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Erfahrungsbericht 2 Jahre RGK von NIBE/KNV

13.5.2019 - 9.1.2020
116 Beiträge | 23 Autoren
Hallo zusammen,

ich möchte euch hier einen kurzen Erfahrungsbericht unseres Ringgrabenkollektors geben.
Eins vorweg, das Ding läuft relativ stabil jetzt im zweiten Jahr, ganz zufrieden bin ich mit dem Ergebnis allerdings nicht. Hier mal meine ehrliche Einschätzung.

Ein paar Daten zum Haus:
Neubau mit 50cm LECA Massivwänden. (ohne VWS)
Wohnnutzfläche 200m²

Energieausweis:
Brutto Grundfläche 276m²
Flächenbezogene Heizlast Abschätzung (276m²) 31,39 W/m² BGF
HWB 13.500 kWh/a

Die Verlegung war eine Musterverlegung von KNV.
Die Anlage ist eine Nibe 1155 mit Greenwater Brauchwasserspeicher.

Selbst wenn die LECA Wände bei der Aufstellung schon relativ trocken sind lassen wir den ersten Winter mal außen vor. Es kommt ja immerhin noch genug Wasser mit der Spachtelei, etc. ins Haus.

Der zweite Winter sollte allerdings jetzt als Referenz taugen und da schaut es so aus:
Der Wärmemengenzähler (nur Heizung) hat einen Verbrauch von 13.500kWh für den Winter gezählt, also eine ziemliche Punktlandung zum Energieausweis.

Die WP hat die meiste Zeit brav modulierend gearbeitet, in der kältesten Zeit meist zwischen 50Hz und 90Hz. Wir haben dabei eine Innentemperatur von 23°C angestrebt.
Vorlauftemperatur war in der kältesten Zeit bei ca. 30°C.

Wie man sieht sind wir also kein Niedrigstenergiehaus sondern haben schon eine entsprechenden Heizbedarf. Allerdings noch im Rahmen wie ich finde.

Dennoch, in Abstimmung mit KNV mussten wir die minimale Kälteträgertemperatur der Soleleitung am Ausgang bis -6,5°C freigeben um das Haus zu heizen. (Standard ist nicht so tief wegen der Vereisung des umliegenden Erdreichs) D.h. die Anlage versucht bis 2K davor, nämlich somit -4,5 °C zu regeln. Schon kurz vor dieser Grenze kommt es allerdings zur Einschleifregelung d.h das bei ca. -4°C steht bereits nicht mehr die gesamte Leistung zur Verfügung.
Bereits im Jänner waren wir allerdings an dieser Grenze und auch in der Einschleifregelung. Der Februar war dann überdurchschnittlich warm und so haben wir uns da problemlos rübergerettet, wäre der Februar frostig gewesen wäre das wahrscheinlich nicht mehr gegangen.

Alles in allem und wenn ich mir die Vergleichsanlagen hier im Forum anschaue sind wir also sehr tief mit unseren Kollektortemperaturen, ich finde sogar wir sind zu tief weil ich glaube das wir mit einem kalten Februar in die Begrenzung gekommen wären.

Das Problem ist auch das wir jetzt nichts mehr machen können, der Kollektor liegt unter der Erde und der Garten ist fertiggestellt. Keinesfalls möchte ich jetzt das ganze Grundstück wieder aufreissen. Wir müssen jetzt also mit dieser knapp bemessenen Lösung leben.
Ursachenforschung habe ich aufgegeben, die Baufirma sagt sie hat alles korrekt ausgeführt und KNV meint sie haben alles korrekt geplant.

Mein Fazit:
Ich glaube nach wie vor das der RGK mit der NIBE WP eine hervorragende Lösung darstellt. Sie ist aber auch nicht perfekt, auch wenn das hier im Forum oft den Anschein erweckt.
Neben div. SW Problemchen bis hin zum Stillstand ist gerade eine knappe Dimensionierung etwas, das im Nachhinein kaum mehr reparierbar ist. Auch weiß ich nicht was in 10 oder 20 Jahren mit den Schläuchen passiert und wie es weitergeht wenn diese mal undicht sind. Eine LWP tausche ich einfach aus, eine RGK grabe ich aber nie wieder aus.
Wäre die Dimensionierung korrekt würde ich 9/10 Punkten vergeben, so eher 6/10 und immer etwas Bauchweh ob wir problemlos durch den Winter kommen.

