Diskussion zu Wirtschaft, Pensionen usw. - Seite 6
12.8.
-25.8.2026
173 Antworten
41 Autoren
4 Empfehlungen
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https://www.fr.de/wirtschaft/norwegens-superreiche-fluechten-vor-der-vermoegenssteuer-93194600.html https://www.diepresse.com/4622816/die-steuer-die-frankreich-immer-aermer-macht |
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Norwegen: "2023 hat die Vermögenssteuer 30,4 Milliarden Kronen (2,6 Milliarden Euro) eingebracht. Das sei die Hälfte der norwegischen Hilfsleistungen für die Ukraine und mehr als alle Kindergeldzahlungen vom Staat" "Empirische Untersuchungen hätten keine Hinweise, erbracht, dass diese Steuer Investitionen verhindert oder Arbeitsplätze gekostet habe." Frankreich: "Die ISF betrifft nur Privat- und nicht Betriebsvermögen. Das bedeutet, dass die wirklich Reichen von ihr kaum berührt werden. Das Finanzvermögen echter „Millionäre“ ist längst als Betriebsvermögen deklariert oder anderswo geparkt; Luxusappartements sowie Prachtvillen gehören nicht dem Millionär, sondern seinem Betrieb." "Die reichsten Franzosen stehen nicht in der vordersten Reihe im Kampf gegen die ISF. Sie haben längst dafür gesorgt, dass diese Steuer sie nicht zu hart trifft. Sie tut ihnen nicht weh" "Der Prototyp des Opfers der Vermögensteuer in Frankreich ist der leitende Angestellte, der gut verdient und der sich sein Haus oder seine Wohnung mithilfe von Hypothekarkrediten, die inzwischen zurückgezahlt sind, kaufen konnte" ISF trifft halt die komplett falschen und ist tatsächlich der falsche Weg. Der Artikel ist halt auch 12 Jahre alt. Und in Norwegen sinds ~500 Leute die weg sind - vornehmlich die ganz ganz Reichen. Was ja auch in Teilen in Spanien passiert ist. Ein Teil wandert ja....und dennoch scheint es aber keine Auswirkung auf die Wirtschaft zu haben. |
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Hallo speeeedcat, hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Diskussion zu Wirtschaft, Pensionen usw. |
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Genau diese Art Schlupflöcher, darf es für eine funktionierende Vermögenssteuer eben NICHT geben. Das ist genau die Herausforderung im Design, die zu lösen ist. Und bezüglich der Wegzugsoption: Wenn man reich ist, dann sucht man sich aus wo man leben möchte. Und diese Präferenz ändert sich nicht einfach so, nur weil man etwas mehr Steuern zahlen muss. Außerdem: Für arbeitende Reiche spielt ihr berufliches Netzwerk eine ziemlich große Rolle. Dazu kommt das private Umfeld. Das gibt man nicht so leicht auf. Darüber hinaus lassen sich Firmen und Vermögenswerte nicht so leicht bewegen, wie gerne getan wird. Wenn wer ein Bürohebäude in Wien besitzt, kann er/sie das nicht ins Ausland mitnehmen. Und eine Firmensitzänderung ist auch keine Formalität... Darüberhinaus könnte man auch eine zeitliche Frist machen, wann der Wegzug steuerlich wirksam wird (also z.B. erst nach 5-10 Jahren) |
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Frage an die Befürworter zusätzlicher Steuern: Was für einen Nutzen erwartet ihr euch von diesem kleinen Tropfen an Zusatzeinnahme? Denkt ihr damit wird auch nur irgendein strukturelles Problem gelöst? Wenn ja, welches? |
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Erstens: Richtig gemacht, wird es mehr sein als ein „kleiner Tropfen“. Zweites: Es wird die Infrastruktur aufgebaut, um Vermögen effektiv zu besteuern. Das würde es mittelfristig ermöglichen, die Steuern auf Arbeit zu senken. Drittens: Vermögenssteuern sind ein Hebel, um die immer größer werdende Ungleichheit zu bremsen und umzukehren. Das sollte jeder wollen, der nicht in den Feudalismus zurück will (und jeder, der will, dass es breite Teile der Bevölkerung gibt, die als Konsumenten, die Wirtschaft ankurbeln können.) (Dazu würde es dann vermutlich etwas mehr als 2-3% brauchen). Viertens: Eine besser funktionierende Gesellschaft zu bauen, braucht eine gemeinsame Anstrengung und das wird nicht klappen, wenn sich die Reichsten nur um sich selbst kümmer und nur an sich selbst denken. Und eine Anzahl an Reichen haben das bereits verstanden: siehe patriotic millionaires in UK. |
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Gutes Video zum pschologischen Aspekt, wie und warum Anstrengungen in die Richtung nötig sind (inkl. Viktor Frankl Interviewausschnitte): |
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Das sind alles schöne Wunschvorstellungen. Wobei ich eine "Steuer-Umverteilung" also gleichzeitige Senkung auf Lohn/Einkommens/Sozibeiträge usw. sogar noch irgendwie mittragen oder gutheißen könnte. Was auch wirtschaftlich zumindest Sinn machen könnte, Kaufkraft leicht erhöht usw. ABER dazu fehlt mir der Glaube an die Politik. Wenn etwas kommen würde, dann vermutlich nur Erhöhungen. Und vor allem wieder so, dass es mit Sicherheit wieder kleine Unternehmen am härtesten trifft. Somit bleibe ich eher auf der Seite Steuern runter (vielleicht speziell Arbeit/Einkommen). Das ist gesichert gut für alle. |
