Systemnutzungsentgelte - Grundsatzverordnung (ab Jan 2027) - Seite 3
3.7.
-11.8.2026
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Das sehe ich ebenso. Wobei ich auch kleine Speicher als sinnvolle Maßnahme erachten würde. Auch kleine Speicher könnten lokal dafür sorgen, Trafos zu entlasten und daher einen Ausbau sinnvoll zu verschieben. So muss nicht in jedem Dorf der Trafo getauscht werden. Aber auch das wird sich in Zukunft bestimmt zwangsweise ergeben. Die Zeiten in denen die ÖMAG dann am Tag noch Geld an private PV-Anlagenbesitzer ausschüttet sind gezählt. Dann wird man zwangsweise einen Akku kaufen um den Strom nachts zu verkaufen. Fraglich ob es dann kompliziert wird mit dem Herkunftsnachweis, dass man also nur seinen erzeugten Strom verkaufen darf und nicht vorher gekauften. |
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Hallo PVAndyE, hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Systemnutzungsentgelte - Grundsatzverordnung (ab Jan 2027) |
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Meiner Meinung nach hat eine Novelle des EAG derzeit den größten Hebel bei der Reduzierung der Netzausbaukosten. Es muss beim Ömag Marktpreis der Anreiz geschaffen werden in Zeiten negativer Preise abzuregeln. |
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Bedeutet private PV-Besitzer sollen nichts mehr ins Netz einspeisen und der Strom soll lieber von den gewerblichen PV-Anlagen der EVUs kommen? |
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Ich glaube nicht das die privaten Erzeuger für den geplanten Netzausbau schuldig sind. Und wenn man hört das das Rechenzentrum von Google mehr Strom brauchen wird als alle OÖ Privathaushalte zusammen, dann wird man froh sein wenn genügend Strom im Netz ist. Und vom Lichtbogen Hochofen der Voest rede ich noch gar nicht. Aber das ist nur meine Meinung. |
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Das ist für ein EVU ein wünschenswertes Ziel. Ganz rational betrachtet.... |
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Gewerbliche PV-Anlagen von EVUs regeln alle bei negativen Preisen ab. Es macht volkswirtschaftlich einfach keinen Sinn einzuspeisen und dann jemanden dafür zu bezahlen dass er den Strom abnimmt. Ich sag ja nicht dass die Einspeisevergütung über Ömag insgesamt verschlechtert werden sollte, die Ömag könnte dafür in Zeiten positiver Preise mehr auszahlen... |
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Meine persönliche Meinung ist dass sich das mit der zunehmenden Verbreitung der mobilen Batterien (vulgo E-Auto), den immer günstiger werdenden stationären Batterien, insbesondere der steckerfertigen, und der doch jetzt dann mal langsam kommenden V2H ohnedies bald einpendeln wird. Zudem Tagesverbraucher wie Klimaanlagen, die mehr werden und zunehmendes Resilienzdenken mit der Batterie als Backup für alle Fälle, ... Wirklich negative Strompreise werden ohnedies schon immer weniger. Meist schlagt es bei Null auf und bleibt dort. Da sieht man meiner Meinung nach dass in den letzten Jahren sich die Marktdynamik ohnehin schon geändert hat. Aber wie gesagt. Just my 2cts |
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Ja. Könnte. Andersherum natürlich genauso. Man KÖNNTE, weil hier geht es doch auch um Netzentgelte, Gebühren für die Einspeisung machen. Dann wären eben zu den SNAP Zeiten die Einspeisung mit 10ct Netzgebühren (Strafe) belegt und Bezug wäre für 0ct Netzgebühren. Und wenn nachts wenig vorhanden ist kostet das Einspeisen 0ct und die Entnahme kostet 10ct. Und ein großer Teil der von der ÖMAG bezahlten Anlagen sind wohl eher kleinere Privatanlagen, dafür jedoch viele. Die entlasten das Nah-Netz bis zum Trafo oder ggf. im Mittelspannungsnetz. Was auch bei EEG und P2P erkannt wird und mit Netzkostensenkungen belegt ist (jetzt momentan bei Energiegemeinschaften). Ferner ist einem bewusst, dass die kleinen Einspeiseanlagen eher entlasten als belasten. Mit dem o.g. würden die Leute selber gucken, dass die Anlage eine bestimmte Größe nicht überschreitet, zur Mittagszeit Nulleinspeisung macht, oder mit einem Akku arbeiten. ABER: Das müsste dann für ALLE Stromerzeuger gelten. Und nicht nur für PV. JEDER Strom ist also mittags übrig. Nicht nur PV-Strom. Soll doch jeder Akkus kaufen oder nichts für seinen Strom bekommen. Das wäre fair. |