 
13.5.2019 22:58
Wie ist denn nun der U-Wert der verbauten Außenwand? Der Wert muss ja der Baufirma bekannt sein.
13.5.2019 22:58
PS:


Lindenwirzt schrieb: Wir haben dabei eine Innentemperatur von 23°C angestrebt

Innentemperatur von 23°C ist aber auch schon sehr komfortabel - Ich hab 21,5°C (und nicht überall soviel - aber das wäre dann wieder eine, hier ungeliebte, andere Story...
13.5.2019 23:02
Hallo,

keine dumme Frage, ganz im Gegenteil, freu mich das es auch konstruktiv geht.

Im ersten Jahr (Restfeuchte, eine Stelle des RGK nicht überdeckt) waren wir auch öfters im Begrenzer, wir hatten tlw. nur mehr 20C im Wohnbereich.

U-Wert war nicht bekannt, ich muss nachfragen ob er das mittlerweile ist.
Jedenfalls ist keine der Romberger Wände die Arne geposter hat.

2 Bekannte haben auch damit gebaut und ebenso mit dieser Berechnung wie bei mir und dort scheints zu passen, ich gehe aber auch davon aus das der EA besser ist als die realen Zahlen, ist aber alles nur geraten.

Mit freundlichen Grüßen 
Michael
13.5.2019 23:07
Jetzt sind immerhin mal alle Fakten auf dem Tisch. Das ganze emotionslos betrachtet sieht für mich so aus: Dein RGK macht genau das, wofür er ausgelegt wurde. Die Wärmemenge des aktuellen Winters von knapp 14.000 kWh hat der RGK geliefert, ohne in die Vereisung zu gehen. Womit die korrekte Auslegung ja bewiesen wurde. Einen Heizstab hast du auch nicht gebraucht oder?

Die Wärmemenge bzw. die Heizlast entspricht dem Energieausweis wie du sagst. Nur der rechnet auf den statistischen Tiefstwert über die Normaußentemperatur. Die sahen wir aber diesen Winter nicht bei weitem.

Deine Unzufriedenheit sollte ganz wo anders herkommen, aber nicht vom Heizsystem, das eh genau das tut, wofür es ausgelegt ist. Ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht, warum da jetzt krampfhaft negative Punkte konstruiert werden sollen. "Haltbarkeit des Rohrs", "doch lieber LWP", "Sanierung des RGK"
13.5.2019 23:10


Sibelius01 schrieb: Und da hat er dann plötzlich Probleme?

er hat ja gar keine probleme.

er hat bloß keine rekordverdächtigen soletemperaturen wie viele andere hier, deren häuser dem EA enstprechend gebaut sind und daher real 20-40% weniger verbrauchen gegenüber der normheizlast.

die soletemperaturen sind aber völlig im rahmen und es stehen noch üppige reserven zur verfügung...
13.5.2019 23:13
Ich suche gar nichts krampfhaft. Ich habe nur gesehen das wir die niedrigsten Soletemperaturen hier haben und das hinterfragt, insbesondere weil wir diesen Jänner bereits in der Einschleifregelung waren obwohl es nicht der kälteste war. Ich denke jeder andere hier würde das ebenso hinterfragen und Ursachenforschung betreiben. 
Der nächste Gedanke war was man dagegen tun könnte und da bin ich halt stecken geblieben weil man eben nichts mehr tun kann wenndie Dimensionierung nicht passt.
Und zum allerletzten Mal für die Nibe Fanboys, ja, klar kann die Wurzel allen Übels der EA sein, habe ich nie abgestritten.
13.5.2019 23:15


Lindenwirzt schrieb: Im ersten Jahr (Restfeuchte, eine Stelle des RGK nicht überdeckt) waren wir auch öfters im Begrenzer, wir hatten tlw. nur mehr 20C im Wohnbereich...


 das ist leider schon wieder sehr tendenziös und faktisch nicht haltbar was du schreibst.

hier das innentemperaturprofil des ersten und zweiten winters...


