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Diskussion zu Wirtschaft, Pensionen usw. - Seite 4 teilen

12.8. -17.8.2026    81 Antworten    28 Autoren 81 2026-08-17T09:22:49+02:00    3 Empfehlungen
     
Zusammenfassung
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  •  speeeedcat
  •   Gold-Award
12.08.2026
84
Ich möchte hiermit einen Thread eröffnen, um über wirtschaftliche Themen in Österreich und weltweit zu diskutieren. Gerne können auch Themen wie staatliche österreichische Pensionsstrategien, der Wandel von Arbeitszeitmodellen sowie individueller Exit- und Vorsorgestrategien eingebracht werden.

Mich hat u.a. dieser Artikel dazu bewogen:
https://orf.at/stories/3438942/
Zitat:
"Seit dem Beginn der Investmentphase hat der Fonds einen durchschnittlichen Wertzuwachs von 6,6 Prozent pro Jahr erzielt. Vor neun Jahren wurde erstmals das Vermögen von einer Billion US-Dollar überschritten, inzwischen hat es sich fast verdoppelt. Für das kleine Norwegen ist das eine gewaltige Summe. Rein rechnerisch stehen jedem Norweger über den Ölfonds mehr als 340.000 Euro zu."

Mir ist schon klar, dass der Fonds (zumindest ursprünglich) u.a. aus Öl- und Gaseinnahmen gespeist wurde/wird.
Aber den Ansatz bei Gründung, dass endliche Rohstoffvorkommen auch Nachfolgegenerationen zugute kommen soll, finde ich gut.
Das Fondsvolumen wächst mittlerweile sehr gut am Kapitalmarkt, neben den Staatsanleihen getrieben von der Tech-Hausse.
Der durchschnittliche Wertzuwachs durch den Veranlagungserfolg am Kapitalmarkt unter Berücksichtigung der Wertschwankungen ist beeindruckend und schlägt die Inflation locker.

Leider wurschteln wir hier in Ö seit Jahren mit einer entsprechenden staatlichen Veranlagungsstrategie und Bestrafung individueller Vorsorge am Wertpapiermarkt durch Verkestung der Anlagegewinne seit Jahrzehnten herum. Das staatliche Umlagesystem wird zusehends unfinanzierbar bei sinkendem Bevölkerungswachstum und alternativen Arbeitszeitmodellen.

Es soll auf gar keinen Fall eine politisch geprägte Diskussion werden mit Schuldzuweisungen an Parteien oder Individuen.
Mir geht es rein um eure Meinungen zur Wirtschaft/Aussicht generell und speziell auch zu eurer Sichtweise auf ein Pensionssystem, das uns und unsere Kinder allesamt betrifft oder betreffen wird.

Ich hoffe auf eine nettiqettenkonforme Runde.

  •  Pedaaa
  •   Gold-Award
15.8.2026  (#61)

zitat..
supernova schrieb: Und wenn es einem die Gesellschaft ermöglicht (zusammen mit Glück und Geburtslotterie), ein Vermögen aufzubauen, dann ist es kein „schröpfen“ wenn die Gesellschaft auch von dem Vermögen mitprofitiert.

und wenn ich es mir selbst ohne Glück und Geburtslotterie, durch harte Arbeit aufbaue?
Ist es dann ein Schröpfen?

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  •  supernova
  •   Silber-Award
15.8.2026  (#62)
Dann bist du nicht sehr reflektiert, wenn du blind für die ganzen Glücksfaktoren bist, die für deinen Erfolg mitverantwortlich sind. 

In AT AT [Außentemperatur] geboren: Glück, angeborene Intelligenz: Glück, Charaktereigenschaften wie Arbeitsethik: auch Zufall und Glück. NIEMAND verdankt seinen Erfolg nur sich selbst.

1
  •  Pedaaa
  •   Gold-Award
15.8.2026  (#63)
interessante Ansicht.
da werden wir aber nicht auf eine Linie kommen. 😉

Wo bleibt dann der Anreiz überhaupt erfolgreich sein zu wollen?

