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Etwas Geld auf der Kante, was damit machen? - Seite 15

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  •  radmutter
12.11.2024 - 30.3.2026
340 Antworten | 58 Autoren 340
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Hey,

super Forum, hat mir schon in vielen Bereichen weitergeholfen.
Ich wende mich nun auch mit einer Frage an die Gemeinschaft, grundsätzlich weiß ich nämlich nicht wirklich, was gute Ansätze wären.

Folgende Eckdaten:
- Haus gebaut, danach getrennt, Freundin ausbezahlt, ich zu 100 % im Grundbuch
- restliche Kreditsumme, inkl. Landesförderung: 270.000 Euro (1 % fix bis 2036, danach noch 15 Jahre 1 % Aufschlag auf 3 Monatseuribor, Tilgung läuft ausnahmslos über mich
- Bitcoins, Aktien, Gold sind keine mehr vorhanden, das ging alles für die Ausgleichszahlung drauf (leider zu einem recht ungünstigen Zeitpunkt, das wäre jetzt um einiges mehr wert).
- ob ich das Haus langfristig behalte oder wo anders hinziehe/baue weiß ich noch nicht zu 100 %

Ich habe danach versucht, mir wieder ein entsprechendes Polster anzusparen und habe viel dafür gearbeitet. Grundsätzlich bin ich sparsam (keine teuren Urlaube nötig, mir reicht eine schöne Bergtour). Ich leiste mir gutes Essen und genieße so gut es geht, also mir fehlt es an nichts.

Ich habe mir bis jetzt ca. 55.000 Euro angespart. 
Mir stellt sich jetzt nur die Frage, was ich mit dem Geld am besten machen soll.
Aktuell ist das meiste mit 2,5 - 3 % verzinst, ich wollte in der schwierigen Zeit kein Risiko eingehen. Nachdem ich mir es so schweißtreibend erarbeitet habe, möchte ich es auch nicht zu risikoreich veranlagen (Sparplan in ETF habe ich allerdings wieder mit einem geringen Betrag gestartet).
Einstieg in den Aktienmarkt etc. erscheint mir aktuell etwas zu heiß, da doch gerade alles recht stark gestiegen ist.
Sondertilgung macht vermutlich bei diesen Konditionen auch wenig Sinn... 
In eine Wohnung als Wertanlage zu investieren macht auch wenig Sinn, da zu wenig Kapital.
Ein Auto wird einmal fällig werden, da möchte ich allerdings auch nicht mehr als 20.000 Euro ausgeben. 
Oder soll ich ganz einfach weiter fleißig ansparen?

Ihr seht, gar nicht so einfach. Habt ihr Vorschläge für mich?

  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
19.3.2026  (#281)

zitat..
radmutter schrieb:

Hallo zusammen, 

da aktuell meine ETFs ja alle grundsätzlich gefallen sind, sollte man jetzt noch etwas nachkaufen oder ist die aktuell weltpolitische Lage einfach noch zu volatil, um hier noch mehr Kapital einzubringen?
Aktuell sind die Aussichten aufgrund der Abhängigkeiten in Europa ja nicht wirklich rosig,... setzt ihr weiterhin auf Europa?

Ich werd paar Eurostoxx ETFs nachkaufen, und sonst meinen normalen Sparplan weiterlaufen lassen. Da mein Anlagehorizont ja sowieso 20 Jahre sind mindestens, hab ich keinen Grund, irgendwas zu verkaufen und da ich im vergangenen Jahr schonmal teurer gekauft habe und gerade ein bissl was über ist, kaufe ich bissl was extra nach. Aber bei mir reden wir da von lächerlichen Summen.


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Hallo radmutter,
hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Etwas Geld auf der Kante, was damit machen?

  •  fruzzy
  •   Gold-Award
19.3.2026  (#282)
Der Thread hier beruhigt mich hinsichtlich der schon öfter gelesenen Angst, dass der Markt ineffizient wird aufgrund der vielen passiven Indexinvestoren … 😅...Das Gros der Investoren schafft es einfach nicht, die Füße stillzuhalten … das ist fix in unserer Psyche einprogrammiert....😉

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  •  Equity
  •   Bronze-Award
19.3.2026  (#283)
Zur Einordnung, wird sind (weltweit, in EUR) etwa 5% unterm all time high und 30% über dem April 2025 Zwischentief (und auch das war kein Crash). Wüsste nicht warum sich daraus in irgendeine Richtung Handlungsbedarf ergibt für die langfristige Anlage.

