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RGK vertikal / KNV S1155-06 PC / Durchfluss Sole nicht ausreichend - Seite 3

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  •  DKE3
24.11. - 17.12.2025
45 Antworten | 12 Autoren 45
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Liebes Energiesparhaus-Forum, 

ich darf mich mit meinem ersten Posting im Forum gleich mit einer Problemstellung an euch wenden.

Es wurde beim meiner Mutter ein Heizungstausch von einer Öl-Brennwertheizung zu einer KNV S1155-06 PC Wärmepumpe mit Ringrabenkollektor vorgenommen.
Der Ringrabenkollektor wurde zuerst als liegender 1x400m Kollektor geplant, musste aber wegen zu geringer Abstände für die Aushublagerung (Bestehende Bäume sollten erhalen bleiben) zu einem vertikalen Kollektor 1x400m umgeplant werden.

Jetzt erreicht die Wärmpumpe im Kollektorkreis leider nicht den für den reibungslosen Betrieb notwendigen Durchfluss. 
D.h. der Druckverlust ist im Kollektorkreis für die Solepumpe deutlich zu hoch bzw. der Durchluss deutlich zu gering.

Anfangsverdacht war natürlich Luft im Kollektor, da ja die veritkale Variante viel schwieriger zu eintlüften bzw. zu spülen ist.
Die Anlage wurde jetzt dreimal für längere Zeit gespült und entlüftet, aber leider ohne Erfolg. 
Bzgl. dem Durchfluss beim Spülen gab es keine Auffälligkeiten und das hat auch reibungslos funktioniert.
Weiters wurde zur Prüfung eine zusätzliche Verbindungsleitung zwischen SOLE-Eingangs- und Ausgangsleitung eingefügt, um die Wärmepumpe ohne Kollektor zu prüfen.
Im kleinen Kreis erreicht die Sole-Pumpe jedenfalls den notwendigen Durchfluss.

Vom Servicetechniker wurde jetzt klarerweise der Verdacht auf einen Knick im Kollektor geäußert.

Bevor ich jetzt die erste Verdachtsstelle aufgraben lasse, wollte ich noch eure Erfahrungen bzgl. Beschädigungen und Spülen erfragen?
Hat schon jemand Probleme mit einer geknickten Kollektorleitung gehabt oder sonstige Ideen dazu?

Ein PE-Rohr 40x3,7 PE100-RC sollte ja doch recht robust sein.

Die Slinkys haben wir neben der Künette vorgefertigt und dann fixfertig gebunden eingebracht.
Bei dieser Vorgehensweise sind keinerlei Probleme aufgetreten.

Bei den Baggerarbeiten wurde eigentlich nur an einer Stelle durch einen Erdbrocken versehentich ein Slinky etwas zu einem "Ei" deformiert, aber nicht geknickt.
Die restlichen Arbeiten verliefen unauffällig, wobei der Baggerfahrer stehts bemüht war vorsichtig den untersten/ersten Teil zur Stabilisierung nur mit feiner Erde zu befüllen.

Weiters wurde bei der Druckprobe über 2 Monate kein Druckabfall im Kollektorkreis festgestellt. 

Der Kollektor wurde bereits im Herbst 2024 verlegt, aber die restliche Heizung erst dieses Jahr komplettiert.

Danke im Voraus & Viele Grüße
DKE3

  •  moef
  •   Gold-Award
8.12.2025  (#41)
Und wir werden immer besser.


lese das erst jetzt. Statt der Jetpumpe hätte ich hier eine ähnlich starke und selbstansaugende Scala1 und eine drehzahlgeregelte Scala2 zum herborgen herumstehen.


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  •  kraweuschuasta
  •   Gold-Award
10.12.2025  (#42)
Hi

zitat..
DKE3 schrieb: Naja, was ich bei LWP LWP [Luftwärmepumpe] schon für Kreativfundamente, verhaltensauffällige Leitungsdurchführungen, ungeeignete Leitungsdämmungen und Positionierungen der Außeneinheiten usw. gesehen habe, sind die jetzt auch nicht gerade "deppensicher" in der Errichtung 😂

Die (eigene) Aufgabenstellung vieler Instis ist halt immer noch "Warm solls werden" - was ja ned ganz falsch ist und vermutlich in 80% der Fälle reicht. Der Rest sind Nerds wie mia oder die armen Hascherln, die dann "Hilfe" schreien, meine Hütte wird ned warm/WP beaucht sooo viel Strom.....

