Christophs Heizungsplanung - Seite 9
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Nachdem ich die Verteilung jetzt zum x-ten Mal neu plane (weil die Lüftungsrohre im Weg sind), rückt ein Multifill wieder in den Bereich des platzmäßig Machbaren. Nur, wie anschließen? Alle mir bekannten flachdichtenden Verschraubungen auf 35mm Cu sind größer als die 5/4" vom Multifill. An Optionen habe ich bisher gefunden: 1) Spezielle Verschraubungen von Multifill auf 35mm Rohr. Hab ich erst einmal bei @Pedaaa gesehen, waren ziemlich teuer und sind kaum aufzutreiben. 2) Ganze Soleverrohrung in 28mm Cu ausführen. Billigste und vermutlich einfachste Lösung, aber am meisten Arbeit für die Solepumpe. 3) Von der WP WP [Wärmepumpe] bis zum Multifill möglichst kurz in 28mm ausführen, danach gleich aufweiten. 4) Den Teil mit "flachdichtend" vergessen und normale Übergangsstücke mit 5/4" IG auf 35mm verwenden. Kann man da evtl sogar eine Dichtung reinschummeln? |
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Machst doch einfach in 28. Was erwartest du für eine Vorteil bei 2mtr Rohr und 4 Bögen. Kosten treibt hoch und die Maschine selbst hat auch nur 28mm. Keine Wissenschaft draus machen😉 |
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Irgendwer hat mal geschrieben, dass das kein Kriterium sein sollte. Auf der Heizkreisseite sinds nur 22mm... Ich hab geglaubt dafür sind wir da? 😅 Apropos Wissenschaft: Der RGK RGK [Ringgrabenkollektor] dürfte in der Größenordnung um 150mbar Druckverlust produzieren. Wenn man grob 3m Rohr verbaut, wäre man sogar mit 22mm noch bei weniger als 10% davon. Hast mich überzeugt 😉 Im Gegensatz dazu rechne ich auf der Heizkreisseite grob mit 25mbar (20mbar Heizkreise, 5mbar Zuleitungen). Die Heizkreispumpe drückt laut Datenblatt bei 20l/min volle 600mbar (bei Vollgas natürlich). Heißt das, ich kann die Verteilung auch guten Gewissens mit 28mm machen? Es wird ja immer geraten, da unbedingt 35mm zu nehmen 🤔 |
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Bei den Heizkreisanbindungen würde ich für mich 28er nehmen und 35 er als Verteilleitung. Ich gehe hier davon aus dass es Flow 30 geplant ist🙂. Hier ist die Pumpe auch etwas anders zu betrachten als beim RGK RGK [Ringgrabenkollektor] und auch die Längen und Richtungsänderungen sind mehr als bei der Soleleitung |
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Na klar ist flow30 geplant, wir machen hier ja keine halben Sachen 😉 In welcher Hinsicht ist die Pumpe anders zu betrachten? Leistung/Spreizung/Durchfluss sind ja bei Sole- und Heizkreis zumindest grob in der selben Größenordnung, oder habe ich einen Denkfehler? Mehr Rohr und Fittings im Heizkreis - klar 👍 Für die HKV-Anbindungen hab ich schon 32er Aluverbund da, damit ich in einem Stück ohne Verbindungen durchlegen kann. Bis auf jeweils eine Engstelle am Anfang und Ende sollte das reibungstechnisch recht ähnlich sein wie das 28er Cu, dafür dazwischen keine Fittings. Und es erfüllt die letzte Anforderung von flow30: Minimal 30 mm Rohrdurchmesser für die Anbindung der Heizkreisverteiler Ob ID oder OD wird ja nicht explizit geschrieben 😅 Also dann, 35mm Cu bis zu den Zonenventilen, Mischerteil für die Deckenkühlung in 28mm Cu und dann ab zu den HKV in 32er Aluverbund. Im RL RL [Rücklauf] unmittelbar vor dem Multifill auf 28 runter und danach auf die 22 von der WP WP [Wärmepumpe] macht halbwegs Sinn? |
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Hi Christoph Auch wenn es sich hier nur um die Heizkörperversorung dreht, mal ein Bild vom Abgang der S-1156-8 bis zum Heizungsverteiler, wie ich es gemacht habe Gruß Edgar |
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Denke dein Plan sollte gut aufgehen. Ich sag mal so, vom ID ist 28er CU und 32 Verbund ziemlich gleich wegen der Wandung. Wo CU meist im Vorteil ist, sind die Bögen, da gibt's bei verbundrohr Raxorfix mit Bögen und keiner Querschnittverengung am Formstück. Je nachdem welcher Hersteller |
