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Dichtheit und
Lösungen für Dichtheitsprobleme im
Massivbau
Allgemeine
Grundregeln für luftdichtes Bauen
Für Dachgeschoßausbau in
Leichtbauweise lesen Sie bitte weiter bei
Dichtheitsprobleme
im Leichtbau.
Unverputzte Ziegelbauten sind immer
undicht. Die Luftdichtheit wird erst
durch den Innenputz hergestellt. Nur
richtig (nach dem Stand der Technik)
verputzte Massivbauten sind dauerhaft
luftdicht. Wichtig ist auch, bereits beim
Mauern verzweigte Luftwege im Mauerwerk
zu verhindern, die durch offene Stege und
Ziegelscharen entstehen können. Solche
Fehler sind im Nachhinein kaum sanierbar.
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Welche Stellen müssen
grundsätzlich verputzt werden:
- Verputzen Sie immer vom Rohfußboden bis
zur Rohdecke, auch wenn durch den
Fußbodenaufbau optisch weniger nötig
wäre.
Verputzen Sie die
auch Stirnseiten der
Türöffnungen (Glattstrich).
Jede
vorspringende Ziegelschar muss
mit Mörtel abgedichtet
(abgedeckt) werden.
Die Lagerfugen
der Ziegel sind vollflächig zu
vermörteln, also bis zum Rand
und auch in der Mitte. Mauern mit
Mörtelbändern
schafft Dichtheitsprobleme und
kann auch zu statischen Problemen
führen! Für Planziegel gibt es
Mörtelwalzen, die die
Verarbeitung erleichtern und eine
deckende, etwa 2mm dicke
Kleberschicht ermöglichen.
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- Stoßfugen über 5mm und Anschlussfugen
bei Zwischenmauern sollten ebenfalls vor
dem Verputzen mit Mörtel geschlossen
werden.
Spezielle Hinweise und Tipps
beim Massivbau
Undichtheiten
entstehen immer auch dann, wenn
die oberste Ziegelschar nicht
vollflächig mit Mörtel
abgedichtet wird. Das heißt,
dass am Giebel, Kniestock oder
bei Übermauerungen und
Brüstungen immer oben eine
Deckschicht aufbebracht werden
muss. Kniestöcke sollten Sie
ohnehin immer komplett verputzen!
Auch beim Einbau von
Rollladenkästen, bei
Deckendurchbrüchen und
Kamindurchführungen auf eine
allseitige Abdichtung achten.
Das gleiche gilt
für Fensterbrüstungen.
Schließen sie auch alle
Fensterbrüstungen mit
Bitumenpappe oder Mörtel ab,
bevor die Fenster eingebaut
werden. Ein sauberer Glattstrich
hilft beim späteren luftdichten
Einbau der Fenster.
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Bildquelle: Verband
österr. Ziegelwerke |
In seltenen Fällen
werden Außenwände auf der Kellerdecke
vorliegend (also etwas vorspringend bzw.
"auskragend") gemauert, in
diesem Fall ist die unterste Ziegelschar
von unten mit Mörtel zu verschließen.
Auch bei Fertigteildecken
müssen die Fugen verschlossen oder
verputzt werden - der Estrich stellt
keine Luftdichtheit her.
Aussparungen für
Gasanschluss oder E-Verteiler müssen
ebenfalls an allen Seiten zugeputzt
werden. Außerdem ist es sinnvoll, die
Installationsschlitze nach dem Einbau der
Leitungen mit Mörtel zu verfüllen, um
Luftströmungen in der Wand zu
verhindern. Ansonsten kann es zu
seltsamen und diffusen Fehlerbildern
kommen, wie Luftzug aus einem
Deckenanschluss.
Bedenken Sie auch, dass
manche Stellen später nicht mehr
zugänglich sind und verputzen Sie
rechtzeitig vorher (z.B. wenn
Lüftungskanäle oder
Wasserinstallationen montiert werden oder
eine Vormauerung im Sanitärbereich
eingebaut wird). Die Außenwände müssen
verputzt werden, bevor Badewannen,
Duschwannen oder Spülkästen etc. vor
der Außenwand montiert werden. Nicht nur
Bad und WC sind hierbei zu beachten,
sondern auch die Küche, die in diesem
Zusammenhang gerne vergessen wird.
Beim so genannten
Trockenputz mit Ausbauplatten
(Gipskartonwand vor dem Ziegelmauerwerk)
ist die Ziegelwand trotzdem zu verputzen!
Die Gipskartonwand stellt keine
luftdichte Ebene her. Alternativ ist auch
der Einbau einer Dampfbremse möglich
(wie beim Leichtbau), was aber im
Massivbau unüblich ist. Bei Errichtung
einer Leichtbau-Drempelwand
("Abseitenwand") ist übrigens
auch auf eine luftdichte Ebene zu achten.
Sinnvoll, aber oft
schwierig ist das durchgängige Verputzen
der Außenwand vor der Herstellung
innenliegender Anschlussmauern. Wenn die
Außenwand durchgängig verputzt wird
kann es durch die Innenwände nicht mehr
zu einer Verschlechterung der Dichtheit
kommen.
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