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Etwas Geld auf der Kante, was damit machen? - Seite 8

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  •  radmutter
12.11.2024 - 27.1.2026
215 Antworten | 49 Autoren 215
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Hey,

super Forum, hat mir schon in vielen Bereichen weitergeholfen.
Ich wende mich nun auch mit einer Frage an die Gemeinschaft, grundsätzlich weiß ich nämlich nicht wirklich, was gute Ansätze wären.

Folgende Eckdaten:
- Haus gebaut, danach getrennt, Freundin ausbezahlt, ich zu 100 % im Grundbuch
- restliche Kreditsumme, inkl. Landesförderung: 270.000 Euro (1 % fix bis 2036, danach noch 15 Jahre 1 % Aufschlag auf 3 Monatseuribor, Tilgung läuft ausnahmslos über mich
- Bitcoins, Aktien, Gold sind keine mehr vorhanden, das ging alles für die Ausgleichszahlung drauf (leider zu einem recht ungünstigen Zeitpunkt, das wäre jetzt um einiges mehr wert).
- ob ich das Haus langfristig behalte oder wo anders hinziehe/baue weiß ich noch nicht zu 100 %

Ich habe danach versucht, mir wieder ein entsprechendes Polster anzusparen und habe viel dafür gearbeitet. Grundsätzlich bin ich sparsam (keine teuren Urlaube nötig, mir reicht eine schöne Bergtour). Ich leiste mir gutes Essen und genieße so gut es geht, also mir fehlt es an nichts.

Ich habe mir bis jetzt ca. 55.000 Euro angespart. 
Mir stellt sich jetzt nur die Frage, was ich mit dem Geld am besten machen soll.
Aktuell ist das meiste mit 2,5 - 3 % verzinst, ich wollte in der schwierigen Zeit kein Risiko eingehen. Nachdem ich mir es so schweißtreibend erarbeitet habe, möchte ich es auch nicht zu risikoreich veranlagen (Sparplan in ETF habe ich allerdings wieder mit einem geringen Betrag gestartet).
Einstieg in den Aktienmarkt etc. erscheint mir aktuell etwas zu heiß, da doch gerade alles recht stark gestiegen ist.
Sondertilgung macht vermutlich bei diesen Konditionen auch wenig Sinn... 
In eine Wohnung als Wertanlage zu investieren macht auch wenig Sinn, da zu wenig Kapital.
Ein Auto wird einmal fällig werden, da möchte ich allerdings auch nicht mehr als 20.000 Euro ausgeben. 
Oder soll ich ganz einfach weiter fleißig ansparen?

Ihr seht, gar nicht so einfach. Habt ihr Vorschläge für mich?

  •  Equity
  •   Bronze-Award
29.11.2025  (#141)
Sagt ja auch niemand dass das nicht individuell passen kann. Aber nicht jeder besitzt (eine) Immobilie(n), nicht jede Immobilie ist abbezahlt, nicht jede offene Hypothek ist gleich verzinst usw, wäre doch überraschend wenn dann die ideale Geldanlage für den Rest für alle gleich wäre? Von Alter, Familienstand, Einkommen usw reden wir da noch gar nicht.

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  •  supernova
  •   Silber-Award
29.11.2025  (#142)
Ich finde es überhaupt nicht überraschend, dass eine einfache und sehr gute Option für sehr, sehr viele passend ist. Ziemlich unabhängig von Miete vs. Eigentum, Alter, Familienstand und Einkommen. Aber natürlich wollen viele Finanzberater den Leuten lieber einreden, dass die Sache so fürchterlich kompliziert wäre und Personalisierung unbedingt nötig wäre... Kann man sich einreden lassen, muss man aber nicht. 

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  •  Equity
  •   Bronze-Award
29.11.2025  (#143)
Ich bin weder Finanzberater noch hatte ich je einen und bin völlig überzeugt fast jeder kann mit vertretbaren Zeitaufwand die eigenen Finanzen gut regeln kann.