Komischerweise florieren oft die Länder wirtschaftlich am meisten, die niedrige Steuern haben. Das ist irgendwie ein Wirtschaftsmagnet 🤔

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  •  supernova
  •   Silber-Award
15.8.2026  (#64)
Der Anreiz ist die ganze Freiheit und Unabhängigkeit, die einem Erfolg und Vermögen bringt. Das reicht doch. 

Letzte Woche gab‘s eine gute Doku für einen Privilegiencheck: 

Frag dich mal, wie erfolgreich du wärst, wenn du als Mädchen im ländlichen Senegal geboren wärst. Ohne Bildung, ohne Selbstbestimumg. Und für Männer ist‘s dort auch nicht viel besser. 

https://tv.orf.at/program/orf2/weltjourna2834.html

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  •  Zwosti
  •   Bronze-Award
15.8.2026  (#65)

zitat..
supernova schrieb:

Letzte Woche gab‘s eine gute Doku für einen Privilegiencheck: 

Frag dich mal, wie erfolgreich du wärst, wenn du als Mädchen im ländlichen Senegal geboren wärst. Ohne Bildung, ohne Selbstbestimumg. Und für Männer ist‘s dort auch nicht viel besser. 

https://tv.orf.at/program/orf2/weltjourna2834.html

Oder geboren als Eintagsfliege....


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  •  thez
15.8.2026  (#66)

zitat..
andi102 schrieb:

Alleine ich musste im letzten Jahr 2 Handys mangels Updates wegwerfen und im Herbst muss der super funktionierende PC wegen Windows 10 dran glauben. Unvorstellbar!!!

Ist halt Stammtisch Gerede. Tatsächlich würden viele Handy die steigenden Anforderungen für neue Betriebsysteme einfach nicht schaffen da veraltete Hardware. Die Welt dreht sich einfach zu schnell, sodass Handys und PCs nicht mehr  10 Jahre lang (ohne Workarounds) im Einsatz sein können.

Wegwerfgesellschaft würd ich das ganze nicht bezeichnen. Ich hab noch jeden "veralteten" Laptop oder PC auf Willhaben weiterverkauft d.h. er hat noch ein weiteres Leben geschenkt bekommen. Apple recycled mittlerweile einen großteil der iPhone Teile und kann die Materialien wiederverwenden.





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  •  andi102
  •   Gold-Award
16.8.2026  (#67)

zitat..
thez schrieb:

──────..
andi102 schrieb:

Alleine ich musste im letzten Jahr 2 Handys mangels Updates wegwerfen und im Herbst muss der super funktionierende PC wegen Windows 10 dran glauben. Unvorstellbar!!!
───────────────

Ist halt Stammtisch Gerede. Tatsächlich würden viele Handy die steigenden Anforderungen für neue Betriebsysteme einfach nicht schaffen da veraltete Hardware. Die Welt dreht sich einfach zu schnell, sodass Handys und PCs nicht mehr  10 Jahre lang (ohne Workarounds) im Einsatz sein können.

Wegwerfgesellschaft würd ich das ganze nicht bezeichnen. Ich hab noch jeden "veralteten" Laptop oder PC auf Willhaben weiterverkauft d.h. er hat noch ein weiteres Leben geschenkt bekommen. Apple recycled mittlerweile einen großteil der iPhone Teile und kann die Materialien wiederverwenden.

Jaja, die umweltliebenden Hersteller...

https://www.derstandard.at/story/3100000292336/microsoft-stoppt-windows-10-support-400-millionen-rechner-werden-elektroschrott

Natürlich könnte man Sicherheitslücken weiter schließen wenn man nur wollte




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  •  Breitfuss
  •   Gold-Award
16.8.2026 10:21  (#68)
Ist zwar Off-Topic: Die Einschränkung seitens Microsoft, ältere Geräte für Win11 offiziell auszusperren, ergibt nicht viel Sinn, das lässt sich aber umgehen. Habe vor ein paar Monaten auf einigen älteren Notebooks, die teils original noch gar kein Win10 hatten, ein Upgrade auf Win11 gemacht. Mit dem "product server" Trick, obwohl der angeblich schon 2023 von Microsoft gefixt worden sein soll, zumindest ohne Internetverbindung hat es überall funktioniert und danach stört sich Win11 auch nicht am fehlenden TPM.

