Diskussion zu Wirtschaft, Pensionen usw.
12.8.2026
11 Antworten
8 Autoren
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Als 29J würde ich eine Mischung aus unserem und dem 401k der USA sehr begrüßen, das man einen gewissen Teil für seine Altersvorsorge selbst steuerfrei anlegen kann und nicht wie jetzt eigentlich 0 Einfluss hat. Selbiges wäre auch bei Abfertigung neu ein guter Gedanke, weil wenn ich da hin und wieder reinschaue und mit meinen ETF's vergleiche schmerzt es ganz schön das da Geld liegt. |
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Hat mal wer ausgerechnet, was wäre, hätte DE die Renten nicht umlagefinanziert, sondern am Kapitslmarkt angelegt. Weil DE groß und jahrzehntelang Exportweltmeister, hätte ihnen bald schon halb Belgien gehört. |
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@Destroent: Das hab ich mir auch schon öfters gedacht, es gibt aber Möglichkeiten dies ohne Kündigung vorzeitig abzugreifen. Bei mir wars z.B. Papamonat oder Elternkarenz - gilt auch als Unterbrechung und öffnet somit die Möglichkeit zur Auszahlung. |
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Der Wirtschaftsnobelpreisträger James Buchanan hat mit seiner Public-Choice-Theorie beginnend mit Ende der 1950er klar formuliert: Politiker sind in ihrem Handeln und dem Treffen politischer und wirtschaftlicher Entscheidungen weniger vom Sachzwang und der Steigerung des Gemeinwohls, sondern vorrangig von der Erzielung eines möglichst hohen, eigenen Nutzens (z.B. Wiederwahl) geleitet. Nicht anders ist es für mich erklärbar, wie das Offensichtliche, nämlich dass die Änderung der Altersstruktur das Umlageverfahren nachhaltig erodieren lässt, seit Jahrzehnten negiert und der jeweils nächsten heranwachsenden Pensionistengeneration mit immer kreativeren Versprechungen Sand in die Augen gestreut wird. Die Fakten liegen auf dem Tisch - ein immer ungünstigeres Verhältnis zwischen Arbeitnehmern und Pensionisten ... ... führt in einem System, dass für künftige Pensionsverpflichtungen nahezu keine Rücklagen gebildet hat ... ... zu einer immer höheren Belastung der laufenden Budgets. Eine Belastung, die auf der nächsten Generation abgeladen wird und mit steigenden Steuerbelastungen alleine schon aus diesem Sachverhalt heraus konfrontiert wird. Es müsste sich halt irgendeine politische Kraft/Bündnis in Regierungsverantwortung diesem Thema raschest verschreiben - sonst bleibt es ein Schrecken ohne Ende. |
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Die obersten 25% in Österreich betreiben das ganze Land: https://www.profil.at/home/ungerechtes-oesterreich-umverteilungs-steuerpflichtigen-253978 "Gerechnet auf die Gesamtbevölkerung, tragen zwei Millionen Nettozahler sechs Millionen Nettoempfänger; durchschnittlich muss ein Leistungsträger die Sozialleistungen von drei Landsleuten finanzieren, und seine eigenen dazu." Und weil das so cool funktioniert, werden immer neue Steuern erfunden und bei Steuererleichterungen auf diese 25% gerne mal vergessen. Da hilft nur finanzielle Notwehr, Prozente und Rabatte nutzen, kaufen wo es günstig ist, kaufen im Ausland online ist gewollt, freier Personen-, Geld- und Warenverkehr ist ausdrücklich von der EU gewünscht. Keepa bei Amazon nutzen. Sich Fähigkeiten aneignen, ist oft nicht schwer, das ganze Wissen der Welt steht im Internet, für jedes Problem gibt es ein Video auf Youtube, wer für jede Steckdose, jede defekte Waschmaschine, jeden hängengebliebenen Rollladen oder gar zum Heizkörper entlüften einen Techniker braucht, ist schnell viel Geld los. Vieles ist nicht schwer, nur langweilig oder zeitaufwändig. Qualitätsbewusst kaufen, nicht das unnötig teuerste, nicht das augenscheinlich billigste, haltbare Produkte, die man auch lange nutzen mag. Das Leben nicht als Abo sehen, keine Miete, keine Abos für jeden Mist, kein Leasing (ok, da sind viele anderer Ansicht), Wohnungseigentum. Mit PV, BEVBEV [Battery Electric Vehicle, Elektroauto], WP, Wallbox kann man seine laufenden Kosten in der Pension extrem niedrig halten. Und die Pension wird dann reichen. Natürlich kann es immer mehr sein, ein größerer Polster lässt einen in jeder Lebenslage gut schlafen. Hat man viel Zeit zum ansparen kann man natürlich Aktienlastig anlegen, wenn weniger dann eher Anleihen. Die Kest ist der Spielverderber der bösen "Investoren", die einfach nur ihr Haus abbezahlen wollen, oder für die Pension vorsorgen. Es wird einem nicht leicht gemacht. |
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Hallo speeeedcat, hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Diskussion zu Wirtschaft, Pensionen usw. |
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@Liconsult prekär wird das v.a. in den nächsten ca 20 Jahren, weil jetzt die Babyboomer in Pension gegangen sind/bald gehen. Danach wird es schon rein demographisch auch wieder besser. |
