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Wände - Passivhaus oder weniger - 49-er oder 42-er Poroton? - Seite 2

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  •  uwe-haus
26.11. - 4.12.2025
27 Antworten | 13 Autoren 27
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Hallo zusammen,

wir wollen seit Jahren bauen ... jetzt ist es endlich so weit emoji

Der Plan war/ist:
- Passivhaus 
- PV Anlage (mit Speicher) ... mit den aktuellen Modulleistungen werden es wohl knapp 30 kWp kWp [kWpeak, Spitzenleistung]
- Zentrale Lüftung mit WRG
- Wärmepumpe mit Tiefenbohrung (im Winter Wärme für Heizung, im Sommer Kühle für Kühlung)
- Flächenheizung ... wird wohl Deckenheizung (-kühlung) von Argillatherm, weil wir Holzfußboden bekommen werden

Zur Frage:

Zu Beginn der Planung vor vielen Jahren war Passivhaus mit 49-er Poroton geplant.
Jetzt sagt der Planer, dass "Passivhaus mit 49-er Poroton" nicht mehr so sinnvoll/nötig sei, da das Heizen mittlerweile (mit PV und WP WP [Wärmepumpe]) so viel günstiger geworden ist, dass sich die Mehrkosten für den dicken 49-er Poroton nicht/kaum mehr rechnen.

Er schlägt 42-er Poroton vor.

Was denkt ihr?
Ist 42-er "mehr als gut genug", und der 49-er wäre nur "raus geschmissenes Geld"?

Vielen Dank!
Uwe

  •  Deep
3.12.2025  (#21)

zitat..
taliesin schrieb:

Dazu kommt, dass die innenliegenden Massen bei monolithischer Bauweise minimal sind. Diese Masse hilft, wenn sie an die Raumluft angeschlossen ist, Temperaturschwankungen vermeiden, das verbessert das Raumklima wesentlich, vor allem im Sommer.

Jein, natürlich kann man nicht die komplette Wand als effektive thermische Massen nehmen, jedoch sind bei monolitischer Bauweise häufig die Innenwände aus Ziegel, die Decke(n) ist (sind) betorniert, der Innenputz bringt Maße. Also ein Holzriegelhaus ist da schon deutlich "leichter" unterwegs.


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  •  taliesin
  •   Gold-Award
3.12.2025  (#22)

zitat..
Deep schrieb: natürlich kann man nicht die komplette Wand als effektive thermische Massen nehmen

Sanierung mit Außendämmung (altes Mauerwerk 25cm, 20cm Dämmung) ergibt etwa 320kJ/m²K als innere Speicherfähigkeit, übliche Holzriegelwände ca. 70kJ/m²K (doppelte Innenbeplankung) und monolithische '50er' Ziegel etwa 120kJ/m²K, etwas abhängig von der Innenputzstärke.

Quelle: ubakus.de
Klar sind die Decken auch relevant beim typ. EFH etwa gleich viel wie die Außenwandfläche.

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  •  Panorama
  •   Silber-Award
4.12.2025  (#23)

zitat..
taliesin schrieb:

──────..
Deep schrieb: natürlich kann man nicht die komplette Wand als effektive thermische Massen nehmen
───────────────

Sanierung mit Außendämmung (altes Mauerwerk 25cm, 20cm Dämmung) ergibt etwa 320kJ/m²K als innere Speicherfähigkeit, übliche Holzriegelwände ca. 70kJ/m²K (doppelte Innenbeplankung) und monolithische '50er' Ziegel etwa 120kJ/m²K, etwas abhängig von der Innenputzstärke.

Quelle: ubakus.de
Klar sind die Decken auch relevant beim typ. EFH etwa gleich viel wie die Außenwandfläche.

Interessante Info. Damit wäre der sanierte Altbau dem Neubau überlegen. Bleibt im Sommer länger kühl und am Ende des Sommers nimmt der Altbau die Wärme länger in die Übergangszeit mit. 


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  •  christoph1703
4.12.2025  (#24)

zitat..
Panorama schrieb: Damit wäre der sanierte Altbau dem Neubau überlegen.

Man könnte auch neu mit einem schweren Ziegel und WDVS WDVS [Wärmedämmverbundsystem] bauen. Der 50er ist halt gerade in Mode.


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  •  ds50
  •   Gold-Award
4.12.2025  (#25)
Der 50er Ziegel ist kein schwerer Ziegel. Deswegen 25er Objektziegel + WDVS, das Beste aus 2 Welten (Stabilität und Dämmung).

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  •  christoph1703
4.12.2025  (#26)

zitat..
ds50 schrieb: Der 50er Ziegel ist kein schwerer Ziegel.

Das meinte ich - deswegen ist der heute typische Neubau in puncto Speichermasse unterlegen.


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  •  taliesin
  •   Gold-Award
4.12.2025  (#27)
Meine Tochter hat mit einem 25er-Ziegel (etwa 1000kg/m³) mit Mörtelfuge und Kalkzementinnenputz und Zementestrich gebaut, außen 25cm Dämmwolle und vorgesetzte Fassade, dazu Betonkernaktivierung und WP WP [Wärmepumpe] mit RGK RGK [Ringgrabenkollektor] (völlig überdimensioniert im Lehmboden). Das Haus rührt sich thermisch gar nicht mehr, letztes Jahr eine JAZ JAZ [Jahresarbeitszahl] bei knapp 7.

Die Maurerpartie war etwas mürrisch, weil "wer mauert heut noch mit Mörtel", hat sich aber dann doch erinnert was sie mal gelernt haben und ein sehr sauberes Ergebnis abgeliefert.

Eine erzkonservative Konstruktion mit Keller und Satteldach, die alles erreicht was ein Haus machen soll, im Sommer kühl, im Winter warm mit frischer Luft und minimalen Heiz- und null Kühlkosten. Und vom Kreditvolumen ist noch ein ordentlicher Batzen übriggeblieben, weil sie unterwegs vieles selbst gemacht haben, das sie anfänglich vergeben wollten. Bauzeit ca. 2 Jahre, Terrasse und Garten sind noch nicht ganz ... alles schön pomali.

Bis jetzt ist nichts aufgetaucht, wo man sagen müsste: "beim zweiten Haus wird alles besser"

Die "monolithische" Bauweise ist bei weitem nicht "ein Stein" (Wortbedeutung), sondern braucht zig Baustoffübergänge, die alle behirnt werden wollen. Ich empfehle da dringend ALLE Details auszuplanen, sonst werden die gerne "baustellenmäßig" abgeliefert.

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