Achten Sie darauf, dass der Rahmen
möglichst wärmebrückenfrei
eingebaut wird. Wichtig ist auch der
luftdichte Anschluss an die
Dichtheitsebene (beim Leichtbau ist das
die Dampfbremse/ Dampfsperre, bei
Massivbauten der Innenputz). PU-Schaum
(zur Abdichtung der Fugen) reicht nicht
aus, besser sind z.B.
(Butyl-)Dichtungsbänder. Für die
Abdichtung der Fugen zwischen Fenster und
Mauerwerk gibt es geprüfte Systeme, wie
z.B. das WINTeQ-System,
welche auch den Energieverbrauch senken.
Jedenfalls muss die
Anschlussfuge unter Verwendung dauerelastischer
Dichtungen sachgerecht ausgeführt werden (Einbau nach RAL
oder ÖNORM). Als Alternative zum Schäumen
der Fugen bieten sich Zöpfe aus Hanf, Schafwolle oder anderen
Materialien an. Wichtig ist immer ein sorgsamer
Einbau, denn nach dem Anputzen des Fensterrahmens
und dem Einbau der Fensterbänke sieht man die
Baufehler nicht mehr.
Richtiger Fenstereinbau beim Neubau
Die optimale Einbauposition liegt
immer in der Dämmebene. Bei einschaligem
Aufbau (konventioneller Wandaufbau mit
38er- oder 50er-Ziegel) sollte die
Einbauposition deshalb im mittleren
Drittel der Wand liegen.
Bei Wandaufbau mit Vollwärmeschutz
heißt das: Die Fenster sollten
eigentlich im inneren ersten Drittel der
Dämmstoffebene liegen. Für die Praxis
bedeutet dies, dass die Außenseite des
Rahmens bündig an der Außenkante des
Mauerwerks liegen sollte (einfachere
Überdämmung und einfachere Montage ohne
zusätzliche Befestigungselemente). Eine
weitere Verschiebung der Einbauebene nach
außen direkt in die Dämmebene führt
nur zu geringfügiger Verbesserung (ca.
5%), die den wesentlich höheren
Einbauaufwand meist nicht rechtfertigt.
Fenstereinbau bei der Sanierung
mit Außenwanddämmung
Bei gesamthaften Sanierungen mit Anbringung
eines Vollwärmeschutzes gilt für die
Einbauposition das gleiche wie beim Einbau beim
Neubau (siehe weiter oben).
Sanierung ohne Außenwanddämmung
(nur Fenstertausch)
Eine Sanierung ohne Vollwärmeschutz ist
problematisch, da im Laibungsbereich die Wärme
an den hochwertigen Fenstern vorbei geleitet
wird. Eine Energieeinsparung durch Fenstertausch
ist zwar gegeben, im Bereich der Fensterrahmen
kann es aber durch Wärmebrücken zu Problemen
kommen (zB. Schimmelbildung).
Im Prinzip besteht der Wärmeschutz an der
Außenseite des Rahmens ja nur aus wenigen cm
Laibungsmauerwerk. Etwas Verbesserung schafft
hier eine Dämmung in der Laibung (auch
"Zargendämmung" genannt).
Sanierung ohne Fenstertausch
Manchmal können aber auch mit einfacheren
Maßnahmen die Fenster verbessert werden. [mehr...]