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Nur wenn dann Mittags jeder auf 0-Einspeisung stellt springen Mittags wieder die Gaskraftwerke an oder? :D Die Preise sind ja nur negativ weils zuviel PV gibt. Aber einen gewissen PV-Anteil brauchst du schon um ausreichend Strom im Netz zu haben. Wie löst du das? |
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Einfach nicht auf Null regeln. Sondern so, wie es benötigt wird. |
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So wie es bei Energiegemeinschaften gemacht wird. Bis zum Trafo ein Preis, bis zum Mittelspannungsnetz ein Preis. Intern ein Preis. Je weniger Infrastruktur genutzt wird, umso günstiger die Tarife. Wenn also der Strom einer Gemeinde zu 100% von den Anlagen innerhalb der Gemeinde gedeckt wird, dann ist jener Strom zu bevorzugen gegenüber von Strom, welcher beispielsweise von einer PV-Freiflächenanlage mit Mittelspannungsnetz-Anschluss kommt. Abgeregelt werden dann nicht alle Anlagen oder gedrosselt, sondern jene Anlage, die für das Netz schädlicher ist. Ich wage zu behaupten, dass werden nur extrem wenige private Anlagen sein, die schlechter wären. Beispielsweise wenn sehr viel über einen Trafo eingespeist wird weil punktuell soviele große PV-Anlagen hätten. Da sind wir bei PVandyE und der momentanen umstrukturierung. Man ist dran. Ob man das so umsetzt, glaube ich nicht. Immerhin gehören die EVUs den Netzbetreibern und dem Land und.... alle allen. Das wäre nicht "fair" gegenüber ALLEN Stromerzeugern. Der Effekt wäre auch nachts mit Speichern. Wenn beispielsweise in einer Gemeinde dann der Strom aus lokalen Akkus käme, wird auch hier das Netz entlastet. Es müsste Anreize dafür geben. Sind diese Akkus sowieso schon einmal da, kann man damit dann den Vebrauch glätten. |
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Ich glaube, dass man sich das alles viel zu leicht vorstellt, als es in Wirklichkeit (kurz/mittelfristig) realisierbar wäre (sind wir wieder bei der fehlenden Digitalisierung) Es gibt auch ein Video vom Akkudoktor darüber (bzw. auf Grund von Studien/Experten) was am Netzausbau gespart werden könnte, wenn man nur genau wüsste "was im Netz los ist". |
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Der redet aber vom Digitalisierungsdesaster in D - da sind wir Gott sei Dank weit besser aufgestellt! |
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Weit besser ist aber wohl maßlos übertrieben, wo stehen wir soviel besser da, außer der SM Ausrollung? |
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Wenn jetzt ein jeder von 4KW Bezugsrecht auf 10KW umgestellt wird, muss dann auch die Einspeisebegrenzung von nur 4KW fallen? |
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frage mich eher ob die paar wenigen, die sich teuer mehr bezugsleistung gekauft haben diese dann refundiert bekommen wenn der rest von österreich das geschenkt bekommt... |
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Hat man bisher nicht erst ab 15kW dazukaufen müssen? |
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Genau das würde mich auch interessieren 😉 |
