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Pool - Planung / Ideensammlung / Allgemeines - Seite 5

   
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  •   Bronze-Award
18.8. - 18.12.2025
98 Antworten | 24 Autoren 98
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Hallo miteinander!

Da die meisten Poolforen die ich ergoogelt habe die letzten Einträge vor >5 Jahren, deswegen hoffe ich dass in einem aktiven Forum wie diesem die Informationen aktueller sind und hoffentlich vielen helfen.

Wahrscheinlich kennt es der eine oder andere:
Kinder und Frau machen Druck und wollen Schwimmen. Daddy kommt langsam ins Straucheln...

Lage + Infrastruktur:
Die Position haben wir im südseitigen Teil des Gartens festgelegt (ebene Fläche / Geräteschuppen ist in der Nähe für Stromanschuss und künftiger Pooltechnik).
Nachteil ist der Schatten durch eine 25m-Eiche am Nachbargrund, die im Herbst viel Laub abwirft.

Größe:
Da ich möglichst wenig Garten an das Pool verschwenden will, müssen die üblichen 6,00x3,00m (Tiefe 1,4-1,5m) reichen. Rechteckig.
Ich sehe nur wenig Sinn in größeren Länge, weil man selbst bei 2, 4 , 6m längeren Pools nicht richtig Bahnen schwimmen kann. Es soll zur Abkühlung und Plantschen dienen.

Schwimmteich / Naturpool / Chlorpool:
Schwimmteich ist raus. Naturpool hätte mir persönlich zwar gefallen, aber ich wurde überstimmt. Also soll es ein Chlorpool/Salzwasserpool werden.

Treppe / Leiter:
Nachdem man kaum noch Pools mit klassischer Leiter sieht, werden wir auch eine Treppe machen. Eventuell mit Sitzbank. Gibt es da Empfehlungen zu Größe oder Ausführung?

geschweisste Folie / GFK-Wanne / Polypropylen-Wanne / Edelstahl:
Da ich keinen Goldesel habe, ist Edelstahl draussen.
Den anderen Bauarten gegenüber bin ich offen eingestellt.
Betonplatte braucht man sowieso immer. 
Ob die Wände aus Schalstein/Styroporstein oder mit Beton hinterfüllt sind, ist mir ziemlich egal.
Gefühlsmässig tendiere ich ein wenig zu GFK.

Betrieb Poolwasser:
Wie ist der aktuelle Stand zur Entsorgung in NÖ? Früher musste man Poolwasser über den Kanal entsorgen.
Heute muss man glaube ich auf Eigengrund versickern? Ist das korrekt?
Chlor baut sich im Wasser ab, nach ein paar Tagen kann man eigentlich den Garten damit giessen. 
Was ist mit Salzwasser-Pool, da das Salz sich ja nicht abbaut. Damit sollte man vermutlich nicht giessen, oder? Muss man das doch über den Kanal entsorgen?

Gegenstromanlage:
Ich hab es noch nie ausprobiert. Ein Freund meinte, es wäre ein unnatürliches Schwimmgefühl. Ursprünglich hab ich mir gedacht, dass das eine sinnvolle Sache wäre, aber ich bin jetzt verunsichert.

Abdeckung:
Wegen Kinder+Laub ist eine Abdeckung sowieso Pflicht.
Ein Schiebedeck würde mir optisch am besten gefallen, aber wird vermutlich auch am teuersten sein.
Bei transparenten Poolüberdachungen staut sich angeblich die Hitze sehr im Hochsommer, habe ich gehört. Ist das beim Schiebedeck auch so?
Eine Rolladenabdeckung würde mir aber vermutlich auch reichen.

Technik:
Eine Dosieranlage will ich unbedingt.
Das ständige Teststreifen-Testen wie beim aktuellen StahlwandAufstellbecken ist auf die Dauer mühsam. 

Ich freue mich auf rege Beteiligung beim Austausch über das Thema.

  •  Stoffal02
  •   Silber-Award
5.9.2025  (#81)
Wir haben auch ein Naturpool und den Pflegeaufwand sehr unterschätzt. Wenn man ihn halbwegs schön haben will muss man einige Stunden wöchentlich investieren. Nur so genau sagt einem das der Naturpoolbauer nicht. Wir haben ziemlich hohe Bäume in der Nähe und die machen viel Mist.

