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Diskussion zu Wirtschaft, Pensionen usw. - Seite 9 teilen

12.8. -25.8.2026    173 Antworten    41 Autoren 173 2026-08-25T08:25:24+02:00    4 Empfehlungen
     
Zusammenfassung
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  •  speeeedcat
  •   Gold-Award
12.08.2026
177
Ich möchte hiermit einen Thread eröffnen, um über wirtschaftliche Themen in Österreich und weltweit zu diskutieren. Gerne können auch Themen wie staatliche österreichische Pensionsstrategien, der Wandel von Arbeitszeitmodellen sowie individueller Exit- und Vorsorgestrategien eingebracht werden.

Mich hat u.a. dieser Artikel dazu bewogen:
https://orf.at/stories/3438942/
Zitat:
"Seit dem Beginn der Investmentphase hat der Fonds einen durchschnittlichen Wertzuwachs von 6,6 Prozent pro Jahr erzielt. Vor neun Jahren wurde erstmals das Vermögen von einer Billion US-Dollar überschritten, inzwischen hat es sich fast verdoppelt. Für das kleine Norwegen ist das eine gewaltige Summe. Rein rechnerisch stehen jedem Norweger über den Ölfonds mehr als 340.000 Euro zu."

Mir ist schon klar, dass der Fonds (zumindest ursprünglich) u.a. aus Öl- und Gaseinnahmen gespeist wurde/wird.
Aber den Ansatz bei Gründung, dass endliche Rohstoffvorkommen auch Nachfolgegenerationen zugute kommen soll, finde ich gut.
Das Fondsvolumen wächst mittlerweile sehr gut am Kapitalmarkt, neben den Staatsanleihen getrieben von der Tech-Hausse.
Der durchschnittliche Wertzuwachs durch den Veranlagungserfolg am Kapitalmarkt unter Berücksichtigung der Wertschwankungen ist beeindruckend und schlägt die Inflation locker.

Leider wurschteln wir hier in Ö seit Jahren mit einer entsprechenden staatlichen Veranlagungsstrategie und Bestrafung individueller Vorsorge am Wertpapiermarkt durch Verkestung der Anlagegewinne seit Jahrzehnten herum. Das staatliche Umlagesystem wird zusehends unfinanzierbar bei sinkendem Bevölkerungswachstum und alternativen Arbeitszeitmodellen.

Es soll auf gar keinen Fall eine politisch geprägte Diskussion werden mit Schuldzuweisungen an Parteien oder Individuen.
Mir geht es rein um eure Meinungen zur Wirtschaft/Aussicht generell und speziell auch zu eurer Sichtweise auf ein Pensionssystem, das uns und unsere Kinder allesamt betrifft oder betreffen wird.

Ich hoffe auf eine nettiqettenkonforme Runde.

  •  Pedaaa
  •   Gold-Award
23.8.2026  (#161)

zitat..
MalcolmX schrieb: die es den Menschen zuliebe zu tun scheinen...

solche ehrlichen Leute mit Motivation und Willen sind leider nichts für die Politik, die halten sich üblicherweise nicht lange in den festgefahren Parteienstrukturen, bzw. überleben die Schmutzkübeln und Anfeindungen nicht.
Schau mal den Typ Mensch an, der Politiker wird...
Is leider so.

Und bzgl. Einkommen:
Ich hatte auch länger die Meinung, dass die eigentlich zu wenig verdienen, um wirklich unabhängig und zielstrebig arbeiten zu können. Aber mittlerweile ist meine Erkenntnis eher, dass es nichts bringen würde.... Dieser Typ Mensch bekommt den Hals nicht voll. Egal was du hier alles bieten würdest. Da zählt nur mehr mehr mehr. Somit bleiben die immer für irgendwelche manipulativen Zuckerl zu haben.

(ja, etwas polemisch wie immer, aber mein Ansehen für diese Berufsgruppe ist tatsächlich unterirdisch. Hingegen hab ich aber auch tiefsten Respekt für jene, die es wirklich Ernst meinen würden und etwas probieren und Gutes durchsetzen wollen)

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  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
23.8.2026 9:18  (#162)
Ich kenn eine Handvoll die das durchhalten, aber dann eher als Langzeitbürgermeister oder dergleichen.
Wo man nach 20 Jahren noch merkt die haben noch Bock, das Beste für den Ort herauszuholen...

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  •  Hausbau24
  •   Silber-Award
24.8.2026 9:41  (#163)

zitat..
HAR80 schrieb:

Eigentlich verdienen unserer Regierungsmitglieder zu viel, nicht zu wenig. Und nein, das ist nicht mit einer Managementposition in einem Unternehmen vergleichbar. Der Ablauf der Entscheidungsfindung ist ein komplett anderer. Wenige unserer höchsten Politiker würden in der Privatwirschaft auch nur einen annähernd gut bezahlten Job finden. Mit mehr Geld würde man auch keine besseren "Manager" anziehen. Politik ist eine Spielwiese die eine ganz spezielle Klientel anzieht.

