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Optimaler Pufferspeicher + FRIWA für WP

880 Beiträge | 7.12.2018 - 16.5.2019
Hallo,
wie bereits in einem anderen Treath mitgeteilt überlege ich unseren Pufferspeicher zu wechseln. Mich stören vor allem beim vorhandenen Pufferspeicher die Abstrahlverluste und Mikrozirkulation durch den geraden Anschluss. Die Beladung durch unsere 1155 funktioniert sehr gut. Man könnte den vorhandenen Puffer höherwertiger isolieren und mit Thermosiphons ausstatten oder meine ursprüngliche Absicht einen 500l Roth Quadroline Typ TQ-T hierfür zu kaufen. 
Den vorhanden Puffer müsste man dann in der Bucht eninstellen und den Verlust als Leergeld abhacken. Die vorhandene Oventrop Regumaq Xc-30 hat ausreichende Leistung für unsere Ansprüche. Hier gibt es aber Alternativen auf den Markt wie die neue von FRIWA für WP von TA (Technische Alternative).

Das Thema Puffer+FRIWA für eine WP muss man gesondert von anderen Wärmequellen betrachten. Bisher wurden Pufferspeicher überwiegend für thermische Solaranlagen und Hochtemperaturheizungen konzipiert. Diese haben im Betrieb im Verhältnis zur WP eine geringere Spreizung und die Effizienz leidet weniger bei steigender Wassertemperatur. 
Bei der WP sollte man möglichst tiefe Temperaturen im Puffer einspeichern, der Zielwert 45°-48° ist mit der vorhandenen FRIWA völlig ausreichend. 
Eine WP hat in der Regel einen hohen Volumenstrom (Ausnahme die KNV/Nibe 1155) jenes meist zur Durchmischung im Puffer führt. Der TQ-T kann laut Aussage eines Roth Mitarbeiters auch bei einen Volumenstrom bis zu 30l/min noch einschichten. Halte dies für möglich aber besser man nimmt hier weniger an denn 20l/min würden für viele WP Besitzer reichen. 
Den Puffer gibt es in verschiedenen Ausstattungsvarianten für die Strahlungsverluste wie Label A und B, Kostenunterschied ca. 250.€ wobei man anscheinend die Thermocoatvariante nachrüsten könnte. 

Würde mich freuen wenn möglichst viele sich bei der Auslegung eines Puffer mit FRIWA  für eine WP beteiligen würden. 

Welche am Markt befindliche Puffer und FRIWA kommen hier in Frage?
Wie sollte der optimale Puffer konzipiert sein?
Halte diesen Puffer für sehr gut geeigent aber vielleicht weiß jemand Alternativen.

Wolfgang

 
6.5.2019 23:05
Hallo Jan,
was mir hier fehlt, ist das Gesamtkonzept.
Bisher speist du bei 60% ein. Der Vorteil ist vor allem, daß der erste kalte Schwall direkt in den Puffer erntsorgt werden kann. Sonst könntest Du mit mehr Vorteilen oben einspeisen.
Wenn Du dabei bleiben wolltest, könntest Du auch den Puffer für die Anfangsphase der WW-Bereitung nehmen und zum Abgleich der RL-Temperatur aus verschiedenen Höhen(z.B. 20% und 40% die RL-Temperatur für die WP mischen. Ein Minipuffer wäre überflüssig.
Willst Du aber oben einspeisen, dann kannst Du auch den ersten kalten Schwall bei z.B. 20% in den Puffer leiten und auch wie oben beschrieben den RL anheben.
Auch in den oben beschriebenen Fällen würden 2 Ventile ausreichen.
Ich sehe also in  einem zus. Puffer keinen Vorteil, außer vielleicht in deinem speziellen Fall, wenn du den vorhandenen Puffer nicht weiter als nötig umbauen willst?

Gruß radis
7.5.2019 21:38
Hallo,

sorry für die späte Antwort... 