Wenn der Biofilm zu stark wird ist auch das einsteigen eine Herausforderung, da alles glitschog wird. In unserem Freundeskreis gibt/gab es 3 Naturpools, alle jammern desswegen herum, einer wurde mittlerweile entfernt und ein Salzwasserpool gemacht...

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  •   Bronze-Award
5.9.2025  (#82)

zitat..
mkurzmann schrieb: Ich verstehe ja bis jetzt noch nicht, warum ein Naturpool überhaupt mehr kostet als ein Chlorpool, von der Technik und dem Aufbau her betrachtet müsste es eigentlich günstiger oder zumindest gleich teuer sein... Aber da zahlt man wahrscheinlich den Aufschlag für "Besonderheit"...

Stimmt.
Oder der Kalkulant beim Naturpool denkt sich "beim Chlorpool verdient der Hersteller auch im laufenden Betrieb. Ich verdiene nur einmal und dann darf es ruhig ein wenig mehr kosten". emoji

zitat..
bautech schrieb: Servus,

zufrieden - mehr oder weniger... die Pumpe dürfte 24/7 laufen müssen, das hört man in ihrem Fall (Mini-Wasserfall) durchaus im benachbarten Wohnzimmer bzw darüber im Schlafzimmer.
Pflegeaufwand liegt quasi auch bei dem Betreiber, wenn kein Problem mit Biofilm vorherrscht dürft das Ganze nahezu pflegefrei sein. Leider ists dann auch relativ glitschig...

zitat..
Stoffal02 schrieb: Wenn der Biofilm zu stark wird ist auch das einsteigen eine Herausforderung, da alles glitschog wird.


Das Glitschige schreckt mich bei Schwimmteich und Naturpool auch ab.

zitat..
Stoffal02 schrieb: In unserem Freundeskreis gibt/gab es 3 Naturpools, alle jammern desswegen herum, einer wurde mittlerweile entfernt und ein Salzwasserpool gemacht...

So einen Fall kenne ich auch aus dem nahen Umfeld.
Das war eines der ersten Naturpools (Baujahr 2003?), die ich je gesehen habe und es wirkte sehr idyllisch und wurde gerne genutzt.

Irgendwann wurde die Nutzung immer weniger. 
Die Bewohnerin hat sich dann beklagt, dass sie seit Jahren nicht mehr ins Becken geht, weil man auch nach dem Duschen der Geruch vom brackigen Wasser nicht mehr weggeht.
Vor zirka 3 Jahren wurde der Naturpool abgebrochen und in leicht veränderter Form ein Chlorpool neu gebaut.
Mit dem Chlorpool scheint es aber bisher ganz gut zu klappen.

Fairerweise am Rande erwähnt:
Die Bewohner sind keine Super-Pfleger. Man hat zwar gerne teures Zeug und kann es sich leisten, aber sorgsamer Umgang und Pflege ist nicht so ihres.
Ich glaube nicht, dass viel Energie in Pflege am Naturpool geflossen ist.
Also absaugen, reinigen usw.
Ein Selbstläufer ist aber ein Naturpool sicher nicht.



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  •  mkurzmann
5.9.2025  (#83)
Danke für eure Erfahrungen. Ich habe leider keinen Naturpoolbesitzer im Freundes/Bekanntenkreis, aber eure Schilderungen sprechen ja eher gegen einen Naturpool, insbesondere ohne Überdachung. Weil mit Überdachung hätte man ja den Eintrag Außen bzw. den Bäumen nicht, und dann weniger Biofilm, oder? 

Das gleiche Thema hätte man aber wohl auch bei einem Chlorpool ohne Überdachung...

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  •   Bronze-Award
14.11.2025  (#84)
Nach fast 3 Monaten grübeln haben wir jetzt die (hoffentlich) finale Position des Pools am Grundstück festgelegt und haben einige Entscheidungen getroffen.