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abgesehen davon, dass sowohl für einen Pensionsanspruchsberechtigten wie auch für einen Steuerpflichtigen 20 Jahre (eher deutlich mehr) kein Trost sind ... Nein, besser wird es im herrschenden Pensionssystem nur, wenn deutlich mehr Einzahler als bezugsberechtigte Ruheständler da sind - so wie es Jahrzehnte der Fall war. Solange sich das Verhältnis nicht wieder in diese Richtung bewegt, kann ein rein umlagefinanziertes System nur begleitet durch höhere Staatsausgaben (die wieder mehr Steuern erfordern) funktionieren. Die Lösung kann nicht sein, herrschende, funktionsuntüchtige Zustände für die Zukunft festzuschreiben, weil sich vielleicht etwas ändert. Die Gesellschaft hat sich gewandelt. Dementsprechend ist eine Form der Kapitaldeckung als zusätzliches Element unerlässlich. Hier muss man sich aber an den bösen und gierigen Finanzmärkten betätigen - da haben uns viele Länder einiges voraus. |
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Der Punkt ist: Ich kann immer nur verteilen, was ich habe. Das ist jetzt nicht einmal nur auf das umlagenfinanzierte Pensionssystem wie z.B. in Österreich gemünzt, schon auch ziemlich weltweit gedacht: Wenn ein - global gesehen - vernachlässigbares Land wie z.B. Norwegen am Kapitalmarkt investiert, dann hat das auf den Kapitalmarkt nur einen geringen Einfluss. Wenn jetzt plötzlich die "Riesen" wie etwa Deutschland, Frankreich, gar die USA und/oder Japan mit "Staatsfonds" zur Rentensicherung abertausende Mrd am Kapitalmarkt investieren, kommt es zu einer (massiven) Asset-Inflation und die Frage wird sein, wer wird die ganzen Vermögenswerte irgendwann kaufen, d.h. lässt sich eine nominelle Wertentwicklung auch tatsächlich realisieren? (Vgl. dazu die US-Anleihenbestände von z.B. Japan, die sind im konventionellen Sinne gar nicht verkaufbar). Wir stehen in den westlichen Gesellschaften generell vor der Frage, wie sich Alterssicherung bei alternder/schrumpfender Bevölkerung finanzieren lässt. Wir haben hier mit KI und Robotik wirklich die Chance mit deutlich weniger Manpower für alle ein entsprechendes Auskommen zu erreichen. Das gesagt gilt natürlich für Österreich dasselbe wie für Norwegen: Auch ein österreichischer Staatsfonds würde dem Weltmarkt nicht besonders weh und uns bei der Finanzierung der Pensionen helfen. Letztlich wird allerdings nur eines helfen: Pensionen zu kürzen. Und zwar nicht der Höhe nach, sondern der Dauer. Das heißt das Antrittsalter muss erhöht, die Ausnahmen möglichst abgeschafft werden. |
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| Hallo FranzGrande, kostenlos und unverbildlich kann man Kredite auf durchblicker.at vergleichen, das hilft auch das Angebot der Hausbank besser einschätzen zu können. | ||
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Ich denke hier ein wenig anders - aber nicht über die Kernaussage. Natürlich kann man mit ein wenig gutem Willen sehr viel selbst erledigen, aber zum Eröffnungspost finde ich deine Empfehlung diametral platziert. Durch mehr und mehr Selbermachen wird die Wirtschaft nicht unbedingt einen Aufschwung erleben (und so vielleicht das Handwerk attraktivieren und mehr Leute vom Arbeitsmarkt in den Arbeitsprozess holen) was der Entlastung der angespannten Pensionssituation nicht unbedingt entgegenkommt. Eigentlich sollten wir durch Aufträge an Unternehmen (und da meine ich die mit 1 - 25 Mitarbeitern, also EPU EPU [eintragungsfähige Pfandurkunde] bis KU) die Wirtschaft stärken um mehr Beitragszahler ins System zu holen. Fürs Individuum betrachtet hast du natürlich absolut Recht - aber ob die individuelle Lösung dem gesamten Staat hilft sei dahingestellt. |
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Das Antrittsalter erhöhen sehe ich flächendeckend auch als Herausforderung. Ich (als klassischer Sesselfurzer am Schreibtisch) kann ziemlich sicher bis 67 oder auch länger dahinwerkeln. Ein Dachdecker, Maurer oder ein anderer beliebiger Handwerker kann das ziemlich sicher nicht so einfach (bei gleicher Leistung im Vergleich mit einem 30 Jahre jüngeren Kollegen). Wenn Erhöhungen des Antrittsalters passieren sollten wäre ich für berufsgruppenabhängiges Vorgehen. Aber der erste Schritt ist seitens der Regierung bereits getan - man versucht das derzeitige Regelantrittsalter durchzusetzen. Sollte das funktionieren (also alle bis 65 hackeln oder mit entsprechenden Abschlägen früher gehen) ist, denke ich, bereits ein Riesenschritt in die richtige Richtung getan. |
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Das sehe ich selbst auch so. Ist eine egoistische Lebensweise vor dem Hintergrund ständig steigender Lebenshaltungskosten. Ich denke eher es werden immer weniger Arbeitskräfte zum Betrieb der Gesellschaft benötigt, der Rest wird ruhiggestellt mit Hartz IV, RTL und Wettbüros. Siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Globalisierungsfalle |
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