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PV auf Flachdach

6.2. - 23.7.2020
69 Beiträge | 7 Autoren
Nachdem heute auf meinem Falchdach der Kies aufgetragen wurde, habe ich mir gedacht, warum nicht mit der PV beginnen.

Ausgangssituation: Bundesland NÖ, Netzanbieter Netz NÖ, ca 150 m² Dachfläche, eigentlich keine Beschattung, Umkehrdach mit Umkehrdachvlies und Kies mit 2% Neigung, kein Blitzschutz, Splitklima auf Dach geplant. E-Auto geplant, vorerst kein PV-Speicher. Geplante Leistung ca. 10 kWp, WR im Technikraum mit ca. 20 Meter Leitungslänge aufs Dach. Elektriker und PV-Lieferant verfügbar, letzterer jedoch nur wenn Preis in Ordnung.

Bezüglich PV habe ich mir eigentlich noch wenig gedanken gemacht, ich habe zwar ein bisschen im photovoltaikforum gestöbert, aber bei unseren großen Nachbarn geht es ja meist darum möglichst viel auf die Fläche zu bekommen. Die aktuellen Normen habe ich mir auch noch nicht durchgelesen, folgt dann wenn ich ein bisschen mehr Zeit habe.

Jetzt meine Fragen:
1. Welche Aufständerungen für Flachdach sind aktuell Stand der Technik und haben ein gutes Preis/Leistungverhältnis und wie wäre eine vernüftige Ausrichtung der Panele auf einem Flachdach
2. Wo liegen derzeit ca. die Preise pro kWp für die Panele (ich vermute ich benötige aufgrund der vorhandenen Fläche nicht die mit dem höchsten Wirkungsgrad). Vielleicht auch mit einer Empfehlung von Herstellern mit gutem P/L.
3. Mein Elektriker (Onkel) hat mir empfohlen die DC-Leitungen getrennt zu legen, ist das empfehlenswert?
4. Die ÖMAG Förderung dürfte ja schon gelaufen sein (9.1.), wobei ich mir eh nicht sicher bin ob ich diese mit der Landesförderung kombinieren kann. 

Vielleich kann mir wer die Fragen einfach beantworten, damit ich mich nicht stundenlange durch das photovoltaikforum suchen muss.

Vielen Dank im Voraus.

Aja, und hier noch ein Bild vom Dach (Blickrichtung Osten).


PV auf Flachdach

 

 
10.2.2020 8:13
Ich habe das System D-Dome 10° kombiniert mit dem S-Dome 10° da ich von der Attika weg aufgeständert habe ( \ /\ /\ / ). 
Ja, du kannst dort als Privater kaufen, war bei mir kein Problem. 
10.2.2020 20:57
Bis zu welchen Windlasten kann man so ein Montagesytem ohne mechanische Befestigung nur mit Ballast auslegen?
Sturmtief Sabine hat mir heute meine Blecheinfassung vom Hauptdach teilweise herunter gerissen und auch sonst allerhand im Dorf zerstört. Frage mich gerade, wie es sich heute mit PV Anlage verhalten hätte..
Wie sichert ihr euch für diese Fälle ab?
11.2.2020 6:32
Dafür gibt´s Normen (ÖNORM).

In meinem Fall:
   •  Schadensfolgeklasse CC1
   •  Basiswindgeschwindigkeit 25,8 m/s
   •  Geländekategorie II

Das ergibt dann (in Zusammenhang mit Geländehöhe und Gebäudehöhe) einen Ballastierungsplan für einen Winddruck von (bei mir) 0,72 kN/m². 

Auslastung war dann bei gerade mal 60% und ich hab auch noch einen kleinen Angstzuschlag bei der Ballastierung dazugetan... 

Bis jetzt ist noch alles am Dach 
11.2.2020 16:21
Irgendwo ist leider die Grenze des wirtschaftlich machbaren. Es wird immer irgendeinen Sturm geben, der dir dein Haus abdeckt. Sonst dürfte man nur Bunker bauen.

Nach Norm absichern und das Restrisiko muss eine Versicherung abdecken.
12.2.2020 0:05


ricer schrieb: In meinem Fall:
   •  Schadensfolgeklasse CC1
   •  Basiswindgeschwindigkeit 25,8 m/s
   •  Geländekategorie II

Das ergibt dann (in Zusammenhang mit Geländehöhe und Gebäudehöhe) einen Ballastierungsplan für einen Winddruck von (bei mir) 0,72 kN/m². 