LG


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  •  DKE3
17.12.2025  (#43)
Nochmals vielen vielen Dank für die Unterstützung hier! 👍💪
Bin echt begeistert! 😀

Weiters bin ich euch noch ein Update schuldig geblieben.

Bei dem finalen Inbetriebnahme-Termin war ein anderer sehr kompetenter KNV-Techniker zugegen und dieser hat gleich vorweg gesagt, dass beim vertikalen Kollketor die Fehlerquelle Nr.1 eine nicht ausreichende Spülung ist. Ein Knick ist als Ursache dabei sehr unwahrscheinlich und sich diese Thematik eigentlich schön langsam bei den Installateuren herumgesprochen haben sollte.
Wir haben Ihn dann darauf hingewiesen, dass selbst sein Kollege die Knicktheorie aufgestellt hat und er soll ihm das Bitte für die Zukunft intern weitergeben.
Wäre dieser Techniker gleich beim ersten Mal zugegen gewesen, hätten wir uns wahrscheinlich weitere Ehrenrunden erspart.

Die Inbetriebnahme der Wärmepumpe war in weiterer Folge problemlos möglich und sie läuft jetzt seit fast 2 Wochen.

Jetzt sind wir noch gerade in der "interessanten" Diskussion der Kostenübernahme, weil jetzt angeblich niemand über die vertikale Verlegart informiert gewesen sein will.
(Der Kollektor wurde von einer anderen Firma (Erdbau) verlegt)
Hätten sie das nämlich gewusst, dann wäre angeblich die notwendige ehöhte Spülintensität im Vorhinein klar gewesen...

Habe ich eh nur gefühlt 10mal "erwähnt" und bin eh nur ebenso oft gefragt worden warum wir eigetnlich von horizontal auf vertikal geswitcht haben.

Weiters kam dann noch die Rückfrage von KNV, ob wir den horizontalen Kollektor einfach so, also ohne rechnerische Anpassung, vertikal eingegraben hätten. Bei der Bestellung im Jahr 2022 wurde die damals noch horizontale Berechnung vom RGK RGK [Ringgrabenkollektor]-Shop mitgesandt. (Ohne Planung wäre keine Bestellung über KNV möglich gewesen).
Dieser würde jetzt zu wenig Leistung liefern und kann so nicht betrieben werden.
Daraufhin habe ich die vertikale Berechnung inkl. Ausführungsdoku und der Detailberchnung im Excel übermittelt. Seither nichts mehr zu diesem Thema gehört.

Horizontale Berechnung 2022: ca. 8,5 kW -> Defensive Annahme: sandiger Lehm
Vertikale Berechnung 2024: ca. 8,5 kW -> Defensive Annahme: Lehm
Reale Verhältnisse: Schluff / toniger Schluff mit Zutritt von Grundwasser ab ca. 2,25m unter GOK.

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  •  DKE3
17.12.2025  (#44)
Es ist generell in der Baubranche leider mittlerweile usus, dass kaum jemand mehr "out-of-the box" denkt.
Ich wickle hauptsächlich größere Sanierungsprojekte in Wien ab. (B2B)
Der Kostendruck ist enorm und gute Facharbeiter sind mittlerweile rar gesät.
Insbesondere ändert dieser permanente Kostendruck das Klima der Zusammenarbeit extrem.
In Wien würde ich es schon fast als toxisches Umfeld bezeichnen. Am Land ist es diesbüglich noch besser und ich arbeite deswegen auch sehr gerne mit Firmen "vom Land" zusammen.
Am Ende ist es so, dass kaum jemand mehr bei offensichtlichen Fehlern die Verantwortung übernehmen will.
Da der Paragraphen- und Normendschungel immer dichter wird, habe ich oftmals einen Herrstab an beratenden Konsulenten für die Projekte zur Seite stehen.
Trotzdem muss ich nach eingehender Beratung viele Entscheidung "aus dem Bauch heraus" treffen, weil die Angst vor der Verantwortung einer definitiven Aussage zu groß ist...

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  •  Akani
17.12.2025  (#45)

zitat..
DKE3 schrieb: Hätten sie das nämlich gewusst, dann wäre angeblich die notwendige ehöhte Spülintensität im Vorhinein klar gewesen...

Des wusste der Insti doch, nachdem er zum erneuten Spülen kommen sollte.
Seine Pumpe hat ja nix getaugt.
Somit würde ich ihm, da er seine Arbeit 1x bei Befüllung und einmal nach misslungenen Erstinbetriebnahme- Einsatz nicht erfüllt hat nicht bezahlen. 1x INB und fertig. Rest hat er sich selber zu zu schreiben. 


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