Pool - Planung / Ideensammlung / Allgemeines - Seite 5
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Wir haben auch ein Naturpool und den Pflegeaufwand sehr unterschätzt. Wenn man ihn halbwegs schön haben will muss man einige Stunden wöchentlich investieren. Nur so genau sagt einem das der Naturpoolbauer nicht. Wir haben ziemlich hohe Bäume in der Nähe und die machen viel Mist. Wenn der Biofilm zu stark wird ist auch das einsteigen eine Herausforderung, da alles glitschog wird. In unserem Freundeskreis gibt/gab es 3 Naturpools, alle jammern desswegen herum, einer wurde mittlerweile entfernt und ein Salzwasserpool gemacht... |
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Stimmt. Oder der Kalkulant beim Naturpool denkt sich "beim Chlorpool verdient der Hersteller auch im laufenden Betrieb. Ich verdiene nur einmal und dann darf es ruhig ein wenig mehr kosten". Das Glitschige schreckt mich bei Schwimmteich und Naturpool auch ab. So einen Fall kenne ich auch aus dem nahen Umfeld. Das war eines der ersten Naturpools (Baujahr 2003?), die ich je gesehen habe und es wirkte sehr idyllisch und wurde gerne genutzt. Irgendwann wurde die Nutzung immer weniger. Die Bewohnerin hat sich dann beklagt, dass sie seit Jahren nicht mehr ins Becken geht, weil man auch nach dem Duschen der Geruch vom brackigen Wasser nicht mehr weggeht. Vor zirka 3 Jahren wurde der Naturpool abgebrochen und in leicht veränderter Form ein Chlorpool neu gebaut. Mit dem Chlorpool scheint es aber bisher ganz gut zu klappen. Fairerweise am Rande erwähnt: Die Bewohner sind keine Super-Pfleger. Man hat zwar gerne teures Zeug und kann es sich leisten, aber sorgsamer Umgang und Pflege ist nicht so ihres. Ich glaube nicht, dass viel Energie in Pflege am Naturpool geflossen ist. Also absaugen, reinigen usw. Ein Selbstläufer ist aber ein Naturpool sicher nicht. |
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Danke für eure Erfahrungen. Ich habe leider keinen Naturpoolbesitzer im Freundes/Bekanntenkreis, aber eure Schilderungen sprechen ja eher gegen einen Naturpool, insbesondere ohne Überdachung. Weil mit Überdachung hätte man ja den Eintrag Außen bzw. den Bäumen nicht, und dann weniger Biofilm, oder? Das gleiche Thema hätte man aber wohl auch bei einem Chlorpool ohne Überdachung... |
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Nach fast 3 Monaten grübeln haben wir jetzt die (hoffentlich) finale Position des Pools am Grundstück festgelegt und haben einige Entscheidungen getroffen. GFK-Becken Chlor, aber vorbereitet für Salz Überdachung Eine Sache macht mir aber noch richtiges Kopfzerbrechen: Was mach ich mit dem Plattenbelag? Naturstein ist wegen der Salz-Lösbarkeit (und vermutlich höheren Kosten) sowieso draussen. Daher werden ich zu Feinsteinzeug greifen und in Eigenregie bauen. Aber welchen Unterbau soll ich ausführen? Der Poolbauer hat uns eine bewehrte Betonplatte unterhalb des Belags angeboten, aber ich bin nicht sicher ob die tatsächlich erforderlich ist. Arbeiten werde ich alleine, da meine Familienmitglieder sind zu jung oder zu alt für die körperlich anstrengende Arbeiten und im Freundeskreis sind keine Handwerker. Früher hat man eine Platte betoniert, vielleicht sogar noch einen Haftgrund und dann mit Flexkleber die Platten draufgeklatscht. Der Belag hat dann im Regelfall auch 20-30 Jahre locker gehalten. Aber scheinbar macht das heutzutage niemand mehr. Drainbeton: Heute