GFK-Becken
Chlor, aber vorbereitet für Salz
Überdachung

Eine Sache macht mir aber noch richtiges Kopfzerbrechen:

Was mach ich mit dem Plattenbelag?
Naturstein ist wegen der Salz-Lösbarkeit (und vermutlich höheren Kosten) sowieso draussen.
Daher werden ich zu Feinsteinzeug greifen und in Eigenregie bauen.

Aber welchen Unterbau soll ich ausführen?
Der Poolbauer hat uns eine bewehrte Betonplatte unterhalb des Belags angeboten, aber ich bin nicht sicher ob die tatsächlich erforderlich ist.
Arbeiten werde ich alleine, da meine Familienmitglieder sind zu jung oder zu alt für die körperlich anstrengende Arbeiten und im Freundeskreis sind keine Handwerker. 

Früher hat man eine Platte betoniert, vielleicht sogar noch einen Haftgrund und dann mit Flexkleber die Platten draufgeklatscht. Der Belag hat dann im Regelfall auch 20-30 Jahre locker gehalten. Aber scheinbar macht das heutzutage niemand mehr.

Drainbeton:
Heute ist dass mit nass-in-nass verlegten Drainbeton, Drainmörtel und Drainagematte drunter eher schon fast eine Raketenwissenschaft. Vor allem wenn ich die Platten allein verlegen muss dann komm ich mit mischen, verarbeiten und gleichzeitigem Platten schneiden ins Strudeln.
Vorteil ist, dass man Verfugen kann.

Stelzlager:
Ja - wäre möglich. 
Schotter, Vlies, Platten legen, Stelzlager einrichten, Platte drauf.
Nachteil: offene Fugen

Platten im Kiesbett:
Eigentlich ist das mein Favorit und hab ich das auch schon oft gemacht.
Ausheben, Schotter, Vlies, Kies abziehen, Platten drauf.
Falls sich etwas setzt lässt sich das easy nachjustieren.
Aber was tu ich mit der ersten Reihe, direkt am Pool? Zumindest diese Reihe muss ja verklebt werden?
Und was tu ich mit der Schienenmontage für die Überdachung? Oder soll ich nur dort einen Streifen betonieren?

Ich freue mich auf eure Tipps. 

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  •  HelmutG
17.11.2025  (#85)
Also ich würde es vernünftig machen und es in Drainbeton legen.
Zum mischen muss man jetzt wirklich kein Handwerker sein, da kannst einen 14 jährigen hinstellen oder die Gattin.

Wir haben übrigens einen Travatin beim Salzpool liegen. Hingegen vieler "Meinungen" ist das überhaupt kein Problem.

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  •   Bronze-Award
17.11.2025  (#86)

zitat..
HelmutG schrieb:

Also ich würde es vernünftig machen und es in Drainbeton legen.

Aber welcher Aufbau ist da empfehlenswert?

- Belag
- Drainagemörtel
- Drainagebeton
- Schotter

Wie dick sollen die Schichten mindestens sein?
Und darunter braucht man doch auch keine Stahlbetonplatte, wie mir ein Bekannter weiss machen will.

Sogar die Angaben der Hersteller machen mich nicht schlau. Ich finde auch keine brauchbaren Detailskizzen dazu.

Das ist so ein klassischer Fall am Bau, der überall vorkommt und gemacht wird, aber keiner weiss eigentlich wie es richtig geht.
Und ich hab leider noch überhaupt keine Erfahrung mit Drainagebeton gemacht.

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  •  HelmutG
19.11.2025  (#87)
Ich bin auch kein Maurer, aber der, der mir das gemacht hat, der ist einer.
Ich bin auch kein Handwerker, aber ich habe das mit dem Mischen geschafft, das ist wirklich easy. 3 Schaufeln Split und 1 Schaufel Zement plus Wasser bekommt jeder in die Mischmaschine.
Bei mir wurde es so gemacht. Schotter, Folie, Betonplatte natürlich mit Bewährung, 10cm Drainbeton, Belag mit Kleber, Verfugt.
Ich würde zudem die Entscheidung von einem GFK Becken nochmal überdenken.