Die Informationen sind so leicht verfügbar wie noch nie und eben auch ETFs, Onkinebroker usw. So lange man halt nicht auf Pauschalratschläge aus dem Internet (oder sonst wo) hört, sondern selber mitdenkt. Geld anlegen ist einfach wie noch nie, aber die eigene Situation mitzubedenken kann einem niemand abnehmen.

In den letzten Jahren war es halt fast unmöglich irgendwas falsch mit Aktien zu machen. Das kann auch in den nächsten Jahren so sein, muss es aber nicht.

Ich hänge da gefühlt in der Endlosschleife, ich bin selber sehr, sehr stark in Aktien investiert nur halte ich es trotzdem für gefährlich Leuten ohne Willen sich selber zu informieren pauschal "100% all-world" zu empfehlen. Aber wir drehen uns da im Kreis.

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  •  supernova
  •   Silber-Award
29.11.2025  (#144)
„pauschal "100% all-world" zu empfehlen“. Das ist so gut wie immer besser als alles, was ein Banker empfehlen würde. Besser als Stockpicking, besser als Herumexperimentieren mit Meme-Coins, etc. etc. Ich bin ja normal sehr für‘s Differenzieren, aber das ist jetzt echt keine Empfehlung, vor der man warnen müsste. Manchmal sind Pauschalempfehlungen auch einfach gut und richtig. Man kann auch die Pauschalaussage machen, dass es besser ist, mit den Ausgaben deutlich unter den Einnahmen zu bleiben. emoji

Wenn Leute auf diese (ach so böse) „Pauschalempfehlung aus dem Internet“ hören, werden sie besser dran sein als mit den nächst wahrscheinlichen Alternativen (Nix tun und somit nix investieren oder sich was von der Hausbank aufschwatzen lassen.)

1
  •  Equity
  •   Bronze-Award
30.11.2025  (#145)
Du hast mich überzeugt und natürlich Recht. All-in all-world ist die einzige Lösung für alle, selber denken wird überbewertet und schlimmer geht immer. Die gesetzlich verpflichtenden Risikohinweise sind auch nur da um den Banken/Versicherunger/etc das Geschäft zu erhalten und gehören konsequent ignoriert. 

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Hallo Equity, kostenlos und unverbildlich kann man das auf durchblicker.at vergleichen, geht schnell und spart viel Geld.
  •  andi102
  •   Gold-Award
30.11.2025  (#146)

zitat..
Equity schrieb:

Aktuell gab es schlicht keinen Einbruch, der letzte wirkliche Einbruch war 2008, COVID 2020 war zwar kurzfristig vllt auch noch ein Einbruch aber die Erholung ungewöhnlich schnell.

Die aktuelle Anlegergeneration hat großteils noch keine Krise erlebt, 2000 und 2008 hat es beim MSCI World jeweils 7 Jahre bis zu Erholung gebraucht bzw. eigentlich in Summe 15 Jahre bis man wieder real im Plus war. 

Der ATX hat 18 Jahre gebraucht um die Finanzkrise zu verdauen, auch der NASDAQ hat nach dotcom 17 Jahre zu Erholung gebraucht, beim Nikkei waren es sogar 35 Jahre um den 1989 Höchstand wieder zu erreichen. 

Das alles nur zur Einordnung wenn man über 5% Rückgänge von ATH und richtigem Timing innerhalb der Woche bei langfristiger Anlage diskutiert.

Bravo für den Beitrag.

Ein 100% Investment in den MSCI World mag historisch gesehen die beste Wahl gewesen sein, allerdings klammert das gänzlich das eigene Risikoprofil aus und auch die persönliche Lebenssituation.

