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R11-1 welche Rohre sind erlaubt?

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  •  massiv50er
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
22.11. - 6.12.2022
60 Antworten | 13 Autoren 60
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Hat hier jemand Zugriff auf den genauen Text in der R11?
Was steht da bzgl. Maßnahmen Verrohrung exakt?

  •  wiwi
  •   Bronze-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und viele Beiträge geschrieben.
22.11.2022 ( #1)



  •  massiv50er
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
22.11.2022 ( #2)
wow danke :)

würd die sachen gerne genauer betrachten:
1.) elektrisch leitfähig durchverbundenen Metallrohre
>> wenn ich jedes Einzelstück mit Bandschellen und 16er PE Draht verbinde, ist es gegeben. Wie sieht das bei reinen Steckverbindungen aus? Ab wann gilt es als "elektrisch leitfähig durchverbundenen"?

2.)wie darf man das beidseitig in PA verstehen? 

3.) Die Beschaffenheit der Rohre ist damit obsolet laut R11? Sprich ein Alurohr mit Wandstärke 0,5mm erfüllt es genau so wie ein FE-Rohr oder anderes Rohr mit beliebiger Wandstärke? 

  •  wiwi
  •   Bronze-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und viele Beiträge geschrieben.
22.11.2022 ( #3)
Im Optimalfall führst du den PA entlang der Metallrohre mit und klemmst beidseitig (also an jedem Ende) jeder Steckstelle an. Jede Teilstück hat dann am Anfang und am Ende eine Schelle. Dann kümmert dich auch eine schlecht leitende, oxidierte Steckverbindung nicht.

Über Wandstärken lässt sich die R11 nicht aus. Rein von den Ableitströmen her macht aber eine Querschnittsfläche unter der Fläche der zu schirmenden Solarkabel und über der Querschnittsfläche des PA keinen Sinn (sprich: alles zwischen Alu-Wellrohr und Gusseisenrohr) 😃



  •  alhei
22.11.2022 ( #4)
Vielleicht auch von mir eine Frage dazu:
Dürfen die Kabel eigentlich auch unter der Holzverschalung nur in einem Kunststoffrohr zum GAKGAK [Generatoranschlusskasten] geführt werden?
Beispiel:
Beim Lüfterziegel rein, entlang des Sparren hoch. Dort zu einer zweiten Dachfläche (gleiche Ausrichtung), beim Lüfterziegel raus, Modulfeld, wieder rein, dann zum GAKGAK [Generatoranschlusskasten] (und von dem natürlich dann zur ersten Dachfläche, ohne eine Schleife zu bauen). Es geht auch darum ob der GAKGAK [Generatoranschlusskasten] für die erste Fläche so weit weg sein darf...


  •  wiwi
  •   Bronze-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und viele Beiträge geschrieben.
22.11.2022 ( #5)
Die R11 schreibt "unmittelbar" vor oder nach dem Gebäudeeintritt.
Das schliesst entlang des Sparrens eher aus (aber es geistern ja 7 oder 10 Meter immer wieder herum).

Das Schutzziel nach R11 kann auch durch brandgeschützte Verlegung innerhalb des Gebäudes erzielt werden. Beurteile selbst ob du glaubst das erfüllen zu können:




  •  massiv50er
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
22.11.2022 ( #6)


wiwi schrieb: Im Optimalfall führst du den PA entlang der Metallrohre mit und klemmst beidseitig (also an jedem Ende) jeder Steckstelle an. Jede Teilstück hat dann am Anfang und am Ende eine Schelle. Dann kümmert dich auch eine schlecht leitende, oxidierte Steckverbindung nicht.

ganz den Optimalfall hab ich nicht. Bei mir sind alle Einzelteile (Rohr,Schlauch,Bogen) miteinander verbunden. Sprich ein Rohr in der Mitte hat 2 Bandschellen.



wiwi schrieb:
Über Wandstärken lässt sich die R11 nicht aus. Rein von den Ableitströmen her macht aber eine Querschnittsfläche unter der Fläche der zu schirmenden Solarkabel und über der Querschnittsfläche des PA keinen Sinn (sprich: alles zwischen Alu-Wellrohr und Gusseisenrohr) 😃

das würde in meinem Fall 16mm2 Kupfer (PA) vs 140mm2 Alu (32er Alu Rohr mit 1,5mm Wandstärke) enstprechen. Deine Herangehensweise gefällt mir ;)




  •  uzi10
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
22.11.2022 ( #7)


wiwi schrieb: Über Wandstärken lässt sich die R11 nicht aus.