Erfahrungsbericht 2 Jahre RGK von NIBE/KNV

nachdem du einmalig in den begrenzer gelaufen bist hatten wir das erste mal telefoniert und ich habe dich dann mehrfach persönlich beraten um deine einstellungen zu optimieren.

eine stelle am warmen ende des RGK lag dabei im freien (siehe schneebild auf der vorigen seite), der großteil lag aber unter nicht einmal halber überdeckung!
das macht schon einen wesentlichen unterschied...
13.5.2019 23:22
Der Innentemperatursensor ist im Wohnzimmer südseitig, die wärmste Stelle des Hauses. Dort war auch ein Kaminofen oft im Betrieb, alle anderen Räume waren darunter, Tiefstwert waren 18C im OG, habe ich glaube ich sogar mal hier gepostet.
Weiss auch nicht warum wir über den ersten Winter schreiben der aus unterschiedlichsten Gründen ja keine Referenz ist.
13.5.2019 23:23
OK - das stellt mal diesen Punkt klar. Also 20°C solltest Du auch im worst case Szenario noch erreichen können - reicht zum überleben.

23°C möchte ich nur im Bad haben - im Schlafzimmer < 20°C (und in selten genutzten Räumen).

Und wieviel wird gelüftet - meine Regierung hat da sehr ausgefallene Rituale... - auch im tiefsten Winter - zarte Belehrungen meinerseits führen bei uns dann zu massiven Ehe Problemen...

Abgesehen von den Wand / Decke / Dach / Boden Berechnungen - verlierst Du eventuell irgendwo Wärme zusätzlich (noch nicht entdeckt)? Rechnen kann man halt viel - ob es dann auch in der Praxis so zutrifft...??

Eventuell gibt es da ja einen unentdeckten Baumangel?

Ich würde mal mit einem Infrarot Thermometer auf Suche gehen (Ist eventuell jetzt schon (Mai) etwas zu spät...). Aber wir haben ja gerade noch etwas kühlere Tage.

Kann ja auch z.B. an der Verlegung der FBH liegen (thermischer Abgleich durchgeführt?) und wo Du die Temperaturen haben möchtest und wo Du auf das Thermometer schaust.

Der letzte Winter war ja nicht so prickelnd kalt - da verstehe ich schon Deine Bedenken, wenn es mal für zwei Wochen 10 Grad kälter werden sollte als dieses Jahr.

Ebenfalls freundliche Grüße
13.5.2019 23:28
Danke und du hast die selben Gedanken wie ich. :)
Bin mit der Infrarotkamera mal ums Haus, hab aber nichts entdeckt, bin da aber auch kein Profi.
Hydraulischer Abgleich wurde natürlich NICHT gemacht und habe mithilfe des Forums selber gemacht, auch entlüftet. Hab mit dem Infrarotthermomezer dazu alle VL und RL konzrolliert und justiert, darauf geachtet die grossen Kreise nur minimal zu drosseln, etc. 
Edit: Klar, bei angestrebten 20C Innentemperatur würden sich die ganzen Fragen nicht stellen. Nur wär ich dann wieder Single. :)
Edit Edit: Aja, gelüftet wird 2 mal am Tag quer.
13.5.2019 23:36
Arne - was mir an der Temperaturkurve auffällt - auch im Winter / Übergangszeit schwanken die Temperaturen doch sehr stark - mit Spitzen bis zu 26...27°C. Das würde ich schon als extrem sehen (ich komme nie über 23...24°C, auch bei Sonne pur), wenn nicht gerade volle Sonne auf den Sensor scheint. Permanent unter 22° ging es auch nie länger. Aber eventuell müsste man sich da das ganze mal gespreitzt genauer anschauen (Tagesverlauf, etc.).

Und bitte nicht persönlich angegriffen fühlen. Er hat ein eventuelles Problem ausgemacht und möchte dafür eine Erklärung und dann eventuell eine Lösung (von der wir hier noch weit entfernt wären).
13.5.2019 23:42


Lindenwirzt schrieb: Ich habe bei dir immer den Eindruck du nimmst jede Kritik persönlich.

Was soll ich denn noch schreiben als ich weiss nicht woran es liegt, entweder Dimensionierung des RGK oder das Haus braucht zu viel. So oder so läuft es nun mal nicht perfekt

Nun, ich finde es schon wichtig, dass Arne sich hier zu Wort meldet, denn irgendwie stand durchaus im Raum, der Kollektor sei zu knapp ausgelegt. 

Ich glaube mich übrigens zu erinnern, dass im Solefaden immer wieder beruhigt wurde (z. B. greift ab einer bestimmten Temperatur erst mal ein „Rettungsfallschirm“, der zunächst einmal verhindert, dass es temperaturmäßigbnoch weiter bergab geht, etc.). Diese Einschätzung teilt Arne, wenn er sagt, dein Kollektor würde es sogar verkraften, wenn dein Haus noch mehr ziehen würde. 

