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Aktuelle Aufschläge Hypothekar-Kredite 2026 - Seite 13

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  •  speeeedcat
  •   Gold-Award
30.12.2025 - 8.6.2026
250 Antworten | 62 Autoren 250
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Liebe ESH ESH [Energiesparhaus]-Community,

wie immer um diese Zeit der Themenstart des Aufschlag-Threads.

Die aktuellen SWAP-Sätze sind gegenüber dem Vorjahresthread zu dieser Zeit aktuell wieder auf einem recht hohen Niveau nach einer Erholungsphase im Sommer/Herbst 2025.  

Hier zum Nachlesen der 2025er Thread:
https://www.energiesparhaus.at/forum-aktuelle-aufschlaege-hypothekar-kredite-2025/81485

Eine wesentliche Veränderung zum Vorjahr ist der Wegfall der KIM-V, sie wurde per Juni 2025 gestrichen. Die Bankinstitute orientieren sich aber weiterhin nach deren Vorgaben:
  • Beleihungsquote (LTV)von max. 90%
  • Schuldendienstquote (DSTI) von maximal 40%, in Ausnahmefällen bis zu 50%.
  • Eine Laufzeit von maximal 35 Jahren
 
Ich skizziere die österreichweit gültigen AB-Konditionen. Bei Sonderkontingenten, die manche Institute fahren, persönliche Naheverhältnisse und geschäftspolitischen Entscheidungen oder auch unter bestimmten Auflagen wie Verpflichtung zum Abschluss von Bank- oder Versicherungsprodukten können diese Konditionen aber auch unterboten werden.

Fixzins-Varianten, Stand 30.12.2025:
  •  5J FIX: ab 3,09%, Anschluss variabel 3-Monats Euribor zuzüglich bestens ab 1%
  • 10J FIX: ab 3,49%, Anschluss variabel 3-Monats Euribor zuzüglich bestens ab 1%
  • 25J Fix: ab 3,84%, Anschluss variabel 3-Monats Euribor zuzüglich bestens ab 1%
  • 15, 20, 30 und 35J FIX: individuell
Variante variabel:
  • Aufschlag ab 1,00% zuzüglich 3-Monats-Euribor
 Auflage: Gehaltskontoverlegung und Ratenabbuchung über dieses Konto. Für KontoNEUkunden ist dieses Gehaltskonto ohne Kontoführungsgebühr während der Kreditlaufzeit.
 
Eine weiter Änderung ab 2026 ist die Neugestaltung der BAG BAG [Bearbeitungsgebühr] bzw. Vermittlungsprovision. Diese müssen verpflichtend separat und in Eurobeträgen ausgewiesen werden.

Alle Angaben sind unverbindlich und dienen lediglich der Orientierung, da eine konkrete Zusage und Konditionierung erst nach Sichtung aller einreichrelevanter Unterlagen und Informationen sowie Genehmigung durch das Risikomanagement der finanzierenden Bank erfolgen kann.

Link zum Versicherungsthread zu den Themen Vorsorge für Personen und Elementarereignisse:
https://www.energiesparhaus.at/forum-versicherungen-und-absicherungen-rund-ums-bauen-teil-1/72629

In diesem Sinne wieder auf einen regen Austausch hier im Forum, viel Gesundheit und die besten Konditionen für 2026!

  •  speeeedcat
  •   Gold-Award
5.6.2026  (#241)
Bausparkasse?

Ganz verstehe ich die Rechnung nicht:

300K in der Immo gebunden, diese soll verkauft werden. Ist diese Immo schuldenfrei?
300K Eigenmittel
Kauf Wohnung neu: 700K

Dafür sollte es nach meinem Verständnis nach so aussehen:

80% (kann die Bank max. vom erwartetendem Verkaufserlös vorfinanzieren): 240K
plus 300K Eigenmittel liquide ergibt 540K. Das GAP auf die 700K sind somit 160K (das sollte der Finanzierungsbetrag langfristig netto sein). 
Dazu kommen noch Steuer, Eintragung Eigentum, Eintragung Pfandrecht, (1% Provision bei Vermittlung), Beglaubigung und Schätzkosten. Ergibt den langfristigen Finanzierunsbedarf brutto.