Hier das Bild zum Minipuffer:

Optimaler Pufferspeicher + FRIWA für WP

Idee ist, dass Ventil M1 es erlaubt, via Minipuffer im Kreis zu pumpen (sehe gerade, dass es dazu falsch eingezeichnet ist... Idee ist halt, dass es zwischen den beiden Puffern umschaltet). Mischer M2 kann den Minipuffer überbrücken oder gezielt mit dem RL mischen. Rest siehe letztes Posting.


radis schrieb: Hat das "im Kreis pumpen" bei dir nicht funktioniert, gibt es deinerseits hier Erkenntnisse?


Noch keine Zeit zum Testen...


radis schrieb: Ich sehe also in  einem zus. Puffer keinen Vorteil, außer vielleicht in deinem speziellen Fall, wenn du den vorhandenen Puffer nicht weiter als nötig umbauen willst?



Das war die eigentliche Motivation, weil Umbauten im Keller vergleichsweise trivial sind, während ich am Puffer die gesamte Einhausung abbauen und teilweise umbauen müsste. Zudem geht es da mit den Rohren extrem eng zu. Zur Erinnerung... das Ding ist im EG in der Abstellkammer in eine winzige Nische reingebaut und die Nische dann mit Dämmung quasi gefüllt.


radis schrieb: Bisher speist du bei 60% ein. Der Vorteil ist vor allem, daß der erste kalte Schwall direkt in den Puffer erntsorgt werden kann.



Ich starte, wenn ich 41C bei 60% habe. Durch den kalten Schwall fällt die Temperatur an der Stelle um ca. 5 K ab:

Optimaler Pufferspeicher + FRIWA für WP


radis schrieb: Wenn Du dabei bleiben wolltest, könntest Du auch den Puffer für die Anfangsphase der WW-Bereitung nehmen und zum Abgleich der RL-Temperatur aus verschiedenen Höhen(z.B. 20% und 40% die RL-Temperatur für die WP mischen.


Das stimmt... der RL liesse sich sogar einfacher umbauen als der VL. 


radis schrieb: Willst Du aber oben einspeisen, dann kannst Du auch den ersten kalten Schwall bei z.B. 20% in den Puffer leiten und auch wie oben beschrieben den RL anheben.


Das ist die Goldlösung ... also Umschaltung zwischen 20%, 60% und ganz oben, wobei 60% dann nicht zwingend sein muss.

Bisher habe ich aber aus Zeitgründen noch gar nichts umgebaut, sondern sammele weiter Daten. So arg ineffizient ist die Lösung aktuell nämlich gar nicht, so dass der Aufwand für die Pufferumbauten vielleicht gar nicht lohnt (außer als Forschungsprojekt).

Was als Billiglösung auch noch ginge, wäre eine (einstellbare) Drossel im VL. Damit könnte ich situationsabhängig Gegendruck erzeugen und damit die VL-Temperaturen sehr viel schneller ansteigen lassen. Im Bild oben wird ja eigentlich erst ab Minute 17, also der zwölften Minute der WW-Bereitung, ernsthaft geladen. Zudem wäre dann eine Einzug-Ladung quasi immer möglich.

Das wollte ich demnächst mal durch vorsichtiges Zudrehen des Absperrventils austesten. Eigentlich müsste man bei feinfühliger Bedienung mit so einem Kugelhahn einen ordentlichen Widerstand hinbekommen, wenn er fast geschlossen ist. Frage ist nur, ob man damit der Pumpe schaden kann, wenn sie mit hinreichend Druck bei z.B. 50% WT nachschiebt, während der Gegendruck sehr hoch ist.

