Etwas Geld auf der Kante, was damit machen? - Seite 12
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was ziehst du persönlich für Konsequenzen? |
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... die Stopps nachziehen. Es ist halt auch so, dass bewertungsseitig der Markt sehr differenziert ist. Gerade in den USA sieht man das ganz gut. Da ist das erwartete Gewinnwachstum/Aktie bei den "kleinen" Titeln (mehrheitlich repräsentiert z.B. im Russell 2000) deutlich höher als bei den "großen" Werten - währenddessen die Kleinen weitaus weniger starkt performt haben bislang. Der Großteil der veranlagten Gelder und auch der mediale Fokus in den USA liegt halt auf den bekannten, großen Werten - so machen die 10 größten US-Aktien etwas mehr als 40% der US-Börsenkapitalisierung aus (bzw. NVIDIA machte mit einer Börsenkapitalisierung von zwischenzeitlich USD 5 Bio. alleine schon etwa 60% mehr aus, als alle Deutschen Aktien zusammen). Insofern kann man mit wesentlich kleinerem Volumen die "kleinen" Werte auch merkbar bewegen. Ich persönlich glaube jetzt nicht an den "großen Knall" (Geopolitik natürlich außen vor) - eine Zeit lang denke ich, wird das schon noch irgendwie funktionieren. Hängt natürlich auch von der weiteren Liquiditätsversorgung in den USA ab. Nachdem auch die letzte Zinssenkung des FED keinerlei Auswirkung auf die Langfristzinsen hatte, deutet einiges darauf hin, dass die Zinskurve steil bleibt (bzw. angesichts der Verschuldung steiler wird). Bereits im Herbst 2025 musste das FED über diverse REPO-Liquiditätsspritzen 100 Mrd. in den Markt pumpen plus dem Kauf von 40 Mrd. USD Treasury Bills (= kurzfristige US-Staatsanleihen) im Dezember, um die schwindende Liquidität im US-Finanzsystem aufrechtzuerhalten (somit Quantitative Easing eigentlich). Wird spannend bleiben - Vorsicht und aktives Risikomanagement ist meiner Ansicht jedenfalls geboten. |
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Was würdest du mir für mein oben genanntes Portfolio raten (natürlich weiß ich, dass es nur deine private Meinung ist und ich interpretiere es nicht als Anlageempfehlung...) |
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Nicht nur, auch die ETFs haben in der Kombination keinen Mehrwert. Beim Gold ist es dafür andersrum, die 100g kannst nicht zersägen, damit hast 12% vom Portfolio die unteilbar sind, das passt nicht zur sonstigen Kleinteiligkeit. Alles nicht tragisch, aber ginge auch deutlich einfacher und etwas billiger mit dem selben Effekt. Zum Risikomanagement müsste man halt wissen was Deine Risikotragfähigkeit ist. Aktuell wären wohl etwa 40k Verlust kurzfristig möglich (im worst Case natürlich nicht mehr). Wenn das für Dich tragbar ist und keine schlaflosen Nächte bereitet, dann ist alles gut. Wenn Du bereits bei 10k Minus nervös wirst sieht es anders aus. |
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Hallo radmutter, hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Etwas Geld auf der Kante, was damit machen? |
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Das ist bei einem langfristigen Aufwärtstrend überhaupt nichts Ungewöhnliches. Es gibt sehr regelmäßig neue Allzeithochs... |
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das habe ich auch nicht für den "Notfall" gekauft sondern als Anlageobjekt, von daher passt das für mich so. 40k Verlust sind fast 40% vom gesamten Depot, da wäre ich natürlich nicht mehr entspannt, klar. Also was soll man hier ändern, da müsste man ja trotzdem wieder alles rausnehmen und bei 2 % liegen lassen... |
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Bitte schau dir die Grafik und dazugehörige Beschreibung nochmal genauer an. |
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Wenn du valuations im Vergleich zu earnings anschaust, dann sind wir aktuell sehr unauffällig und das war schon viel,viel höher. Aber wenn du lieber Crashpanik schieben willst, dann mach halt... |
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Einfach an die eigene Risikotragfähigkeit anpassen. Redet ja niemand von "alles rausnehmen", außer man will jegliche Verluste komplett ausschließen. |
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Wer aus Angst vor Volatilität / potentiellen Verlusten gar nicht investiert, entscheidet sich für garantierte Verluste durch Inflation. Die Option „jegliche Verluste ausschließen“ gibt‘s also gar nicht. Man hat nur die Wahl zwischen: garantierten (schleichenden) Verlusten (reines Sparen) einerseits und Investieren mit Verlust- und Gewinnchance ( je nach Art des Investments überwiegt die Wahrscheinlichkeit für eines von beidem) andererseits. Mit Einzelaktien würde ich z.B. gar nicht herumspielen weil‘s da ein ganz reales Komplettausfallsrisiko gibt, das immer mal wieder schlagend wird. Vorallen bei langfristigem Investmenthorizont. Und auf Gas würde ich auch nicht spekulieren wollen, vorallem in einer Zeit in der es immer mehr Alternativen zu Gas gibt. |