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  •  andi102
  •   Gold-Award
16.8.2026 12:47  (#69)

zitat..
Breitfuss schrieb:

Ist zwar Off-Topic: Die Einschränkung seitens Microsoft, ältere Geräte für Win11 offiziell auszusperren, ergibt nicht viel Sinn, das lässt sich aber umgehen. Habe vor ein paar Monaten auf einigen älteren Notebooks, die teils original noch gar kein Win10 hatten, ein Upgrade auf Win11 gemacht. Mit dem "product server" Trick, obwohl der angeblich schon 2023 von Microsoft gefixt worden sein soll, zumindest ohne Internetverbindung hat es überall funktioniert und danach stört sich Win11 auch nicht am fehlenden TPM.

Danke für den Tipp. Restrisiko ist halt, dass ich eine Win 11 Lizenz kaufe, es schaffe und 3 Monate später passen die Anforderungen nicht mehr, oder?


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  •  thez
16.8.2026 13:54  (#70)
Wer Windows 11 Lizenzen kauft (im privaten Bereich) hat sowieso die Kontrolle über sein Leben verloren.

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  •  Altromondo
  •   Bronze-Award
16.8.2026 13:54  (#71)

zitat..
supernova schrieb:

Es macht einfach keinen Sinn, dass man für Arbeit, die einen 40h Lebenszeit pro Woche über Jahrzehnte kostet, um die 50% Steuern und Abgaben zahlen muss, während man für Vermögen, das einem Einkünnfte beschert, ohne einen Finger krum zu machen keine oder viel weniger Steuern zahlt. 

Es sollte einfacher sein, ein bescheidenes (oder auch größeres) Vermögen durch Arbeit aufzubauen (ergo: Steuern auf Arbeit runter), aber WENN man dann Vermögen aufgebaut hat, dann kann man auch einen Teil davon per Steuer abgeben, damit die Gesellschaft, von der man profitiert hat, weiterhin gut läuft!

Der Teil dass Arbeit zu hoch besteuert ist macht keinen Sinn. Richtig.
Die Steuern müssen runter.

Hingegen machen Steuern auf Besitz wenig Sinn.
Um Wohlstand zu erwirtschaften braucht es Unternhmen. Für ein Unternehmen braucht es Kapital. Wieso soll es da Sinn machen alle Unternehmen dadurch zu bestrafen, dass sie für ihre Existenz Steuern zahlen müssen? 
Steuern auf den fiktiven Wert von Unternhmen ist einfach nur ein extremer Standortnachteil.

Steuern auf Aktien-Besitz ist auch Unfug. Dann zahlt es sich nicht mehr aus Aktien zu halten, weil wenn ich um 10.000 Euro Aktien hab und darauf sind 10% Steuer. Dann zahl ich im Jahr 1000 Euro. Da brauch ich schon 10% Gewinn um mit Null auszusteigen. Nein Danke.
Das hätte zur Folge dass in dem Land einfach keiner Aktien hält. Entzieht den Unternehmen (die für den Wohlstand sorgen. Die Umverteilung erzeugt den Wohlstand nicht - nicht vergessen...) wieder wichtiges Kapital.

Bleiben Steuern auf Bargeld Schmuck Gold und sonstwas. 
Ähnliche Rechnung: Wenn ich 10k Bargeld auf der Bank liegen hab, wieviel soll mir der Staat dann im Jahr davon wegnehmen? Gar nichts, erst ab 500k (oder was ist die Grenze) Bargeld, weil sonst die Bürger mit den Mistgabeln zum Parlament ziehen? Ok, dann hab ich eben immer nur 490k Bargeld und den Rest in was anders. 