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  •   Bronze-Award
19.11.2025  (#88)

zitat..
HelmutG schrieb:

Ich bin auch kein Maurer, aber der, der mir das gemacht hat, der ist einer.
Ich bin auch kein Handwerker, aber ich habe das mit dem Mischen geschafft, das ist wirklich easy. 3 Schaufeln Split und 1 Schaufel Zement plus Wasser bekommt jeder in die Mischmaschine.
Bei mir wurde es so gemacht. Schotter, Folie, Betonplatte natürlich mit Bewährung, 10cm Drainbeton, Belag mit Kleber, Verfugt.

Ok, du hast also auch noch eine Betonplatte darunter. 
Ich nehme an du hast die Betonplatte auch noch abgedichtet, oder?

Aber braucht man die Platte darunter tatsächlich?
Irgendwie kommt mir das vor wie Gürtel mit Hosenträgern.

zitat..
HelmutG schrieb:

Ich würde zudem die Entscheidung von einem GFK Becken nochmal überdenken.

Warum? Wegen Osmosegefahr? Oder wegen der Form?

Wir sind beim GFK schon ziemlich überzeugt, nachdem einige Bekannte aus der Umgebung uns ihre 30 Jahre alten Pools (vom gleichen Hersteller, bei dem wir es nehmen wollen) gezeigt haben und die auch jetzt noch tiptop in Ordnung sind.
Das hat uns sehr überzeugt.

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  •  HelmutG
19.11.2025  (#89)
Nein, die Betonplatte ist nicht zusätzlich abgedichtet.
Der Drainbeton braucht eine glatte, stabile Unterlage, damit die ganze Schicht später eben bleibt.
Mit Schotter kann Drainbeton zwar teilweise funktionieren, aber es besteht die Gefahr von Setzungen, Hohlräumen oder Durchhängen, besonders bei stark frequentierten Terrassen.

Du warst selbst ja schon gegen GFK, typische Gegenargumente sind hoffentlich bekannt.
 
  • Empfindlichkeit gegenüber UV-Strahlung
  • Langfristige Sonneneinstrahlung kann das Material vergrauen oder spröde machen, wenn es nicht UV-stabilisiert ist.
  • Kratzer und Beschädigungen
  • Die Oberfläche kann leicht zerkratzt oder beschädigt werden, z. B. durch scharfe Gegenstände oder unsachgemäße Reinigung.
  • Kleinere Risse lassen sich zwar reparieren, aber großflächige Schäden können aufwendig zu beheben sein.
  • Starke oder falsche Chemikalien (z. B. überdosiertes Chlor) können die Oberfläche angreifen oder verfärben.

    Bevor ich mir so ein Becken in den Garten stelle, nehme ich lieber einen Stahlwandpool.
    Eine Folie tausche ich halt, wenn sie defekt oder nicht mehr ansähnlich ist.
    Dein Becken tauscht du als ganzes.
    Lass raten, GFK Becken soll es nur werden, weil der Aufwand scheinbar geringer ist und du keine Helfer zur Hand hast.

    Ich höre schon wieder auf dir das auszureden, für mich würde es niemals in Frage kommen, wenn du Freude daran hast, do it.

 


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  •  Magnum2
  •   Silber-Award
19.11.2025  (#90)

zitat..
HelmutG schrieb:

 typische Gegenargumente 

Ist Osmose heutzutage kein Thema mehr bei GFK? Oder Garantieausschluss bei Wassertemperaturen >30 Grad?

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  •   Bronze-Award
20.11.2025  (#91)
Bei den 30 Jahre alten GFK-Becken, die ich besichtigt habe war die Farbe des Beckens überhalb der Wasserlinie schon heller durch UV-Belastung, aber weder spröde noch porös.
Allerdings sind diese Becken komplett 365 Tage/Jahr ohne jede Abdeckung.

Kratzer und Beschädigungen sind immer eine Gefahr bei allen Poolmaterialien (ausgenommen Edelstahl), bei Betrieb wie auch bei der Pflege.

Aber da sind wir dann schon bei der Eigenverantwortung: jedes Pool muss ich auch so warten , betreiben und überwintern, wie es der Hersteller empfiehlt.

