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Inflations- und Zinsentwicklung

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  •  LiConsult
  •   Gold-Award
29.4.2024 - 20.8.2025
1.236 Antworten | 116 Autoren 1236
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Die Wahl der Verzinsungsart hat einen wesentlichen Einfluss auf die aktuelle und künftige Zinslast langfristiger Finanzierungen.
Dieser Thread beschäftigt sich mit dem Thema rund um die Entwicklung von Wirtschaft, Inflation, Geld- bzw. Kapitalmarktzinsen und der individuellen Wahl der geeigneten Verzinsungsart für das neue oder auch bestehende, eigene Finanzierungsprojekt.

Ein reger Austausch ist wünschenswert – idealerweise weitestgehend im Sinne der Sache.

von HAR80, sir0x, Muehl4tler, Aurelius

  •  HAR80
  •   Bronze-Award
21.6.2025  (#1201)
Kommt auf die Sichtweise an. Die Deutschen hatten ihr Exportwunder dem Euro zu verdanken, der für D zu schwach war. Allerdings funktioniert deren Wirtschaftsmodell eh so nicht mehr. Heißt, Exportstaaten hätten gerne eine schwächere Währung. In der Theorie ... denn starker Euro senkt Kosten wie Energie, Transporte, Vorläuferstoffe, Dienstleistungen und Waren aus Drittstaaten. In der Schweiz sieht man gerade wohin das führen kann. Die haben bereits in Teilen Probleme mit Deflation, Leitzins 0% ... sagt zumindest die Theorie. Die Bevölkerung freut es, die können sich mehr leisten.

Lange Rede kurzer Sinn: angesichts dessen, dass gerade der nächste Krieg ausbricht bzw. schon ausgebrochen ist (7 Stk B2 passierten vor ca 3h Hawaii Richtung Diego Garcia ...) und das in der Straße von Hormus eskalieren kann und damit die Gefahr droht, dass die wichtigste Öl- und Gastransportroute der Welt ausfällt ... während der Ukrainekrieg noch nicht vorbei ist ... Ölschock reloaded ... angesichts dessen was jetzt passieren "kann" bin ich stark Team der Euro soll noch ein wenig steigen. Nicht dass uns jetzt schon wieder die Energiekosten um die Ohren knallen ...

hängt also immer von den Umständen ab ob gerade stärker oder schwächer besser ist und für wen ...

Edit 23.6.: schaut man sich den aktuellen Kurs vom Öl an, dann sagt der, das im nahen Osten ist vorbei. Gut so.

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  •  LiConsult
  •   Gold-Award
24.6.2025  (#1202)
interessant die derzeiten Zinsmarktbewegungen auch in den USA - befand sich nach der FED-Sitzung vergangenen Mittwoch die Wahrscheinlichkeit für eine 25 BP-Zinssenkung im Juli noch bei 10%, so liegt diese heute bei knapp 23% (nachdem sich jüngst zwei FED-Gouverneure für eine baldige Senkung ausgesprochen haben)
_aktuell/20250624611767.png

Anleihenhändler erwarten derzeit für heuer noch gesamthaft zwei Senkungen: 

_aktuell/20250624816708.png

das FED dürfte es dagegen vorerst mal nicht so eilig haben - zumindest bis Klarheit betreffend die Zollpolitik herrscht:
https://www.bloomberg.com/news/articles/2025-06-24/powell-reiterates-no-rush-to-cut-as-fed-awaits-tariff-clarity?sref=ZVajCYcV

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  •  LiConsult
  •   Gold-Award
1.7.2025  (#1203)
Was Konsumenten in der EUR-Zone erwarten

_aktuell/20250701126446.png

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  •  LiConsult
  •   Gold-Award
8.7.2025  (#1204)
die derzeit wieder steigenden langfristigen Renditen führen zu einer weiteren Versteilerung der Renditekurve

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  •  LiConsult
  •   Gold-Award
9.7.2025  (#1205)
nicht nur die nominalen Renditen steigen - auch die Entwicklung der realen Renditen zeugt derzeit von einer gewissen Nervosität am Anleihenmarkt vor der kommenden Schuldenlast. Immerhin plant alleine Deutschland in den kommenden 4 Jahren Emissionen im Ausmaß von 850 Mrd. zu begeben ... die auch zu vernünftigen Bedingungen platziert werden sollen.

Die realen 10Y-Renditen steigen auf aktuell 0,93% und damit auf das höchste Niveau seit 14 Jahren:

_aktuell/20250709227023.png

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  •  tjulzz
9.7.2025  (#1206)

zitat..
LiConsult schrieb:

nicht nur die nominalen Renditen steigen - auch die Entwicklung der realen Renditen zeugt derzeit von einer gewissen Nervosität am Anleihenmarkt vor der kommenden Schuldenlast. Immerhin plant alleine Deutschland in den kommenden 4 Jahren Emissionen im Ausmaß von 850 Mrd. zu begeben ... die auch zu vernünftigen Bedingungen platziert werden sollen.

Die realen 10Y-Renditen steigen auf aktuell 0,93% und damit auf das höchste Niveau seit 14 Jahren:

Was bedeutet das Ansteigen der Zinssätze der Staatsanleihen für den Euribor|Swap Sätze? Gibt es da eine Korrelation oder Erfahrungswerte der Vergangenheit für die kommenden Monate?

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  •  lidl
  •   Bronze-Award
9.7.2025  (#1207)

zitat..
tjulzz schrieb: Was bedeutet das Ansteigen der Zinssätze der Staatsanleihen für den Euribor|Swap Sätze?