Haben schon viele Länder probiert, gibt x Studien. Steuern auf Besitz sind nicht einfach, bringen wenig und lösen sicher keine Finanzprobleme von Staaten.
Finanzprobleme löst man auf der Ausgabenseite.

2
  •  Magnum2
  •   Silber-Award
16.8.2026 14:59  (#72)
Ihr müsst einmal rechnen wie hoch die wirkliche Steuer- und Abgabenlast in Österreich auf Arbeit ist, inkl. Arbeitgeberabgaben: https://www.deine-abgaben.at/

Zwischen dem was mein Arbeitgeber für mich zahlt, und das was auf mein Konto überwiesen wird, liegen 64% Abzüge.

Von diesen 36%, die von meiner Arbeitsleistung übrig bleiben, zahlt man oft noch 20% Mwst, oder zusätzlich Nova, Mineralölsteuer oder andere fancy Gebühren.

Wie lange muss ein Elektriker oder Installateur arbeiten um sich selbst für einen Tag leisten zu können? Vermutlich eine ganze Woche. 

1
  •  supernova
  •   Silber-Award
16.8.2026 15:16  (#73)

zitat..
Steuern auf Aktien-Besitz ist auch Unfug. Dann zahlt es sich nicht mehr aus Aktien zu halten, weil wenn ich um 10.000 Euro Aktien hab und darauf sind 10% Steuer. Dann zahl ich im Jahr 1000 Euro. Da brauch ich schon 10% Gewinn um mit Null auszusteigen. Nein Danke.

In Diskussion sind 2-3% pro Jahr. Das Vermögen wächst also weiter, man muss nur einen Teil des Zugewinns abgeben. 

Und zu den bishergen Vermögenssteuern: Die sind gescheitert, weil es Schlupflöcher groß wie Scheunentore gab. Genau das muss eben besser gemacht werden. Schwierig: Ja. Unmöglich: nein. Mehr noch: Unbedingt nötig, wenn man nicht will, dass unsere Gesellschaften an immer extremer werdender Ungleichheit zerbrechen. 

1
  •  Bungi
  •   Bronze-Award
16.8.2026 15:19  (#74)
Aus meiner Perspektive sollten wir als erstes mal die 65 Jahre beim effektiven Pensionsalter erreichen. Das ist aktuell durch die vielen vorzeitig in Rente gehenden Leute (oft Hochverdiener, die sich die Abschläge "leisten" können, die dann im Solidartopf fehlen)nicht erreichbar, deshalb würde ich diese Möglichkeiten streichen. 
Auch wenn viele aufschreien finde ich die aktuellen Entwicklungen beim Thema Altersteilzeit richtig und wichtig im Sinne der Allgemeinheit (Verkürzung, geringerer Lohnausgleich, Verschärfung der Anspruchsvoraussetzungen, Förderung bis max. Höchstbemessungsgrundlage).
@­MissT  Ich habe Einblick in die KV-Verhandlungen einer grossen Branche und ich kann dir sagen, so sinnig es auch wäre, die Gehaltsentwicklungen zu novellieren, wir beide werden das sicherlich nicht mehr erleben. Da schiesst sich keiner selbst ins Bein ....

Und ja, ich wäre auch dafür, die Kest für Veranlagungen, die zur Pensionsvorsorge dienen (gerne gewisse Haltedauer) zu verringern, denn jeder der an der Börse veranlagt, nimmt ja auch ein Verlustrisiko in Kauf.


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  •  supernova
  •   Silber-Award
16.8.2026 15:41  (#75)
Ein Freibetrag wäre mMn sinnvoll, aber eine komplette Befreiung fände ich nicht so gut.

Dass ab dem ersten ct. KEST zu zahlen ist, kommt ja eigentlich von dem Bankgeheimnis früher, wo‘s anonyme Sparbücher gab etc. Heute wo alles zugeordnet ist, könnte man eigentlich leicht einen Freibetrag machen...