Und natürlich könnte man ein GFK-Pool nachträglich mit einer Folie auskleiden, falls das Becken tatsächlich einmal undicht wäre.

Was mich wieder zum GFK-Becken geführt hat ist diese wirtschaftliche Überlegung:
Das GFK-Becken kostet um die 13k seitliche Hinterfüllung (den Rest wie Aushub und Bodenplatte, Technik lassen wir einmal weg, weil man den bei beiden Varianten braucht).
Beim Schalstein mit maximaler Eigenleistung kostet mir das Material des Schalstein- bzw. Styroporsteinmauerwerk grob geschätzt 3k und die Folie durch eine Fachfirma 5-7k. Also gehen wir von 10k aus und ich habe dabei maximale Eigenleistung für Mauern, Spachteln, Betonieren.
Somit kostet das GFK nur 3k mehr, aber die Ausführung erfolgt durch eine Fachfirma, ohne Eigenleistung und ich habe Gewährleistung.

Wenn ich dann noch im laufenden Betrieb rechne, dass ich beim Folienpool im Schnitt 15Jahren wieder eine neue Folie um 7k brauche, dann bin ich kostenmässig mit dem GFK schon deutlich günstiger.

Aber ich will niemanden von GFK überzeugen, das sind rein meine wirtschaftlichen und ausführungstechnische Überlegungen, die zu unserer Entscheidung führen.

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  •  precision
  •   Bronze-Award
16.12.2025  (#92)
Nachdem ich nochmal den Rotstift vor der Pool-Auftragsvergabe angesetzt habe, habe ich mich entschlossen den Feinsteinzeug-Pool-Belag + Unterbau in Eigenregie zu errichten.

Platten im Kiesbett hab ich schon öfters verlegt. Verfliest auch. Also werde ich das wohl auch zusammenbringen.
Schliesslich bin ich ja kein Trottel nicht. 😉

Da eine Verlegung im Kiesbett bei einer Poolumrandung nicht ideal ist und ich dann spätestens bei der Verankerung der Poolabdeckung-Schienen Probleme bekommen würde, habe ich mich für einen Unterbau aus Drainbeton entschieden.
Die Fläche ist 9,50mx4,80m in der ein 6x3m Pool sitzt, also knapp 28m² Fläche.

- 2cm Feinsteinzeug (2% Gefälle vom Pool weg)
- Drainkleber
- 12cm Drainbeton
- Vlies
- 25cm Schotter 16/32
- gewachsener Boden (eher schottrig, kaum Lehmanteil)

Da die Fläche nur begangen und nicht befahren wird, sehe ich da keine Notwendigkeit für eine zusätzliche STB-Platte unterhalb des Drainbetons.

Was sagt ihr dazu?

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  •  HelmutG
16.12.2025  (#93)
Kurze Recherche hat ergeben:
👉 Rund um einen GFK-Pool: unbedingt eine Betonbodenplatte
👉 Schotter + Drainbeton allein ist hier nicht empfehlenswert
Warum das bei GFK besonders wichtig ist
GFK-Pools sind:
 
  • relativ flexibel (im Vergleich zu Betonbecken)
  • empfindlich gegen seitliche Spannungen
  • stark betroffen von Setzungen im Randbereich
 
Wenn sich der Belag auch nur minimal setzt:
 
  • entstehen Spannungen am Beckenrand
  • es kann zu Rissen im Gelcoat, Undichtigkeiten oder Verformungen kommen
  • Poolrandsteine lösen sich
 
Feinsteinzeug verzeiht diese Bewegungen gar nicht.
 
Von unten nach oben:
  • tragfähiger, verdichteter Untergrund
  • Frostschutzschicht (0/32 oder 0/45, 30–40 cm, lagenweise verdichtet)
  • Stahlbetonbodenplatte, ca. 15 cm
  • mit Bewehrung (z. B. Q188 oder Q257)
  • leichtes Gefälle vom Pool weg
  • Drainbeton / Drainmörtel (3–5 cm)
  • Feinsteinzeugplatten (rutschhemmend, frostfest)
  • elastische Dehnfuge zum Pool (kein starrer Anschluss!)