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  •  radmutter
23.3.2026  (#284)

zitat..
Equity schrieb: warum sich daraus in irgendeine Richtung Handlungsbedarf ergibt für die langfristige Anlage.


die Frage ist nur, ob man aktuell etwas nachkaufen sollte wenn etwas verfügbar ist. Auch der World ist ja bspw. aktuell um ein einige Prozentpunkte zurückgegangen.


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  •  fruzzy
  •   Gold-Award
23.3.2026  (#285)

zitat..
radmutter schrieb: die Frage ist nur, ob man aktuell etwas nachkaufen sollte

imho ist das die falsche frage. auf die gibts nämlich keine seriöse antwort....alles kann passieren....

du musst dir die frage stellen: 

  • hast du freies cash welches du investieren willst
  • warum hast du es vorher noch nicht invesiertert

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  •  speeeedcat
  •   Gold-Award
24.3.2026  (#286)

zitat..
fruzzy schrieb: du musst dir die frage stellen: 

hast du freies cash welches du investieren willst
warum hast du es vorher noch nicht invesiertert

Die Frage anhand der aktuellen Situation sind eher:

soll man das freie Cash nicht besser auf der Seite lassen und warten, bis sich die Böden an den Märkten gebildet haben? Prognosen gehen davon aus, dass es nochmals deutlich runtergehen könnte.
Und sollte man Gewinne, bevor sie schmelzen, nicht zu Geld machen, um diese nicht zu verbrennen? Und später wieder investieren, als dass man jetzt den Downer voll mitnimmt?

Bin selber noch ein wenig unschlüssig....


1
  •  radmutter
24.3.2026  (#287)
ich finde es auch irgendwo brutal schwer hier irgendwie als Laie den Markt "lesen" zu können. 
Das Gold-Investment ging jetzt einige Zeit gut und ist im Wert gestiegen, dann ziemlich kurzfristig ist es doch mehr gefallen und ist jetzt im Minus. Damit hätte ich bspw. nicht gerechnet.

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  •  tomsl
  •   Bronze-Award
24.3.2026  (#288)
Meine Strategie:

- das Angebot vom Land Burgenland annehmen und die WBF vorzeitig tilgen (-25% "Rabatt")
- Sparpläne wie gewohnt weiterlaufen lassen
- Der Rest kommt in den Bundesschatz

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  •  radmutter
24.3.2026  (#289)
bei mir:
- ETF Sparplan weiterführen, 
- Gold liegen lassen, da in Verlustzone
- Bitcoin liegen lassen, da in Verlustzone
- Cash bei 2,5 % Scalable Tagesgeld

auf baldige Trendumkehr im Weltmarkt hoffen

1
  •  Gawan
  •   Gold-Award
24.3.2026  (#290)
wer -30% in seinen langfristigen ETF Sparplan nicht eingepreist hat, hat sich nicht mit langfristigen ETF-Sparplänen beschäftigt 😉

2
  •  webwude
  •   Bronze-Award
24.3.2026  (#291)
Billig nachkaufen. Eh klar.

1
  •  speeeedcat
  •   Gold-Award
24.3.2026  (#292)

zitat..
Gawan schrieb:

wer -30% in seinen langfristigen ETF Sparplan nicht eingepreist hat, hat sich nicht mit langfristigen ETF-Sparplänen beschäftigt 😉

Was ist denn das bitte für ein Geschreibsel? Wenn du von 100K angenommene dreißig Prozent Minus schreibst, benötigst du im Anschluss eine Kurssteigerung von 43%, um wieder auf 100K zu kommen.
Also was ist gescheiter: sehenden Auges 30% Minus von Betrag XXX riskieren oder bereits angehäuftes Vermögen rausnehmen und damit an der Seite stehen bleiben? Das wäre mit drei Klicks erledigt.
Es geht hier nicht um die Vola in "normalen" Börse-Zeiten, sondern um die sich aktuell abzeichnende weltweite Energie- und Lieferkettenkrise.

Den Sparplan monatlich weiter zu besparen mache ich genauso, das ist aber nicht das Thema.


1
  •  speeeedcat
  •   Gold-Award
24.3.2026  (#293)

zitat..
webwude schrieb:

Billig nachkaufen. Eh klar.

Ins fallende Messer greifen ist auch nicht empfehlenswert...


