Systemnutzungsentgelte - Grundsatzverordnung (ab Jan 2027) - Seite 4
3.7.
-11.8.2026
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Ich habe mir früher gerne Videos von Andreas Schmitz angesehen (mittlerweile nicht mehr, da er mir zu "sensationalistisch" geworden ist). Um im Netz zu wissen was los ist, müssten in Österreich 80.000 und in Deutschland 900.000 Ortstrafos getauscht werden. Bei den aktuellen Lieferzeiten ein Prozess, der 10-20 Jahre dauern wird. Dazu kommt, daß das Netz vor allem auf der Mittelspannungs und Hochspannungsebene laufend umgebaut und adaptiert wird und damit kein statisches Bild vorhanden ist. Leitungen werden repariert, Trafos ausgetauscht, Netzverbindungen umgehängt, mit Phasenschiebertrafos Leistungsflüsse den Mustern angepasst. Dazu kommt noch das unplanbare Verhalten der Erzeuger und Verbraucher an den diversen Strom- und Regelenergie Börsen . Das wir in Österreich zum 1. April endlich den Wechsel von Opt-in zu Opt-out bei den 15min Auslesewerte aller Smartmeter geschafft haben, kann in seiner Bedeutung gar nicht hoch genug angesetzt werden. Zum ersten Mal in der Geschichte des österr. Stromnetzes gibt es detailiertes Bild, was auf der Netzebene 6+7 tatsächlich los ist. Bisher sind alle 123 Netzbetreiber diesbezüglich im Blindflug unterwegs gewesen, bzw mussten sich mit synthetischen Lastprofilen herumschlagen. Auch wenn das keine Echtzeitsteuerung erlaubt, ist die 15min Auflösung (und täglicher Übertragung) ein sehr effizientes Mittel den (Verteilernetz)Netzausbau zu optimieren und neue Abrechnungsverfahren für flexible(re) Laststeuerung umzusetzen. Ich habe hier nur den Entwurf der Grundsatzverordnung zusammengefasst. Bitte bedenkt, daß mit dem ElWG auch die Grundlage für die neue TOR Messwesen gelegt wurde (kommt ebenfalls mit sehr viele Änderungen) und massive Auswirkungen auf den Betrieb von Speichern haben wird. Und zum drüberstreuen auch noch eine Entwicklung aus Brüssel. Man erwartet nächste Woche die Veröffentlichung des EU Electricity Action Plans, der das große politische Ziel hat, Strom für die Verbraucher in der EU billiger zu machen und damit den Wechsel von fossilen Lösungen zu Strom zu beschleunigen. Neben der Vorgabe/Empfehlung an die Mitgliedstaaten die Netzgebühren zu entlasten, steht auch im Entwurf eine Mwst Befreiung für Heimspeicher. Mal sehen, was dann alles im finalen Plan stehen wird. |
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Könnte man da nicht ein industrielles Äquivalent zum Shelly 3EM überall reinhängen? Der Trafo selber hat mit der Messung ja nichts zu tun. |
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Also was ich noch nicht so recht verstehe: Wenn doch die Daten von den Smartmetern vorliegen würde es doch reichen einfach +/- Zuschlag, sagen wir 20% zu rechnen und dann braucht man keine Daten vom Trafo selbst. Es wird doch sowieso größer dimensioniert um Ausfälle zu vermeiden. Ich meine jetzt Ortsnetztrafos und bewusst nicht alle Trafos. Die Trafos die eher Probleme machen könnten wären wohl eher welche beim Mittelspannungsnetz und höher oder eben bei Trafos an denen Großanlagen hängen obwohl die Trafos dort am Limit sein könnten. Aber alles was bei Privaten rein und rausgeht wird von den Smartmetern erfasst. Da müsste wirklich die Echtzeiterfassung vorhanden sein für organisatorische Zwecke damit der Netzbetreiber damit arbeiten kann, und zu Abrechnungszwecken die 15-Min-Werte. |
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Danke, für deine tieferen Analysen der ganzen Änderungen. Ich sehe an deinen Ausführungen aber eigentlich keinen Widerspruch zu meinen Aussagen. Bzgl. Akkudoktor: er hat auch offen erklärt, warum er solche Thumbnails verwendet, das ändert aber nichts an seinen Inhalten, die weit weg von "sensationalistisch" sind. Kenne wenige Youtuber, die eine höhere Integrität aufweisen. |
