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Überdruck Wohnraumlüftung

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  •  Ben009
8.1. - 9.1.2026
4 Antworten | 2 Autoren 4
4
Hallo an Alle!

Ich habe eine Frage bezüglich unserer Lüftungsanlage der Viessmann Vitovent 300-W.

Und zwar ist mir aufgefallen, dass die Anlage bei der Zuluft mit 160m³/h fährt und bei der Abluft nur mit 152/153m³/h. Dadurch entsteht doch ein leichter Überdruck, korrekt?

_aktuell/20260108317544.jpg

Man kann bei der Anlage auch nichts umstellen/einstellen um dies zu beeinflussen.
 
Der Hersteller gibt folgendes an: "Die Konstant-Volumenstromregelung gewährleistet zuluft- und abluftseitig einen definierten, konstanten Luftvolumenstrom, unab-
hängig vom statischen Druck des Leitungssystems."

Man merkt eine ganz minimalen Wiederstand beim Öffnen der Eingangstüre, aber wirklich nur minimal.

Macht es etwas aus, dass die Anlage einen leichten Überdruck erzeugt?
Wie sollte es normalerweise sein? und hat jemand Erfahrungen damit oder sogar mit der selben Anlage? Wie ist es bei euch? Und was könnte ich tun?

Ein erneutes einregeln der Zu & Abluftventile wird hier doch keinen Unterschied machen, oder?
Was sagt der Profi @leitwolf dazu?

Danke für euren Input!

  •  Ben009
8.1.2026 20:36  (#1)


_aktuell/20260108456220.jpg
Die unterschiedlichen Drücke entstehen vermutlich durch die Filter. Bei Zu & Abluft ist jeweils ein F7 filter verbaut. Aber bei jedem Abluftventil sitzt nochmal ein G4 Filter.

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  •  leitwolf
  •   Gold-Award
9.1.2026 9:05  (#2)
Ich habe das ausgerechnet: Eine Differenz von 7 m³/h bezogen auf ein Gebäudevolumen von angenommenen 400 m³ und einem n50-Wert (Luftstrom bei 50 Pa Druckdifferenz) von 0,6/h ergibt überschlägig einen Überdruck von 0,2 Pa.
Eine minimale Windgeschwindigkeit von 1 m/s = 3,6 km/h erzeugt am Gebäude einen Staudruck von 0,7 Pa.
Du musst dir also keine Sorgen machen, der Winddruck und die Thermik durch den Temperaturunterschied zwischen innen und außen erzeugen deutlich höhere Druckunterschiede im Gebäude.
Außerdem ist nicht gesagt, dass die angezeigten Werte stimmen. Die Messunsicherheit der Volumenstrommessung liegt bestenfalls bei +/-5%

Der Strömungswiderstand = Druckverlust der Abluft-Fortluftseite ist auffällig hoch. Dieser sollte unter 100 Pa liegen. Bei optimierten Anlagen unter 50 Pa.

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  •  Ben009
9.1.2026 21:10  (#3)
Vielen Dank, dass beruhigt schon mal!

Ich habe heute den F7 Abluftfilter in der Anlage getauscht, jetzt ist der Druck bei Fortluft auf 117Pa und bei der Zuluft auf 73Pa.

Woran kann es liegen, dass der Druck bei der Abluft so hoch ist?
Sind die Abluftventile eventuell falsch eingestellt bzw. zu gering geöffnet?

Sobald ich eines der Abluftventile komplett entferne, stellt sicher der Druck auf 68Pa ein.
Nochmal mittels Anemometer einstellen?

Wie wäre hier der korrekte Vorgang? Alle Ventile komplett öffnen, oder nur das mit der längsten Leitung?

LG

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  •  Ben009
9.1.2026 21:14  (#4)

zitat..
leitwolf schrieb:

Ich habe das ausgerechnet: Eine Differenz von 7 m³/h bezogen auf ein Gebäudevolumen von angenommenen 400 m³ und einem n50-Wert (Luftstrom bei 50 Pa Druckdifferenz) von 0,6/h ergibt überschlägig einen Überdruck von 0,2 Pa.
Eine minimale Windgeschwindigkeit von 1 m/s = 3,6 km/h erzeugt am Gebäude einen Staudruck von 0,7 Pa.
Du musst dir also keine Sorgen machen, der Winddruck und die Thermik durch den Temperaturunterschied zwischen innen und außen erzeugen deutlich höhere Druckunterschiede im Gebäude.
Außerdem ist nicht gesagt, dass die angezeigten Werte stimmen. Die Messunsicherheit der Volumenstrommessung liegt bestenfalls bei +/-5%

Der Strömungswiderstand = Druckverlust der Abluft-Fortluftseite ist auffällig hoch. Dieser sollte unter 100 Pa liegen. Bei optimierten Anlagen unter 50 Pa.

Vielen Dank, dass beruhigt schon mal!

Ich habe heute den F7 Abluftfilter in der Anlage getauscht, jetzt ist der Druck bei Fortluft auf 117Pa und bei der Zuluft auf 73Pa.

Woran kann es liegen, dass der Druck bei der Abluft so hoch ist?
Sind die Abluftventile eventuell falsch eingestellt bzw. zu gering geöffnet?

Sobald ich eines der Abluftventile komplett entferne, stellt sicher der Druck auf 68Pa ein.
Nochmal mittels Anemometer einstellen?

Wie wäre hier der korrekte Vorgang? Alle Ventile komplett öffnen, oder nur das mit der längsten Leitung?

LG 


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