    Häufiger Fehler (bitte vermeiden)
    ❌ Platten direkt auf den Randstein kleben
    ❌ Drainbeton ohne Betonplatte
    ❌ Keine Dehnfuge
    ❌ Zu dünne Platte oder ohne Bewehrung
    Diese Fehler zeigen sich oft erst nach 1–2 Wintern.





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    •  precision
    •   Bronze-Award
    16.12.2025  (#94)

    zitat..
    HelmutG schrieb:

    Warum das bei GFK besonders wichtig ist

    GFK-Pools sind:
    relativ flexibel (im Vergleich zu Betonbecken)
    empfindlich gegen seitliche Spannungen
    stark betroffen von Setzungen im Randbereich

     

    Wenn sich der Belag auch nur minimal setzt:

    entstehen Spannungen am Beckenrand
    es kann zu Rissen im Gelcoat, Undichtigkeiten oder Verformungen kommen
    Poolrandsteine lösen sich
    Feinsteinzeug verzeiht diese Bewegungen gar nicht.

    Das gilt aber vermutlich nur dann wenn das Becken direkt mit Erdreich hinterfüllt wird. 

    In meinem Fall ist da noch die 25cm dicke Hinterfüllung mit Magerbeton dazwischen. Dadurch sollte keine Spannung an die Poolhülle abgegeben werden. 



    1
    •  precision
    •   Bronze-Award
    17.12.2025  (#95)
    Scheinbar dürfte bei Feinsteinzeug der Unterbau doch weniger verzeihen als gedacht.
    An einer STB-Platte komme ich scheinbar doch nicht vorbei.

    Ich hab mir deswegen den Spass gemacht und Detailskizzen zur Poolumrandung gezeichnet.

    Variante 1 - STB-Platte mit Flexkleber

    2025/2025121799864.jpg
    Platte im Gefälle betonieren, Dehnungsfuge zwischen den Bauteilen. 
    Dazu kommt noch eine Entkopplungsmatte zwischen Beton und Flexkleber.
    Flexkleber mit Buttering-Floating-Verklebung. Das bekomme ich gut hin.
    Da mache ich mir keine Sorgen.

    Die Entkopplungsmatte wäre z.B. die hier:
    https://eu.schluter.com/de-DE/entkopplung-316/e/22058/ditra-drain-8

    Variante 2-STB-Platte mit Drainbeton

    2025/20251217799019.jpg
    Entweder man dichtet die Oberseite der STB-Platte ab oder legt eine Entkopplungsplatte. Und darauf kommt der Drainbeton...
    Für mich klingt das ziemlich nach einer Kombination wie Hosenträger+Gürtel. 
    Die gleichzeitige Ausführung von Drainbeton+Kleber+Fliesen klingt auch fordernd wenn man da alleine werkelt.

    Noch dazu ist der Unterbau auch stärker. Da ist mir die Variante1 lieber.

    Es macht mich nachdenklich:
    Wenn ich mir vorstelle, dass meine Eltern in der Garageneinfahrt vor 30 Jahren nur Platten mit Flexkleber ohne zusätzliches Zeug wie Haftgrund/Primer/Abdichtung etc verlegt haben und täglich mehrmals mit dem Auto drüberfahren kann man fast nicht glauben, dass die Platten auch heute noch ohne Problem dort liegen. 
    Das Bauen von heute ist schon fast Raketenwissenschaft.
    Und dennoch schafft es gefühlt jede zweite Firma nicht Deltanoppenbahnen mit der richtigen Seite zu verlegen.

    1
    •  wolfi69
    •   Silber-Award
    17.12.2025  (#96)
    Hast du keine Bedenken, dass sich das Flächenpflaster setzt und es bei der Trennfuge zu unkontrollierter Rissbildung kommt? Wäre da nicht ein kraftschlüssiger Anschluss mit Steckeisen besser? Bekannte haben die Poolabdeckplatten deutlich höher (10cm) als das Flächenpflaster, damit eventuelle Setzungen keine optischen Probleme machen.
    Wozu braucht man unter dem Drainbeton eine Abdichtung oder Entkopplungsmatte? Die Stahlbetonplatte braucht aus meiner Sicht keines von beiden. Macht man nicht die Entkopplungsmatte nur direkt unter Fliesen, damit es bei unterschiedlichen Wärmeausdehnungen von Betonplatte und Fliesen zu keiner Rissbildung kommt?

