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NIBE F2040-8 VVM225 - Hoher Stromverbrauch, viele Starts,hohe Frequenz

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  •  az2502
22.11. - 25.11.2022
17 Antworten | 8 Autoren 17
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Guten Tag,

ich bin absoluter Laie - das vorne weg :) 

Unsere Nibe F2040-8 zusammen mit VVM225 verbraucht sehr viel Strom. Pro Tag liegen wir zwischen 40 - 30 kWh. Ich habe zwar keine große Erfahrung in dem Bereich, das erscheint mir aber deutlich zu viel.

Hierbei ist mir aufgefallen, dass meine Anlage sehr viel Starts pro Tag hat. Durchschnittlich so 25 und dann mit sehr hoher Verdichterfrequenz läuft (im Heizbetrieb durchschnittlich mit 70Hz, Brauchwasser mit 100Hz).

Daraufhin habe ich, nach Rücksprache mit anderen "betroffenen", die Verdichterkurve angepasst, mir wurde hier -30 / 0 empfohlen - eingestellt war vorher auto.

Tatsächlich läuft der Verdichter im Heizbetrieb jetzt ruhiger und länger - dennoch weiterhin viele Starts und hoher Stromverbrauch. Mir kommt es aber so vor, dass durch diese Einstellung der Durchfluss in den Heizkreisen viel geringer ist und im OG nur noch sehr wenig ankommt (auf der Skala in den Heizkreisen stehen diese fast alle bei 0 l / min). Kann natürlich aber auch subjektives empfinden sein, ich stehe natürlich nicht den ganzen Tag vorm HKV, sodass das nur Momentaufnahmen sein können.
Kann das damit zusammenhängen? Falls ja, wie kann ich das kompensieren - oder besser wieder auf auto stellen?
Die Pumpe (GP1) läuft auf jedenfall seit der Einstellung meistens bei 30-40%. Vorher waren es deutlich mehr (60-80%).

Kann mir jemand einen Tipp geben, wie ich mich am besten in Richtung einer effizienten, stromsparenden und das Haus wärmenden WP WP [Wärmepumpe] hinarbeiten kann?

Ist es denn vom Stromspargedanken sinnvoll, den Verdichter länger dafür aber ruhiger laufen zu lassen? Wenn man hier Eco-Programme von anderen Geräten ansätzt (was ja im Endeffekt ähnlich ist) müsste das so sein - erscheint mir bisher aber nicht wirklich der Fall zu sein.

Eckdaten:
Neubau 2022, 150qm, 3 Personen
Hydraulischer Abgleich hat stattgefunden
Zirkulationsleitung vorhanden
F2040-8 mit VVM225 (LWWPLWWP [Luft-Wasser-Würmepumpe])
WP steht unter einer Schalldämmhaube
11 von 13 Heizkreisen dauerhaft offen (Stellantriebe demontiert)

Brauchwasser läuft auf normal, Start 43 Stop 48

Kurve 3/-1
Heizstopp 12°C
ZH-Stopp -6°C
Filterzeit 8h

GM Start Verdichter -180
Startdiff. ZH 700
Diff zw ZH-Stufen 100

Verdichterkurve seit kurzem -30 / 0

  •  bauxl
22.11.2022 ( #1)
mal überprüften wie viel Volumenstrom (Druchfluss) du gesamt zusammen bringst, und diesen fix zu hinterlegen.


  •  az2502
22.11.2022 ( #2)
Im Hydraulischen Abgleich steht etwas von 751,8 l/h, das auf l/min ist der benötigte Wert?


Wo kann ich das einstellen?


  •  bauxl
22.11.2022 ( #3)
also ich habe eine F2120 mit SMO40 - da stellt man es im Installer Service Menü ein...

ev. mal diesen Thread durchlesen
https://www.energiesparhaus.at/forum-lwp-knv-2120-nibe-f2120-einstellungen-und-diagramme/52461



  •  az2502
22.11.2022 ( #4)
Leider scheint es eine solche EInstellung bei mir nicht zu geben.

Ich habe die Verdichterkurve jetzt auf auto zurückgestellt, anders weiß ich mir leider nicht zu helfen. Frequenz dementsprechend wieder über 70Hz, Pumpendrehzahl 98% mit 18l Durchfluss. Aber es kommt dafür was im OG an..
Ich lasse das jetzt mal ein paar Tage so laufen und schaue mir dann die Werte an.
Hat jemand eine Idee was ich tun könnte? Macht es Sinn die Pumpendrehzahl auf 70% oder so zu begrenzen und so indirekt den Verdichter runter zu drehen?