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Da ein Ortsnetztarfo bis zu 10 Niederspannungsabgänge und zuweilen mehr als einen Mittelspannungseingang hat, braucht es halt mehrere Sensoren um "das System"zu messen. Man muss bedenken, daß ein Netz nie ein statisches Gebilde ist und sich laufend verändert. Genau das war mein Punkt. Die Mittelspannungsebene und Hochspannungsebene ist bereits weitesgehend durchinstrumentalisiert, das was fehlt ist aufgrund der großen Stückzahl die Niederspannungsebene. Da VNBs in der Regel nicht nur wissen, an welchem Ortsnetztrafo ein Anschluss liegt, sondern auch an welcher Leitung eine Gruppe von Anschlüssen zu dem Trafo gehen, kann man (im Nachhinein) zum ersten Mal eine sehr umfassendes Bild der temporären und räumlichen Auslastung des Verteilernetzes in Österreich erreichen. Aus meiner Sicht sind diese Daten ein fundamentaler Gamechanger im österr. Energiemarkt. Ich wollte deinen Betrag nicht konterkarieren. Sorry, wenn das so rüberkam. Ich habe nur auf die Aussage "man muß einfach" reflektiert. Ich habe in den letzten Jahren gelernt, daß nichts im Strommarkt und bei den Netzen "einfach" ist. |
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Meine Worte 😜 |
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Die e-control wirbt für die Leistungsmessung. Der 1800 kwh Haushalt, der die 2kw nicht überschreitet, ist nur vielleicht nicht ganz repräsentativ... 🤪 https://help.orf.at/stories/3236466 |
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"Als Mindestleistung setzt die E-Control in den künftigen Netztarifen 2 kW an. Ab 10 kW verdoppelt sich der Leistungspreis. Für flexible Leistung, die der Netzbetreiber an bis zu acht Stunden pro Tag einschränken kann, reduziert sich der Leistungspreis auf 25 Prozent. Für diese flexible Netznutzung gibt es zwei Möglichkeiten, entweder der Kunde lässt sich vom Netzbetreiber regeln oder der Kunde sorgt in den entsprechenden Zeitfenstern selbst dafür, dass die bezogene Leistung nicht die garantierte Leistung übersteigt." Da gibts wieder 100 x ? Ab 10KW verdoppelt sich der Leistungspreis ist schonmal was. Jeder mit nem E-Auto und 11KW möööp. Flexible Leistungen soll der Kunde für sorgen. Kann er machen, dann darf der Netzbetreiber aber nicht auf den Wechselrichter zugreifen dürfen und den drosseln oder auf 0% stellen, weil man sonst die Leistung zwangsweise überschreitet. |
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Von der heutigen Veranstaltung der e-Control (Danke blue.id im PV forum) Morgen gibt es das ganze Deck
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Ich habe mal mein Daten vom letzten Jahr in eine Tabelle eingeklopft und verglichen Ohne irgendwas zu machen steigen die Netzengelte vom alten Modell auf das neue um 50%. Stelle ich auf 8 kW fix und den Rest auf flexible Leistung um, ist es fast gleich. Optimiere ich noch den WiNAP, dann bin ich leicht drunter Glätte ich mit den Batterien die Bezugsspitzen, bin ich deutlich drunter. Da ich viel Verbrauch hatte, ist die Auswirkung der neuen Tarifstruktur überschaubar. Bei Verbrauchern die bisher wenig brauchten, wird es vermutlich deutlicher zuschlagen. Ohne Batterien wird die manuelle "(Leistungs)Verbrauchsoptimierung" mühsam, mit Batterien ist es ein Softwareproblem (das gelöst werden kann). |
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Wäre es dann nicht wichtig wenn man sich im wels strom Portal nicht die kW anzeigen lassen kann. Ich sehe nur die KWh. |
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Niemand muss sein BEVBEV [Battery Electric Vehicle, Elektroauto] mit 11kW laden.... |
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Heißt für mich dass jeder der sich nicht damit beschäftigt und optimiert deutlich draufzahlt. Vor allem die ältere und nicht technikaffine Generation wird hier einfach deutlich draufzahlen. Opa kauft sich ein E-Auto, hat keine Ahnung und bekommt ne saftige Rechnung. Das Beispiel "E-Mobilität mit Verhaltensanpassung" ist ja wirklich aus der Praxis, wenn die ganzen Arbeitslosen zu Mittag ihren neuen E-Benz laden. Nächste Stufe: Ich speise 20kW Peak ein und soll dafür auch noch drauflegen. |
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Ist schon online https://www.e-control.at/veranstaltungen-aktuell/-/asset_publisher/9WSqAvRfkooo/content/fachveranstaltung-%25E2%2580%259Edie-grundsatzverordnung-als-basis-f%25C3%25BCr-eine-neue-netzentgeltstruktur-im-strombereich- |
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Tendenziell ja, aber 1) erfolgt der ramp-up über 3 Jahre 2) ist +20% Netzentgelt nicht die Welt 3) ist das verursachergerecht |