    1
    •  HelmutG
    18.12.2025  (#97)
    @wolfi69  100% Zustimmung!

    aber....
     

    zitat..
    precision schrieb: Schliesslich bin ich ja kein Trottel nicht. 😉


    zusätzlich würde ich auch noch Stützen mit Schalsteinen erstellen. Kostet nicht viel, bringt aber einiges.

    Hinterfüllung mit Erdreich würde ich ohnehin nicht empfehlen. Die Gefahr das Erdreich auf das Becken drückt ist viel zu groß.
    Was passiert mit Stauwasser? Drainage? 


    1
    •  precision
    •   Bronze-Award
    18.12.2025  (#98)

    zitat..
    wolfi69 schrieb:

    Hast du keine Bedenken, dass sich das Flächenpflaster setzt und es bei der Trennfuge zu unkontrollierter Rissbildung kommt? Wäre da nicht ein kraftschlüssiger Anschluss mit Steckeisen besser?

    Klar - den Gedanken hatte mit einer kraftschlüssigen Anbindung hatte ich auch schon.
    Andererseits: der Arbeitsgraben wird eben mit Magerbeton hinterfüllt. Der Rest ist gewachsener Boden. Da sollte es also keine nennenswerten Setzungen geben.

    Unterschiedliche Höhe von Poolrandsteinen (als quasi Sollbruchstelle) wäre natürlich eine technisch saubere Lösung, aber ist nicht umbedingt die eleganteste.
    Und bei der Mehrheit der heutigen Pools geht der Poolrand eben in die Fläche über (Hauptproblem: Frau schaut Instagram und da gibt es schliesslich nie Probleme emoji  ). 

    Mir kommt das wieder einmal wie ein klassisches Detail vor, das zwar tausende Mal gemacht wird, aber niemand weiss so genau wie man es richtig löst.
    Und genau aus dem Grund schreibe ich das auch hier, weil ich eine dauerhafte, saubere Lösung suche. emoji


    zitat..
    wolfi69 schrieb:

    Wozu braucht man unter dem Drainbeton eine Abdichtung oder Entkopplungsmatte? Die Stahlbetonplatte braucht aus meiner Sicht keines von beiden. 

    Entkopplungsmatte und Abdichtung unter Drainbeton wird von diversen Herstellern so empfohlen. Wie gesagt - für mich ist das wie ein Gürtel+Hosenträger.
    Andererseits denke ich mir, dass die zusätzliche Matte ein paar hunderte Euros kostet und wenn es hilft, dann ist es sicher eine gute Investition.


    zitat..
    wolfi69 schrieb:

    Macht man nicht die Entkopplungsmatte nur direkt unter Fliesen, damit es bei unterschiedlichen Wärmeausdehnungen von Betonplatte und Fliesen zu keiner Rissbildung kommt?

    Genau darum geht es zwischen Unterbau und Feinsteinzeug, weil es da ansonsten scheinbar zu Probleme kommen könnte.


    zitat..
    HelmutG schrieb:

    zusätzlich würde ich auch noch Stützen mit Schalsteinen erstellen. Kostet nicht viel, bringt aber einiges.

    Stimmt. An der Seite wo das Erdreich gelockert ist (Schachtbereich), werde ich auch sicher Piloten aus Schalsteinen setzen um Setzungen zu vermeiden.

    zitat..
    HelmutG schrieb:

    Hinterfüllung mit Erdreich würde ich ohnehin nicht empfehlen. Die Gefahr das Erdreich auf das Becken drückt ist viel zu groß.
    Was passiert mit Stauwasser? Drainage?

    Wie oben geschrieben, wird der Arbeitsgraben mit Magerbeton ausgefüllt.
    Stauwasser ist bei mir kein Problem, da das Grundwasser in 8m Tiefe ist, das Grundstück eben und der Boden schottrig. 


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