  •  BungalowImGruen
  •   Bronze-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und viele Beiträge geschrieben.
22.11.2022 ( #5)


az2502 schrieb: Hydraulischer Abgleich hat stattgefunden

Wie wurde dieser gemacht? Sind Kreise gedrosselt?


  •  az2502
22.11.2022 ( #6)
Dazu kann ich dir bedauerlicherweise nichts sagen. Wir haben hierfür lediglich den Nachweis bekommen, dass dieser durchgeführt worden ist. Anscheinend gibt es hier in Deutschland eine Stelle, die diesen ausstellt als Nachweis für KfW etc. Wir haben das Haus vom Generalunternehmer bauen lassen, welcher uns im nachhinein das Formular ausgefüllt übergeben hat. Der Sanitärmeister hat diesen abgestempelt.

Dieses Formular haben wir ausgefüllt bekommen
https://files.vdzev.de/pdfs/hydraulischer-abgleich-einzelmassnahme/VDZ_Formular_HydrAbgleich_Einzelmassnahme_BEG.pdf

Unter "Berechnung Einstellungen" steht
HK1, Fußbodenheizung,
Auslegungsvorlauftemperatur 35°C
Heizkreisrücklauftemperatur 28°C
Ermittelter Gesamtdurchfluss 751,80 l/h
Ermittelte Pumpenförderhöhe 3m


  •  Lemberger
  •   Bronze-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und viele Beiträge geschrieben.
22.11.2022 ( #7)
Kannst du Mal paar Diagramme aus dem Uplink hochladen? Verdichterfrequenz, Volumenstrom, Gradminuten, usw.
Vllt sieht man da schon was.

  •  az2502
22.11.2022 ( #8)

Gern, anbei. Man sieht sehr gut, wann ich die Verdichterkurve wieder auf auto umgestellt habe.
Vorlauf liegt ca 2-3°C über berechnter Vorlauf - wieso ist das so und ist das problematisch?



EDIT: Muss den Beitrag leider editieren, weile ich nichts neues mehr schreiben kann.
Alleine in der Nacht von 22.11 auf 23.11 15 kWh Stromverbrauch. 1°C AT AT [Außentemperatur], kann doch unmöglich normal sein. Oder ist das ein normaler Verbrauch? Ich kanns schlecht sagen.
Anbei nochmal Diagramme von heute Nacht.


 


  •  Daheimerdinger
23.11.2022 ( #9)
Für mich klingt das realistisch. Hab seit heuer auch eine LWPLWP [Luftwärmepumpe] und beobachte den Stromverbrauch.
Bei mir hatte es jetzt in der Nacht 0-1°C und quasi 100% Luftfeuchte (Nebel).
Die LWPLWP [Luftwärmepumpe] muss extrem oft abtauen und läuft mit ca. 40-50% Kompressorleistung und maximaler Lüfterdrehzahl.
AI LWPK AI8, Fußbodenheizung, 160m² Niedrigenergiehaus. Vorlauf/Rücklauf diese Nacht ca. 28°/25°. Raumtemperatur 22,0°.
Verbrauch der LWPLWP [Luftwärmepumpe] von 18:00 bis 06:00 ca. 11kWh. (Inkl. Kondensatheizdraht und Umwälzpumpe). Kein Pufferspeicher.
Ich denke dieses 0-1°-Nebelwetter ist für den Stromverbrauch viel schlechter als trockene Minusgrade mit Sonnenschein unter Tags. Mal schauen wie es dann im Jänner/Februar läuft. Da haben wir meist trocknere Luft und viel Sonne unter Tags, aber November/Dezember ist hier bei uns ein Graus.


  •  STEBEA
23.11.2022 ( #10)
Denke leider auch, dass dein Stromverbrauch nicht weit weg ist von der Realität. Vielleicht etwas erhöht.
Meine LWPLWP [Luftwärmepumpe] (KNV Split) hat jetzt im November einen Durschnittsverbrauch von 12kWh pro Tag (24 Stunden).

Gestern hatte ich als Spitze 20kWH die die WP WP [Wärmepumpe] verbraucht. (inkl. WW). Da hats mich kurz geschreckt aber ich hoffe dass es in meinem Fall besser wird sobald mein 50er Ziegel seinen Aussenputz bekommt.