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ABER, ich möchte hier noch einhaken. Du schreibst ja von 40k Verlusten aushalten. In meinem Portfolio befinden sich 46k ETF, 8k Aktien, 5k Crypto (in Summe 59k) hier wäre ich nicht von einem potentiellen 40k Risiko ausgehen, von einem 10 k Risiko jedoch schon. |
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Ganz so dramatisch ist es nicht, mit sicheren Anlagen lässt sich nach KESt zumindest der großteil der Inflationsrate verdienen, da reicht dann ein relativ geringer Risikoanteil um mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit real und nach Steuer eine schwarze Null zu erreichen. Aber grundsätzlich ist die Überlegung natürlich richtig, wenn der Zeithorizont lang genug ist. Kurzfristig sieht es halt anders aus und wer kurzfristige Schwankungen, warum auch immer, nicht aushält kann nur das Risiko reduzieren selbst wenn das reale Entwertung bedeutet. |
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@equity: das würde mich auch näher interessieren, wie du auf 40K Verlust in dieser tabellarischen Aufstellung kommst. |
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ETF's auf Industriemetallte gibt es laut Internetrecherche nicht, da scheinbar die UCITS‑Regeln einen reinen Industriemetall‑Index nicht zulassen (ETF -> Fonds, Vorteil - und Auflage - breite Streuung, Sondervermögen) Wenn dann nur über ETC's (Exchange Traded Commodities) als direkter Rohstoffhebel. Da könntest dann auch einzelne Rohstoffe handeln. Ach, alles ein wenig schwierig ... |
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Naja, die ETFs können schon mal 50% runtergehen. Bei den Einzelaktien und Cryptos kannst tlw. noch mehr bei einem heftigen Crash ansetzen. Gold ist auch eine recht volatile Anlage. Wenn man sich die Korrelation der verschiedenen Anlageklassen ansieht, sind im Worst-Case 30-40k Verlust durchaus realistisch. Trifft natürlich nur zu, wenn ich genau dann das Geld brauche oder nervös werde und rausnehme etc. |
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Das ist mir natürlich klar und habe darauf schon vor einiger Zeit darauf hingewiesen. Radmutter hat aber "nur" 46K im ETF. Gut, wenn ich sein Aktien, Gold und BTC Engagement dazurechne, kommen rund 80K raus, Minus 50% ergäbe somit die genannten 40K Verlust. Was anderes: was hält ihr von diesem ETF: iShares Diversified Commodity Swap UCITS ETF (IE00BDFL4P12) https://www.justetf.com/at/etf-profile.html?isin=IE00BDFL4P12#uebersicht Dürfte der größte Rohstoff-ETF sein mit der besten Performance, dazu niedrige TER mit 0,19%. |
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Ich habe bei den Aktien-ETFs -50%, beim EM Aktien-ETF -60% und bei den Aktien und Crypto einen (fast) Totalverlust angenommen, dafür bei Gold nur -30%. Kommt aber in Summe etwa auf die 50% für den gesamten hochriskanten Teil. Wie erwähnt, natürlich nur worst Case aber das Jahr 2000 und 2008 haben gezeigt, gerade dann verkaufen viele nervös und beenden ihre Anlegerkarriere dick im Minus. Zum Commodity Swap, da müsste man halt auch schauen wie sich der steuerlich als Swapper in AT AT [Außentemperatur] verhält. Hab ich nicht gemacht, aber die können potentiell sehr nachteilig sein. |
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@Equity wie viele Jahre hat es gedauert, dass du wieder auf "0" warst? |
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Ich habe Ende 1999 mit einem Aktienfonds-Sparplan begonnen, später auch in kleinem Umfang einen Anleihenfonds dazu. Aus dem Februar 2003 habe ich den schlimmsten Zwischenstand gefunden mit -51% bei den Aktien bzw. -45% gesamt: (im Original mit handschriftlich notierten Invest und Gesamtverlust) Da ich laufend weiter bespart habe, war ich 2005 nur mehr bei -10% und. 2006 dann nominell im Plus und hab dann auch ein paar Jahre nur mehr liegen lassen. 2008 ging es wieder ins Minus und erst ab 2012 eindeutig und dauerhaft positiv, real vermutlich erst ab 2015. Macht also um die 15 Jahre, auch wenn es langfristig mittlerweile sehr gelohnt hat (und natürlich die konkreten Fonds nicht mehr vorhanden sind, die dazwischen auch mehrmals unbenannt und verschmolzen würden).
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Thema "Mein Gold": was müsste passieren, damit Gold in den nächsten Monaten wieder einbricht? |
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Nachdem Trump sehr wahrscheinlich am Woe den Iran bombardiert (Unmengen an Tankflugzeugen sind schon im Nahen Osten) wird der Goldpreis nochmals ein wenig anziehen vermute ich. Werde also einen 10 Hebel Gold long platzieren heute Nachmittag... |
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