Aber, und darüber scheint es keinen Zweifel zu geben, dein Kollektor war im ersten Jahr extrem belastet; ich würde befürchten, dass er nicht so frisch in die zweite Heizsaison gegangen ist, wie unter günstigeren Umständen. 

Und dein Haus braucht offenbar sehr viel. Der Anbieter ist hier nicht entscheidend, sondern woraus die Wand besteht. Eine reine Leca-Wand müsste, nach allem, was wir in Erfahrung bringen könnten, 72cm stark sein, um wenigstens einen U-Wert von 0,24W/m2K zu haben. Deine Wand ist 50cm stark? ...
Das alles sind sehr wichtige Informationen, wenn man deinen Bericht richtig einordnen will. 

Mein Fazit aus dem Ganzen lautet übrigens, dass es richtig ist, im energiesparhaus weiterhin zum energieeffizienten Bauen zu ermutigen. 
13.5.2019 23:55


Sibelius01 schrieb: Arne - was mir an der Temperaturkurve auffällt - auch im Winter / Übergangszeit schwanken die Temperaturen doch sehr stark - mit Spitzen bis zu 26...27°C. Das würde ich schon als extrem sehen (ich komme nie über 23...24°C, auch bei Sonne pur), wenn nicht gerade volle Sonne auf den Sensor scheint. Permanent unter 22° ging es auch nie länger. Aber eventuell müsste man sich da das ganze mal gespreitzt genauer anschauen (Tagesverlauf, etc.).

Und bitte nicht persönlich angegriffen fühlen. Er hat ein eventuelles Problem ausgemacht und möchte dafür eine Erklärung und dann eventuell eine Lösung (von der wir hier noch weit entfernt wären).

27 Grad kommen wohl vom Kaminofen.
14.5.2019 0:00


Lindenwirzt schrieb: Hallo Arne,

Ja, im ersten Winter war die Überdeckung nicht gegeben, ab dem darauffolgenden Frühjahr schon und auch den ganzen zweiten Winter. Deswegen habe ich auch den zweiten Winter herangezogen und oben geschrieben das der erste Winter nicht berücksichtigt wird bei meinen Gedanken. Die -6.5C haben wir diesen Winter eingestellt. KT Min war real im Jänner auch schon mal auf -4.8C, sieht man alles im Uplink, für mich ist das bereits in der Einschleifgrenze, und das war diesen Jänner, also 2019. Ich aknn keinen Fehler finden bei meinen Ausführungen.

Zur Wand kann ich nichts sagen, die Baufirma sagt der U-Wert ist gleicht gut wie bei der 40/10er, ich kann das nur so weitergeben. Ich kenne allerdings einen ganzen 4 Kanter und ein zweites Haus welche sehr gut fahren mit diesen Wänden, gut, ist rein subjektiv, kann ich nicht belegen.

Bezüglich Förderung, das war sicher nicht der Grund, ich kenne den Baumeister und der kennt mich und wir beide wissen das bei meinem Haus nicht 1 Euro gefördert ist. Somit hat er sicher den EA nicht dahingehend hingetrickst. Das der EA vielleicht dennoch falsch ist, möglich, ich weiss es nicht, habe ich auch so geschrieben.

Lg
Michael

Wie kann eine 50er Wand denn den gleichen U-Wert haben wie eine 40er mit 10cm xps?

Wie ist denn der Rest des Hauses gedämmt?
14.5.2019 0:09


Sibelius01 schrieb: Er hat ein eventuelles Problem ausgemacht und möchte dafür eine Erklärung und dann eventuell eine Lösung

Das mit der Lösung ist ein bisschen ein Problem:
1. WP mitsamt Kollektor tut erfolgreich, was sie soll. 
2. Wenn es hier ein Problem gibt, dann ist es das Haus, das (noch) schlechtere Werte hat, als im EA gerechnet. 


Ralph schrieb: Wie kann eine 50er Wand denn den gleichen U-Wert haben wie eine 40er mit 10cm xps?

Wie ist denn der Rest des Hauses gedämmt?