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  •  Zwosti
  •   Bronze-Award
16.8.2026 16:24  (#76)

zitat..
supernova schrieb:

Ein Freibetrag wäre mMn sinnvoll, aber eine komplette Befreiung fände ich nicht so gut.

Dass ab dem ersten ct. KEST zu zahlen ist, kommt ja eigentlich von dem Bankgeheimnis früher, wo‘s anonyme Sparbücher gab etc. Heute wo alles zugeordnet ist, könnte man eigentlich leicht einen Freibetrag machen...

Wäre ein Anfang, wenn man Kinder hat könnte man diesen auch einen Freibetrag zuordnen und gleich früh beginnen mit dem Vermögensaufbau. In DE funktioniert das auch so ähnlich....


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  •  MissT
  •   Gold-Award
16.8.2026 16:48  (#77)

zitat..
Bungi schrieb:
@­MissT  Ich habe Einblick in die KV-Verhandlungen einer grossen Branche und ich kann dir sagen, so sinnig es auch wäre, die Gehaltsentwicklungen zu novellieren, wir beide werden das sicherlich nicht mehr erleben. Da schiesst sich keiner selbst ins Bein .... 

Sei Dir da nicht so sicher - für Gemeindebedienstete wurde (meines Wissens in mittlerweile fast allen Bundesländern) das jeweilige Dienstrecht in der jüngeren Vergangenheit novelliert und auf höhere Einstiegsgehälter und flachere Kurven umgestellt. Hier ging es auch darum am Arbeitsmarkt konkurrenzfähige Gehälter bieten zu können und dass sich das Alter der Dienstnehmer nicht mehr so stark auf die Personalkosten auswirkt wie früher. Natürlich betrifft das nur Neueintritte ins System bzw. freiwillige Wechseloption für jene, die das knapp verpasst haben. Aber vor diesem Hintergrund wäre ich nicht überrascht, wenn auch andere Branchen folgen.


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  •  thez
16.8.2026 19:02  (#78)

zitat..
MissT schrieb:

Sei Dir da nicht so sicher - für Gemeindebedienstete wurde (meines Wissens in mittlerweile fast allen Bundesländern) das jeweilige Dienstrecht in der jüngeren Vergangenheit novelliert und auf höhere Einstiegsgehälter und flachere Kurven umgestellt. Hier ging es auch darum am Arbeitsmarkt konkurrenzfähige Gehälter bieten zu können und dass sich das Alter der Dienstnehmer nicht mehr so stark auf die Personalkosten auswirkt wie früher. Natürlich betrifft das nur Neueintritte ins System bzw. freiwillige Wechseloption für jene, die das knapp verpasst haben. Aber vor diesem Hintergrund wäre ich nicht überrascht, wenn auch andere Branchen folgen.

Naja in der Privatwirtschaft bestimmt halt nicht eine Gehaltstabelle oder der KV maßgeblich dein Gehalt sondern der Wert dem du dem Unternehmen bringst bzw. die Spezialisierung sowie Angebot/Nachfrage...

Da ist sowieso jeder zwischen 50-150% überbezahlt zum darunterliegenden Gehalt vorallem in den ganzen Konzernen. Ich kenn eigentlich kaum jemanden der genau nach KV verdient außer vl. beim BILLA.

zitat..
Magnum2 schrieb:

Zwischen dem was mein Arbeitgeber für mich zahlt, und das was auf mein Konto überwiesen wird, liegen 64% Abzüge.

Diese 64% scheint man ja relativ schnell zu erreichen und das maximale Cap dürfte dann auch bei 64% sein egal wie hoch das Gehalt wird.


