9,24 Mio 0,77 Mio
2024 9,03 Mio 0,74 Mio
2025 8,98 Mio 0,98 Mio

Die Gesamtzahlen gehen ja noch so halbwegs. Gesamtproduktion aber rückläufig. BEVBEV [Battery Electric Vehicle, Elektroauto] Wachstum ja, aber 9 von 10 Autos noch Verbrenner. 

Sehen wir uns an wie sich der wichtigste Markt China entwickelt für VW:
  2023 2024 2025 Trend
VW Konzern
(Gesamt)
3,24 Mio 2,93 Mio 2,69 Mio Rückläufig 
(-8% in 2025)
VW Konzern
(nur BEVBEV [Battery Electric Vehicle, Elektroauto])
0,19 Mio 0,21 Mio 0,12 Mio Einbruch (-44%)

Der Verfall in der so wichtigen - weil zukünftsträchtigen Sparte BEVBEV [Battery Electric Vehicle, Elektroauto] - akutell nicht zu stoppen. Der einzige ausländische OEM der sich in China aktuell im Segment BEVBEV [Battery Electric Vehicle, Elektroauto] halbwegs etablieren kann ist Tesla:
  2023 2024 2025  
Tesla             0,60 Mio 0,66 Mio 0,63 Mio leichter Rückgang (-4,8%)

Der allgemeine Trend im größten Automarkt der Welt geht ganz klar in Richtung BEVBEV [Battery Electric Vehicle, Elektroauto]/NEV und da greifen die Chinesen offensichtlich bei den heimischen Marken ordentlich zu. Europäische Autos interessieren dort keinen mehr (überspitzt!) - haben es die anderen Hersteller auch nicht besser gemacht.

1
  •  Miike
  •   Gold-Award
26.1.2026 17:42  (#428)

zitat..
thohem schrieb: Für den Staat(enbund) ist es weitaus effizienter und vorallem spürbarer, auch in naher Zukunft, wenn es ein solides ÖPNV Angebot gibt. 

ja schon klar, aber das ist Wunschdenken. Der Staat wird eine gewisse Basisversorgung herstellen - den Rest macht ua. der Wettbewerb. Dass es toll ausgebaute Öffis in unserem Land gibt, wird sich nie erfüllen. Es wird immer einen beträchtlichen Teil geben, die den Komfort des Individualverkehrs schätzen. Autonom fahrende Autos werden eine Brücke schlagen und ein bisschen eine Mischung aus beidem sein.

Ich sitze rund 1 Stunde am Tag im Auto und einen beträchtlichen Teil der Zeit nutze ich hier um noch berufliche Telefonate zu führen. Kann ich mir im vollen Bus schwer vorstellen - schon allein aus Diskretionsgründen usw... Also ein Netzausbau muss nicht mit einer einhergehenden Akzeptanz korrelieren... das wäre schon Denkfehler Nummer eins. 

1
  •  thohem
26.1.2026 18:17  (#429)

zitat..
Miike schrieb:

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thohem schrieb: Für den Staat(enbund) ist es weitaus effizienter und vorallem spürbarer, auch in naher Zukunft, wenn es ein solides ÖPNV Angebot gibt. 
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ja schon klar, aber das ist Wunschdenken. Der Staat wird eine gewisse Basisversorgung herstellen - den Rest macht ua. der Wettbewerb. Dass es toll ausgebaute Öffis in unserem Land gibt, wird sich nie erfüllen. Es wird immer einen beträchtlichen Teil geben, die den Komfort des Individualverkehrs schätzen. Autonom fahrende Autos werden eine Brücke schlagen und ein bisschen eine Mischung aus beidem sein.

Ich sitze rund 1 Stunde am Tag im Auto und einen beträchtlichen Teil der Zeit nutze ich hier um noch berufliche Telefonate zu führen. Kann ich mir im vollen Bus schwer vorstellen - schon allein aus Diskretionsgründen usw... Also ein Netzausbau muss nicht mit einer einhergehenden Akzeptanz korrelieren... das wäre schon Denkfehler Nummer eins.