Mir ist es in letzter Zeit häufig passiert, dass man mit jungen Menschen spricht, die KI befragen und dann den MSCI World kaufen. Die werden nicht die Risikotragfägigkeit haben, wenn es mal länger runtergeht und auch nach dem (mehrmaligen)Nachkauf die Kurse weiter sinken. Die haben alle nie wirkliche Krisen erlebt (im übrigen wie auch alle Manager unter 45)

Bitcoin könnte hier die Blaupause sein, oder ev. die KI-Thematik. Das mit den KGV, das immer wieder genannt wird, stimmt zwar, allerdings kann man kaum beurteilen, wieviel von diesem Forward-KGV nur heiße Luft ist (gegenseitige Beteiligungen, die den Gewinn schnell in Rauch aufehen lassen).

Übrigens: Bis vor ein paar Jahren war ich in der Veranlagung deutlich "sportlicher" unterwegs, wie viele, die ich kenne. Mittlerweile fühle ich mich mit derzeit 33-40% Aktienanteil (je nachdem wie man gewisse strukturierte Anlagen bewertet) wie ein alter Opa 😂 Time will tell, jedenfalls Cash(ähnliche) Anlagen habe ich genug, wenn es ordentlich rappelt. Habe z.B. die heurigen Gewinne (dank Trump und Liberation Day) jetzt realisiert.


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Hallo radmutter,
hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Etwas Geld auf der Kante, was damit machen?

  •  supernova
  •   Silber-Award
30.11.2025  (#147)

zitat..
Mir ist es in letzter Zeit häufig passiert, dass man mit jungen Menschen spricht, die KI befragen und dann den MSCI World kaufen. Die werden nicht die Risikotragfägigkeit haben, wenn es mal länger runtergeht und auch nach dem (mehrmaligen)Nachkauf die Kurse weiter sinken.

Wieso so sollten sie die nicht haben?! Wenn jemand schlau genug ist, 1. jung mit dem Investieren anzufangen und 2. ein breites Index-ETF-Investment aus zu wählen, dann sind sie locker auch schlau genug, buy and hold zu verstehen. Ich verstehe nicht, woher der abfällige Pessimismus gegenüber diesen jungen Leuten kommt. Scheint mir nicht allzu fundiert. Mit einem breit gesteuten Aktieninvestment hält sich das Risiko außerdem recht in Grenzen. Und wenn sie nicht investieren würden, sondern stattdessen einfach ihr ganzes Einkommen verkonsumieren würden, wäre das ganze Geld gleich weg.

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  •  andi102
  •   Gold-Award
30.11.2025  (#148)

zitat..
supernova schrieb:

──────..
Mir ist es in letzter Zeit häufig passiert, dass man mit jungen Menschen spricht, die KI befragen und dann den MSCI World kaufen. Die werden nicht die Risikotragfägigkeit haben, wenn es mal länger runtergeht und auch nach dem (mehrmaligen)Nachkauf die Kurse weiter sinken.
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Wieso so sollten sie die nicht haben?! Wenn jemand schlau genug ist, 1. jung mit dem Investieren anzufangen und 2. ein breites Index-ETF-Investment aus zu wählen, dann sind sie locker auch schlau genug, buy and hold zu verstehen. Ich verstehe nicht, woher der abfällige Pessimismus gegenüber diesen jungen Leuten kommt. Scheint mir nicht allzu fundiert. Mit einem breit gesteuten Aktieninvestment hält sich das Risiko außerdem recht in Grenzen. Und wenn sie nicht investieren würden, sondern stattdessen einfach ihr ganzes Einkommen verkonsumieren würden, wäre das ganze Geld gleich weg.

Wenn man genauer nachfragt, ist das Geld für das nächste Auto, oder die Anzahlung für die Eigentumswohnung in 1-3 Jahren. Ich war in einer ähnlichen Lebensphase vor der Finanzkrise, und mich hat mein umsichtiges Investment damals vor Schaden bewahrt. Was glaubs du, was los ist, wenn die Börsen mal SO RICHTIG crashen. Dann müssen die alle notverkaufen und lassen die Kurse weiter abstürzen. Die letzte große Krise ist ca. 17 Jahre her. Das heiß, ein 37 jähriger hat an der Börse im Wesentlichen nur Sonnenschein erlebt im Vergleich zu .com oder eben der Finanzkrise.


