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Thermischer Abgleich - Seite 4

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  •  Ulairi
  •   Bronze-Award
20.1. - 3.2.2026
65 Antworten | 13 Autoren 65
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Hallo,

ich bräuchte euren Input bzw. Meinungen zu meinem Problem.

Wir haben einen sehr großen offenen Wohnessbereich mit einer offenen Stiege die ins OG führt. Wir sind mittlerweile in der 4. Heizsaison, Fassade ist seit voriges Jahr oben und ich bekomme den Wohnessbereich nur unter einem, meiner Meinung nach, extremen thermischen Abgleich und Erhöhung der Heizkurve auf warm.

Aber fangen wir von vorne an.

Hier meine einzelnen Heizkreise aufgeteilt nach HKV:


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Es dreht sich alles um die rot eingefärbten Kreise. Ich brauche dort mehr Durchfluss, deswegen haben alle anderen Kreise weniger Durchfluss.
Unser Haus lebt sehr sehr viel von der Sonne, weil wir im Süden große Fenster haben, ich habe deswegen eine sehr steile eigene Heizkurve gemacht, diese sieht wie folgt aus:

-30 = 40°
-20 = 37°
-10 = 34°
0 = 31°
10 = 25°
20 = 20°

Mit dieser Heizkurve fahre ich eigentlich gut, selbst wenn nur ein bisschen die Sonne da ist.

Wir hatten heuer im Dezember viel Nebel, auch jetzt im Januar wieder ein paar Tage. Wie man im Dezember ungefähr 2 Wochen lang nicht die Sonne gesehen hat, habe ich gemerkt es passt so nicht, es kommt in dem Wohnessbereich zuwenig Wärme.

Meine erste Frage hier wäre schon einmal, ist es schlecht für das Rohr selber wenn manche Kreise wirklich sehr sehr wenig Durchfluss haben? Wir haben die Durchflussmesser wo man minimale Mengen leider nicht ablesen kann. Aber beide Bäder haben sowenig Durchfluss, dass eigentlich die Anzeige auf 0 steht, ich aber trotzdem fast 24° habe.

Wo ich auch ein bisserl Bauchweh habe ist unser RGK RGK [Ringgrabenkollektor]. Laut Berechnung vom RGK RGK [Ringgrabenkollektor] Büro ist er ausgelegt für 17700 kWh. Die Berechnung ist auch top, weil jede Heizsaison war bis jetzt in dem Bereich. Ich bin mit der Sole im Dezember schon bei -1/-4 und so läuft das ganze dann eigentlich die Heizsaison weiter.
Wenn ich jetzt aber manchmal die Heizkurve um +1 erhöhen muss, gehe ich sicher Richtung 18000+ kWh Wärme. Geht dann die Sole Richtung -2/-5 und ist komplett in der Vereisung? Mir ist bewusst, dass bei -1/-4 der Übergang ist und das hier sehr viel Wärme gespeichert wird, aber ich glaube, dass ich in manchen Winter vielleicht mehr brauchen werde.

Meine letzte Frage, was ihr zur FBH FBH [Fußbodenheizung] Verlegung im Wohnessbereich sagt. Grundsätzlich sind es 6 Kreise am Boden, 2x WH WH [Wandheizung] und 1x in der Stiege. Hier Fotos vom Boden:


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Soweit so gut, ich glaube nicht das hier der Fehler bei der Verlegung gelegen ist, oder vom Insti falsch berechnet, sondern es ist unsere Küche und an das hat der Insti nicht gedacht, weil auf Kreis 5 und 6 steht die Küche. Sieht in etwa so aus.


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In Wirklichkeit haben wir ca. ungefähr nicht 6 Kreise am Boden sondern nur 5. Und dann kommt noch dazu, wir haben als Arbeitsplatte Stein genommen und der ist kalt.
Könnte sich das wirklich so arg auswirken in so einem offenen Wohnessbereich? Ich bin am überlegen ob ich Kreis 5 und 6 nicht vom Durchfluss her etwas einschränke, damit mehr in Kreis 1-4 geht, weil Kreis 5 und 6 e nicht wirklich ausstrahlen kann.

Mich würde einfach nur interessieren was ihr davon haltet. Ich kann jetzt e nur schauen, dass ich das Beste daraus mache.

