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Kosten der Elektromobilität im laufenden Betrieb - Hardfacts

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  •  Miike
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
2.2.2019 - 29.1.2023
735 Antworten | 54 Autoren 735
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Ich bin seit November 2018 mit einem BMW i3s unterwegs und habe im Folgenden vor, Kostenunterschiede aufzuzeigen und werde diese anhand tatsächlich angefallender Kosten dokumentieren. 

Die Rechnung beinhaltet keine Anschaffungskosten. Ebenso findet man auch keine Reifen oder Haftpflicht-/Kaskoversicherung, weil ich diese Dinge sowohl beim Verbrenner als auch beim BEV benötige. 

Mir geht es im folgenden Faden darum, zu evaluieren, wieviel man sich im laufenden Betrieb mit einem BEV spart. Um in Folge ein Resümee ziehen zu können, wieviel teurer ein E-Auto in der Anschaffung sein darf.

Ich möchte wie folgt eine möglichst genau Kostendifferenz des laufendes Betriebs ermitteln und lasse dazu eine Schattenrechnung mit einem gleichwertig leistungsstarken Diesel mitlaufen:




Desto mehr Monate und Jahre vergehen, desto genauer wird der Wert "Ersparnis Mittelwert p.M." und umso genauer die Hochrechnung auf die ersten 7 bzw. 10 Betiebsjahre. Die beiden Werte stellen dann erst den Konnex her zu den Anschaffungskosten eines BEV. Die Einsparungen über die Jahre summiert zeigen dann wieviel teurer (m)ein E-Auto maximal in der Anschaffung sein darf um in Anbetracht der TCO (Total cost of ownership) trotzdem die Nase vorne zu haben.  

Zum Punkt Service Mehrkosten in der Schattenrechnung:

Ein Verbrenner verursacht einen höheren Wartungsausfwand, zB für:

- Motoröl-Wechsel, Kraftstofffilter, Luftfilter, Zündkerzen, Bremsbeläge, Bremsscheiben, Kühlmittel, Bremsflüssigkeit, Zahnriemen, Wasserpumpe…
- Dazu können dann noch unkalkulierbare Probleme mit Steuerketten, Automatikgetrieben, Defekte am Kühler, der Kupplung, ein rostiger Auspuff oder möglicherweise auch Folgeprobleme von Softwareupdates auftreten.
- Nicht auszuschließen sind auch auftretende Probleme bei der neuerdings sehr aufwendigen Abgasnachbehandlung.

Um hier keine große Diskussion loszutreten, gelte ich diese Dinge in der Schattenrechnung mit einem Mehraufwand von 240,- Euro im 1. Jahr für den Verbrenner ab und gehe davon aus, dass es im Wesentlichen bei 1 Ölwechsel bleibt.  

Generell unberücksichtigt bleiben:

- Etwaige Einsparungen bei Parkgebühren. Für ein Parkhaus zahlt man bei uns 60,- Euro monatlich. Wogegen ich mein BEV in unserer Bezirkshauptstadt mein überall kostenlos abstellen darf.
- Ebenso unberücksichtigt bleiben die tatsächlich höheren Rabatte die Versicherungen bei E-Autos auf Haftpflicht- und Kaskoteil gewähren.
- Etwaiger Harnstoffverbrauch (AdBlue) bei einem neuen Diesel wurde von mir ebenfalls außen vor gelassen.  

Ich habe vor zumindest 7 Jahre mit dem Auto zu fahren. Also etwa 200.000km.

  •  MalcolmX
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
6.12.2022 ( #321)
Speziell unser Frontkratzerkombi frisst die Vorderreifen. Da kauf ich eigentlich jedes Jahr mindestens 2 Winterreifen nach. Wir fahren aber auch insgesamt recht viel beruflich... Bei uns sind beide Autos zusammen im Jahr bei 60k km...

  •  rocco81
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
6.12.2022 ( #322)
Mein alter Diesel Kombi hatte auch recht hohen Reifenverschleiß. Unser Bus ist da wesentlich genügsamer. Beide 2L Diesel ca. 115Ps Handschalter. Der Bus ist schwerer. Immer Markenreifen.
Entweder macht es die sportlichere Abstimmung des Kombi, oder Transporterreifen sind einfach langlebiger.
Der alte Leaf hatte wenig Reifenverschleiß, der neue mit mehr Power an der Vorderachse, dürfte nicht viel schlechter sein. Bei 90tkm hat der jetzt 8 Reifen verbraucht.

  •  Miike
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
6.12.2022 ( #323)
Ich hab gestern mal meine Fornius Komponenten (WR, SM, Wattpilot) mit der neuesten Software aktualisiert und den Wattpilot zum System hinzugefügt. Und siehe da, Fronius schafft zwischenzeitlich eine brauchbare Visualisierung und es lässt sich gut nachverfolgen wieviel überschüssiger Strom über den Wattpilot ins E-Auto gefördert wurde.