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Die Beharrungskräfte der Energiewirtschaft sind in Deutschland viel ausgeprägter. Als einziges Land in der EU haben sie es sogar geschafft, dem Gesetzgeber einzureden, daß für das auslesen, betreiben und abrechnen der Smartmeterwerte nicht der Netzbetreiber zuständig ist, sondern eine eigene Marktrolle "Messstellenbetreiber" eingeführt wurde. Die Konsequenz: 3% Ausrollrate der "intelligente Messysteme" nach 20 Jahren und ein endloses Kompetenzgerangel wer für was zuständig ist. Dazu kommt noch eine freiwillige Komplexitätsmaschinerie, in der alles Digitale sofort stecken bleibt. Beispiel des aktuellen Standes der Umsetzung der EU Verordnung aus dem Jahr 2019 zum Thema Energiegemeinschaften bzw. Energy Sharing: Das lokale Gesetz ist jetzt mit 1. Juni 2026 formal in Kraft getreten und kein einziger der 866 Verteilnetzbetreiber ist in der Lage, das in der IT umzusetzen. Dazu kommt, daß die Bundesnetzagentur die Verteilnetzbetreiber nicht in der Verpflichtung sieht, sondern eine neue Marktrolle dafür als Dienstleister notwendig ist, der die Stromabzählung, -zuordnung, -abrechnung und energierechtlichen Aufgaben als Energieversorger für diese Energysharing Kunden wahrnehmen muß. Es wird sogar diskutiert, ob in einer EG mehr als eine Erzeugeranlage vorhanden sein darf, da dies die Abrechnung mit den bestehenden Systemen de-facto unmöglich macht. Kein Wunder, daß die geplanten Netzausbaukosten in Deutschland pro Einwohner ca. 3x soviel wie im EU Schnitt kosten (7.500 Euro vs. 2.500 Euro). Tu felix Austria |
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Das ist eine gute Frage und ich habe keinen Hinweis dazu in dem Entwurf gefunden. Auch eine gute Frage. Ebenfalls kein Hinweis im Text. Wäre es ein "fairer" Lösungsweg, daß die dazugekauften kW auf die 10 kW draufgeschlagen werden ? Also wenn ein Verbraucher in der Vergangenheit zu seinen 4 kW Bezugsrecht noch 3 kW dazugekauft hatte, daß er dann "Anspurch" auf 13 kW hat (sofern er das will, da die Grundgebühr dann 2,6 kW ausmachen würde) |
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Ich habe mir früher gerne Videos von Andreas Schmitz angesehen (mittlerweile nicht mehr, da er mir zu "sensationalistisch" geworden ist). Um im Netz zu wissen was los ist, müssten in Österreich 80.000 und in Deutschland 900.000 Ortstrafos getauscht werden. Bei den aktuellen Lieferzeiten ein Prozess, der 10-20 Jahre dauern wird. Dazu kommt, daß das Netz vor allem auf der Mittelspannungs und Hochspannungsebene laufend umgebaut und adaptiert wird und damit kein statisches Bild vorhanden ist. Leitungen werden repariert, Trafos ausgetauscht, Netzverbindungen umgehängt, mit Phasenschiebertrafos Leistungsflüsse den Mustern angepasst. Dazu kommt noch das unplanbare Verhalten der Erzeuger und Verbraucher an den diversen Strom- und Regelenergie Börsen . Das wir in Österreich zum 1. April endlich den Wechsel von Opt-in zu Opt-out bei den 15min Auslesewerte aller Smartmeter geschafft haben, kann in seiner Bedeutung gar nicht hoch genug angesetzt werden. Zum ersten Mal in der Geschichte des österr. Stromnetzes gibt es detailiertes Bild, was auf der Netzebene 6+7 tatsächlich los ist. Bisher sind alle 123 Netzbetreiber diesbezüglich im Blindflug unterwegs gewesen, bzw mussten sich mit synthetischen Lastprofilen herumschlagen. Auch wenn das keine Echtzeitsteuerung erlaubt, ist die 15min Auflösung (und täglicher Übertragung) ein sehr effizientes Mittel den (Verteilernetz)Netzausbau zu optimieren und neue Abrechnungsverfahren für flexible(re) Laststeuerung umzusetzen. Ich habe hier nur den Entwurf der Grundsatzverordnung zusammengefasst. Bitte bedenkt, daß mit dem ElWG auch die Grundlage für die neue TOR Messwesen gelegt wurde (kommt ebenfalls mit sehr viele Änderungen) und massive Auswirkungen auf den Betrieb von Speichern haben wird. Und zum drüberstreuen auch noch eine Entwicklung aus Brüssel. Man erwartet nächste Woche die Veröffentlichung des EU Electricity Action Plans, der das große politische Ziel hat, Strom für die Verbraucher in der EU billiger zu machen und damit den Wechsel von fossilen Lösungen zu Strom zu beschleunigen. Neben der Vorgabe/Empfehlung an die Mitgliedstaaten die Netzgebühren zu entlasten, steht auch im Entwurf eine Mwst Befreiung für Heimspeicher. Mal sehen, was dann alles im finalen Plan stehen wird. |
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