Es steht aber iwo das sie den gleichen leitenden Querschnitt haben muss, wie die spannungsführenden Leitungen.
Beidseitig gehört geerdert. Aber eigentlich müsste man beim Alusteckrohr jede Muffe und jedes Rohr erden.
Schon gar nicht darf man das Rohr als Leiter nehmen(POT) wie im Foto von einen Beispiel in einer Werbung(war so eine ein Burgendland PV Werbung).







  •  wiwi
  •   Bronze-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und viele Beiträge geschrieben.
22.11.2022 ( #8)
Jetzt hab ich nochmal nachgeschaut - und du hast Recht, man muss nur auf die nächste Seite schauen, was ich vorher natürlich nicht gemacht habe sondern nur intuitiv abgeleitet habe:

– Verlegung jedes Pols mit metallisch ummantelten Kabeln/Leitungen, mit folgenden Anforderungen:
• die Ummantelung ist beidseitig in den Schutzpotentialausgleich mit einzubeziehen wobei die dafür erforderlichen Mindestquerschnitte eingehalten werden müssen,
• der Mindestquerschnitt der Ummantelung muss unter Berücksichtigung der Leitfähigkeit mindestens dem Leitungsquerschnitt entsprechen.
Wenn über diese Kabel/Leitungen Blitzteilströme fließen können, müssen für die Schirmung die Querschnitts-anforderungen des Blitzschutzpotentialausgleichs berücksichtigt werden.
ANMERKUNG Die Schirmung ersetzt nicht den Schutzpotentialausgleichsleiter.

Letzter Satz passt wie die Faust aufs Auge für dein Foto. 😁

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  •  Peter2
  •   Silber-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und sehr viele Beiträge geschrieben.
22.11.2022 ( #9)


wiwi schrieb: Die R11 schreibt "unmittelbar" vor oder nach dem Gebäudeeintritt.

Heißt das wenn ich den Wechselrichter außerhalb vom Haus habe brauche ich gar keine Rohre über den Leitungen?
Frage aus folgendem Grund.
Ich bin gerade am planen meiner Anlage und möchte einen Schrank unter dem Carport platzieren. Dort soll der Wechselrichter und eventuell Speicher rein. 
Dem zufolge habe ich keinen Gebäudeeintritt.
MfG
Peter 


  •  uzi10
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
22.11.2022 ( #10)


Peter2 schrieb: Heißt das wenn ich den Wechselrichter außerhalb vom Haus habe brauche ich gar keine Rohre über den Leitungen?

draussen gibts keine R11-1. die ist nur für innen gültig.
Rein als Brandschutz würd ich dir bei einen Carport(holz) empfehlen und machen.
A sind Alurohre schön. B halten sie viel länger als Kunststoff und C schützen sie wirklich und brechen nicht. Kosten tuns halt das doppelte aber für die paar Meter.
Und den Speicher draussen aufstellen find ich bei den Temperaturen und Temperaturunterschieden nicht so klug.


  •  wiwi
  •   Bronze-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und viele Beiträge geschrieben.
22.11.2022 ( #11)
Die R11-1 erlaubt auch die DC-Trennung direkt nach Gebäudeeintritt als technische Maßnahme. Also WR WR [Wechselrichter]+Speicher an die Innenwand direkt beim DC-Eintritt.

  •  taliesin
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
22.11.2022 ( #12)
Mir ist ja immer noch nicht klar, was die beidseitige Erdung bewirken soll. Bei (mehrfach) steckbaren Rohren hilft hinten und vorne relativ wenig, gegen Durchhacken müsste man den Erder für das obere Ende getrennt verlegen.

Zum Edelstahlwellrohr ...


Das DN50 Wellrohr mit einer Wandstärke von 0.25mm hat einen Querschnitt von 43mm² und entspricht (bei 73μΩcm) etwa 1mm² Kupfer ... oops, das hätte ich nicht gedacht ... und da ist die Abrolllänge noch nicht berücksichtigt.

Beim zweiten Hinsehen entspricht das billigere Wellrohr nicht der R11-1, ausbauen werde ich es nicht mehr ...

  •  uzi10
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
22.11.2022 ( #13)
Ja vor allem beim wellrohr hat keine welle gscheit kontakt zur andern welle. Die hängen nur so ineinander.
Am besten Stahl Leitungsführungskanal. 2x ka vl fail safe oder doppelte ableitung oder wenns durchtrennt ist das rohr. Ka die norm kommt mir auch sehr willkürlich vor. Gschriem im Wirtshaus 🤣

  •  taliesin
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
22.11.2022 ( #14)


uzi10 schrieb: Ja vor allem beim wellrohr hat keine welle gscheit kontakt zur andern welle. Die hängen nur so ineinander.

Nein, das ist ein Metallstück.
Prost...