1
  •  DoertyHarry
24.3.2026  (#294)
Time in the market... Ihr kennt es doch eh. 

Wenn man denkt man muss agieren wie die ganzen aktiv gemanagten Fonds, welche zu 95% den Index über lange Zeit nicht schlagen können, dann kann man das gerne machen. 

Hin und her macht Taschen leer.
Wenn man im Fallen aussteigt und da schon mal -5% gemacht hat und dann die profitabelsten Tage verpasst weil man nicht mehr drin ist, ist man weit unter dem was der Index hergeben würde.

Einfach ohne Emotionen nach einem festen Plan investieren. Man darf natürlich nicht sein letztes Hemd auf den Aktienmarkt schmeißen und hoffen dass es vergoldet wird.

Und wenn doch schon Hinz und Kunz weiß dass eine Energiekrise auf uns zukommt, warum wäre das dann noch nicht in den Märkten eingepriesen?

Meine "Strategie" ist, Geld drinnen lassen und Sparplan weiterlaufen lassen.

2
  •  Gawan
  •   Gold-Award
24.3.2026  (#295)

zitat..
speeeedcat schrieb:

──────..
Gawan schrieb:

wer -30% in seinen langfristigen ETF Sparplan nicht eingepreist hat, hat sich nicht mit langfristigen ETF-Sparplänen beschäftigt 😉
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Was ist denn das bitte für ein Geschreibsel? Wenn du von 100K angenommene dreißig Prozent Minus schreibst, benötigst du im Anschluss eine Kurssteigerung von 43%, um wieder auf 100K zu kommen.
Also was ist gescheiter: sehenden Auges 30% Minus von Betrag XXX riskieren oder bereits angehäuftes Vermögen rausnehmen und damit an der Seite stehen bleiben? Das wäre mit drei Klicks erledigt.
Es geht hier nicht um die Vola in "normalen" Börse-Zeiten, sondern um die sich aktuell abzeichnende weltweite Energie- und Lieferkettenkrise.

Den Sparplan monatlich weiter zu besparen mache ich genauso, das ist aber nicht das Thema.

das ist natürlich toll - wenn du fallende Kurse vorhersehen kannst, dann kannst du natürlich locker vorher aussteigen und danach wieder ein
mit dieser Weitsicht sind leider nur sehr wenige Menschen gesegnet

ich bin es nicht, deshalb halt ich einfach was ich hab, lasse alle Sparpläne weiterlaufen und lass mir wegen kurzfristigen 5,10,15 oder 20% minus keine grauen Haare wachsen - schaun wir in ein paar Jahren einfach wieder ins Portfolio


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  •  speeeedcat
  •   Gold-Award
25.3.2026  (#296)
In meiner "Investkarriere" nach war mMn. die Richtung noch nie so klar, wohin die Märkte wollen.
https://www.finanzen.net/nachricht/anleihen/energieschock-warnsignal-am-anleihemarkt-folgt-nun-die-stagflation-experten-ziehen-parallelen-zu-2008-00-15573873?_sp=ad723bba-e6d7-412e-941e-259a9702d6bd.1774443635049
Wie geschrieben läuft mein monatlicher Sparplan durch, da gibt es keine Änderungen.

Beim bereits angehäuften Guthaben aber könnte man, wie gesagt, mit wenigen Klicks Kohle aus dem ETF auf' s Verrechnungskonto transferieren und nach einem strikten Plan (je nachdem, wie hoch man ein mögliches Minus einschätzt) wieder reinvestieren.

Aber es kann ja jeder selber machen, wie er/sie das für richtig erachtet.

1
  •  Miike
  •   Gold-Award
25.3.2026  (#297)

zitat..
DoertyHarry schrieb: Und wenn doch schon Hinz und Kunz weiß dass eine Energiekrise auf uns zukommt, warum wäre das dann noch nicht in den Märkten eingepriesen?

Das ist eine sehr gute Frage in dem Zusammenhang - ich kann sie aber auch nicht beantworten. Was aktuell aber sehr auffällig ist, dass die Kurse extremst auf Nachrichten (positiv wie negativ) reagieren. Und momentan ist der Newsflow aus meiner Sicht immer wieder massiv manipuliert. Kontretes Beispiel: Trump spricht am Montag davon, dass man mit dem Iran sehr gute Gespräche geführt hat und sich eigentlich schon in fast allen Punkten einig ist. Der Iran aber dementiert, dass es überhaupt Gespräche gibt. Aus meiner Sicht ein klassischer Fall von Marktmanipulation, ausgeübt vom US Präsidenten, der natürlich ordentlich unter Druck steht - dämmert ihm wohl, dass er bzw. seine Expteren die Lage völlig falsch eingeschätzt hatte/n und der Iran alles andere als ein Jausngegner ist. 