Deswegen ja: man muss sich als Gesellschaft entscheiden. Und das besser früher. Individualverkehr fördern (im Sinne von Straßenbau etc) oder eben öffi Angebot. Und bitte nicht mit der armen Oma aus Hintertupfing argumentieren, denn darum geht's hier auch nicht.

Wenn es bessere Öffis gäbe (und nicht nur entlang der Weststrecke) mit vernünftigen Fahrzeiten und schnellen Verbindungen, dann würde man sich schonmal einen Großteil der teuren Straßen-erhaltung und -baus sparen. Ich jedenfalls möchte eine Zukunft für meine Kinder, in der nicht das gesamte Leben auf ein Auto ausgerichtet ist - so wie es bisher immer war und immer noch ist für die meisten Menschen. 
Wenn sich die Gesellschaft endlich eingestehen würde, dass unser aller Leben deutlich besser sein würde, wenn wir vernünftigen ÖPNV anbieten, dann wird sich was ändern. Solang Individualverkehr gepusht wird mit halbseidenen Argumenten, wird das allerdings nichts in Österreich....weil "mei Auto nimmt mir kana!"


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  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
27.1.2026 1:28  (#430)

zitat..
thohem schrieb:

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Miike schrieb:

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thohem schrieb: Für den Staat(enbund) ist es weitaus effizienter und vorallem spürbarer, auch in naher Zukunft, wenn es ein solides ÖPNV Angebot gibt. 
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ja schon klar, aber das ist Wunschdenken. Der Staat wird eine gewisse Basisversorgung herstellen - den Rest macht ua. der Wettbewerb. Dass es toll ausgebaute Öffis in unserem Land gibt, wird sich nie erfüllen. Es wird immer einen beträchtlichen Teil geben, die den Komfort des Individualverkehrs schätzen. Autonom fahrende Autos werden eine Brücke schlagen und ein bisschen eine Mischung aus beidem sein.

Ich sitze rund 1 Stunde am Tag im Auto und einen beträchtlichen Teil der Zeit nutze ich hier um noch berufliche Telefonate zu führen. Kann ich mir im vollen Bus schwer vorstellen - schon allein aus Diskretionsgründen usw... Also ein Netzausbau muss nicht mit einer einhergehenden Akzeptanz korrelieren... das wäre schon Denkfehler Nummer eins.
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Deswegen ja: man muss sich als Gesellschaft entscheiden. Und das besser früher. Individualverkehr fördern (im Sinne von Straßenbau etc) oder eben öffi Angebot. Und bitte nicht mit der armen Oma aus Hintertupfing argumentieren, denn darum geht's hier auch nicht.

Wenn es bessere Öffis gäbe (und nicht nur entlang der Weststrecke) mit vernünftigen Fahrzeiten und schnellen Verbindungen, dann würde man sich schonmal einen Großteil der teuren Straßen-erhaltung und -baus sparen. Ich jedenfalls möchte eine Zukunft für meine Kinder, in der nicht das gesamte Leben auf ein Auto ausgerichtet ist - so wie es bisher immer war und immer noch ist für die meisten Menschen. 
Wenn sich die Gesellschaft endlich eingestehen würde, dass unser aller Leben deutlich besser sein würde, wenn wir vernünftigen ÖPNV anbieten, dann wird sich was ändern. Solang Individualverkehr gepusht wird mit halbseidenen Argumenten, wird das allerdings nichts in Österreich....weil "mei Auto nimmt mir kana!"

Also im Burgenland besteht der ÖPNV schonmal zum Großteil aus Bussen. Weil für 100 Leute die von Onerwart nach Eisenstadt fahren, kann man kaum eine Bahnlinie bauen.

Dorr ist also die Straßeninfrastruktur auch gleichzeitig entscheidend für den ÖPNV.

In der Fläche trifft das durchaus auch für andere Bundeländer zu...


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  •  thohem
27.1.2026 6:17  (#431)

zitat..
MalcolmX schrieb:

──────..
thohem schrieb:

──────..
Miike schrieb:

──────..
thohem schrieb: Für den Staat(enbund) ist es weitaus effizienter und vorallem spürbarer, auch in naher Zukunft, wenn es ein solides ÖPNV Angebot gibt. 
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ja schon klar, aber das ist Wunschdenken. Der Staat wird eine gewisse Basisversorgung herstellen - den Rest macht ua. der Wettbewerb. Dass es toll ausgebaute Öffis in unserem Land gibt, wird sich nie erfüllen. Es wird immer einen beträchtlichen Teil geben, die den Komfort des Individualverkehrs schätzen. Autonom fahrende Autos werden eine Brücke schlagen und ein bisschen eine Mischung aus beidem sein.