  •  uzi10
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
23.11.2022 ( #15)


taliesin schrieb:

──────
uzi10 schrieb: Ja vor allem beim wellrohr hat keine welle gscheit kontakt zur andern welle. Die hängen nur so ineinander.
───────────────

Nein, das ist ein Metallstück.
Prost...

dann muss ich dir ein Foto schicken. Ich hatte letztens einen Metallschlauch von Dietzel in der Hand und das ist nicht ein Metallstück.

https://www.schaecke.at/aus/Kategorien/Leitungsf%C3%BChrung/Schutzschl%C3%A4uche-%26-Kabelschutz/Metall-Schutzschlauch/Flex-Schutzschlauch-Metall-DE330S-40/p/286052

und auch bei Gogatec siehst deren Aufbau:

http://www.gogatec.com/pdfs/schlauch/m1.pdf

Eventuell meinst du dichte Metallschläuche von Installateuren


  •  rchrisi
23.11.2022 ( #16)
Guten Morgen!

Wo kann man das Wellenrohr eigentlich Online günstg bestellen, ca 25m

Danke

MfG
rchrisi

  •  massiv50er
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
23.11.2022 ( #17)
Das rege Interesse an dem Thema, zeigt wohl auf, dass es sehr vielen nicht ganz klar ist, wie das Thema zu behandeln/erfüllen ist.


wiwi schrieb:
• die Ummantelung ist beidseitig in den Schutzpotentialausgleich mit einzubeziehen wobei die dafür erforderlichen Mindestquerschnitte eingehalten werden müssen,

ist damit wirklich gemeint, das ein durchgehendes Rohr ohne Muffe, links und rechts mit Bandschelle + Erdungsdraht in den PA eingebunden gehört?
Wenn ja, eine technisch/logische Erklärung fällt hier keinem ein oder?


uzi10 schrieb:
Beidseitig gehört geerdert. Aber eigentlich müsste man beim Alusteckrohr jede Muffe und jedes Rohr erden.

jedes Einzelteil macht ja noch Sinn für mich (wenn wegen Oxid oder fehlender mechanischer Steckkraft, der Wiederstand sich einfach erhöht).



wiwi schrieb: der Mindestquerschnitt der Ummantelung muss unter Berücksichtigung der Leitfähigkeit mindestens dem Leitungsquerschnitt entsprechen.

Wie versteht ihr das konkret? Beispiel: im Rohr verlaufen 16mm2PE, und 3 Strings mit je 6mm2 (also 6 Stk 6mm2 Solarkabel). Muss hier nur die Definion Rohr-Querschnitt>=6mm2 erfüllt sein? 




  •  wiwi
  •   Bronze-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und viele Beiträge geschrieben.
23.11.2022 ( #18)
Ja, wenn ein Feuerwehrler schwungvoll in das Rohr hackt, soll der Strom über das Rohr und die nächste PA-Anbindung abfliessen und nicht über den Feuerwehrler. Rohr-Querschnitt 6 mm² wäre also OK.

Der Schirm ist beidseitig aufzulegen um eine mögliche Störwirkung von Wechselfeldern (nicht von den DC-Leitungen, natürlich) auszuschließen. Das hat EMV-Gründe, meiner Einschätzung nach.

Die "Rohrenden" können sonst Antennen darstellen. Klemmst du in der Mitte, hast du zwei Antennen, klemmst du an einem Ende, hast du eine Antenne in der Rohrlänge.

  •  massiv50er
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
23.11.2022 ( #19)


wiwi schrieb: Rohr-Querschnitt 6 mm² wäre also OK.

 mal den Alu-Aufschlag oder ? Also 6mm2 Kupferleitung setzt irgendetwas mit ca 10mm2 Alu Rohr Querschnitt voraus?

  •  Fani
23.11.2022 ( #20)


wiwi schrieb:

Die "Rohrenden" können sonst Antennen darstellen. Klemmst du in der Mitte, hast du zwei Antennen, klemmst du an einem Ende, hast du eine Antenne in der Rohrlänge.

So habe ich das noch gar nicht gesehen, stimmt könnte ein schoener Dipol sein 😆


  •  wiwi
  •   Bronze-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und viele Beiträge geschrieben.
23.11.2022 ( #21)


massiv50er schrieb:

──────
wiwi schrieb: Rohr-Querschnitt 6 mm² wäre also OK.
───────────────

 mal den Alu-Aufschlag oder ? Also 6mm2 Kupferleitung setzt irgendetwas mit ca 10mm2 Alu Rohr Querschnitt voraus?

Richtig, sorry, vergessen. In Abhängigkeit der Leitfähigkeit der Materialien.


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