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  •  supernova
  •   Silber-Award
30.11.2025  (#149)
Wieso sollten die alle notverkaufen müssen?! Auto und Eigentumswohnung kann man auch problemlos aufschieben. Wenn man das Geld grade wirklich braucht, muss man halt ggf. einen Verlust realisieren (oft ist es sogar nur ein Verlust gegenüber dem vorherigen Höchststand, nicht in Bezug auf die eingezahlte Summe). Aber so what?! Ich verstehe nicht, wo du da das riesige Drama siehst. Wie gesagt: Gibt auch genug Leute, die gar nicht erst sparen und keine Rücklagen/Investments haben. Im Vergleich zu denen ist jemand mit Investments immer besser dran, auch wenn der Kurs gerade eingebrochen ist.

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  •  Namor1
30.11.2025  (#150)
Andere Länder andere Sitten. Schon in Deutschland müssen sich Selbstständige eigenverantwortlich um ihre Altersvorsorge kümmern. In den USA scheinen Aktien DER Baustein der Altersvorsorge zu sein und staatlich diese Form gefördert zu werden. Zur Erinnerung: die subprime-Krise wurde dadurch befeuert (also die Kredithöhen gesteigert), dass die Regierung es wollte, dass sich fast jeder ein Eigengeim leisten konnte.

Wenn der Aktienkurs zu weit sinkt, steht man vor der Entscheidung, einen Rest Altersvorsorge zu realisieren oder eventuell weitere Verluste zu erleiden und in nie gedachter Armut seinen Lebensabend zu verbringen. Und da beißen den letzten die Hunde. Eine Erholung in ein paar Jahren erlebt man eventuell noch, seine Altersvorsorge aber erlebt die Erholung eventuell nicht mehr, den der kümmerliche Rest ist schnell aufgebraucht. 

Ob sich also der Maximilian im Rosental sein Auto später und dann gebraucht kauft, ist nicht der Punkt.

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  •  Altromondo
  •   Bronze-Award
2.12.2025  (#151)

zitat..
supernova schrieb: Über den Notgroschen hinaus ständig Geld uninvestiert herumliegen zu lassen für Markettimingzwecke finde ich alles andere als empfehlenswert.

Was ist mit Geld uninvestiert herumliegen lassen als einfachste Diversifizierungs-Strategie?

Ein großer ETF und der Rest Tagesgeld. Damit kann man zb 50:50 machen und damit auf 5% Rendite [(8%+2%)/2 ] kommen und bei einem großen Crash des weltweiten Aktienmarktes in dem der ETF 50% verliert "nur" 25% verlieren. Wer mehr Risiko will macht halt dann 80:20 und kommt auf 6.8% und -40% beim Crash.

Gute Idee oder schlechte Idee?


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  •  speeeedcat
  •   Gold-Award
2.12.2025  (#152)

zitat..
Altromondo schrieb: Was ist mit Geld uninvestiert herumliegen lassen als einfachste Diversifizierungs-Strategie?

Im Sinne des Risikomanagement gehören neben dem (meinem) Aktien (Einzeltitel)- und ETF-Depot (Monatssparer) mMn. auch Cash und Anleihen dazu. Schau dir mal Unternehmensanleihen an, aktuell zum Beispiel:
https://www.sparkasse.at/investments/produkte/anlageprodukte/anleihen/anleihe/AT0000A3P244-F522202185
Oder Bundesschatz:
https://www.bundesschatz.at/
Nach Fälligkeit entweder in den ETF oder man schaut, wie eine weitere Bindung verzinst wird. 
Die Inflation ist damit leider noch immer nicht zu schlagen. Die Performance macht aber ohnedies die Aktienquote im AD und im ETF.

BTC und Gold runden das Portfolio ab, wobei bei mir die BTC-Quote eigentlich zu hoch ist, aufgrund der Steuerfreiheit aber trotzdem weiter gehalten wird.

Und nicht vergessen: manchmal sollte man sich auch mal was Schönes gönnen 😊.