Viele Grüße,

Jan
7.5.2019 22:32
Hallo Jan,
morgen wird bei mir die zweite PV-Anlage angeschlossen. Da ist noch einiges vorzubereiten. Daher nur kurz:
Ich habe gesehen, daß meine WP vom Umschalten auf WW bis Zieltemperatur nur max. 9 Minuten benötigt. Es scheint also einen zeitlichen Zusammenhang zwischen Strömungsgeschwindigkeit und Temperaturerhöhung zu geben. Ist aber auch logisch. Die Drossel könnte also der Umstellung der Temperatur ein wenig unter die Arme greifen. Bezüglich der Pumpe sehe ich keine Probleme, jedenfalls erfreut sich meine Pumpe seit 3 Jahren bester Gesundheit.
Alles Weitere übermorgen.
Gruß radis
9.5.2019 21:37
Hallo Jan,
ich gehe jetzt mal davon aus, daß Du am Puffer nichts verändern willst:
Dann kann der zusätzliche kleine Speicher eine gute Lösung bieten. Dazu fällt mir eine Propanflasche entsprechender Größe ein. Vermutlich reichen 15 oder 30ltr., aber das wirst Du besser ermitteln können, als ich.
Auch damit wäre eine Drossel nicht verzichtbar, weil so auch die Größe des kleinen Speichers bestimmt werden könnte und außerdem ein größerer Temperaturhub ermöglicht wäre. Diese Drossel müsste dann im WW-Zweig  vor dem Umschaltventil zwischen Speicher und "kleinem Speicher" sitzen.
Dann ist aber auch die Frage, ob das zugemischte Wasser ggf. ausreicht, um eine Temperaturanhebung auf z. B. 25°C im Rücklauf zur WP während der gesamten WW-Bereitung zu gewährleisten.
Das Umschaltventil, um im Heizbetrieb den kleinen Speicher zu umgehen, halte ich für überflüssig. Ich leite - schon wegen der möglichen solaren Gewinne - meinen gesamten Rücklauf durch ein Volumen von ca. 500ltr. im Speicher und konnte, außer gelegentlichen Temperaturschwankungen, nichts erkennen, was daran stören soll. Die WP macht alles klaglos mit und bei einigermaßen brauchbarer Dämmung sollten die Verluste bei dir gering sein.
Aber den von dir so bezeichneten Königsweg würde ich trotzdem bevorzugen, wenn er sich mit halbwegs vertretbarem Aufwand umsetzen ließe....dabei fällt mir ein - ich werde wohl doch noch mal umbauen......

Gruß radis
9.5.2019 22:08
Was ist jetzt der genaue Unterschied vom "Königsweg" zu meiner angedachten Lösung?  Irgendwie seh ich den nicht bzw. versteh ich euch falsch?!
9.5.2019 22:18
Hi,


Pedaaa schrieb: Was ist jetzt der genaue Unterschied vom "Königsweg" zu meiner angedachten Lösung?  Irgendwie seh ich den nicht bzw. versteh ich euch falsch?!


Das ist in der Tat so ziemlich das gleiche. Ich scheue nur den Aufwand der Umsetzung und frage mich, ob es etwas schlechter auch mit weniger Aufwand geht...


radis schrieb: Auch damit wäre eine Drossel nicht verzichtbar



Richtig... darum sind die Drosseltests der nächste Schritt, wenn ich mal wieder genau dann Zeit habe, wenn die WP WW machen will.

Ich habe jetzt eine WW-Sperre aktiv, so dass WW nur noch zwischen 11 und 16:30 gemacht werden kann. Ergebnis sind etwas längere WW-Takte, viel bessere PV-Nutzung und sinnvollere Nutzung der Exergie, denn sonst hat die WP meist nach dem abendlichen Duschen/Baden WW gemacht, das dann in der Nacht und am Morgen keiner in der Menge brauchte.

In Kombination mit relativ wenig Verbrauch und der mit maximal 90W zuheizenden PV-Direktheizung hatten wir damit auch bei mäßigem Wetter jetzt schon mehrfach einen WW-Lauf alle drei (!) Tage. Da waren wir dann oben auf ca. 41C und unten bis um die 35C runter, was für die meisten Anwendungsfälle ausreicht.