Ich sitze rund 1 Stunde am Tag im Auto und einen beträchtlichen Teil der Zeit nutze ich hier um noch berufliche Telefonate zu führen. Kann ich mir im vollen Bus schwer vorstellen - schon allein aus Diskretionsgründen usw... Also ein Netzausbau muss nicht mit einer einhergehenden Akzeptanz korrelieren... das wäre schon Denkfehler Nummer eins.
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Deswegen ja: man muss sich als Gesellschaft entscheiden. Und das besser früher. Individualverkehr fördern (im Sinne von Straßenbau etc) oder eben öffi Angebot. Und bitte nicht mit der armen Oma aus Hintertupfing argumentieren, denn darum geht's hier auch nicht.

Wenn es bessere Öffis gäbe (und nicht nur entlang der Weststrecke) mit vernünftigen Fahrzeiten und schnellen Verbindungen, dann würde man sich schonmal einen Großteil der teuren Straßen-erhaltung und -baus sparen. Ich jedenfalls möchte eine Zukunft für meine Kinder, in der nicht das gesamte Leben auf ein Auto ausgerichtet ist - so wie es bisher immer war und immer noch ist für die meisten Menschen. 
Wenn sich die Gesellschaft endlich eingestehen würde, dass unser aller Leben deutlich besser sein würde, wenn wir vernünftigen ÖPNV anbieten, dann wird sich was ändern. Solang Individualverkehr gepusht wird mit halbseidenen Argumenten, wird das allerdings nichts in Österreich....weil "mei Auto nimmt mir kana!"
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Also im Burgenland besteht der ÖPNV schonmal zum Großteil aus Bussen. Weil für 100 Leute die von Onerwart nach Eisenstadt fahren, kann man kaum eine Bahnlinie bauen.

Dorr ist also die Straßeninfrastruktur auch gleichzeitig entscheidend für den ÖPNV.

In der Fläche trifft das durchaus auch für andere Bundeländer zu...

Derzeit mag das so sein. Ja. Das war damals eine (falsche) Entscheidung und das gute daran: man kann es ändern. Man kann es ganz einfach nicht so machen.

Das Argument "jo aber wegen 100 Leuten...." Ist halt auch eine Ausrede. Denn erstens kann und sollte man sich auf die 80% des Landes konzentrieren, wo man die meisten Menschen mit nimmt und zweitens: wo kein vernünftiges Angebot, da keine Nachfrage. 

Man kann das alles ändern. Man braucht halt einen Generationsübergreifenden Plan. Und sowas ist in Österreich halt leider unmöglich


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  •  Dirm
  •   Bronze-Award
27.1.2026 8:19  (#432)
Man könnte aber auch bei den Bussen etwas machen. Jede 2. Reihe raus und Tische. Dann kannst in der Zeit arbeiten.
Könnte man sogar paar Kabinen einbauen zum Telefonieren.

Das Straßenargument gilt hauptsächlich für BEVBEV [Battery Electric Vehicle, Elektroauto]. Für Busse würde auch eine Richtungsfahrspur + gemeinsamer Mittelpannenstreifen auf der AB reichen.

Also da könnte man schon einiges machen. Das Auto ist einfach noch zu attraktiv.

Büro ist am Rande Wiens. Dort fährt der Bus auch zu gewissen Zeiten oft leer. Alle die in der Gegend wohnen, fahren mit dem Auto. Entweder haben sie Parkpickerl bzw. wurden fleißig neue Parkplätze angelegt,  als das kam.
Ich geh auch oft die 15 Minuten zur U-Bahn.

Aber es wird schon verbessert. Es kamen vor kurzem 2 "Quer-Buslinien". Wien ist teilweise doch recht sternförmig beim ÖPNV. Wenn man seitwärts will, fährt man dann um 2 Ecken.

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