Ich habe mir zwar jetzt die ÖNORM B 1991-1-4 und ÖNORM M 7778 durchgelesen, werde aber daraus trotzdem nicht schlau.

Die Basiswindgeschwindigkeit wäre bei mir 24,3 m/s und der Basisgeschwindigkeitsdruck 0,37 kN/m2. Geländekategorie wäre bei mir III, daher müsste der Spitzengeschwindigkeitsdruck 0,65 kN/m² ausmachen. Und jetzt gibt es in der ÖNORM B 1991-1-4 im Anhang B für die PV_Anlage noch Druckbeiwerte. Gemäß EN 1991-1-4:2005 + A1:2010 + AC:2010 (D) Pkt. 5.2 wird der Spitzengeschwindigkeitsdruck mit dem Druckbeiwert multipliziert. Der Druckbeiwert liegt für Unterdruck zwischen -0,8 und -1,7 (Eckzone Situation I). Somit würde ich im Eckbereich eine Auflast von 1,1 kN/m² benötigen. Wenn in der Randzohne die Panele aber Ansteigend sind (Situation II) dann würde eine Auflast von 0,65 kN/m² reichen. Habe ich das richtig verstanden?
12.2.2020 7:43
Du musst schon das gesamte System betrachten, außer du beschwerst tatsächlich jedes Modul einzlen. 
Aber im Falle einer Alu-Unterkonstruktion ist das Ganze ja miteinander verbunden. 
Die Hersteller haben dafür eigene Berechnungsprogramme für das von ihnen verwendete System. 
Also mit der Norm im Detail brauchst dich üblicherweise nicht herumzuschlagen...
12.2.2020 8:41


ricer schrieb: Die Hersteller haben dafür eigene Berechnungsprogramme für das von ihnen verwendete System. 

Genau, ich glaub du machst dir zu viele Gedanken. Die Berechnung/Auslegung der Ballastierung bekommst du vom Lieferanten/ Hersteller.
3.3.2020 16:43
Ich habe heute meine Zählerpunktnummer bekommen, die 15 kWp waren kein Problem, hat leider 3 Wochen gedauert.

Werde heute die Tarrifförderung beantragen, vielleicht geht noch was. Sind beim Antrag irgendwelche Spitzfindigkeiten zu beachten?
3.3.2020 16:57
Im PV Forum gibts einen eigenen OeMAG 2020 Thread, da wurde viel behandelt. 
3.3.2020 17:52
Danke für die Info, OeMAG ist beantragt.
3.3.2020 19:16
@berhan
Weiß nicht ob du meinen PV Thread kennst aber ich bin mit der Planung soweit durch und warte auf die Spedition. Vielleicht ist ja noch was für dich dabei an Info. 
3.3.2020 20:08
@rabaum  
Nein, kannte ich noch nicht, werde ich aber im Auge behalten. Dein iFIX Solar ist interessant. Ich warte jetzt mal ab ob ich die Zusage bekomme.
Am grübeln bin ich noch wegen der Ost/West-Belegung, mit 60 Modulen geht sich das auf zwei Strings nicht aus und drei sind bei Ost/West vermutlich kontraproduktiv.
23.3.2020 23:18
Habe heute nachfolgende Info von der OeMAG bekommen, bedeutet dies das die Anlage für die Tarifförderung grundsätzlich genehmigt ist?

Sie haben oben genannten Foerderantrag bei der OeMAG eingereicht. Als naechster Schritt ist es erforderlich, dass Sie die zusaetzlich notwendigen vertragsrelevanten Daten (wie z.B. Bankverbindung etc.) ueber den Link https://settlement.oem-ag.at/emweboemagvulcan/startApp.do erfassen.