Von daher ist es vermutlich für den Sommer am schlauesten, den kleinen PV-Zuheizer endlich mal richtig umzusetzen. Mit einem Invest, der geringer ist als jeder Umbau am Puffer und als jede zusätzliche Steuerung dürfte das die WW-Läufe noch weniger werden lassen. Aktuell denke ich dabei an 400-800W Gleichstromheizung. Da schon meine 90W es schaffen, tagsüber die Verluste mehr als nur auszugleichen, dürfte das sogar nutzbare Wärme in den Puffer bringen.

Viele Grüße,

Jan
9.5.2019 22:34


JanRi schrieb: Ich scheue nur den Aufwand der Umsetzung und frage mich, ob es etwas schlechter auch mit weniger Aufwand geht...

 Ach, wenn wir uns ehrlich sind, ist der Umbau-Aufwand eigentlich minimal.
Schau die mal die wenigen notwendigen Rohre/Bögen an:
https://www.energiesparhaus.at/forum-optimaler-pufferspeicher-friwa-fuer-wp/52182_37#499468

Und das einzige was bei den Teilen wirklich Geld kostet, ist der Mischer-Stellmotor.
Kannst aber sicher z.B. mal bei Ebay Kleinanzeigen einen günstigen erwischen.
(muss auch noch Ausschau halten , alle restlichen Teile liegen schon da)

Die andere blöde(teure) Sache wäre die Steuerung.
Aber du hast ja ein Bus-System, oder?! Kannst du das nicht irgendwie missbrauchen um den Mischer nach Wunsch zu steuern? 


9.5.2019 22:53


JanRi schrieb: Von daher ist es vermutlich für den Sommer am schlauesten, den kleinen PV-Zuheizer endlich mal richtig umzusetzen.

Aja, und am Ergbnis dieser Lösung wär ich natürlich auch interessiert.
Und Praxis-Erfahrungen mit der Mischer/Umschaltventil-Lösung kann ich ja eh hoffentlich irgendwann mal liefern.
9.5.2019 23:00
Hi,


Pedaaa schrieb:  Ach, wenn wir uns ehrlich sind, ist der Umbau-Aufwand eigentlich minimal.


Nein.... ich müsste meine komplette Einhausung und die halbe Dämmung wieder wegbauen und umkonstruieren. Zudem ist der VL sehr verwinkelt angebaut, es ist gar nicht sicher, ob man das ohne Demontage weiterer Rohre (Kaltwasserzulauf der Friwa) überhaupt umlegen kann.

Zur Erinnerung das alte Bild:

Optimaler Pufferspeicher + FRIWA für WP

Das Ding ist nun halt komplett eingehaust. Ich müsste das "Wunder" abbauen (das wäre okay, weil ich das mit der PV anders machen will), aber den VL da rechts rauszufummeln und dann zur linken Seite umzulenken (rechts kann nichts dazwischen) und da noch in die Einhausung das "Geweih" der Umverteilung einzubauen... das wird "interessant". Zudem gibt es auf dieser Seite keine Absperrung. Man müsste den Puffer komplett ablassen, was auch nicht ganz einfach ist.

In jedem Fall ist das inkl. Entlüften nichts, was ich selbst machen kann. Dazu müsste der HB ran und da fragt sich dann, ob die möglichen Einsparungen die Kosten jemals rechtfertigen. 

Im Eigenbau wäre es vermutlich lohnender, aber das muss laufen und es muss 100% dicht und entlüftet sein. Ich weiss nicht, ob ich das so sicher hinbekomme. Wenn es was elektrisches wäre...


Pedaaa schrieb: Die andere blöde(teure) Sache wäre die Steuerung.
Aber du hast ja ein Bus-System, oder?! Kannst du das nicht irgendwie missbrauchen um den Mischer nach Wunsch zu steuern? 


