Überdruck Wohnraumlüftung - Seite 2
|
|
||
|
Der höhere Druckverlust liegt am Luftverteilsystem, vermutlich ein Schlauchsystem? Wird der Druck wirklich inklusive Filter gemessen, oder strömungsseitig danach? Unterschiede von 10-20% sind aber normal und auf die unterschiedlichen Leitungslängen, Anzahl der Umlenkungen, Ventileinstellungen zurückzuführen. Eine gute Anlage für ein EFH hat unter 50 Pa Druckverlust vom Gerät bis zum Luftauslass. Bei Ventilatoren mit Konstantvolumenstromregelung ist der Volumenstrom unabhängig vom Druckverlust bis zur max. Ventilatordrehzahl. D. h. man kann an den Ventilen die Verteilung auf die Räume verstellen, der Gesamtvolumenstrom ändert sich aber nicht. |
||
|
||
|
Es handelt sich um runde Lüftungskanäle von Viessmann. Die Leitungen vom Lüftungsgerät zu den Verteilerkästen sind mittels Wickelfalzrohr DN160 ausgeführt. Von den Verteilerkästen gehen dann die runden (innene glatten) Lüftungskanäle weg zu den jeweiligen Ventilen. Also ich vermute der Druck wird im Gerät gemessen. Bei der Zuluft nach dem Zuluftfilter und bei der Abluf vor dem Abluffilter. Die Anlage hat eine Konstantvolumenstromregelung. Der Gesamtvolumenstrom bleibt gleich, egal wie ich die Ventile verstelle. Ein Abluftventil und ein Zuluftventil sind komplett geöffnet. Die anderen wurden dann (beginnend bei dem mit der größten Abweichung) eingeregelt. Wenn bei Zu & Abluft der F7 Filter eingesetzt ist, dann bin ich bei meiner Standardeinstellung von 180m²/h bei einem Druck von 79Pa Zuluft und 109Pa Abluft. Also auf die 50Pa komme ich sehr schwer. Was kann ich noch optimieren, um den Druckverlust zu senken? Bringt es auch noch etwas, wenn ich bei der Fortluft die Abdeckung tausche? Derzeit ist folgende verbaut: https://www.loebbeshop.de/viessmann/lueftung/zubehoer/aussenwandblende-design-dn180-zk05352/ Soviel ich mich erinnern kann, waren die Schläuche in fast überhaupt keinen Bögen, sondern mit vielen Geraden verglegt. |
||
|
||
|
Ich kann es jetzt nicht spezifisch für dein Gerät sagen, aber aus einigen anderen Geräten weiß ich, es wird eigentlich nirgends Druck gemessen. Bei einem definierten Volumenstrom (Drehzahlvorgabe) und dem gemessenen elektrischen Strom lässt sich aus der Ventilatorkennlinie der echte Volumenstrom und der Gegendruck ermitteln. Abhängig von der Blattgeometrie lässt sich das relativ gut bewerkstelligen (kaputte Ventilatorlager beeinflussen dieses Verhalten dramatisch!). Hat aber natürlich nichts mit dem Druckverlust deiner Leitungen zu tun. Welchen Schlauchdurchmesser hast du? Die Innendurchmesser sind deutlich geringer und da die Fläche ja bekanntlicherweise mit dem Quadrat des Durchmessers geht und der Strömungswiderstand bei kleinen Querschnitt überdurchschnittlich steigt (nur mehr teilweise laminare Strömung), sind die Druckverluste einfach durch die Querschnitte definiert und du kannst da gar nichts machen. Einer der Gründe warum Wolfgang (und andere) hier immer für Wickelfalz plädieren, also zumindest für 'überdimensionierte' Querschnitte. |
||
|
||
|
Die Ventilatorlager sind nicht defekt. Der Ventilator läuft leise und ruhig. Wir haben DN75 Flexschläuche verlegt. Mit Innendurchmesser 70mm. Bei den Ventile wo mehr Zu bzw. Abluft durchläuft, laufen 2 Rohre hin. |
||
|
||
|
Genau da liegt das Problem, erhöhte Reibungswiderstände. Und die Zuluftventile auch wahrscheinlich weit in die Räume gezogen was die Einzelstrecke zusätzlich verschlechtert. Ein Zu- oder Abluftventil muss nicht weit in den Raum gezogen sein, hier reicht es aus dem Verteilraum kurz über der Türe Ein zu blasen oder Ab zu saugen |
||
|
||
|
Nicht überdimensioniert, sondern korrekt dimensioniert DN75 mit Innendurchmesser 62mm ist in vielen Fällen zu knapp oder unterdimensioniert. |
Beitrag schreiben / Werbung ausblenden?
Einloggen
Kostenlos registrieren [Mehr Infos]