Seit Q3 habe ich den Wattpilot und meine erweiterte PV-Anlage in Betrieb. Juli bis August konnte ich 3.980km oder 75% der gesamt gefahrenen KM mit selbst produziertem Strom zurücklegen.



September - dessen Werte im Median der Jahresgesamtwerte stehen - im Detail:



Ich schätze über das Jahr gesehen schaff ich es von 10.000 gefahrenen Kilometern etwa 6.000 durch selbst produzierten Strom direkt decken zu können. 

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  •  MalcolmX
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
6.12.2022 ( #324)
Bin beim Ioniq5 jetzt auch schon gespannt,  zumal die Reifen schon etwas teuer sind... 

  •  Supapeda
  •   Silber-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und sehr viele Beiträge geschrieben.
6.12.2022 ( #325)
Zum Vergleich die Kosten für den Bremsentausch eines VW Tiguan 2018, Scheiben und Klötze hinten und vorne bei der Vertragswerkstatt 1800€
Ein Auto in der Familie, aber ich habe zu spät die Info bekommen um den Wagen in die freie Werkstätte zu lotsen.
Dennoch helfen solche Fälle zum Umdenken auf E Autos

  •  Miike
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
7.12.2022 ( #326)
Ich habe die vorderen Bremsen nun beim Händler begutachten lassen. Deren Aussage nach schaff ich wohl noch 4-6k KM und dann muss getauscht werden. Auch die Scheibe wegen Rost. 

Hab mal bei goingelectric schnell quer gelesen und offensichtlich ist das vor 100.000km keine Seltenheit beim i3. 

Materialkosten lt. online Recherche etwa € 150,- (Brembo).

Bin dann unabhängig der geringen Kosten trotzdem enttäuscht, dass die Bremsen beim i3 nicht mehr hergeben.

  •  MalcolmX
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
7.12.2022 ( #327)
Bremen heißt nix bei den Verschleißteilen... würde auf TRW oder Ate setzen.
Mit Brembo bin ich 2 Mal schon voll eingefahren...

  •  Miike
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
7.12.2022 ( #328)
Ok danke. Ate oder Bosch hat mir der Mechaniker meines Vertrauens empfohlen.

edit: wobei Brembo angeblich- liest man auch bei GE - sehr bemüht ist hinsichtlich Entwicklung (Rücksicht auf OPD) von EV Bremskomponenten.

https://www.brembo.com/de/company/news/neue-brembo-beyond-ev-kit-ausgezeichnet-fur-mechanische-komponenten

  •  Miike
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
28.12.2022 ( #329)


Miike schrieb: Bin dann unabhängig der geringen Kosten trotzdem enttäuscht, dass die Bremsen beim i3 nicht mehr hergeben.

Kurzer Nachtrag. Bei der Meldung des i3 - wonach die vorderen Bremsbeläge zu Tauschen sind - ist nicht korrekt. Etwas enttäuschend von BMW, offensichtlich ist die Software darauf parametiert, die Mechanikerstunden zu maximieren. 

Hatte das Auto gestern auf der Hebebühne und wir haben uns Scheiben und Beläge auch von innen angesehen. Fazit: Gut ein Drittel der Beläge ist noch da, die Scheibe ist zwar im äußeren Bereich leicht angerostet aber nicht wirklich schlimm. Einfache Rechnung, rd. 95T km mit 2/3 der Belege, bedeutet dass ich noch 20-30T km weiterfahren kann. Bei den hinteren Klötzen fehlen übrigens gerade mal ein paar Millimeter. 

Die Software von BMW dürfte da hauptsächlich mit der Laufleistung rechnen. Ich bin mal konsequent knapp 100km ohne einem einzigen Bremsvorgang gefahren und hab beobachtet, dass der Zähler "Wechsel der Bremsbelege vorne in xxx km" trotz stupide die Anzahl der gefahrenen Kilometer runtergezählt hat. 




  •  MalcolmX
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
28.12.2022 ( #330)
Kleiner Klugscheissermodus: wenn du auf 95k km ca 2/3 verbraucht hast, kannst wahrscheinlich sogar noch ca 45-50k km fahren 😆

  •  Miike
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
28.12.2022 ( #331)
Wir wollen ja auf der vorsichtigen Seite bleiben 🧐

  •  ChrisBerg
28.12.2022 ( #332)
Das mit dem Laufleistungssensor hab ich schon ganz am Anfang geschrieben, da ich selber BMW lange gefahren bin. Finde es auch eine Frechheit, aber gut, am Ende schaut man doch selber drauf ob tatsächlich ein Wechsel nötig ist. Ich möchte aber nicht wissen wieviel Leute da gar nichts mehr nachprüfen und die quasi noch fast neuen Dinger einfach wechseln lassen, nur weil es im BC so angeführt ist das ein Wechsel nötig sei...