Über die Steuerung mache ich mir überhaupt keine Gedanken. Da hätte ich sogar mehrere Möglichkeiten... KNX, mein RPi oder ein Mikrocontroller dafür. Das ist alles einfach und günstig (bis auf KNX).

Ich bastele nun mal lieber mit Strom als mit Wasser

Viele Grüße,

Jan
10.5.2019 8:27


JanRi schrieb:

Von daher ist es vermutlich für den Sommer am schlauesten, den kleinen PV-Zuheizer endlich mal richtig umzusetzen. Mit einem Invest, der geringer ist als jeder Umbau am Puffer und als jede zusätzliche Steuerung dürfte das die WW-Läufe noch weniger werden lassen. Aktuell denke ich dabei an 400-800W Gleichstromheizung. Da schon meine 90W es schaffen, tagsüber die Verluste mehr als nur auszugleichen, dürfte das sogar nutzbare Wärme in den Puffer bringen.

 


 So sehe ich das auch. Das ist aber nur die halbe Miete. Im Winter wirst Du eher selten einen brauchbaren Beitrag mit der PV erzielen....alle drei Tage den Speicher nachladen, da scheint es mir auch eine eher akademische Diskussion zu sein, weiter zu optimieren.
Schade eigentlich nur, daß einige Ansätze in diesem Thread nun gar nicht ausgetestet werden können.
Jedenfalls bei mir haben die sich ergebenden Erkenntnisse dann doch noch zu guten Ergebnissen geführt.
z.Z. lade ich mit AZ 5+ alle paar Tage, im Winter dann eher mit 4+.
Da ist Pedaaa dann meine letzte Hoffnung für weitere Erkenntnisse. Über AZ 10 geht aber nicht ohne esoterische Mittel oder ST.

Gruß radis
10.5.2019 8:39
Da hätte ich doch noch eine Idee:
Wenn du ein limitierbares Motorventil statt der Drossel einsetzen würdest, könntest Du auf die % ladung gehen und über dieses Ventil die Temperatur des Vorlaufs regeln. Damit würde - wenn ich das richtig erinnere - der erste kalte Schwall weitgehnd verhindert?

Gruß radis
10.5.2019 12:16
Hi,


radis schrieb: Im Winter wirst Du eher selten einen brauchbaren Beitrag mit der PV erzielen....alle drei Tage den Speicher nachladen, da scheint es mir auch eine eher akademische Diskussion zu sein, weiter zu optimieren.


Das wird im Winter nicht gehen. Die drei Tage funktionieren derzeit nur dank des Solarzuheizers. Im Winter dürften es eher 1,5 Tage sein, bei mehr Benutzung auch seltener. Unsere beiden Jungs sind aktuell eher wasserscheu und mögen es nicht, wenn mehr als 5 cm in der Badewanne sind. Wenn sich das ändert (davon gehe ich aus, denn sie planschen eigentlich gerne), dann werden wir auch noch öfter WW machen müssen.


radis schrieb: Schade eigentlich nur, daß einige Ansätze in diesem Thread nun gar nicht ausgetestet werden können.



Würde ich nicht so sehen... optimieren will ich schon noch. Ich tue mich nur schwer mit Umbauten am Puffer wegen des Aufwands.

AZ verfolge ich auch noch und ich will auch noch Delta-T und %-Ladung austesten und Zahlenwerte dazu ermitteln. 

Aktuelles Hauptproblem ist die Zeit.


radis schrieb: Wenn du ein limitierbares Motorventil statt der Drossel einsetzen würdest, könntest Du auf die % ladung gehen und über dieses Ventil die Temperatur des Vorlaufs regeln. Damit würde - wenn ich das richtig erinnere - der erste kalte Schwall weitgehnd verhindert?


Das war der Plan. Zum Test wollte ich es manuell mit dem Kugelhahn drosseln. Wenn das gut funktioniert, dann wäre eine einstellbare Drossel die perfekte Lösung. Wenn die WP-seitig der Absperrhähne reinkommt, geht das auch ohne komplette Entleerung des Puffers.