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  •  stefano
  •   Bronze-Award
2.12.2025  (#153)

zitat..
Altromondo schrieb:

──────..
supernova schrieb: Über den Notgroschen hinaus ständig Geld uninvestiert herumliegen zu lassen für Markettimingzwecke finde ich alles andere als empfehlenswert.
───────────────

Was ist mit Geld uninvestiert herumliegen lassen als einfachste Diversifizierungs-Strategie?

Ein großer ETF und der Rest Tagesgeld. Damit kann man zb 50:50 machen und damit auf 5% Rendite [(8%+2%)/2 ] kommen und bei einem großen Crash des weltweiten Aktienmarktes in dem der ETF 50% verliert "nur" 25% verlieren. Wer mehr Risiko will macht halt dann 80:20 und kommt auf 6.8% und -40% beim Crash.

Gute Idee oder schlechte Idee?

Ist das einfachste überhaupt. KISS - keep it simple and stupid.
Gerade wenn man nicht mehrere 100k € Veranlagen will, geht das auch noch super mit der Einlagensicherung. Viele hier haben sowieso noch eine eigegenutzte Immobilie.
Anleihen sind komplexer als ein reiner Aktien-ETF. Würde ich erst ab einer entsprechenden Summe mit ins Depot nehmen.
BTC / Gold kann man in geringen Mengen beimischen.


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  •  Equity
  •   Bronze-Award
2.12.2025  (#154)
Ich halte das auch für eine gute Möglichkeit, in der Praxis ist man mit mit der immer wieder erwähnten Immobilie dann ohnehin über 3 Assetklassen aufgestellt. Die Immobilie würde ich halt bei der Berechnung nicht ignorieren, ins besondere wenn noch ein Kredit drauf läuft. Dann kommt die Sondertilgung als weitere sehr simple (und als einzige KESt-freie) Option noch hinzu (natürlich in erster Linie abhängig vom Zinssatz).

Bundesschatz würde ich dabei eher in den selben Topf wie Tagesgeld/Festgeld (je nach Laufzeit) werfen und erfordert im Gegensatz zu Anleihen auch kein spezielles wissen. Anleihen sind jetzt auch nicht rocket science aber man kann auch ohne fast jedes beliebiges Risiko-Rendite-Verhältnis abbilden nur mit Cash (im Sinne von Tagesgeld/Festgeld/Bundesschatz etc) / Aktien-ETF / Immobilie / (Hypothek).

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  •  Miike
  •   Gold-Award
2.12.2025  (#155)

zitat..
speeeedcat schrieb: Unternehmensanleihen an, aktuell zum Beispiel:
https://www.sparkasse.at/investments/produkte/anlageprodukte/anleihen/anleihe/AT0000A3P244-F522202185

Ist eine gute Möglichkeit für die Veranlagung Gewinnfreibetrag. Abseits der "KMU Veranlagung" finde ich dann fast eine Fonds-Lösung sympathischer. Um beim selben Institut zu bleiben, hier das aktuelle Rendite-Radar der EAM:
https://www.erste-am.at/de/private-anleger/presse/erste-am-news/2025/09/29/rendite-radar

Der Espa Bond Corporate Plus (Hybride Unternehmensanleihen) hat eine aktuelle Rendite von 4,2% bei einer Modified Duration von 3,96%. Mittlere Restlaufzeit des Anleiheportfolios 4,37 Jahre. Rating Investment Grade. 
https://www.erste-am.at/de/institutionelle-anleger/factsheet/erste-bond-corporate-plus/AT0000A1PKM0

Nach Abzug der Verwaltungsgebühr von 0,6% bleiben also (ohne Ausfälle im Fonds) bei gleichbleibendem Zinsniveau 3,6% übrig. Bei sinkenden Zinsen gibt es zusätzlich Kursgewinne. Risikoeinstufung 2 (von 7). 