Genauere Angaben ließen sich nicht finden, aber sollte eine 72cm-Wand tatsächlich einen U-Wert von 0,24 W/m2K haben, dann mag ich um diese Uhrzeit lieber nicht nachzuvollziehen versuchen, was eine 50er-Leca-Wand haben mag 
14.5.2019 0:15


dyarne schrieb:
__________________
Im Beitrag zitiert von rabaum: Von welcher Heizlast des Gebäudes sprechen wir überhaupt? Und auf wieviele kW wurde der RGK ausgelegt und mit wievielen Kreisen?

p-tot -> 8,7kw
p-real -> 7,5kw (gerechnet mit fast 8000kwh lüftungsverlusten)

RGK ist auf 10kw ausgelegt, mit -1,3/-4,3 als soleprognose...
1155-6(7,5) mit Da32 2x300



das problem liegt hier:

eingereicht wurde das...

verbaut wurde aber der dem obersten entsprechende wandaufbau 'für puristen'...

Hallo Arne vielleicht blöde Frage eines RGK Neulings aber wie kann 2x300 da32 auf 10kW ausgelegt werden? 
Im Trenchplaner stehen max. 7kW und ich meine mal irgendwo bis max. 8kW gelesen zu haben. Wie kommt man denn nun auf die 10kW oder habt ihr 3 Rohre verlegt?!

Grüße,
Ralph
14.5.2019 0:21
Der Hinweis von Vardi war gut - eventuell war der Boden durch das erste Jahr doch schon sehr "ausgelutscht". Und das hat sich dann im zweiten Jahr ausgewirkt. Als Fazit:

- Die WP + RGK sollten in den nächsten Jahren dann wohl genügend Kapazität haben für 15...17 kW in Spitze.
- sehr hohe Temperaturen wahrscheinlich vom Kaminofen
- eventuell die Wärmebedarfsberechnung etwas zu knapp - sollte die WP+RGK aber in den folgenden Jahren locker schaffen
- im nächsten Winter, bei wirklich niedrigen Außentemperaturen, nach einigen Tagen, mal innen einen Temperatur "Atlas" erstellen, ob da nicht doch noch etwas am Bau nicht passt. Von außen mit Infrarot sieht man halt nicht alles so genau (da wäre eine Profi Kamera besser).

... Und Single Dasein hat auch gewisse Vorteile.

Jetzt, ab Mai, wird die Ursachenforschung wohl sehr schwierig. Aber wenn es nächsten Winter wieder nicht passt, gibt es ja noch den Kaminofen. Ich würde mal den nächsten Winter abwarten und das Problem solange halt einfach verdrängen.
14.5.2019 6:39


Ralph schrieb: Hallo Arne vielleicht blöde Frage eines RGK Neulings aber wie kann 2x300 da32 auf 10kW ausgelegt werden?


Die Anzahl der Rohre werden durch die WP definiert und die Leistung der WP durch die Gebäudeheizlast.

Heißt also Ptot 7.5kW = KNV 1155-06 (mit 7.5kW max. Leistung) = 2x300m Rohr.

Wie groß der Graben dazu ausgelegt wird hat dann mit den Rohren nix zu tun.
Der "Tank" RGK ist einfach nur größer und bringt am Ende der Heizsaison etwas höhere Soletemperaturen.
14.5.2019 7:23
Guten Morgen,

danke mal für euren Input.

Zu den Wänden:

Ich habe eben der Herstellerfirma geschrieben und um den U-Wert der 50er Wand angefragt.
Die Wand habe ich gewählt weil sie eine ganze Reihe von Vorteilen hat (massiv, keine Dampfsperre, kapillarbrechend, Möglichkeit zu schrauben/nageln, etc.), wen das interessiert, das kann man ja in einem anderen Thread besprechen, der U-Wert war für mich zwar wichtig aber nicht oberste Prio. Jetzt bin ich aber dennoch gespannt ob es schon konkrete Zahlen gibt. Arne hat, wenn ich das richtig lesen, eine Romberger 45er(?) Wand herangezogen, da stimmt weder die Wandstärke noch der Hersteller, die Aussage dass das unsere Wand ist, ist unrichtig. D.h. aber nicht das der U-Wert unserer Wand besser ist, deswegen die Anfrage beim Hersteller.

Ich tue mir auch etwas schwer abzuschätzen in wie weit sich ein schlechterer U-Wert auswirkt bzw. wieviel schlechter problematisch wird. Grundsätzlich besteht die Gebäudehülle ja nicht nur aus der Wand, da gibts die Bodenplatte, die oberste Decke (gedämmt), sowie eine Menge Fenster und Türen. Nichts desto trotz ist die Anfrage raus und ich bin gespannt auf die Antwort, vielleicht kann man mit dem Ergebnis den Mehrbedarf an Heizwärme dann abschätzen?

