Diskussion zu Wirtschaft, Pensionen usw. - Seite 3
12.8.
-17.8.2026
81 Antworten
28 Autoren
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Das heißt man reagiert auf zu viel ausgeteilte Pensionszuckerl mit Erhöhung des Pensionsalter. Man braucht das Pensionsalter überhaupt nicht erhöhen wenn man die Pensionen an die Erhöhung im Öffentlichendienst gekoppelt hätte. Hätten wir das gemacht, wäre mit einem Schlag das Butget saniert, auch ohne aussetzen der inflationsanpassung der Familienleistungen. Und nicht nur das, wir hätten auch die Zukunft der Pensionen gesichert. Aber man erhöht die Pensionen stärker als sogar die meisten in der Privatwirtschaft und wundert sich das dann im Verhältnis weniger eingezahlt wird. |
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Ich sehe in dieser Diskussion einen wesentlichen Aspekt völlig übersehen: Es ist nachvollziehbar, dass das Regelpensionsantrittsalter mit Blick auf die gestiegene Lebenserwartung und die Finanzierungsprobleme steigen muss. Aber wo ist der Arbeitsmarkt für die 50-65jährigen, wer stellt diese Arbeitnehmer an? Ich finde es vor diesem Hintergrund schon ziemlich zynisch von dieser Personengruppe zu fordern, sie soll gefälligst länger arbeiten. Viele würden es gerne, es wird ihnen aber nicht ermöglicht. Hauptursache hierfür sind aus meiner Sicht die hohen Lohnkosten. Um dieses Dilemma zu lösen, müssten dringend die Gehaltsschemata angepasst werden: Ein höherer Einstieg, dafür ein sehr viel flacherer Anstieg = gleiches Gesamteinkommen über die gesamte Erwerbszeit. Das würde auch den jüngeren sehr zu Gute kommen, die sich eine Existenz aufbauen wollen. Ansonsten ist mMn eines der größten Probleme, dass unser Staat einfach nicht wirtschaften kann. Ich bin mir sicher, dass jeder aus dem Stand 10 Punkte aufzählen kann, wo Unsummen unnötig zum Fenster hinaus geworfen werden, während die Mittel für Gesundheit/Pflege, Bildung und Pensionen fehlen. Ich würde mir wünschen, dass zumindest ansatzweise etwas betriebswirtschaftlicher gedacht und gehandelt wird und genauer abgewogen wird, wo ein Staat und sein Gesellschaft es sich leistet davon zu abweichen. Leider sehe ich nicht, wie wir mit dem aktuellen politischen System dort hin kommen könnten. Die Entscheidungsträger sind aus meiner Sicht durch und durch korrumpiert - durch ihre Eigeninteressen (auch am Erhalt des Status Quo) und durch Lobbyisten mit sehr viel Geld. Man lässt sich durch die Allgemeinheit an der Wahlurne legitimieren, arbeitet aber nur bedingt in deren Interesse. Wo das in den nächsten Jahren und Jahrzehnten hinführen wird, finde ich beängstigend. |
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Fun fact: Ich würde 1000€ netto mehr bekommen für ein Kind. Aber gut, das ist eine besondere Konstellation. Generell finde ich es schockierend, wie hier Leute, die Glück hatten im Leben und finanziell gut dastehen, gegen das Sozialsystem schießen und Kindern in schwierigen Verhältnissen die Unterstützung neiden. Wenn man mehr Abstand zwischen sozialem Netz und Gehältern will, sollen halt die Unternehmen besser zahlen, statt die Bezahlung des Top-Managements immer weiter nach oben zu schrauben. |
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Meine Pensionsvorsorge passt soweit, dass ich vermutlich mit der staatlichen Minimalpension auskommen würde, auch vor dem Hintergrund, dass meine Kosten seit etwa 20 Jahren fallen. Ich hab' zwar noch 7 Jahre, aber geht ja bekanntlich schneller als man denkt. Bei der Pension hast immer auch das Thema, dass die aktuellen Einzahler auch gerne 'ihr' Geld sehen würden. Als Gutverdiener hätte sich, das was in meine Pensionskasse geflossen ist, die letzten 30 Jahre in einer Privatveranlagung zu einem Geldhaufen angesammelt, dass ich vor 10 Jahren in 'Pension' hätte gehen können. Selbst wenn man den 'Solidarbeitrag' mitrechnet, wäre es spätestens jetzt soweit. Auch ein Faktor sind die Gesundheitskosten. Wenn ich mir die Zukunftsdiabetiker beim Macy so anschaue, sehe ich schwarz, egal wie lange ich arbeite. Aber Lösung weiß ich da keine, vor 30 Jahren hab' ich das Pensionssystem auch schon angeprangert, jetzt säge ich halt direkt am eigenen Ast. Wenn die Alterpyramide weiter so kippt wird es politisch immer schwieriger sich auf demokratischem Weg der 'alten Säcke' zu erwehren (... das ist ein Zwinker-smiley, falls es jemand nicht sehen sollte). |