Natürlich, aus der heutigen Sicht ist die Wahrnehmung jene, dass unsere Politiker kaum etwas erreichen und für dieses kaum etwas zu viel verdienen. 

Nichtsdestotrotz ist das System ein Problem. Jeder der in der Politik tatsächlich etwas erreichen/verändern könnte, würde in der Privatwirtschaft das xy-fache verdienen ohne medial so sehr im Blickpunkt zu stehen. 
Genau aus diesem Grund haben wir in der Politik auch nicht die besten des Landes, auch nicht die zweit- oder drittbesten. 




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  •  HAR80
  •   Bronze-Award
24.8.2026 16:37  (#164)
Ein Nationalratsabgeordneter verdient aktuell ca. 10.350€ 14x. Ein Minister ein wenig über 19.000€ 14x. Ich höre das seit Jahrzehnten, dass die ja in der Privatwirtschaft mehr verdienen würden. Die Realität ist, die die das würden, tun das auch jetzt schon und sind trotzdem in der Politik. Die Mehrheit würde in der Privatwirtschaft nie in diese Gehaltsbereiche kommen. Man sieht weltweit eigentlich, dass diesen Job Menschen nicht wirklich wegen des Geldes ausüben. Und bei Nationalratsabgeordneten wäre es eigentlich wünschenswert im Parlament einen repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung zu haben. Stattdessen sind da ein paar Berufsgruppen stark überrepräsentiert (zb. Lehrer und Landwirte). Zu wenig sollte man denen aber auch nicht zahlen ...

Wir und auch Nachbarstaaten hatten schon mehrmals Topmanager in der Politik, die vorher Millionen Gehälter hatten. In der Politik eigentlich immer kläglich gescheitert oder kein nennenswerter Unterschied zu den vorherigen Politikern. Politik ist dann eben doch nicht vergleichbar mit der Führung und Leitung eines Unternehmens.

Bürgermeister außerhalb der großen Städte ist sehr oft ein komplett anderer Schlag. Die tun das oft nicht wirklich wegen dem Gehalt, das vor allem bei kleinen Gemeinden nicht in Höhe der Verantwortung liegt. Bei den großen Städten ist es dagegen wieder ein Job der ein gewisses Klientel anzieht ...

Bei uns kommt dazu, dass die eigentliche Macht aus den Parteien kommt ... die Parteibasis stimmt allerdings nicht unbedingt mit der Wählergruppe überein. Ein Manager würde von außen kommen, dem fehlt aber die Hausbasis in der Partei ... Da spießt es sich mehr als am Gehalt.

Die aktuelle Regierung hat es ja noch halbwegs entspannt. Die können sich noch darüber wurschteln und doch krachts schon gewaltig bei den bißchen Einsparungen. Wir haben gerade das letzte Tripple A verloren. Spätestens die nächste Regierung muss einsparen ob sie will oder nicht. Wir gehen der Zeit entgegen in der gerade die Amis feststecken. Bereits die Hälfte von deren Schuldenaufnahmen sind nur wegen der Zinslast nötig. Nur noch die Hälfte geht in den eigentlichen Staatshaushalt ... eine exponentielle Schuldenentwicklung beginnt, außer das stoppt noch jemand. Irgendwann ist es aber selbst mit Reformen zu spät. Spannend wird es also in ein paar wenigen Jahren ... vor allem, weil dann für die nötigen Einschnitte 2/3 Mehrheiten nötig sein werden.

Die aktuelle Regierung spart irgend etwas um die 3 Milliarden herum ein (davon allerdings das meiste über neue Steuern), nötig wäre für eine nachhaltige Konsolidierung laut der Rating Agenturen bereits über 15 Milliarden ... 

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  •  sudo
24.8.2026 17:04  (#165)

zitat..
HAR80 schrieb: Ein Nationalratsabgeordneter verdient aktuell ca. 10.350€ 14x.

Ist auch ein sehr aufwendiger All-In Job den viele gar nicht aushalten würden, daher haben ca. ¾ einen zusätzlichen Beruf als Ausgleich, zB Bürgermeister (was auch wieder ein Vollzeitjob ist, je nach aktueller Argumentationslage).
Sind schon wahre Superhelden, wir sollten mehr Dankbarkeit zeigen 🤡


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  •  Benji
  •   Gold-Award
24.8.2026 17:15  (#166)

zitat..
sudo schrieb: Sind schon wahre Superhelden, wir sollten mehr Dankbarkeit zeigen

Man sollte die aber nicht über einen Kamm scheren. Es gibt auch Ausnahmen (und ich hoffe sie werden mehr)

Mehr oder weniger zufällig kenne ich die Bürgermeisterin von Graz persönlich, seit vielen Jahren.

Ihren Job möchte ich nicht haben. Ihren Tag ( bzw. Tagesablauf, und das nicht Mo-Fr sondern fast 24/7) möchte ich nicht haben.

Aber ihre Kraft möchte ich haben.