Wenn es über eine große österreichweit agierende Bank geht, werden die 80% vom erwartetem Verkaufserlös für max. 24 Monate über ein Bau-Wohnkonto vorfinanziert (1-ME, variabel). Dazu kommen Gebühren wie Eintragung Pfandrecht, Schätzkosten, usw.)
Nach Verkauf deckt der Verkaufserlös das Wohnbaukonto ab.

Als Benchmark für den langfristigen Kredit gilt: ab 2,85% für 5J FIX und ab 3,19% für 10J FIX. 

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  •  LiConsult
  •   Gold-Award
5.6.2026  (#242)

zitat..
speeeedcat schrieb: 80% (kann die Bank max. vom erwartetendem Verkaufserlös vorfinanzieren): 240K

die 80% laut VERA-Verordnung wird auf den bankintern ermittelten Verkaufserlös abzüglich Vorlasten angewandt. In der eigenen Kalkulation vermute ich, dass Marbine den Verkaufserlös in voller Höhe angesetzt und davon die offene Kreditverbindlichkeit abgezogen hat. Die Bank selbst muss natürlich 80% (auf einen möglicherweise geringeren Betrag) abzüglich Vorlasten berücksichtigen. Vielleicht ergibt sich daraus der höhere Endfinanzierungsbetrag i.d.H. von 150k, wobei:

zitat..
Marbine schrieb: Laut Kaufvertrag werden die 300.000 € aus dem Hausverkauf erst bei Schlüsselübergabe Mitte 2027 benötigt.

spricht das wieder gegen eine Zwischenfinanzierung. Das ist eine sehr komfortable Lösung für euch.

zitat..
Marbine schrieb: Falls das Haus nach einem Jahr noch nicht verkauft ist, wäre eine Nachfinanzierung möglich (Kosten noch offen).

darauf würde ich mich nicht verlassen - was passiert, wenn sich eure finanziellen Umstände oder auch die Regulatorik (bei dieser Regelungsfreude weiß man nie)  in dieser Zeit derart gravierend ändern, dass eine Nachfinanzierung unmöglich erscheint? Hier wäre mir der Spatz in der Hand lieber als die Taube am Dach.

Mögliche Gebühren stehen oben - ergänzend: Anschlusskondition 3M EURIBOR + 1,25% nach der Fixzinsphase.




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  •  Marbine
5.6.2026  (#243)
Hallo zusammen. Danke für eure rasche Antwort.
Unsere Kalkulation beinhaltet die 700.000 Kaufpreis + rund 50.000 an Kaufnebenkosten.
Das verkaufte Haus ist schuldenfrei und wir kalkulieren da mit 300.000 die uns netto davon übrig bleiben. Deswegen 300+300+150.

Die Option mit der späteren Zahlung der Summe vom Hausverkauf hat uns der Bauträger angeboten, das im Kaufvertrag so berücksichtigt werden sollte. Natürlich besteht da ein Risiko, dass wir das Haus bis dahin in rund einem Jahr nicht verkauft bekommen haben. (eher im ländlichen Bereich und nach einigen Monaten am Markt noch kein Kaufangebot eingegangen) 

Das Split Angebot kommt uns daher eher wie ein "Sorglos" Paket vor um mit dem Hausverkauf flexibler zu sein. Sollten wir das Haus jedoch ohnehin vorher verkauft bekommen haben, wären das wahrscheinlich "unnötige" Kosten.
Diese Split Variante war für uns generell neu, gibt es da für Erfahrungswerte der Nachteile? In die monatliche Rate wird in der Fixzinszeit der variable Anteil mit den 300.000 vom Haus scheinbar nicht eingerechnet, nachdem die Rate nur um die 600€ beträgt.