  •  Miike
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
28.12.2022 ( #333)


ChrisBerg schrieb: Das mit dem Laufleistungssensor hab ich schon ganz am Anfang geschrieben

👍

Was weiters ärgerlich ist, BMW lässt hier offensichtlich keinen Reset der Servicmeldung im Menü zu. Also darf ich anscheinend täglich, bis zum tatsächlichen Wechsel der Bremsen, den Servicehinweis quittieren. 

Was ich so gelesen habe kann man die Meldung erst löschen, wenn die Sensoren (ergo die Bremsanlage) getauscht wurden. Oder bin ich hier noch nicht vollumfänglich informiert?

  •  ChrisBerg
28.12.2022 ( #334)


Miike schrieb:

──────
ChrisBerg schrieb: Das mit dem Laufleistungssensor hab ich schon ganz am Anfang geschrieben
───────────────

👍

Was weiters ärgerlich ist, BMW lässt hier offensichtlich keinen Reset der Servicmeldung im Menü zu. Also darf ich anscheinend täglich, bis zum tatsächlichen Wechsel der Bremsen, den Servicehinweis quittieren. 

Was ich so gelesen habe kann man die Meldung erst löschen, wenn die Sensoren (ergo die Bremsanlage) getauscht wurden. Oder bin ich hier noch nicht vollumfänglich informiert?

Es ist zwar 3 Jahre her wo ich mein letzten BMW hatte, aber ich bilde mir ein das man es sehr wohl auch vorher reseten kann. Kann aber auch sein das sich da einiges getan hat und dies gesperrt wurde .


  •  Miike
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
28.12.2022 ( #335)
Meinem Informationsstand nach ist es so, dass ein Reset nicht mehr möglich ist wenn der Zähler mal auf "null" und darunter ("minus") gefallen ist. Möglichwerweise kann es der Händler, dort werde ich aber bestimmt nicht vorstellig. 

  •  rocco81
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
28.12.2022 ( #336)
Etwas peinlich für VW aber zum Schmunzeln ein kleines Software Ups aus vergangenen Tagen:
https://www.goingelectric.de/forum/viewtopic.php?t=15325

Somit ist auch klar dass beim modernen Verbrenner nicht wie oft behauptet die Motorölquallität mittels Sensor gemessen wird. 

  •  ck
28.12.2022 ( #337)


rocco81 schrieb:

Etwas peinlich für VW aber zum Schmunzeln ein kleines Software Ups aus vergangenen Tagen:
https://www.goingelectric.de/forum/viewtopic.php?t=15325

Somit ist auch klar dass beim modernen Verbrenner nicht wie oft behauptet die Motorölquallität mittels Sensor gemessen wird.

Das ist von einem 2015 eGolf, bei meinem 2019er tritt der Bug nicht mehr auf.


  •  rocco81
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
28.12.2022 ( #338)


Miike schrieb: Meinem Informationsstand nach ist es so, dass ein Reset nicht mehr möglich ist wenn der Zähler mal auf "null" und darunter ("minus") gefallen ist. Möglichwerweise kann es der Händler,

Versuche es mal mit einem OBD Bluetooth Dongle + Handyapp. Kostet 15€ und damit kannst auch den Akku auslesen. Ich habe das Dingens immer im Handschuhfach des Langstreckenbombers. Dessen DPF macht bei zu wenig Langstrecke immer wieder mal zu. Dann kann ich wenigstens den Fehler selbst quittieren und dann ab auf die Autobahn zum freibrennen. 


  •  dyarne
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
28.12.2022 ( #339)


rocco81 schrieb: Etwas peinlich für VW aber zum Schmunzeln ein kleines Software Ups aus vergangenen Tagen:

hier der e-tron...







  •  Miike
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
29.12.2022 ( #340)


rocco81 schrieb: Versuche es mal mit einem OBD Bluetooth Dongle + Handyapp. Kostet 15€ und damit kannst auch den Akku auslesen.

Danke für den Tipp 👍 Kannst du eine App empfehlen? OBD Dongle gibts ja auch einige... da ist es vermutlich egal welchen man nimmt?


  •  Miike
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
29.12.2022 ( #341)


dyarne schrieb: hier der e-tron...


rocco81 schrieb: Somit ist auch klar dass beim modernen Verbrenner nicht wie oft behauptet die Motorölquallität mittels Sensor gemessen wird.

Die Hinweise sind schon wichtig, damit der Kunde am Ende nicht vergisst zu zahlen. 



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