ist dass mit nass-in-nass verlegten Drainbeton, Drainmörtel und Drainagematte drunter eher schon fast eine Raketenwissenschaft. Vor allem wenn ich die Platten allein verlegen muss dann komm ich mit mischen, verarbeiten und gleichzeitigem Platten schneiden ins Strudeln. Vorteil ist, dass man Verfugen kann. Stelzlager: Ja - wäre möglich. Schotter, Vlies, Platten legen, Stelzlager einrichten, Platte drauf. Nachteil: offene Fugen Platten im Kiesbett: Eigentlich ist das mein Favorit und hab ich das auch schon oft gemacht. Ausheben, Schotter, Vlies, Kies abziehen, Platten drauf. Falls sich etwas setzt lässt sich das easy nachjustieren. Aber was tu ich mit der ersten Reihe, direkt am Pool? Zumindest diese Reihe muss ja verklebt werden? Und was tu ich mit der Schienenmontage für die Überdachung? Oder soll ich nur dort einen Streifen betonieren? Ich freue mich auf eure Tipps. |
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Also ich würde es vernünftig machen und es in Drainbeton legen. Zum mischen muss man jetzt wirklich kein Handwerker sein, da kannst einen 14 jährigen hinstellen oder die Gattin. Wir haben übrigens einen Travatin beim Salzpool liegen. Hingegen vieler "Meinungen" ist das überhaupt kein Problem. |
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Aber welcher Aufbau ist da empfehlenswert? - Belag - Drainagemörtel - Drainagebeton - Schotter Wie dick sollen die Schichten mindestens sein? Und darunter braucht man doch auch keine Stahlbetonplatte, wie mir ein Bekannter weiss machen will. Sogar die Angaben der Hersteller machen mich nicht schlau. Ich finde auch keine brauchbaren Detailskizzen dazu. Das ist so ein klassischer Fall am Bau, der überall vorkommt und gemacht wird, aber keiner weiss eigentlich wie es richtig geht. Und ich hab leider noch überhaupt keine Erfahrung mit Drainagebeton gemacht. |
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Ich bin auch kein Maurer, aber der, der mir das gemacht hat, der ist einer. Ich bin auch kein Handwerker, aber ich habe das mit dem Mischen geschafft, das ist wirklich easy. 3 Schaufeln Split und 1 Schaufel Zement plus Wasser bekommt jeder in die Mischmaschine. Bei mir wurde es so gemacht. Schotter, Folie, Betonplatte natürlich mit Bewährung, 10cm Drainbeton, Belag mit Kleber, Verfugt. Ich würde zudem die Entscheidung von einem GFK Becken nochmal überdenken. |
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Ok, du hast also auch noch eine Betonplatte darunter. Ich nehme an du hast die Betonplatte auch noch abgedichtet, oder? Aber braucht man die Platte darunter tatsächlich? Irgendwie kommt mir das vor wie Gürtel mit Hosenträgern. Warum? Wegen Osmosegefahr? Oder wegen der Form? Wir sind beim GFK schon ziemlich überzeugt, nachdem einige Bekannte aus der Umgebung uns ihre 30 Jahre alten Pools (vom gleichen Hersteller, bei dem wir es nehmen wollen) gezeigt haben und die auch jetzt noch tiptop in Ordnung sind. Das hat uns sehr überzeugt. |
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Nein, die Betonplatte ist nicht zusätzlich abgedichtet. Der Drainbeton braucht eine glatte, stabile Unterlage, damit die ganze Schicht später eben bleibt. Mit Schotter kann Drainbeton zwar teilweise funktionieren, aber es besteht die Gefahr von Setzungen, Hohlräumen oder Durchhängen, besonders bei stark frequentierten Terrassen. Du warst selbst ja schon gegen GFK, typische Gegenargumente sind hoffentlich bekannt.