Ich gehöre ja bekanntlich nicht zu den Angst getriebenen Personen (s. Historie Covid-Diskussion) - so versuche ich auch jetzt die nötige Objektivität zu behalten. Ich sehe die Erzählung einer Geschichte, wonach die USA erstens Frieden (mit)diktieren können und der Krieg ausserdem bald wieder vorbei sein wird. Das wird aktuell an der Börse "eingepreist" - daher sind die Kurse eben wo sie sind, nämlich in noch recht komfortablen Zonen. Wenn es anders kommt, dann geht es 1 oder 2 Stockwerke nach unten - vielleicht auch 3 wenn das Pulverfass da unten komplett explodiert (ja es gibt noch viele Eskalationsstufen die durchlaufen werden könnten). Auf welcher Seite der Erzählung jeder stehen möchte, muss jeder für sich entscheiden und kann sich dann gegebenfalls entsprechend positionieren.

In der Haut der Amerikaner - in der Person von Trump - möchte ich aktuell nicht stecken. Druck von allen Seiten. In den USA bekommt man mit, dass ein weit weg geführter Krieg plötzlich auf das tägliche Leben Einfluss nimmt. Netanjahu fordert seinen Juniorpartner USA ganz schön weiterzumachen und auch die Saudis (Erzfeinde des Iran) überlegen nicht nur gleich selbst in den Krieg einzutreten, sondern fordern Trump wohl auch auf "die Sache zu Ende zu bringen". Da ist am Ende der Gesichtsverlust noch das geringere Übel.

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  •  fruzzy
  •   Gold-Award
25.3.2026  (#298)

zitat..
speeeedcat schrieb: In meiner "Investkarriere" nach war mMn. die Richtung noch nie so klar, wohin die Märkte wollen.
https://www.finanzen.net/nachricht/anleihen/energieschock-warnsignal-am-anleihemarkt-folgt-nun-die-stagflation-experten-ziehen-parallelen-zu-2008-00-15573873?_sp=ad723bba-e6d7-412e-941e-259a9702d6bd.1774443635049

jo eh emoji

dieses mal ist alles anders
dieses mal weiß man es ganz genau
dieses mal.....

https://www.boerse.de/geldanlage/Diesmal-ist-alles-anders-von-Rudolf-Wittmer/7836500




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  •  supernova
  •   Silber-Award
25.3.2026  (#299)

zitat..
Beim bereits angehäuften Guthaben aber könnte man, wie gesagt, mit wenigen Klicks Kohle aus dem ETF auf' s Verrechnungskonto transferieren und nach einem strikten Plan (je nachdem, wie hoch man ein mögliches Minus einschätzt) wieder reinvestieren.

Das ist allein schon deswegen eine dumme Idee, weil du dann deine ganzen Gewinne versteuern musst (27,5% KEST) anstatt das Ganze unversteuert weiterwachsen zu lassen. 

Und ja: Passives Index-Investing schlägt eure Markettimingversuche locker. Wer schlau ist, lässt das also...

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  •  talzinho
  •   Bronze-Award
26.3.2026  (#300)

zitat..
supernova schrieb:

──────..
Beim bereits angehäuften Guthaben aber könnte man, wie gesagt, mit wenigen Klicks Kohle aus dem ETF auf' s Verrechnungskonto transferieren und nach einem strikten Plan (je nachdem, wie hoch man ein mögliches Minus einschätzt) wieder reinvestieren.
───────────────
Das ist allein schon deswegen eine dumme Idee, weil du dann deine ganzen Gewinne versteuern musst (27,5% KEST) anstatt das Ganze unversteuert weiterwachsen zu lassen. 

Und ja: Passives Index-Investing schlägt eure Markettimingversuche locker. Wer schlau ist, lässt das also...

Die Gewinne muss ich sowieso versteuern, was macht das für einen Unterschied, ob jetzt oder in 20 Jahren?




1
  •  kasandi
  •   Bronze-Award
26.3.2026  (#301)
Die Gewinne verzinsen sich bis dahin weiter. Der Zinseszins ist ja das beste Tool beim langfristigen Investiert sein. 

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