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Danke euch beiden, dann hab ich zumindest für die Rohrdurchmesser einen Plan! Muss nur noch alles an dem schmalen Streifen Wand unterbringen und dann gehts ans Bestellen 😁 Edgar, du hast statt einem Multifill den Filterball und KFE-Hähne extra - gibts dafür einen bestimmten Grund? Größere Hähne zum Spülen vielleicht? |
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Moin Christoph Den Multifill den ich gekauft hatte, habe ich für die Sole Leitung gesetzt, weil da die Isolierung bei war. Der Filterkugelhahn war bei der Wärmepumpe dabei und so habe ich das gleiche halt nur nachgebaut um ihn nicht im Keller liegen zu haben. Gruß Edgar |
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Hallo christoph1703, hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Christophs Heizungsplanung |
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So, es ist endlich mal wieder was weitergegangen. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, habe ich beschlossen, in einem Raum die Deckenheizung einzubauen. An dieser Stelle gleich die erste Lektion: Vorher für ein System entscheiden, dann planen, dann Haus bestellen. An unseren Decken sind die Latten mit 32cm Luft dazwischen montiert. Die mir bekannten Systeme haben alle 50cm breite Platten. Zuschneiden würde gehen, aber ordentlich Verschnitt produzieren. Und das tut bei den Preisen schon weh. Nächstes Problem: Die Platten sind 100cm lang. Die Deckenbalken haben 40cm Achsabstand. Alle Platten auf 80cm kürzen wäre auch wieder Blödsinn. Also fällt die Entscheidung: DIY. Der Plan: 12mm OSB als Träger, darauf 18mm Streifen, die das Rohr fixieren. Das gleich eine Reihe von Vorteilen: - Die Platten passen in der Länge gut auf die Balken und in der halben Breite bequem zwischen die Latten. - Effektiv eine zweite Beplankung wie bei den Wänden, also bequem zum Sachen aufhängen (zwischen den Rohren). - Deutlich mehr Speichermasse als die üblichen Holzfaserplatten. -Außerdem viel stabiler als Holzfaser. - Und natürlich wesentlich günstiger als die fertigen Platten. Nachteil: viel Arbeit. Der Zuschnitt für einen Raum (12 Platten, jeweils rund 200x30cm) ist in etwas mehr als einer Stunde erledigt. Dafür habe ich mir eine große Tischkreissäge gegönnt. Langwieriger ist dann der Zusammenbau. Mit 25mm Stauchkopfnägeln aus dem Druckluftnagler werden die Streifen auf die Trägerplatte genagelt. Das dauert insgesamt 5 Minuten pro Platte und verbraucht erstaunlich viele Nägel, damit das halbwegs hält. Als Hilfe habe ich mir zwei kleine Holzstückchen als Distanzhalter zurechtgehobelt. Dann werden die Wärmeleitlamellen in die so entstandenen Nuten reingedrückt und die Platten sind fertig für die Montage an der Decke. Dafür sind Trockenbauerstelzen eine riesige Zeitersparnis, weil man nicht dauernd die Leiter umstellen muss. Nach einem halben Tag Übung geht man damit schon recht souverän. Also alle Platten rauf, teilweise für Einbauten zurechtschneiden. An dieser Stelle herzlichen Dank an @tomarse und @TobiK fürs Helfen! Zum Schluss noch das Rohr rein. Leider ist bei den selbstgebastelten Platten die Nut ein bisschen (0,5mm) zu schmal und das OSB gibt auch kaum nach. Das ist also ein ziemliches Workout, auch mit dem Gummihammer, den mir meine Frau am nächsten Tag organisiert hat. Aber irgendwann hat auch das ein Ende und das Rohr liegt brav da, wo es hingehört. Den einen Raum als Test herzunehmen, war eine gute Entscheidung. So gehts auf jeden Fall nicht, wenn wir heuer noch einziehen wollen. Es muss eine effizientere Produktionsmethode gefunden werden, die im Idealfall besser hält als die Nägel und mit der sich die Nuten mit exakter Breite (und eine Spur breiter als bisher) herstellen lassen, am besten auch gleich mit vorgegebenen Kurven an den Enden. Eine großformatige CNC-Fräse ist gerade ein heißer Kandidat... |