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Glaub mir, ich habe mehr wie ausreichend Einblick, um das beurteilen zu können. Ich könnte dir Fälle aufzeigen (nicht nur im Sozialsystem), wo Geld zum Fenster hinausgeschossen wird, das sprengt jegliche Vorstellungskraft, kann das aber aus rechtlichen Gründen nicht machen. Zu den Pensionen: Es ist ganz einfach, und das weiß jede Regierung. 3x keine Erhöhung an die Inflation, somit -10% und schon schaut es besser aus. Dass 60 jährige nicht eingestellt werden, würde ich so nicht sagen. Aber sie wären ja schön blöd. Im Regelfall hatten sie vorher einen guten Job, daher ist AMS, dann Notstandhilfe viel höher wie das Gehalt, dass sie dann bekommen würden. Auch hier könnte ich dir Geschichten erzählen, was denen so einfällt um nicht genommen zu werden. Noch ein Detail aus dem aktuellen Sozialsystem: Ehepaar, er Top-Verdiener, sie arbeitslos (AMS), dann unbegrenzt Notstandshilfe. Ist das gerecht???? Und den Kinder soll es gut gehen, zu oft fließt das Geld leider in Handyspiele, Zigaretten, Alkohol, Tätowierungen und Fingernägel! |
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... hauptsächlich halt Firmen, Konzerne, "Think Tanks" und Reiche, die eine Umverteilung / Änderung des Status quo / Zugang zum Futtertrog rigoros verhindern wollen. Der Staat ist keine Firma und soll auch nicht so geführt werden. Ein Sozialsystem ist wichtig und richtig. Ich sehe hier im Thread hauptsächlich extreme Gutverdiener, die selbstverständlich aus diesem Pensionsystem aussteigen wollen, weil man dann ja noch mehr Geld hätte. So funktioniert ein soziales System aber nicht - die gesamte Gesellschaft ist gefordert und muss etwas beitragen. Je mehr man verdient, desto mehr muss man auch zahlen. Und das mehr an Leistung muss natürlich auch entsprechend mehr Wert sein (und nein, Erben ist keine Leistung und sollte deshalb besteuert sein). |
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Ja, das ist absolut gut so und extrem wichtig!!!!!! Das Geld des Partners ist ja nicht das eigene. Niemand sollte in finanzielle Abhängigkeit vom Partner geraten wegen Arbeitslosigkeit oder einer sonstigen Notsituation! |
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@thohem Volle Zustimmung, bis auf den Teil mit der Erbschaftssteuer. Die ist viel zu leicht zu umgehen, wenn man wirklich Geld hat und würde nur die gehobene Mitte treffen. Viel, viel besser wäre eine jährliche Vermögenssteuer ohne Schlupflöcher ab 5-10M. (Siehe Gabriel Zucman). |
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Da bin ich grundsätzlich bei Dir. Das andere Extrem - und in diesem Bereich sehe ich die aktuelle Situation, Österreich ist mit seiner Sozialquote im EU-Vergleich schließlich im absoluten Spitzenfeld - funktioniert aber nicht und ist nicht mehr zu finanzieren. Ein gesundes Mittelmaß wäre sinnvoll. Meine Meinung zur Erbschaftssteuer: Ich bin klar dagegen. Warum sollen Mittel, für die bereits doppelt und dreifach Steuern abgeführt wurden, beim Vererben nochmal besteuert werden? Die obersten 10% würden sich außerdem dem zu entziehen wissen z. B. mit Stiftungen o. ä. |
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Mehrfachbesteuerung ist ganz normal. Man bezahlt auch MWST. auf jeden Einkauf mit dem bereits versteuertem Einkommen... Aber ja, Erbschaftssteuer ist keine gute Idee. Nur halt aus anderen Gründen. |
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So wie jedes verdiente Geld doppelt, dreifach und vierfach besteuert wird. Das ist Usus. Zudem hat der Erblasser das Geld besteuert. Der Erbe jedoch nie. Nein würden sie nicht, siehe Studien in Spanien (iirc). Man kann Erbschaftssteuern auch so gestalten, dass es keine Schlupflöcher gibt. Es sind Gesetze und die machen Menschen. Man kann alles anpassen und ändern Dinge laufen schief. Massiv. Gerade deswegen muss man mit Weitsicht und Verstand handeln. Große, wichtige Brocken zuerst. Eine Pension-, Kranken und Sozialreform gehört hier definitiv dazu. Sehe für das Pensionsalter grundsätzlich (bis auf Ausnahmen) keinen Grund, warum man das gesteigerte gesunde Alter nicht zum Arbeiten nutzen soll. Der Punkt: Ist ja valide und nur schwer umzusetzen. Langsam kommt's Bei den Firmen ja auch an, dass nicht nur Frauen bei Karenz ausfallen sondern auch Männer. Dort hin muss man mit "alten Leuten" als Beschäftigte auch kommen |