Aufgrund des Bonitätsrisikos würde ich mich mit der Fondslösung jedenfalls wohler fühlen als mit einzelnen Unternehmensanleihen am Depot. Darüber hinaus finde ich es in den meisten Fällen interessanter, gleich zur Aktie zu greifen um somit gleich "Inhaber" und nicht "Gläubiger" zu werden. Aber das ist ein anderes Thema.

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  •  grua
  •   Silber-Award
2.12.2025  (#156)

zitat..
Altromondo schrieb:

Ein großer ETF und der Rest Tagesgeld. Damit kann man zb 50:50 machen und damit auf 5% Rendite [(8%+2%)/2 ] kommen und bei einem großen Crash des weltweiten Aktienmarktes in dem der ETF 50% verliert "nur" 25% verlieren. Wer mehr Risiko will macht halt dann 80:20 und kommt auf 6.8% und -40% beim Crash.

Gute Idee oder schlechte Idee?

Genauso mach ich das auch, einfacher geht nicht! Zusätzlich zum bereits abbezahlten Eigenheim.
%-Aufteilung muss man halt für sich selbst festlegen und schauen, dass die nicht aus dem Ruder läuft, sondern immer wieder mal rebalancieren, am einfachsten über Neu-Invest in die geringer gewordene Assetklasse.
Beim Tagesgeld Einlagensicherung nicht übersehen: 100k pro Konto bzw. 200k bei Gemeinschaftskonten (100k pro Person)

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  •  supernova
  •   Silber-Award
2.12.2025  (#157)
Den Notgroschen (mind. 6 Monate die monatlichen Kosten inkl. Essen) und sonstige Rücklagen für zukünftigen Konsum am Tagesgeldkonto rechne ich persönlich gar nicht rein in den investierten Teil. Das Geld ist ein Sicherheitsnetz, kein Investment.

Ich habe auch keine prozentuelle Aufteilung, die ich anstrebe. Im Gegenteil: Je größer das ETF-Depot wird, desto besser. 

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  •  grua
  •   Silber-Award
3.12.2025  (#158)

zitat..
supernova schrieb:

Den Notgroschen (mind. 6 Monate die monatlichen Kosten inkl. Essen) und sonstige Rücklagen für zukünftigen Konsum am Tagesgeldkonto rechne ich persönlich gar nicht rein in den investierten Teil. Das Geld ist ein Sicherheitsnetz, kein Investment.

Ich habe auch keine prozentuelle Aufteilung, die ich anstrebe. Im Gegenteil: Je größer das ETF-Depot wird, desto besser.

Notgroschen außen vor, nicht einrechnen, das passt und muss so sein.

Den REST teile ich dann fest %-mäßig auf Tagesgeld und ETF auf. Stichwort Langfristanlage aufteilen auf risikobehaftet und risikolos, mit Rebalancing.

Du solltest mal Gerd Kommer lesen 😉


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  •  supernova
  •   Silber-Award
3.12.2025  (#159)
Hab‘ ich schon vor über 10 Jahren gelesen. Hab‘ ursprünglich mit seinem Weltportfolio angefangen, dann aber vereinfacht...

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  •  radmutter
5.12.2025  (#160)
Sollte jemand nach einer guten Übersicht über seine Vermögenswerte suchen:
Ich muss sagen, dass ich seit längerem den finanzfluss.de Portfolio Manager verwende. 
Dort kann man direkt alle verschiedenen Konten/Plattformen anzapfen und sieht sein gesamtes Portfolio inkl. Entwicklung tagesaktuell.

Zusätzlich kann man auch viele Überschneidungen und Verteilungen erkennen. Man sieht alle Zinserträge, Entwicklungen, Dividenden etc. über alle Plattformen weg.
Alle Transaktionen etc. 
Wenn man sich etwas durchklickt ist das echt sehr interessant

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  •  Altromondo
  •   Bronze-Award
9.12.2025  (#161)

zitat..
radmutter schrieb: Dort kann man direkt alle verschiedenen Konten/Plattformen anzapfen und sieht sein gesamtes Portfolio inkl. Entwicklung tagesaktuell.

Kann der österreichische Bankkonten "anzapfen"?


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