  •  Roderich
2.2.2026 20:50  (#61)
Also jetzt etwas mehr als eine Woche, zuerst hatte ich 4 Tage Pumpe auf 30 l/min, weil ich eben durch VL VL [Vorlauf]/RL messen und alle Kreise ganz auf mir auch nochmals einen ungefähren hydraulischen Abgleich gemacht habe (zum Fehlerausschluss). Dann waren alle Kreise und alle Verteiler im großen und ganzen mit dem RL RL [Rücklauf] auf Schiene (auch BKA BKA [Betonkernaktivierung]) - vor allem der Verteiler-Gesamt-Rücklauf je HKV liegt ungefähr am Niveau des ganzen Hauses. Und du hast absolut Recht, die BKA BKA [Betonkernaktivierung] hat ordentlich geschluckt, aber man hat zuschauen können, wie nicht nur das Haus wärmer wurde (eh klar weil Pumpe Vollgas) aber nun auch mit 17 l/min nun auch ganz andere Temperaturunterschiede im Haus herrschen, nämlich viel geringere.

Und auch der Rücklauf FBH FBH [Fußbodenheizung]-gesamt und BKA BKA [Betonkernaktivierung]-gesamt passt.
Der einzige Verteiler der aus der Reihe tanzt is der FBH FBH [Fußbodenheizung]-Keller-Verteiler (dort gibts auch keine BKA BKA [Betonkernaktivierung]), der ist 1K kühler als die anderen vier, aber der läuft auch leicht gedrosselt.
Beheizt werden 300qm mit insgesamt 49 Kreisen und 5 HKV, evtl ist das der Grund für die höhere Spreizung!?

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  •  cacer
  •   Gold-Award
3.2.2026 11:43  (#62)
Jaaa, das erklärt einiges. Das ist ja ein halbes Schloss und nicht das übliche EFH.

zitat..
Roderich schrieb: 300qm mit insgesamt 49 Kreisen und 5 HKV, evtl ist das der Grund für die höhere Spreizung!?

Ja klar, der übliche vorschlag hier, mit 12-14 l/min fix zu starten und sich an den sweet spot ranzuarbeiten passt eher für das "normale EFH".
du bedienst da 50-100% mehr und auch wenn sehr gut gedämmt, brauchen 49 kreise halt deutlich mehr wasser, als 15 bis 25 kreise.

die HK-pumpe der 1256 wurde hier oft als schwächlich beschrieben (wenn ich nicht irre), bei dir zeigt sie aber, daß es auch so geht, wenn die hydraulik fett genug ist.
der stromverbrauch der älteren pumpen war oft bis locker 60% sehr gering.
bei deiner weiß ichs nicht genau, aber sollte ähnlich sein.
hast da also noch spielraum, wenn ich das richtig einschätze und würde vielleicht richtung 20l/min gehen.
ausprobieren.
aber man muss sich auch nicht stur auf die spreizung konzentrieren.
4K bei niedriger AT AT [Außentemperatur] über mehrere tage ist schon ok bis zu gut. (abhängig davon, ob die pumpe schon ächzt, oder das wie hier entspannt durchschiebt)
wenn es wieder wärmer wird sinkt die spreizung dann eh wieder und richtung heizgrenze auch deutlich.
mit passender heizkurve, die du jetzt wieder neu finden musst, kannst du dann über die pumpe noch feintunen. ob dann etwas höhere spreizung bei kälte und dafür ein K mehr VL VL [Vorlauf] oder umgekehrt, musst du für dein haus selbst herausfinden.
wie man die bka mit der fbh perfekt abgleicht müssen andere mal einspringen. 

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  •  ds50
  •   Gold-Award
3.2.2026 12:18  (#63)

zitat..
cacer schrieb: die HK-pumpe der 1256 wurde hier oft als schwächlich beschrieben (wenn ich nicht irre)

Ich glaube du verwechselst das mit der Solepumpe. Und weil es mit der alten lt. KNV ja kein Problem gab kommt bei den neueren S1x56 jetzt eine stärkere Solepumpe rein. 😂

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  •  cacer
  •   Gold-Award
3.2.2026 12:27  (#64)
ja, stimmt, hatte aber irgendwas im kopf mit ner knappen anlage, wo HUP auf 100% trotzdem probleme machte. war aber ne spaghettihydraulik, oder so.

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  •  Roderich
3.2.2026 14:05  (#65)
Alles klar und ich war verunsichert, weil ich so viel Volumenstrom geben musste, werd ich ohnehinmal probeweise höher raufgehen, hab jetzt alles genau in Home Assistant und Grafana mal gemonitored, damit ich das besser visualisieren kann.
Das mit der schwachen Solepumpe war bei mir schon ein Thema, ich hab das im Vorfeld schon angesprochen und KNV meinte, es sei kein Thema und wenn doch, tauschen sie mir die Solepumpe. Bei mir läufte eine 1x150m Dn32 Duplex-Bohrung mit Y-Stück verbunden.

Wie würde ich es eig merken, wenn die Solepumpe zu schwach ist?
Bisher läuft sie immer mit sehr gemütlichen Drehzahlen und die Sole war auch am Tiefstpunkt heuer im Hochwinter noch bei ca 1°C.


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