Was für uns auch noch etwas unklar ist, ist es in Summe günstiger wenn wie bei Bank B die Zinsen etwas höher sind, dafür 0 Nebengebühren verlangt werden oder umgekehrt wie bei Bank A mit geringeren Zinsen, dafür sämtliche Nebengebühren

Besten Dank! 

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  •  LiConsult
  •   Gold-Award
6.6.2026  (#244)

zitat..
Marbine schrieb: Das Split Angebot kommt uns daher eher wie ein "Sorglos" Paket vor um mit dem Hausverkauf flexibler zu sein. Sollten wir das Haus jedoch ohnehin vorher verkauft bekommen haben, wären das wahrscheinlich "unnötige" Kosten.

dabei handelt es sich wie bei einer Versicherung um Kosten, die entstehen, wenn der Fall der Fälle nicht eintritt. Falls ihr jedoch euer Haus so wie bisher

zitat..
Marbine schrieb: nach einigen Monaten am Markt noch kein Kaufangebot eingegangen

in der gewünschten Zeit nicht zum gewünschten Preis verkaufen könnt, entsteht dann für euch möglicherweise ein bedeutend größeres Thema.

zitat..
Marbine schrieb: Was für uns auch noch etwas unklar ist, ist es in Summe günstiger wenn wie bei Bank B die Zinsen etwas höher sind, dafür 0 Nebengebühren verlangt werden oder umgekehrt wie bei Bank A mit geringeren Zinsen, dafür sämtliche Nebengebühren

ist mir auf den ersten Blick auch nicht klar. Was aber augenscheinlich ist: neben der Fixzinskondition wäre vor allem die Zwischenfinanzierung (3,45%) deutlich optimierbar - mit 1M EURIBOR + 1% und somit 3%, ohne Pönale bei der Rückführung.

zitat..
Marbine schrieb: Diese Split Variante war für uns generell neu, gibt es da für Erfahrungswerte der Nachteile?

dabei handelt es sich lediglich um die Aufteilung auf 2 Kreditkonten - eben für die Zwischenfinanzierung und die Endfinanzierung. Berücksichtigen muss man, dass zweimal Kontoführungsgebühr anfällt.


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  •  speeeedcat
  •   Gold-Award
6.6.2026  (#245)

zitat..
Marbine schrieb: Das Split Angebot kommt uns daher eher wie ein "Sorglos" Paket vor um mit dem Hausverkauf flexibler zu sein. Sollten wir das Haus jedoch ohnehin vorher verkauft bekommen haben, wären das wahrscheinlich "unnötige" Kosten.
Diese Split Variante war für uns generell neu, gibt es da für Erfahrungswerte der Nachteile? In die monatliche Rate wird in der Fixzinszeit der variable Anteil mit den 300.000 vom Haus scheinbar nicht eingerechnet, nachdem die Rate nur um die 600€ beträgt.

Natürlich. Aber wer will mit dem Hauskredit schon zocken? So habt ihr keinen Stress bzw kann der Bauträger keine Stress machen, weil die Restzahlung aufgrund des nicht erfolgten Hauskaufes ausbleibt.
Ich denke, dieser Betrag geht in der Gesamtkostenbelastung auf.


zitat..
Marbine schrieb: Was für uns auch noch etwas unklar ist, ist es in Summe günstiger wenn wie bei Bank B die Zinsen etwas höher sind, dafür 0 Nebengebühren verlangt werden oder umgekehrt wie bei Bank A mit geringeren Zinsen, dafür sämtliche Nebengebühren

Das sollte in ein paar Minuten durchrechenbar sein. 
Was mir ein wenig komisch erscheint, wie es gänzlich ohne Nebengebühren abläuft. Die genauen Parameter würde ich bei dem Berater erfragen, das ist aus der Ferne nicht zu beurteilen.


zitat..
LiConsult schrieb: Berücksichtigen muss man, dass zweimal Kontoführungsgebühr anfällt.

