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Laute Geräusche bei iDM aero alm 6-15

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  •  FridayMorning
17.1. - 18.1.2026
8 Antworten | 6 Autoren 8
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Hallo zusammen,
ich hoffe, hier gibt es ein paar Fachleute (oder Betroffene), die mir bei einem Problem mit meiner iDM-Wärmepumpe weiterhelfen können. Seit dem Einbau letztes Jahr kämpfen wir mit lauten Strömungs- und Kavitationsgeräuschen, die eindeutig aus der Saugleitung der Ladepumpe der Hydraulikeinheit stammen und sich über den Heizkreislauf im ganzen Haus übertragen.
Aufbau & Problem Direkt vor der Ladepumpe liegen mehrere serienmäßig eingebaute Engstellen, die offenbar für erheblichen Druckabfall und vermutlich Kavitation sorgen.
Rohrführung in Saugrichtung der Ladepumpe:
  • Anlage intern (Vor- und Rücklauf der WP WP [Wärmepumpe]): DN32 Kupfer
  • Danach: ein Rohrstück mit 2 Verjüngungen
  • zuerst 22 mm
  • danach Aufweitung auf 28 mm
  • danach wieder 22 mm
  • Anschließend ein DN20-Stahlrohr mit integriertem Durchflusssensor
  • Direkt danach: die Ladepumpe (mit 25-mm-Anschluss)
(Alle Maße = Außendurchmesser, Innendurchmesser entsprechend ca. 1–2 mm kleiner.)


_aktuell/20260117423042.jpg

Akustisches Problem
  • Ab ca. 27 l/min treten deutliche, pfeifende Geräusche auf.
  • Während des Abtauvorgangs fährt der Durchfluss bis ca. 40 l/min hoch → das Geräusch wird dann zu einem lauten „Hupen“ im ganzen Haus.
  • Die Ladepumpe wurde bereits ersetzt (vermutlich Laufradschäden durch Kavitation).

Technische Bewertung Die Engstellen reduzieren den Innendurchmesser lokal auf etwa 20–22 mm. Kritische Strömungsgeschwindigkeiten:
  • Bei 20 mm Innendurchmesser entsprechen 27 l/min → ~1,4 m/s 41 l/min → ~2,1 m/s (ab ca. 1,5 m/s werden Strömungsgeräusche und Kavitation sehr wahrscheinlich)
Kurz gesagt: Die Engstellen sind viel zu klein für den benötigten Abtau-Durchfluss.
Ich würde gerne den aktuellen Durchflusssensor (DN20) gegen eine größere DN25-Variante tauschen lassen und das 22–28–22-mm-Stück durch ein durchgehend größeres Rohr ersetzen (z. B. durchgehend DN25, falls sinnvoll).

Mein Heizungsbauer besteht allerdings darauf, dass andere Kunden dieses Problem trotz gleichem Aufbau nicht haben. Geht es überhaupt den Sensor softwaretechnisch zu tauschen, damit der korrekte Durchfluss angezeigt wird?

Mittlerweile haben sich vermutlich durch die ständige Vibration auch kleine Leckstellen an Rohrverbindungen (z.B. am Drei-Wege-Umschaltventil) gebildet, die bei einer ein Jahr alten Anlage nicht sein sollten.

Ich freue mich über jede Einschätzung – besonders von Installateuren oder anderen iDM-Besitzern.
Danke! 🙏

  •  ds50
  •   Gold-Award
17.1.2026 13:46  (#1)
(Ist halt leider OT OT [Off Topic], aber mich würde es schon wahnsinnig interessieren, welches Schloß mit dem Riesending geheizt wird. 🤔)

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  •  coolfranz
17.1.2026 17:00  (#2)
Das Geräusch kommt vom Durchflussmesser!

Nimm mal den Schrauebendreher als "Stethoskop" und hör alles ab. Genau beim Durchflussmesser sollte es am lautesten sein.

Da drin ist auch (im Schnitt gesehen) ein Dreieck verbaut, welches die Strömung verwirbelt und dann einen Piezo zum Schwingen bringt, über welche dann die Strömungsgeschwindigkeit ermittelt wird.

https://de.wikipedia.org/wiki/Vortex-Durchflussmesser

https://www.hubacontrol.com/de/Produktfilter/200.html

Ich habe das Problem in ähnlicher weiße, richtig interessiert hat es keinen. Die Aussagen die du zu hören bekommen hast kenne ich so ähnlich.

Eine Verbesserung hat es gegeben, mit einer neueren SW Version kann man die Ladepumpe bei der WW WW [Warmwasser] Ladung einstellen (vorher fix auf 100%). Damit ist diese deutlich leiser geworden, da diese aber am Nachmittag läuft war das nicht mein Hauptproblem. Abtauungen die ganze Nacht sind da nerviger.

Leider läuft die Ladepumpe bei der Abtauung halt immer mit 100%. Lt. Aussage vom Werkskundendienst muss das auch so sein, da sonst der Volumenstrom nicht passt. 