ACHTUNG Nur fuer Photovoltaikanlagen mit Antrag auf Foerdertarif (nicht bei Marktpreis):
Um einen Vertrag zu erhalten, ist der Foerderwerber verpflichtet, binnen 3 Monaten nach Erhalt dieser E-Mail geeignete Nachweise (z.B. gegengezeichnetes Angebot, Rechnungen, Vertraege etc.) ueber die Bestellung der beantragten Photovoltaikanlage im Onlinesystem der OeMAG hochzuladen. Sofern Sie einen Eigenversorgungsanteil (groesser 0%) im Antrag angegeben haben, ist davon auszugehen, dass ihr Projekt als Ueberschusseinspeisung geplant ist. Sollte dies nicht dem geplanten Foerderprojekt entsprechen, ersuchen wir um rasche Kontaktaufnahme.
24.3.2020 11:10


berhan schrieb: bedeutet dies das die Anlage für die Tarifförderung grundsätzlich genehmigt ist?

korrekt, das heißt du bist berücksichtigt.
25.3.2020 7:26


rabaum schrieb: korrekt, das heißt du bist berücksichtigt.
[ref]rabaum:56597_2#547840[/ref]

 
25.3.2020 7:33
Diese Fragen sind eh ein Dauerbrenner, hab im PV Forum auch dazu geschrieben.
Achtung nämlich, was du genau in der Bestellung an Umfang angibst, das ist bindend.

https://www.photovoltaikforum.com/thread/133052-oemag-2020/?pageNo=29
25.3.2020 21:29
Ich habe 21 kW Modulspitzenleistung angegeben und 10 % Eigenverbrauch. Hätte jetzt mit 60 Modulen mit 350 W geplant. So wie ich dein Post im PV Forum lese, würde weniger aber immer gehen z.B. 340 Module. Ist die WR Leistung auch bindend?
27.3.2020 7:43


berhan schrieb: So wie ich dein Post im PV Forum lese, würde weniger aber immer gehen

Genau, du kannst auch weniger machen, aber dann pickt das. Im PV Forum hat einer Hausnummer 15 kW beantragt, dann 12 verbindlich bestellt und sich dann gewundert, dass er genau für die 12 kW einen Vertrag bekommen hat. Dann wieder erhöhen geht nur mehr mit einem schlechter gestellten Mischtarif. Aufpassen, was genau bestellt wird ausgehend vom Angebot. 



berhan schrieb: Ist die WR Leistung auch bindend?

Gehe schon davon aus. Das Limit steht ja auch in der Netzzusage drinnen.

Meine beantragten Werte waren 13 kWp Generator und 12 kW WR. Damit habe ich aber keine schöne Konfiguration mit einem Fronius Symo zusammengebracht. Bin jetzt auf 11,78 kWp und 10 kW beim WR, was eine schöne Unterdeckung ergibt, die Sinn macht.
27.3.2020 8:17
na, der ÖMAG ist der WR egal. Beim EVU kanns anders sein. Beim NNÖ ist der WR die maßgebliche Größe.
Und du kannst auch mehr Module drauf bringen, dann bekommst du aber nur den Marktpreis dafür oder wartest mit der Installation einfach eine Weile. Meist wird das Kontingent nicht aufgebraucht und dann kann man noch nachmelden.
Investzuschuss gibts natürlich nur für den beantragten Teil. Mehr Modulleistung kann natürlich auch wieder vom EVU begrenzt sein.

Da muss man genau trennen zwischen ÖMAG und EVU.
18.5.2020 20:56
Nachdem ich jetzt nur mehr 6 Wochen Zeit habe für die Bestellung der PV-Anlage, sollte ich schön langsam meine Bestellungen abgeben. Ich werde jetzt zwar auch die lokalen Lieferanten abklappern, nur sind die Preise im Netz für PV-Zellen schon sehr interessant.

Ich habe exemplarisch die Q.PEAK DUO-G8 mit 350 W bei secondsol um € 109,- exkl. gefunden. Transport fehlt da natürlich noch und ich muss die Zellen als Palette abnehmen. 

https://www.secondsol.com/de/anzeige/21720//hanwha-q-cells-350-duo/350-watt-duo-g8

Die Preise differieren aber schon sehr im Netz, übersehe ich da etwas. Wie sind eure Erfahrungen mit dem PV-Panelen im Netz?
19.5.2020 8:33
Ich habe meine Q.Peak Duo von Secondsol (sogar genau von diesem Händler) und kann nichts negatives berichten. 
Du kannst dort eh den Gesamtpreis inkl. Versand anfragen, und bekommst dann ein fixes Angebot. 
Es wird auch nur nicht palettenweise versendet, ich brauchte z.b. 40 Stk. und das war kein Problem. 



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