Und ziemlich fix 2x Schätzgebühr, 2x Eintragung Pfandurkunde, 2x Kontoführung wie erwähnt ...




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  •  daniel0908
7.6.2026 13:26  (#246)
Hi Community, eine Frage in die Runde - wie steht ihr eigentlich zum Abschluss eines Kreditvertrags im EU-Ausland?

Können da Konditionen auch mal besser sein? Welche Vor-, welche Nachteile können sich ergeben?

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  •  speeeedcat
  •   Gold-Award
7.6.2026 13:55  (#247)
Das kann schon sein, dass die Konditionen besser sind, das muss man genau prüfen.
Nachteile sind Gerichtsstand im Ausland, Sprachbarrieren, ausländisches Recht - speziell im Konsumentschutz, Spezialklauseln im Kreditvertag bez. Verzinsung, um nur einiges anzuführen.
Meiner Meinung nach müss(t)en die Konditionen signifikant besser sein, um eine Verschuldung im Ausland ernsthaft in Erwägung zu ziehen.

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  •  daniel0908
7.6.2026 14:18  (#248)
Hättest du da einen Tipp? 

Glaube vor allem, dass da im Konsumentenschutz nicht viel um sein kann, weil EU-Recht

Gerichtsstand im Ausland ist natürlich ein Thema.

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  •  FranzGrande
  •   Silber-Award
7.6.2026 14:19  (#249)
Siehe dazu auch: https://www.energiesparhaus.at/forum-aktuelle-aufschlaege-hypothekar-kredite-2024/75851_35#844288

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  •  LiConsult
  •   Gold-Award
8.6.2026 9:00  (#250)

zitat..
daniel0908 schrieb: Glaube vor allem, dass da im Konsumentenschutz nicht viel um sein kann, weil EU-Recht

Gerichtsstand im Ausland ist natürlich ein Thema.

bezüglich Gerichtsstand hätte ich weniger Bedenken, da die entsprechende europäische Regelung vorsieht, dass Klagen gegen den Verbraucher dort zu führen sind, wo dieser seinen Wohnsitz hat. Wenn der Verbraucher selbst gegen den Unternehmer klagen möchte, so kann er nach meinem Kenntnisstand den Ort wählen, an dem er das tun möchte. Das gilt im Übrigen auch für Fernabsatzverträge.

Vor Jahren gab es mal das Thema mit Krediten, die von der ING (jetzt bank99) zur Verfügung gestellt wurden. Da gab es (weil Firmensitz Deutschland) auch die Annahme, dass der Gerichtsstand dort sein müsste. 

zitat..
daniel0908 schrieb: Können da Konditionen auch mal besser sein? Welche Vor-, welche Nachteile können sich ergeben?

eine Zeit lang war Deutschland bei einigen Dienstleistern und auch Banken ein Thema (jedoch vorrangig nicht konditionenbedingt sondern wegen der Aushebelung der KIM-V). Konditionell fällt mir bei den aktuellen Angeboten kein wesentlicher Unterschied zu Österreich auf - im Gegenteil: gerade bei den kurz- mittelfristigen Fixzinskonditionen brauchen sich vereinzelte heimische Banken nicht verstecken.

Generell kämen meiner Ansicht nach tendenziell auch nur (im Grenzgebiet agierende) Deutsche Institute in Frage, da diese auch eine hypothekarische Sicherstellung in Ö durchführen können/wollen. Ob sich das ein beispielsweise belgisches Institut antun möchte .... weiß ich nicht. Und für die bankeigene Eigenkapitalhinterlegung (die entsprechenden Verpflichtungen gelten für alle EUR-Land-Banken) wird es einer Sicherheit bedürfen - da wie dort.

btw: wer sich für eine längere Periode zinsbinden möchte, findet derzeit 25Y fix mit ab 3,75% (Anschlusskondition 3M EURIBOR + 1%) eine Möglichkeit.

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