Ich habe nur Bedenken wegen der Pumpe. Man müsste die WT-% ja so einstellen, dass man am Ende nicht zu sehr überschiesst. Das wiederum ist recht variabel, weil es unten keine wirklich einheitlichen Temperaturen gibt. Von daher könnte da schon ein Wert im Bereich von 7-9 l/min herauskommen. Die müsste man mit der Drossel dann in Richtung 2 l/min "drücken". Ob das wohl gut geht? Ich muss mald die Pumpenkennlinie studieren...

Es gibt übrigens noch eine Alternative: Steuerung der ganzen Sache per Modbus. Dann kann man auf feste % stellen und die dann dynamisch anpassen. Darum hoffe ich ja noch auf Modbus-TCP... ansonsten wären die immer besser funktionierenden Selbstbau-Modbus-Adapter eine Lösung. Damit erreicht man letztlich fast das gleiche wie mit der Drossel, nur eben rein elektronisch. Vermutlich würde ich dann aber auch leicht drosseln, damit ich auf höhere Spreizungen komme.

Wobei... ein Detail deiner Idee ist genial! Ich hatte ursprünglich vor, Drossel + "Zieltemperatur" zu verwenden, aber da ist es extrem schwer, so zu drosseln, dass es bei 1% noch einen Effekt hat und bei 20% nichts kaputt macht. Wenn ich aber gleich von festen Prozenten aus drossele und damit nur noch eine variable Größe habe, sollte das zwar etwas mehr Pumpenstrom fressen, aber eigentlich prima laufen.

Viele Grüße,

Jan
14.5.2019 22:44
So kleiner Nachtrag, der modifizierte Hellmann mit der Schichtplatte beläuft sich auf  gut 1400 € frei Haus inkl. Klasse B Dämmung. Da wird in einem guten Monat die Fristar2WP drangehängt und die 1155-12...werde berichten und sicher wieder viel fragen...Parameterierung, wo kommen die Fühler an den Speicher....etc.

beste Grüße, Brocko
15.5.2019 6:31


Brocko schrieb: und die 1155-12

Wieso so eine große WP?
Ist das ein Altbau bei dir?
15.5.2019 8:22
Moin Pedaaa,

ja ist ein Haus von 1990, nach Schweizer Formel und 24 h-Gasverbrauchsmonitoring  nahe Auslegungstemeperatur komme ich auf ungefähr 10 kw Heizlast.

VG
15.5.2019 20:02
Hallo Brocko,
die Nachfrage von Pedaaa ist schon berechtigt. Die Auslegungstemperatur wirst Du eher selten erreichen. Da hat, glaube ich, Arne schon einiges zu geschrieben. Hast Du außerdem schon mal überlegt, den Dämmstandard deines Hauses zu verbessern? Ich frage deswegen nach, weil die 1155-6 bis 1,5kW heruntermoduliert, die 1155-12 aber nur bis 3kW. Das ist schon eine Überlegung wert. Außerdem gäbe es vielleicht bei dir die Möglichkeit, die Quelle überzudimensionieren? Außerdem kannst Du die 1155-6 bis zu ca. 7,5kW ausreizen.
Ein Beispiel:
Altbau von 1937 ca. 173m², HKH großzügig dimensioniert, Außenw. gedämmt und 2011 neue Fenster und Türen, Dach gedämmt.
Anbau von 2011 FBH
Ringgraben großzügig VLT > 2,5°C im Minimum.
Ich erreiche die 6kW äußerst selten, im letzten Winter nie.
Natürlich ist das kein rechenbares Beispiel. Ich wollte nur aufzeigen, daß es Möglichkeiten gibt!

Gruß radis
15.5.2019 21:14
Hallo Pedaaa, hallo radis,
find ich richtig gut, dass ihr drauf eingeht.