( P.s.: Die Erdwärme Kollegen werden uns auslachen 😅)

  •  Lemberger
  •   Bronze-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und viele Beiträge geschrieben.
23.11.2022 ( #11)
Wir wohnen jetzt seit 3 Wintern im Haus und da hatten wir je nach Jahr im November/ Dezember am Tag zwischen 12-20kWh Stromverbrauch (WW und Heizung). Werte sind also nicht so unplausiebel.
Kannst du dir auch die produzierte Energie anzeigen lassen? Dann lässt sich ja Mal grob eine, ich nenne es Mal "Tagesarbeitszahl" berechnen.
Das VL VL [Vorlauf]-Ist über VL VL [Vorlauf]-Soll liegt ist leider mit Auto-Verdichterkurve immer so. Was du machen könntest wäre wieder eine manuelle Verdichterkurve und die Pumpe GP1 auf z.B. 70% und dann mal beobachten. Könnte die Laufzeit verlängern, aber denke nicht, dass du dadurch weniger Strom benötigen wirst.

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  •  az2502
24.11.2022 ( #12)
Danke für eure Antworten! Ok, wenn das mehr oder weniger normal ist, muss ich mich damit abfinden :)

Wärmemenge kann ich ablesen, Arbeitszahl liegt für gestern zB Bei ca 2,4

  •  dyarne
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
24.11.2022 ( #13)


STEBEA schrieb: Da hats mich kurz geschreckt aber ich hoffe dass es in meinem Fall besser wird sobald mein 50er Ziegel seinen Aussenputz bekommt...

ganz ganz sicher...

wir sehen aus langjährigen monitorings 80-100% mehrverbauch im ersten winter bei baufeuchte & unverputzt beim 50-er...


  •  Becker
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
24.11.2022 ( #14)
Was ist denn das für ein KfW Haus?

nur mal als Vergleich, meine F1255-6 braucht aktuell 6,5kWh/Tag:


das wäre dann Faktor 2-4 zur LWPLWP [Luftwärmepumpe].
*Kopfschüttel*

Zum Thema:
Stell mal: Startdiff. ZH 700 auf 200 und ZH-Stopp -6°C auf -15°C und berichte ob es besser wird.
70Hz kommt mir auch ein wenig hoch vor, eventuell mal auf 50Hz sperren, wobei ich nicht weiß wieviel kW 50Hz bei dem Modell sind.

Unsere F1255-6 läuft zwischen 20-30Hz im Heizbetrieb, WW 40Hz.
Das sind dann 1,5-2,5kW.

  •  dyarne
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
24.11.2022 ( #15)
servus becker,


Becker schrieb: 70Hz kommt mir auch ein wenig hoch vor...

drehzahlregelung ist bei lwwp ziemlich komplex. es ändert sich ständig der arbeitspunkt durch die außentemperatur und den vereisenden verdampfer.

der regler arbeitet mit einem fixen startwert der drehzahl der von der außentemperatur abhängig ist. bei anlagen die zu hoch laufen und takten muß man dann diese verdichterkurve ans gebäude anpaßen, ähnlich der heizkurve...

hier ein paar beispiele wo wir das durchexerziert haben...

zuerst die direktheizungen...









im zweiten beispiel sieht man schön wie vl-ist an vl-berechnet zu kleben beginnt wenn die modulation zum bedarf paßt...

  •  az2502
25.11.2022 ( #16)
Kurzes Update zu dem Thema:
Ich habe festgestellt, dass der Hydraulische Abgleich zwar rechnerisch durchgeführt worden ist, aber die Tacosetter sind nicht gemäß der Berechnung eingestellt. Der Installateur kommt am Montag und regelt das nach.
Ich habe eine Frage zu der Heizkreispumpe. Muss diese nicht so eingestellt werden, dass dieser immer mindestens die Summe aller Durchflüsse in den Heizkreisen gewährleistet? Kann man das über die WP WP [Wärmepumpe] einstellen? Ich möchte hierfür einfach ein bisschen Backup-Wissen haben, für den Installateurtermin am Montag.
Ich habe nämlich festgestellt, dass dieser auch jetzt schon öfter in einem Drehzahlbereich läuft, wo der Gesamtvolumenstrom zu gering ist um die (aktuell noch falsch eingestellten) Heizkreise alle zu bedienen. Einige Tacosetter stehen dann auf 0l/min. Das kann ja nicht Sinn der Sache sein.


  •  dyarne
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
25.11.2022 ( #17)
ich kenne niemanden - außer einem kleinen nerdigen planungsbüro hierzulande - der einen hydraulischen abgleich für den teillastbetrieb auslegt. das ist aber der 99%-fall.

alles andere funktioniert aber mit modulierenden wp nicht mehr...



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