Bei 38er- oder 50er-Ziegeln braucht
man viel Material, wenn vollflächig
gemörtelt werden soll. Da ist es
natürlich sparsamer, wenn man den
Mörtel in schmäleren Bändern
aufbringt. Allerdings handeln Sie sich
möglicherweise auch echte Nachteile ein,
wenn Sie auf ein vollflächiges
Mörtelbett verzichten:
Schwächung der Dämmwirkung: 50er-Ziegel erreichen recht gute
Wärmedämmwerte. Diese kann man aber
durch das Mauern mit Mörtelbändern
wesentlich verschlechtern. Dabei kann es
nämlich zu Konvektion im Mauerwerk
kommen, die stehende Luftschichten
verhindert:
Die effektiv wirksame
Ziegeldicke kann dadurch verringert
werden und der Energieverbrauch steigt.
Fensterbrüstungen werden z.B. oft nicht
mit Bitumenpappe oder Mörtel
geschlossen, bevor die Fenster eingebaut
werden. Sinnvollerweise kann man das auch
schon früher machen, damit in der
Rohbauphase kein Regenwasser ins
Mauerwerk läuft. Dasselbe gilt
sinngemäß auch für Giebelwände und
Übermauerungen.
Dichtheitsprobleme:
Ein dichte
Gebäudehülle ist aus energetischen
und bauphysikalischen Gründen wichtig.
Mörtelbänder können zu ungewollten,
weit verzweigten Verbindungen zwischen
innen und außen führen:
Weiterer Nachteil: Durch
das Mauern mit Mörtelbändern können der
Schallschutz und die statischen Eigenschaften
verschlechtert werden.
Sonstige Empfehlungen Oberste Ziegelschar (z.B. am Giebel)
unbedingt oben schließen
("zumörteln")! Sonst kann es zu
Undichtheiten nach innen kommen.
Viele Ziegelhersteller empfehlen, die
Mauerwerkskrone bei Arbeitsende mit Planen
abzudecken. Dies ist gerade bei Regengefahr
wichtig, da sich sonst viel Wasser im Mauerwerk
ansammeln kann und dadurch die Austrocknungszeit
verlängert wird.