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Ich muss es zugeben, ich kann nur bedingt folgen. Das neue Vorgehen soll Spitzen vermeiden bzw. Netzdienlichkeit fördern. Aber was ist jetzt das Ziel? Soll ich dauerhaft unter 10kW bleiben? Oder wo liegt die (angestrebte) Grenze? Ist diese fließend oder gibt es Stufen? Umfasst Leistung sowohl Bezug als auch Einspeisung? Selbst wenn alles läuft, Backofen, Dampfgarer, Herd, Spülmaschine, bin ich vielleicht bei 3-4kW. Allenfalls die Wallbox auf Vollgas käme knapp dahin, aber im Sommer lass ich die Wallbox mit Überschuss laden, im Winter gemütlich die Nacht durch. Bei der Einspeisung bin auch so maximal bei 5 oder 6kW bei strahlendem Sonnenschein und keinem Abnehmer. Mit meinem Speicher kann ich ein wenig peak shaving machen, aber der ist schnell voll mit 10kWh. Sorry für die Fragen, aber das habe ich hier jetzt nirgends rausgelesen... oder ich habe falsch geschaut. |
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Ist vielleicht kein Trost aber bei Wiener Netze und Netz Niederösterreich kann man sich die Leistung schon des längeren einblenden lassen. Bei Nerz NÖ ist das gutsichtbar. Bei Wiener Netzen gibt es das nur in der Tagesansicht. Und man muss das eigens einblenden. Vielleicht hast Du es deswegen nicht gesehen? |
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Leistungspreis bis 10 kW: 33,82 EUR/kW/Jahr; ab 10 kW: 67,64 EUR/kW/Jahr (doppelte Stufe) |
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Bei flexibler Entnahme: "der Kunde lässt sich vom Netzbetreiber regeln" - was passiert, wenn ich die Grenze zB 5 kw überschreite? Geht dann die wärmepumpe aus? |
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Gilt dieser Leistungspreis von 33,82 € pro kW pro Jahr nur für den Bezug oder auch für die Einspeisung? Einspeisung wäre extrem heftig weil dann quasi jeder PV Anlagenbesitzer von April bis Oktober für seinen Anlagenpeak bezahlen müsste. In irgendeinem 15 Min Fenster erreicht er den sicher. |
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Im Sommer zu Mittag wäre es hilfreich Das ist immer so, wenn etwas komplizierter wird. Das Opa/eAuto Beispiel fällt aus meiner Sicht in eine andere Kategorie versus den Haushalten mit jenen Bestandsinstallationen wie Durchlauferhitzer. Solange die erwartete Flexibilitässteuerung bei den Verbrauchern durch Menschen erfolgen muß, wird das nicht skalieren. Für eine automatisierte Umsetzung der Netzsignale braucht es jedoch eine standardisierte Schnittstelle von den Netzbetreibern, um den sich ein ganzer kommerzieller Flexibilitäts Markt aufbauen kann. Beispielweise: Haushalt ohne PV, die nur eine intelligente Batterie mit Smartmeter zum Peakshaving neben dem Zählerkasten stehen haben. Mit Direktanschluß am Zählerkasten, daß ein paar kW fließen können. Einspeisung wird nicht verrechnet (siehe Diskussion zum ElWG letztes Jahr) Bezugsseitig ist das Ziel, daß: 1) die Verbraucher einerseits stetiger das Netz als "allgemeines Gut" belasten, damit die Auslastung des Netzes steigt. Höhere Auslastung bedeuted höherer Nutzen für die Investition, somit geringere Netzausbaukosten . 2) Mit SNAP und WiNAP und felxible Anschlüsse Preissignale existieren, damit Vebraucher im Rahmen ihre Absichten und Möglichkeiten netzdienlich (= günstiger) ihre Verbräuche steuern können. 3) Wir erst am Beginn der massiven Elektrifizierung unseres Landes sind, da die bisherigen Energieverbraucher von fossiler Grundlage auf Strom umgestellt werden müssen. Der Primärenergieverbrauch ist ein vielfaches des derzeitigen Stromangebotes (Primärenergie hat einen schlechten Wirkungsgrad, also muß nicht 1:1 ersetzt werden, aber es muß mehr Strom werden, somit mehr Netzinvestitionen) Da scheint es zwei Varianten zu geben. Einmal daß auf NE7 2 fixe Zeitfenster von jeweils mindestens 4 Stunden definiert werden, indenen man die zugesagte flexible Leistung nicht verwenden darf. In den Folien von eControl scheinen 6-10 Uhr und 18-22 Uhr auf. Alternativ kann der Netzbetreiber dem Verbraucher ein dynamisches Signal bis um 6 Uhr schicken, welche Zeitfenster am Folgetag "gesperrt" sind. Der Vorteil der flexiblen Tarife. Die Leistung wird nur zu 25% des normalen Tarifs verrechnet, also 1/8 des höheren Tarifs wenn man mal über seinem Limit ist. Ist man über seinen Limit wird dieser Teil der drüber ist als "Straftarif" verrechnet (doppelter Leistungspreis). Kommt das öfters vor, muß die Bezugsleistung der Anlage erhöht werden (kostenpflichtig). Einspeisen wird nicht verrechnet. |
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