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Ist Osmose heutzutage kein Thema mehr bei GFK? Oder Garantieausschluss bei Wassertemperaturen >30 Grad? |
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Bei den 30 Jahre alten GFK-Becken, die ich besichtigt habe war die Farbe des Beckens überhalb der Wasserlinie schon heller durch UV-Belastung, aber weder spröde noch porös. Allerdings sind diese Becken komplett 365 Tage/Jahr ohne jede Abdeckung. Kratzer und Beschädigungen sind immer eine Gefahr bei allen Poolmaterialien (ausgenommen Edelstahl), bei Betrieb wie auch bei der Pflege. Aber da sind wir dann schon bei der Eigenverantwortung: jedes Pool muss ich auch so warten , betreiben und überwintern, wie es der Hersteller empfiehlt. Und natürlich könnte man ein GFK-Pool nachträglich mit einer Folie auskleiden, falls das Becken tatsächlich einmal undicht wäre. Was mich wieder zum GFK-Becken geführt hat ist diese wirtschaftliche Überlegung: Das GFK-Becken kostet um die 13k seitliche Hinterfüllung (den Rest wie Aushub und Bodenplatte, Technik lassen wir einmal weg, weil man den bei beiden Varianten braucht). Beim Schalstein mit maximaler Eigenleistung kostet mir das Material des Schalstein- bzw. Styroporsteinmauerwerk grob geschätzt 3k und die Folie durch eine Fachfirma 5-7k. Also gehen wir von 10k aus und ich habe dabei maximale Eigenleistung für Mauern, Spachteln, Betonieren. Somit kostet das GFK nur 3k mehr, aber die Ausführung erfolgt durch eine Fachfirma, ohne Eigenleistung und ich habe Gewährleistung. Wenn ich dann noch im laufenden Betrieb rechne, dass ich beim Folienpool im Schnitt 15Jahren wieder eine neue Folie um 7k brauche, dann bin ich kostenmässig mit dem GFK schon deutlich günstiger. Aber ich will niemanden von GFK überzeugen, das sind rein meine wirtschaftlichen und ausführungstechnische Überlegungen, die zu unserer Entscheidung führen. |
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Nachdem ich nochmal den Rotstift vor der Pool-Auftragsvergabe angesetzt habe, habe ich mich entschlossen den Feinsteinzeug-Pool-Belag + Unterbau in Eigenregie zu errichten. Platten im Kiesbett hab ich schon öfters verlegt. Verfliest auch. Also werde ich das wohl auch zusammenbringen. Schliesslich bin ich ja kein Trottel nicht. 😉 Da eine Verlegung im Kiesbett bei einer Poolumrandung nicht ideal ist und ich dann spätestens bei der Verankerung der Poolabdeckung-Schienen Probleme bekommen würde, habe ich mich für einen Unterbau aus Drainbeton entschieden. Die Fläche ist 9,50mx4,80m in der ein 6x3m Pool sitzt, also knapp 28m² Fläche. - 2cm Feinsteinzeug (2% Gefälle vom Pool weg) - Drainkleber - 12cm Drainbeton - Vlies - 25cm Schotter 16/32 - gewachsener Boden (eher schottrig, kaum Lehmanteil) Da die Fläche nur begangen und nicht befahren wird, sehe ich da keine Notwendigkeit für eine zusätzliche STB-Platte unterhalb des Drainbetons. Was sagt ihr dazu? |
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Kurze Recherche hat ergeben: 👉 Rund um einen GFK-Pool: unbedingt eine Betonbodenplatte 👉 Schotter + Drainbeton allein ist hier nicht empfehlenswert Warum das bei GFK besonders wichtig ist GFK-Pools sind:
Wenn sich der Belag auch nur minimal setzt:
Feinsteinzeug verzeiht diese Bewegungen gar nicht. Von unten nach oben: Häufiger Fehler (bitte vermeiden) ❌ Platten direkt auf den Randstein kleben ❌ Drainbeton ohne Betonplatte ❌ Keine Dehnfuge ❌ Zu dünne Platte oder ohne Bewehrung Diese Fehler zeigen sich oft erst nach 1–2 Wintern. |
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Das gilt aber vermutlich nur dann wenn das Becken direkt mit Erdreich hinterfüllt wird. In meinem Fall ist da noch die 25cm dicke Hinterfüllung mit Magerbeton dazwischen. Dadurch sollte keine Spannung an die Poolhülle abgegeben werden. |