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boa, ich hab geglaubt, ich hatte eine aufwändige Lösung. Das ist ja nochmal ein Level höher 😂. Aber wie auch immer... jetzt bist dabei... jetzt kannst nimma aus 😉 Und ja, irgendwann ist auch das erledigt. Eine 2. so Heiz/kühldecke will ich auch nimma bauen, aber bereuen tu ich es keine Sekunde. Später wirst dann auch froh sein, es durchgezogen zu haben. |
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Wow, Respekt. Bin auf weite Optimierung deiner Deckenelemente gespannt. Weiterhin viel Erfolg und Spaß dabei |
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Nachdem das Trauma der gesägten und genagelten Deckenheizungselemente jetzt für immer hinter Gipskarton versteckt ist (also in dem einen Zimmer), kann ich eventuellen Nachmachern noch einen Tipp geben: Schauts dass die Lamellen möglichst flach anliegen. Die GK-Platten sind nicht stabil genug, um weit abstehende Lamellen anzudrücken. Da reißen die Schrauben gleich aus. Ich hab dann nochmal die ganze Decke mit dem Gummihammer bearbeitet, bevor die Platten raufgekommen sind. Die Fräse ist jetzt tatsächlich Plan A für die restlichen Platten. Mal schauen wie das wird. Der Vollständigkeit halber hier noch der Link zur Dokumentation: https://www.energiesparhaus.at/forum-cnc-fraese-eigenbau/85005 Anderes Thema: Für die Heizungsverteilung kristallisiert sich jetzt endlich sowas wie ein finaler Plan heraus. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich nicht alle 7 Vor- und Rückläufe auf den 60cm Wandbreite untergebracht habe und stattdessen im Boden bzw in der Decke noch T-Stücke im MSVR habe, um jeweils zwei HKV anzubinden. Laut diversen Druckverlustrechnern ist das noch im einstelligen mbar-Bereich, also hoffentlich gut genug. Was ich aber eigentlich fragen wollte: Gibt es einen Nachteil einer Solevase als nicht höchster Punkt im System verglichen mit einem MAG? Mit den Lüftungsrohren über der WP WP [Wärmepumpe] geht sichs leider nicht aus 😢 Ich hätte jetzt halt oben auf die Leitung eine Sicherheitsgruppe mit Entlüfter draufgesetzt und die Vase irgendwo weiter unten statt einem MAG eingebaut. Spricht da irgendwas dagegen? |
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Was ist alles über der Vase? Nur die Leitung zur Sicherheitsgruppe oder noch andere Teile des Solekreislaufs? |
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Ich habs jetzt noch nicht genau eingezeichnet, aber die Vase wird wohl mit der Oberkante auf Höhe der höchsten Leitung oder noch ein kleines Stück tiefer sitzen. |
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Die Vase sollte halt höchster Punkt schon allein aus Sichtgrund sein. Wenns nicht Machbar ist, nimm ein MAG |
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Darauf zielt meine Frage ab: Was kann das MAG, was die Vase nicht kann? Die Vase wäre halt mangels Membran verschleißfrei... |
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rosten 😜 |
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Nützt halt nix wenn der Solestand höher als die Vase ist. Das MAG vorher sauber Spülen mit Wasser dass alles raus ist. Wenn ma sich dann drum kümmert, rostet da nichts wenn Sauerstoff frei. Oder du besorgst eins in VA |
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nein, die Vase muss nicht zwingend der höchste Punkt im System sein. Allerdings verliert man dann auch die meisten Vorteile der Vase, wie einfaches Befüllen/Nachfüllen, sowie die idealen Entlüftungseigenschaften. Der Druck im System wird dann nicht so sauber wie mit einem MAG gehalten und das zulässige Sole-Volumen ist eher begrenzt. Aber sonst gehts. Ob sichs dann noch lohnt ist freilich die Frage. Der einzige Vasen-Vorteil wär dann ja wirklich nur das vermiedene Korrosions-Risiko |
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Größe und Verschleißfreiheit wären noch Punkte. Und dass ich die Vase schon habe. Während die Planung im Technikraum noch nicht ganz final ist, habe ich mal die erste HKV-Anbindung verlegt: ![]() ![]() ![]() Man beachte die Unterführungen für die kreuzenden Leitungen. Holzbau ist einfach geil 🤩 |
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