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  •  Thuata
  •   Bronze-Award
16.8.2026 20:08  (#79)

zitat..
Breitfuss schrieb:

Ist zwar Off-Topic: Die Einschränkung seitens Microsoft, ältere Geräte für Win11 offiziell auszusperren, ergibt nicht viel Sinn, das lässt sich aber umgehen. Habe vor ein paar Monaten auf einigen älteren Notebooks, die teils original noch gar kein Win10 hatten, ein Upgrade auf Win11 gemacht. Mit dem "product server" Trick, obwohl der angeblich schon 2023 von Microsoft gefixt worden sein soll, zumindest ohne Internetverbindung hat es überall funktioniert und danach stört sich Win11 auch nicht am fehlenden TPM.

stimmt schon - tpm 2.0 ist so als technische hardware anforderung echt mal komplett übertrieben. also.. wenn man keine ahnung von computern halt zumindest.


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  •  knauk
17.8.2026 8:36  (#80)
Die Besteuerung der unrealisierten Aktiengewinne ist doch nur eine Frage der Zeit. Man werfe hier einen Blick auf die Niederlande - klar die 36% die sie mit dem Box3 System eigentlich einführen wollten sind vollkommen übertrieben, aber in einer geringeren Form wird es kommen und (spätestens) dann sind die Blicke aller anderen EU-Staaten darauf gerichtet und es gibt wieder einen Fleckerlteppich mit ähnlichen Systemen.
Würde man das mit den hier genannten 2-3% einführen in Kombination mit einem Freibetrag, der indexiert wird(!), würde ich es sogar befürworten. Auch auf die sehr wahrscheinliche Gefahr hin, dass es Schlupflöcher geben wird.




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  •  npalko
  •   Bronze-Award
17.8.2026 9:22  (#81)

zitat..
Altromondo schrieb:

Ich würde es begrüßen, wenn man eigenverantworlich für die Pension vorsorgen könnte.

Ich hab nichts gegen soziale Sicherungssysteme für die, die weniger haben und weniger leisten können im Lande, aber ich finde diese Gruppe sollte so definiert sein, dass nicht mehr als 10%, vielleicht 20% oder im Extremfall 30% drunter fallen. 
Unsere Systeme sind aber so aufgesetzt, dass fast 100% in die Sicherungssyteme reinfallen. Das ist mir zu viel "von der einen Tasche in die andere". Ich zahle hohe Steuern und hohe Sozialbeiträge und bekomme dann eine hohe Pension. Das finde ich nicht sinnvoll. 

Das mag vielleicht in der Blase "energiesparhaus.at Forum" ein Ansatz sein, aber nicht für die Gesamte Population. Wenn ich diese Eigenverantwortung großflächig Ausrolle, dann freuen sich wohl die "Luxus" Verbrauchsgüteranbieter am meisten, weil wer denkt mit 20 oder 30 Jahren oder an später, ist ja noch genug Zeit.
Was glaub ich alle Beiträge gemeinsam haben ist, das die Zeiten nicht besser werden, und sicher viel schief gelaufen ist im System.
Hab auch nie verstanden wie in vergangenen Jahren Pensionen mehr steigen konnten als Löhne in einem Umlagesystem?
Gensau aber auch nicht wenn meine im "privaten" System Zwangsveranlagte Abfertigung "Neu" Inflationsbereinigt weniger wird weil ich trotzdem Gebühren zahlen obwohl sie keinen Gewinn erwirtschafet?

Für mich haben alle diese Sachen eines gemeinsam, jede Diskussion und Veränderung hat doch nicht das "Gemeinwohl" als Ziel, sondern eine spezifische Gruppe zu Bevorzugen, und das wird auch so bleiben. Daher ist für mich der Ausgleich der Interessensgruppe das relevante, da ich nicht glaube das die "Allgemeinheit" in der Lage ist für sich selbst auf einen Zeitraum von mittlerweile 80-85 Jahren zu sorgen. Früher sind halt die Leute mit 50 gestorben, oder es gab alle 20 Jahre einen Krieg für einen Reset, aber auch nicht ersterbenswert. Und selbst der Norgwegische Staatsfond der nach ethischen Grundsätzen investiert hat sein Kapital damit gemacht, das durch die mit Öl und Gas mithervorgebrachte Klimaerwärmung ein Inseleinwohner im Pazifik seine Insel verlassen muss, weil sie unter geht.


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