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Ein einmaliger massiver Zugriff alle 60-80 Jahre ist aber nicht schlau. Das bremst die steigende Ungleichheit nicht. Weil der Zinseszinseffekt über viele Jahrzehnte ungestört wirken kann. Und wenn der Besitz einem Unternehmen gehört, dann stirbt niemand und es gibt nichts zu versteuern. Außerdem ist Erbschaftssteuer extrem unpopulär, es würde sich also keine Mehrheit finden. Vermögenssteuern haben dagegen eine Zustimmungsrate von 70-90%. In Belgien gibt‘s übrigens eine ziemlich extreme Erbschaftssteuer: Wenn man eine 500k Immobilie an eine nicht-verwandte Person vererbt, dann bleiben nach der Steuer nur 140k Erbe übrig. Der Erbe muss also entweder die Immobilie verkaufen oder sie quasi nochmal vom Staat kaufen. Das finde ich nicht angemessen. Zumal die auch jährlich schon eine Immosteuer von um die 1000-3000 Euro (je nach Größe und Ort) haben. So eine Vermögenssteuer in Form einer Erbschaftssteuer schadet nur der Mitte (und genau wegen solchen Szenarien sind die Leute gegen eine Erbschaftssteuer. Und zwar zurecht mMn.) |
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Hallo speeeedcat, hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Diskussion zu Wirtschaft, Pensionen usw. |
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Betreffend Erbschaftssteuer: Es wäre mehr als gemein, wenn man jetzt 20 Jahre massiv den Vermögenszuwachs und das Einkommen besteuert und denen dann das Erbe und im Gegenzug die Jungen entlastet. Noch eine Anmerkung: Ich verstehe nicht, dass man immer noch nicht begreift, was der Klimawandel Kosten verursachen wird. Das heuer war aus wissenschaftlicher Sicht eventuell der kühlste Sommer der nächsten 300 Jahre!!! Die ganzen Straßenbauprojekte (Neubau) wie Lobau,... sind mir in Anbetracht der bald schrumpfenden Bevölkerng unerklärlich |
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Aja, das wollte ich auch noch schreiben: Ein weiteres massives Problem ist, dass wir auf Wirtschaftswachstum aus budgetärer Sicht angewiesen sind. Darum gibt es eine so große Wegwerfgesellschaft. Alleine ich musste im letzten Jahr 2 Handys mangels Updates wegwerfen und im Herbst muss der super funktionierende PC wegen Windows 10 dran glauben. Unvorstellbar!!! |
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Vermögenszuwachs wird gar nicht besteuert. Erst bei Verkauf. Und je reicher man ist, desto weniger muss man jemals was verkaufen... |
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das wär ja noch schöner 🤡 Aber brauchst keine Angst haben, es ist tatsächlich immer wieder ein Thema sogar unrealisierte Gewinne zu versteuern... Das schlimmste an der Sache ist aber, das viele Leute die immer neuen Phantasie-Steuern sogar befürworten. 🤔 |
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KESt-Aus für Aktiengewinne? ÖVP drängt auf Steuerbefreiung für Sparer - Wirtschaft - derStandard.at › Wirtschaft https://share.google/vgG1LpUbHWHiiivSI |
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Jede jetzt existierende Steuer war einmal eine „Phantasiesteuer“ bevor sie eingeführt wurde. Auch vor der Einführung der Einkommenssteuer gab‘s Leute, die das für unmöglich schwierig gehalten haben. Es macht einfach keinen Sinn, dass man für Arbeit, die einen 40h Lebenszeit pro Woche über Jahrzehnte kostet, um die 50% Steuern und Abgaben zahlen muss, während man für Vermögen, das einem Einkünnfte beschert, ohne einen Finger krum zu machen keine oder viel weniger Steuern zahlt. Es sollte einfacher sein, ein bescheidenes (oder auch größeres) Vermögen durch Arbeit aufzubauen (ergo: Steuern auf Arbeit runter), aber WENN man dann Vermögen aufgebaut hat, dann kann man auch einen Teil davon per Steuer abgeben, damit die Gesellschaft, von der man profitiert hat, weiterhin gut läuft! |
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Und die Lebemänner, welche nie was im Leben zusammenbringen werden, werden nicht besteuert und gehen 5 Jahre in Privatkonkurs auf ein Neues! Jeder der etwas zusammenbringen möchte wird geschröpft und andere machen Jolo und nützen die Gemeinschaft nach Strich und Faden aus, der Wohlfahrtstaat wird es schon richten... |
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Es steht jedem frei, auch ein hedonistisches Leben bis in den Privatkonkurs hinein zu führen, wenn das jemand erstrebens- bzw. beneidenswert findet. Ich würde so ein Leben keine Sekunde lang haben wollen. Und wenn es einem die Gesellschaft ermöglicht (zusammen mit Glück und Geburtslotterie), ein Vermögen aufzubauen, dann ist es kein „schröpfen“ wenn die Gesellschaft auch von dem Vermögen mitprofitiert. Was man ja auch bedenken muss: Die Leute, die ihr ganzes Geld ausgeben, zahlen auf jeden Konsum MwST. Wenn ich dagegen spare und investiere, dann zahle ich von dem Betrag logischerweise Null Euro MWST. |
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und wenn ich es mir selbst ohne Glück und Geburtslotterie, durch harte Arbeit aufbaue? Ist es dann ein Schröpfen? |
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