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Nein, es ist nicht „gesichert gut für alle“, wenn der Staat weniger Geld hat und dann am Sozialsystem spart... |
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der Staat muss nicht sparen, sondern OPTIMIEREN! Das wäre mein erster Ansatz, bevor auch nur an Erhöhungen gedacht wird. |
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Wirtschaftlich lief‘s in den USA am besten nach dem zweiten Weltkrieg. Damals hatten sie extrem hohe Steuersätze (auf Einkommen). Mit „Steuern runter“ haben Reagan und seine Nachfolger dann die jetzige dystopische Wirtschaftssituation erschaffen (Boom an der Spitze und eine breite Masse, die sich Grundlagen nicht mehr leisten können...) |
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Ja, zu optimieren gibt‘s auch viel. Aber da gehen die Ansichten tw. wieder recht auseinander was und in welche Richtung... |
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nicht mit Steuern runter, sondern mit dem Gelddrucken wurde das geschaffen |
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https://wtfhappenedin1971.com/ coole Seite 😉 |
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Gelddrucken an sich ist kein Problem. Es muss nur zurückgeholt werden. Eben in Form von Steuern... |
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Als Sauerei sehe ich auch die gelebte Duldung von Unternehmen wie Amazon. Verdienen in Österreich, sitzen und versteuern aber in Luxemburg. ![]() Abgesehen davon wird der Staat nie mit seinem Geld auskommen, ist wie mit dem Keller, der ist immer zu klein, egal wie groß er ist. Aber gut, wir haben auch doppelt so hohe Personen als die Deutschen. Wenigstens was. |
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Es gibt drei Akteure im Wirtschaftssystem: den Staat, die Privaten (inkl. Unternehmen) und Banken. Banken dürfen nicht im Defizit sein, weil sie sonst zusammenbrechen würden. Bleiben also der Staat und die Privaten. Wenn man will, dass wir Menschen Vermögen (und damit Sicherheit und Handlungsfähigkeit) haben, dan MUSS das Defizit beim Staat sein. Die vielgescholtene Staatsverschuldung ermöglicht also überhaupt erst Prosperität. Austeritätspolitik drosselt daher das Wirtschaftswachstum. Die Chinesen wissen das und handeln entsprechend... |
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pffuuuuuu.... aber zumindest gibst du mir damit ja recht, das steuererhöhungen die Wirtschaft bremsen. Da sind wir somit eins oder? |
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Bin ich ganz bei dir. Der Staat verteilt es halt (mehr oder minder gut). Wenn der Staat Milliarden ausgibt, ist das ja erstmal nichts schlechtes. Es werden ja Straßen gebaut, Beamte bezahlt, Unternehmen unterstützt, Menschen und Familien bezahlt, die dann wieder Geld ausgeben können. Gibt immer Verbesserungspotential, aber bei einem 125 Mrd Budget davon zu reden, dass die 4 Mrd an Familienbeihilfe ja zuviel ist, während 60 Mrd an Pensionen draufgehen, ist halt auch meh |
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Wenn die Pensionen höhersteigen als die meisten Einzahler (Brachen) und es oben drauf noch Steuerzuckerl (Steuerfrei arbeiten in der Pension) gibt, dann geht sich das nur mit länger arbeiten für die Einzahler aus! |
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Nein, muss nicht so sein. Die Wirtschaft wächst um ein paar wenige Prozent. Vermögen dagegen eher 8-10%. Damit kaufen Reiche noch mehr Vermögenswerte und treiben die Preise weiter hoch (z.B. bei Immobilien). Das schwächt die Wirtschaft insgesamt. Weil Leute z.B. mit großem Kredit Wohnraum kaufen (müssen) oder hohe Mietkosten haben. Wenn Wohnraum billiger wäre, hätten sie vielleicht eher den finanziellen Spielraum für eine Unternehmensgründung. Daher sollte eine Vermögenssteuer + mehr Investitionen des Staates in wichtige Infrastruktur und das Sozialsystem unterm Strich ziemlich positiv für die Gesamtgesellschaft und Wirtschaft sein. |
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Mir ist klar, dass ich dich nicht von deiner Überzeugung abbringe. Will ich auch garnicht. Mir ist war nur wichtig, kurz mal etwas gegenzusteuern, weil du hier Theorien, als Fakten verkaufst. Dem ist halt nicht so. Mindestens genauso viele Stimmen und Theorien gibt es in die andere Richtung. Meine These dazu ist eher: ALLE ökonomischen Modelle/Vorhersagen sind falsch! Ganz einfach, weil sie IMMER viel zu vereinfacht sind, und real viel mehr dem Chaos unterliegen. Beispiel: Steuern rauf/runter: im Prinzip kann jeder von uns Recht haben. Entscheidend für den Outcome wird real eine Kombination aus unvorhersehbaren Ereignissen sein. Fazit: zumindest ist nun eindeutig klar und geklärt: keiner will höhere Steuern 😉 (lass dich nicht ärgern) |
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