Was das angeht, habe ich lange überlegt.
Von offizieller Seite wurde die Heizlast mit 17 kw berechnet. Meine Heizlastauswertung habt ihr oben. Komme auf etwa 27000 bis 28000 kWh Gasverbrauch. Ein guter Anteil von 7000 kWh geht aktuell für die WW-Bereitung drauf. Hier wird durch das neue System effiziente WP, gedämmter Speicher, Friwa  sicher einiges weniger verbraucht werden. 
Neue Dämmung werden wir sicher punktuell im OG realsieren. 
Insgesamt ist das ganze aber ein Fachwerkhaus, so dass keine Fassadendämmung o.ä. angebracht werden kann. Auch der Austausch der Holzsprossenfenster steht nicht so wirklich in einer finanziellen Relation.

kurz um, hab mich nicht getraut auf die freigeschaltete 6er zu gehen, selbst wenn es sicher gute Indizien gibt, dass die Heizlast irgendwo kleiner < 10 kw liegt. 
Hab auch viel im HTD-Forum geschaut, aber nix gefunden, was meiner Ausgangssituation ähnelt und wo jemand den Schritt in Richting 6er gewagt hat.

falls ihr da noch was habt, immer gerne!
bG, Brocko
15.5.2019 23:04
Hallo Brocko,
ich habe mal nach meinem Verbrauch geschaut:
2016 war der Umbau auf WP
2017: 20950kWh
2018: 20205kWh
Allerdings hat die ST die WP im Sommer entlastet.
Eine weitere Möglichkeit wäre vielleicht, die 1155-6 einzubauen und einstweilen die Gasheizung als Backup bestehen zu lassen?
Holzsprossenfenster im Fachwerkhaus würde ich auch nicht ohne Not tauschen. Aber Kastenfenster von innen, wäre das eine Alternative?
Hast Du Heizkörper und mit welchen VLT hast Du die Heizung an kalten Tagen betrieben?

gruß radis
16.5.2019 11:48
Hallo radis, danke für die kWh-Angaben.
Hier noch kurz off-topic: Der überwiegende Anteil des Hauses wird mit FBH versorgt. Lediglich Schlaf-, Gästezimmer, Abstellraum und Keller mit Radiator. Im Keller und Abstellraum bisher nie geheizt, im SZ und Gästezimmer nur sehr, sehr moderat bei wirklich kalten Temperaturen. Hatten bisher 2 Heizkreise, einen für Radiator einen für FBH. Durch den 20 KW Gasbrenner schießt die Temp auch im Kernwinter hoch, so dass man 20 min Takte bekommt, wo die VLT im FBH auf ganz kurzen Peak bis 43 °C hochkommt, der Mischer kommt garnicht so schnell mit dem gegenregeln hinterher. Bevor sich dann nach 20 min das Spiel wiederholt, fällt die VLT auf 33 °C ab. Dieses Volle-Pulle-On/off ist eben die Krux bei dieser FBH-Radiator-Hybridinstallation. Daher werden wir auf einen Kreis vereinigen und alles mit FBH-Temp fahren, auch die Radiatoren. Hoffe, dass wir durch die Modulation hier schön eben weg heizen können, ohne diese Peaks. Wenn man im Mittel ein Ausgleichgerade über die Temperaturdiagramme der VLT im Kernwinter legt, liegen wir max. bei 38 °C.
Gasheizung passt zusätzlich nicht rein, möchte im übrigen den Schornstein für Installationen nutzen. Kastenfenster eher auch nicht, haben viele bodentiefe Sprossenfenster, tw. im Terassentürverbund...BG, Brocko
16.5.2019 22:50
Hallo Brocko,
es ist leicht, von außen gute Ratschläge zu geben, ohne die genauen Bedingungen zu kennen.
Dann bleibt mir nur, dir viel Erfolg beim Einbau der neuen Heizung zu wünschen.
Gruß radis



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