Elke ist schon ein bisschen eine "Superheldin"

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  •  MissT
  •   Gold-Award
24.8.2026 18:34  (#167)
"Jedes Volk hat die Politiker, die es verdient." (Joseph de Maistre) 🤔

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  •  speeeedcat
  •   Gold-Award
24.8.2026 19:50  (#168)
.... und deswegen gehen immer weniger wählen. Traurige Entwicklung.

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  •  thohem
24.8.2026 21:39  (#169)

zitat..
HAR80 schrieb: Die aktuelle Regierung spart irgend etwas um die 3 Milliarden herum ein (davon allerdings das meiste über neue Steuern), nötig wäre für eine nachhaltige Konsolidierung laut der Rating Agenturen bereits über 15 Milliarden ...

Wie bereits gesagt: Einsparungen im derzeitigen System sind halt nicht wirklich möglich. Bin komplett dabei alle Landesregierungen zu kürzen....aber das sind was? 100Mio im Jahr? Eh nicht nix, aber halt auch nur <1% von den nötigen Einsparungen. 

Ohne richtig derbe und heftige Neuausrichtungen der diversen Ressorts (es sei mal dahingestellt wie sinnvoll das ist), wird das einfach nix 


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  •  supernova
  •   Silber-Award
24.8.2026 22:46  (#170)
Dass der Staat sich von den Privaten / Investoren Geld leiht und dafür Zinsen zahlt,  ist keine Naturgegebenheit. Das ist Teil des aktuellen Systems und man könnte das auch anders machen. Aktuell überlässt man die Geldschöpfung weitgehend den privaten Banken. Das könnte auch die EZB machen ohne von den Staaten Zinsen zu verlangen. Man müsste „nur“ die Regeln ändern. (Und Wenn man das macht, braucht es unbedingt auch Vermögenssteuern, um das Geld wieder einzusammeln nach den Investititionen. (Sonst würde man die Inflation anheizen.))

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  •  gdfde
  •   Gold-Award
24.8.2026 22:54  (#171)

zitat..
HAR80 schrieb: Ein Nationalratsabgeordneter verdient aktuell ca. 10.350€ 14x. Ein Minister ein wenig über 19.000€ 14x. Ich höre das seit Jahrzehnten, dass die ja in der Privatwirtschaft mehr verdienen würden. Die Realität ist, die die das würden, tun das auch jetzt schon und sind trotzdem in der Politik.

Das ist Neidgesellschaft und Blödsinn.
Jeder Manager ab Abteilungsleiter Level verdient in der Privatwirtschaft genauso viel oder sogar mehr als ein Nationalratsabgeordneter, für das du dein komplettes Privatleben aufgibst.

Wenn´s um Ministergehalt geht, das zumindest mit Geschäftsführerpositionen in der Privatwirtschaft vergleichbar ist, verdienst in der Privatwirtschaft mehr und weniger Aufwand und Öffentlichkeitsdruck.

Bis du selbst mal im Nationalrat bist mit diesem Gehalt, mußt du sehr viel Energie und Lebensqualität investieren...ich beneide keinen drum.

Die CEO´s der größten und wichtigsten Konzerne in Österreich verdienen Millionen, die Minister einen Bruchteil davon, und die sollen die Republik managen...




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  •  supernova
  •   Silber-Award
24.8.2026 23:24  (#172)
Ich glaube das Problem ist weniger das Gehalt, als die Aussicht, dass man sich erstmal in einer Partei nach oben dienen müsste... Es gibt zu wenig Raum für Sachpolitik, alles wird zum parteipolitischen Hick-Hack... Das tut sich nicht so schnell jemand freiwilig an...

Es gibt Modelle, die ein Losverfahren für politische Ämter vorschlagen (dabei würden sich Leute freiwillig für Ämter melden, dann würde eine Kompetenzprüfung erfolgen und unter den Qualifizierten wird dann gelost). Das könnte ein Ansatz sein (ich denke aber nicht, dass Parteipolitiker sowas beschließen würden.)

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  •  thez
25.8.2026 8:25  (#173)

zitat..
gdfde schrieb:

Bis du selbst mal im Nationalrat bist mit diesem Gehalt, mußt du sehr viel Energie und Lebensqualität investieren...ich beneide keinen drum.

Ich beneide auch keinen darum dauernd nach Wien zu pendeln (wenn der Lebensmittelpunkt z.B. in der Steiermark ist) und alles unter einen Hut zu bekommen. Genau so wenig die Minister und Politiker die 24/7 arbeiten und bei Terminen sind. Natürlich ist nicht jede Stunde "Arbeit" aber für Privatleben bleibt trotzdem wenig Zeit. 

Denk mal an Sonderereignisse wie Corona Krise oder Amokläufe: Corona dauernde Sitzungen und Pressekonferenzen egal welcher Tag. Amokläufe, sofort ins Auto steigen und z.B. nach Graz fahren für eine Pressekonferenz (Dreihackengasse z.B.). Dafür ist das Gehalt "relativ" überschaubar. Natürlich fehlt einem nichts aber wirklich genießen kann mans auch nicht.


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