Lt. Datenblatt (S.10):
https://www.siblik.com/fileadmin/mam/medias/docus/157/IDM193401bis403_ma_de_812199_AERO-ALM-2-15---2.0%20Datenbl.pdf

müssen bei der kleinen aber 10 l/min, bei den größeren 15 l/min ausreichen. Aber die Angaben stimmen halt vmtl. nicht, weil da brauchts 100% weil das halt so ist.
Bei mir ist es ähnlich wie bei dir, z.B. ca. 70% würden immer noch 25 - 26 l/min bringen, was deutlich über den mind. 10 l/min (ALM 2-8) wäre. Aber nein, es müssen 100% und damit bissl über 30 l/min sein. Das reissts vmtl. dann raus...

Die Leistung der Ladepumpe bei der Abtauung einstellen zu können, das wärs emoji Ich les bei dir ja auch raus, dass vmtl. bei niedrigeren/ leiseren Einstellungen auch gut 25 - 30 l/min möglich wären. Geht aber halt leider nicht...

Bei mir hilft wenigstens noch konsequentes Türenschließen ums erträglich zu haben.

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  •  Akani
17.1.2026 18:47  (#3)
Ist die neu?
3 x Nachbessern, am Ende dann Vertrag Wandeln. Ausbau der Anlage.
Nicht locker lassen

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  •  blockon
18.1.2026 13:07  (#4)
Ich fahr meine WP WP [Wärmepumpe] auf 12l/min mit 5k Spreizung und heize damit meine 210 m2.

Warum benötigst du 27l/min??? Da fängt doch jedes Rohr zu pfeifen an??

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  •  FridayMorning
18.1.2026 13:30  (#5)
Vielen Dank @coolfranz für deine Erfahrungen. Es ist aufschlussreich zu lesen, dass ich nicht alleine bin! Das bestärkt mich in meinen Vermutungen. 😄

Ich kann deine Werte bestätigen: Bis ca. 26 l/min läuft meine Anlage weitgehend ruhig doch darüber hinaus beginnen die Probleme.
Besonders in den Fenstern von 30 bis 31 l/min sowie 37 bis 40 l/min trifft der Durchfluss eine deutliche Resonanz in der Saugleitung. Diese Schwingungen übertragen sich auf das gesamte Haus. Bei 40 l/min wird es extrem: die Rohrleitungen vibrieren spürbar und die Manometenadel schlägt hektisch aus.

Rechnerisch lässt sich das gut eingrenzen: Mit dem derzeitigen DN20-Sensor erreicht die Strömungsgeschwindigkeit in der Engstelle bei 26 l/min (der Durchfluss, an dem die Geräuschentwicklung beginnt) bereits 1,38 m/s. Bei 40 l/min schießt die Geschwindigkeit auf 2,12 m/s.
Ein Upgrade auf einen DN25 Sensor würde die Strömungsgeschwindigkeit bei 40 l/min auf 1,36 m/s senken. 

Da mehrere Quellen für Saugleitungen sogar Werte unter 1 m/s empfehlen, scheint die Engstelle das Problem zu sein.

Ein Tausch auf das größere Sensormodell, wie es vermutlich in der aero ALM 10-24 verwendet wird, wäre die logische Konsequenz um der Resonanz die Energie zu entziehen.
Weiß hier zufällig jemand, ob ein solcher Austausch des Durchflusssensors softwaretechnisch (z.B. Anpassung der Impulswerte oder Hardware-Profil hinterlegt) in der Steuerung machbar ist?

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  •  mariof
  •   Bronze-Award
18.1.2026 16:24  (#6)
@FridayMorning : Es gab schon mehrere Fragen wieso du solche "Mörderdurchflüsse" fährst - kannst du hier etwas mehr Infos geben? wenn du kleinere Durchflüsse hättest gäbs das Problem nicht...

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  •  coolfranz
18.1.2026 16:50  (#7)
Ist so ein IDM Ding... wie gesagt z.B. beim Abtauen kommt man nicht drum rum.

Dabei gehts um den Kreis zw. Innen- und Außengerät.

Ich gehe mal davon aus, dass @FridayMorning wohl auch einen vmtl. nicht zu kleinen Puffer verpasst bekommen hat...

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  •  FridayMorning
18.1.2026 16:52  (#8)
@mariof Das sind die fest hinterlegten Betriebsvorgaben der iDM-Steuerung, auf die ich keinen manuellen Einfluss habe. 😅
Ein Techniker hat mir erklärt, dass der Maximaldurchfluss von 40 l/min beim Abtauen eine sicherheitsrelevante Vorgabe ist, um den Prozess zu beschleunigen und den internen Wärmetauscher vor dem Einfrieren zu schützen (wie auch bereits von @coolfranz erwähnt).
Im Heizbetrieb fährt die Anlage eine Strategie mit geringer Spreizung, um die Effizienz zu maximieren, was physikalisch zwangsläufig hohe Volumenströme erfordert. Außerdem verwenden wir Heizkörper, die diesen hohen Massestrom benötigen. Würde man den Durchfluss drosseln, müsste die Vorlauftemperatur erhöht werden, was den Stromverbrauch unnötig in die Höhe treibt.
Nur bei der Warmwasserbereitung wird der Durchfluss reduziert, um ein hohes Temperaturniveau zu erreichen, ohne die Schichtung im Puffer zu zerstören.

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