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Scheinbar dürfte bei Feinsteinzeug der Unterbau doch weniger verzeihen als gedacht. An einer STB-Platte komme ich scheinbar doch nicht vorbei. Ich hab mir deswegen den Spass gemacht und Detailskizzen zur Poolumrandung gezeichnet. Variante 1 - STB-Platte mit Flexkleber Platte im Gefälle betonieren, Dehnungsfuge zwischen den Bauteilen. Dazu kommt noch eine Entkopplungsmatte zwischen Beton und Flexkleber. Flexkleber mit Buttering-Floating-Verklebung. Das bekomme ich gut hin. Da mache ich mir keine Sorgen. Die Entkopplungsmatte wäre z.B. die hier: https://eu.schluter.com/de-DE/entkopplung-316/e/22058/ditra-drain-8 Variante 2-STB-Platte mit Drainbeton Entweder man dichtet die Oberseite der STB-Platte ab oder legt eine Entkopplungsplatte. Und darauf kommt der Drainbeton... Für mich klingt das ziemlich nach einer Kombination wie Hosenträger+Gürtel. Die gleichzeitige Ausführung von Drainbeton+Kleber+Fliesen klingt auch fordernd wenn man da alleine werkelt. Noch dazu ist der Unterbau auch stärker. Da ist mir die Variante1 lieber. Es macht mich nachdenklich: Wenn ich mir vorstelle, dass meine Eltern in der Garageneinfahrt vor 30 Jahren nur Platten mit Flexkleber ohne zusätzliches Zeug wie Haftgrund/Primer/Abdichtung etc verlegt haben und täglich mehrmals mit dem Auto drüberfahren kann man fast nicht glauben, dass die Platten auch heute noch ohne Problem dort liegen. Das Bauen von heute ist schon fast Raketenwissenschaft. Und dennoch schafft es gefühlt jede zweite Firma nicht Deltanoppenbahnen mit der richtigen Seite zu verlegen. |
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Hast du keine Bedenken, dass sich das Flächenpflaster setzt und es bei der Trennfuge zu unkontrollierter Rissbildung kommt? Wäre da nicht ein kraftschlüssiger Anschluss mit Steckeisen besser? Bekannte haben die Poolabdeckplatten deutlich höher (10cm) als das Flächenpflaster, damit eventuelle Setzungen keine optischen Probleme machen. Wozu braucht man unter dem Drainbeton eine Abdichtung oder Entkopplungsmatte? Die Stahlbetonplatte braucht aus meiner Sicht keines von beiden. Macht man nicht die Entkopplungsmatte nur direkt unter Fliesen, damit es bei unterschiedlichen Wärmeausdehnungen von Betonplatte und Fliesen zu keiner Rissbildung kommt? |
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@wolfi69 100% Zustimmung! aber.... zusätzlich würde ich auch noch Stützen mit Schalsteinen erstellen. Kostet nicht viel, bringt aber einiges. Hinterfüllung mit Erdreich würde ich ohnehin nicht empfehlen. Die Gefahr das Erdreich auf das Becken drückt ist viel zu groß. Was passiert mit Stauwasser? Drainage? |
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Klar - den Gedanken hatte mit einer kraftschlüssigen Anbindung hatte ich auch schon. Andererseits: der Arbeitsgraben wird eben mit Magerbeton hinterfüllt. Der Rest ist gewachsener Boden. Da sollte es also keine nennenswerten Setzungen geben. Unterschiedliche Höhe von Poolrandsteinen (als quasi Sollbruchstelle) wäre natürlich eine technisch saubere Lösung, aber ist nicht umbedingt die eleganteste. Und bei der Mehrheit der heutigen Pools geht der Poolrand eben in die Fläche über (Hauptproblem: Frau schaut Instagram und da gibt es schliesslich nie Probleme ). Mir kommt das wieder einmal wie ein klassisches Detail vor, das zwar tausende Mal gemacht wird, aber niemand weiss so genau wie man es richtig löst. Und genau aus dem Grund schreibe ich das auch hier, weil ich eine dauerhafte, saubere Lösung suche. Entkopplungsmatte und Abdichtung unter Drainbeton wird von diversen Herstellern so empfohlen. Wie gesagt - für mich ist das wie ein Gürtel+Hosenträger. Andererseits denke ich mir, dass die zusätzliche Matte ein paar hunderte Euros kostet und wenn es hilft, dann ist es sicher eine gute Investition. Genau darum geht es zwischen Unterbau und Feinsteinzeug, weil es da ansonsten scheinbar zu Probleme kommen könnte. Stimmt. An der Seite wo das Erdreich gelockert ist (Schachtbereich), werde ich auch sicher Piloten aus Schalsteinen setzen um Setzungen zu vermeiden. Wie oben geschrieben, wird der Arbeitsgraben mit Magerbeton ausgefüllt. Stauwasser ist bei mir kein Problem, da das Grundwasser in 8m Tiefe ist, das Grundstück eben und der Boden schottrig. |
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