Hier eine Übersicht zu den Flächen. Die Wände dürften gut ein 1/3 der Gesamtfläche ausmachen.


Erfahrungsbericht 2 Jahre RGK von NIBE/KNV


Zum "Auslutschen" der RGK:

Klingt für mich irgendwie schlüssig aber müssten die Soletemps im Sommer dann nicht schlechter sein?


Erfahrungsbericht 2 Jahre RGK von NIBE/KNV

lG,
Michael
14.5.2019 9:51


Lindenwirzt schrieb: Guten Morgen,

danke mal für euren Input.

Zu den Wänden:

Ich habe eben der Herstellerfirma geschrieben und um den U-Wert der 50er Wand angefragt.
Die Wand habe ich gewählt weil sie eine ganze Reihe von Vorteilen hat (massiv, keine Dampfsperre, kapillarbrechend, Möglichkeit zu schrauben/nageln, etc.), wen das interessiert, das kann man ja in einem anderen Thread besprechen, der U-Wert war für mich zwar wichtig aber nicht oberste Prio. Jetzt bin ich aber dennoch gespannt ob es schon konkrete Zahlen gibt. Arne hat, wenn ich das richtig lesen, eine Romberger 45er(?) Wand herangezogen, da stimmt weder die Wandstärke noch der Hersteller, die Aussage dass das unsere Wand ist, ist unrichtig. D.h. aber nicht das der U-Wert unserer Wand besser ist, deswegen die Anfrage beim Hersteller.

Ich tue mir auch etwas schwer abzuschätzen in wie weit sich ein schlechterer U-Wert auswirkt bzw. wieviel schlechter problematisch wird. Grundsätzlich besteht die Gebäudehülle ja nicht nur aus der Wand, da gibts die Bodenplatte, die oberste Decke (gedämmt), sowie eine Menge Fenster und Türen. Nichts desto trotz ist die Anfrage raus und ich bin gespannt auf die Antwort, vielleicht kann man mit dem Ergebnis den Mehrbedarf an Heizwärme dann abschätzen?

Hier eine Übersicht zu den Flächen. Die Wände dürften gut ein 1/3 der Gesamtfläche ausmachen.

lG,
Michael


Du siehst ja selbst, dass die Wand bei weitem die größte Fläche ausmacht.

Die Wärmeleitungsverluste lassen sich folgendermaßen berechnen: U * A * deltaT

Ergibt bei deiner Fläche/u-Wert (und angenommen außen -12 °C / innen +20 °C): 0,178 * 270 * 32 ~ 1550 W

Nimmst du jetzt den schlechteren u-Wert (hab den von dyarne genommen, auch wenn du diesen Wandaufbau nicht hast, geht ja ums Prinzip): 0,31 * 270 * 32 ~ 2770 W

Damit landest du bei einer (Heizlast)Differenz von 1 kW ...
14.5.2019 10:07
Hallo,

super, danke.

d.h. ich wäre bei U-Wert 0,31 dann statt bei 8,7kW bei ca. 9,7kW Heizlast?
Die flächenbezogene (276m²) Heizlastabschätuung wäre dann statt 31,39 W/m² bei 35 W/m² ?

Sobald ich den U-Wert habe kann ich das dann in die Formel eintragen und sehe etwas genauer wo ich lande.

In wie weit ändert sich dadurch der HWB, da habe ich im EA 13.500 kWh/a stehen.

Nachtrag:
Eben kam das Mail vom Hersteller.
Es gibt kein offizielles Prüfungsergebnis, der U-Wert meiner verbauten Wand ist allerdings bekannt und liegt bei 0,23. Tja, das kann ich jetzt glauben oder nicht...

Das wäre dann 0,23*270*32 ~ 1.987 W -> also ca. 450W mehr Heizlast.
Flächenbezogen dann statt EA 31,39 W/m² -> 8,7 kW + 0,45 KW = 9,15 kW -> 33,8 W/m².

Alles ohne Gewähr. :)

Bitte nagelts mich jetzt nicht auf dieser Rechnung fest, ich hoffe ich habe das richtig verstanden aus dem vorigen Beitrag. Falls ja, komme ich da nur auf eine Erhöhung von 5,17%, kommt mir sehr wenig vor, denke da habe ich noch einen Fehler drin.

mfG,
Michael



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