Deutschlands geplante Neuverschuldung erhöht meiner Meinung nach die Nachfrage nach "Geld" was dessen Preis (Zins) steigen lässt - bei gegebener Geldmenge.

Also in dem konkreten Fall wäre es logisch wenn Euribor / Swap steigen. Genau dieser Effekt wurde in der Fachwelt als eine der Auswirkungen von DE's geplanter Neuverschuldung diskutiert.


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  •  LiConsult
  •   Gold-Award
9.7.2025  (#1208)
Fixzinskreditkonditionen hängen zu einem guten Teil von den jeweils laufzeitabhängigen SWAPs ab. Ein SWAP ist ein Derivat (Zinstauschgeschäft) auf die laufzeitabhängigen (im EUR-Bereich der deutschen), fix verzinsten Staatsanleihen. Somit ist die Entwicklung der SWAP-Sätze mehr oder weniger untrennbar mit der Entwicklung den jeweiligen deutschen Staatsanleihenrenditen verbunden und davon abhängig.

Im "langen" Zinsbereich zusammengefasst: steigen (fallen) die Staatsanleiherenditen, so steigen (fallen) die SWAPs und so steigen (fallen) mit Zeitverzögerung und in veränderter Intensität auch die Fixzinskonditionen.

Die "kurzen" Zinssätze werden weniger von den Bewegungen am langen SWAP-Markt beeinflusst, sondern vor allem durch die Refinanzierungs-, und Einlagenzinssätze, die die EZB vorgibt und von den Erwartungen des Terminmarktes (der im EUR-Raum über den Overnight Index SWAP abgebildet wird). Hier spielt aktuell die sinkende Inflationserwartung eine große Rolle. 

All dies wird in der Zinskurve abgebildet, die gegenwärtig wie erwähnt wieder steiler wird (bedeutet: kurze Zinsen merkbar tiefer als lange Zinsen), währenddessen diese vor z.B. einem Jahr flach (bedeutet: kurze Zinsen ähnlich hoch wie lange Zinsen) bzw. im Bereich bis 7 Jahre sogar invers (bedeutet: kurze Zinsen merkbar höher als lange Zinsen) war.


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  •  tjulzz
9.7.2025  (#1209)
Vielen dank für die ausführliche Erklärung 🙏

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  •  LiConsult
  •   Gold-Award
11.7.2025  (#1210)
sehr gerne

btw: die 30Y-Renditen befinden sich derzeit mit 3,22% in der Nähe eines 14 Jahres-Höchststandes:

_aktuell/20250711777459.png

wobei aktuell auch andere Währungsräumen von steigenden Renditen erfasst sind:

_aktuell/20250711404046.png  

zitat..
LiConsult schrieb: "Monetary policy should keep rates near their current levels, says Executive Board member Isabel Schnabel. Since risks to euro area inflation are tilted to the upside over the medium term, an accommodative monetary policy stance would be inappropriate."

Da bleibt Frau Schnabel in ihrer Meinung jedenfalls konsequent:

"There would only be a case for another rate cut if we saw signs of a material deviation of inflation from our target over the medium term. And at the moment, I see no signs of that."

"The ECB is in a good place as medium-term inflation is projected to be at target and risks to the growth outlook are more balanced, Executive Board member Isabel Schnabel. Therefore, the bar for another rate cut is very high."


https://www.ecb.europa.eu/press/inter/date/2025/html/ecb.in250711~f6894f868f.en.html

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  •  LiConsult
  •   Gold-Award
15.7.2025  (#1211)
Die US-Verbraucherpreisdaten vom Juni zeigen, dass die Zölle bereits jetzt Grundgüter preislich deutlich verteuernd beeinflussen, die derzeit sinkenden Autopreise diesen Effekt aber noch ausgleichen.

Gesamtinflation gegenüber Juni 2024 + 2,7% (Mai +2,4%), Kerninflation +2,9% (Mai 2,8%) und somit in line mit den Erwartungen.


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30Y US-Treasury-Renditen wieder über 5%

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  •  FranzGrande
  •   Silber-Award
15.7.2025  (#1212)
Da wird der gewohnte Trump'sche Rückzieher bei den Zöllen wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen. Ich bin gespannt, ob die europäische Kommission hart bleibt in den Verhandlungen.

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  •  LiConsult
  •   Gold-Award
16.7.2025  (#1213)
Unabhängig der Zollthematik lassen zuerst die Aussagen "der Offiziellen" in den USA derzeit die Nervosität am Zinsmarkt nochmal steigen - die kurzen Zinsen sinken und die langen steigen, sodass die Zinskurve aktuell einmal mehr deutlich steiler wird ....


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https://www.bloomberg.com/news/articles/2025-07-16/trump-likely-to-fire-powell-soon-white-house-official-says

... um sich danach wieder abzuflachen. Die kurzen Zinsen machen wieder einen gewaltigen Schritt nach oben ...

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... nachdem alles doch nicht so heiß gegessen wie gekocht wird und Trump meint "his administration is “very concerned”, but “not planning on doing anything” about Fed Chair Jerome Powell."

Seltsame Kommunikation

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  •  LiConsult
  •   Gold-Award
24.7.2025  (#1214)
EZB hält bei der heutigen Sitzung die Füße still und belässt den Einlagensatz auf 2%: 


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Erwartung des Terminmarktes bis Ende 2025 liegt derzeit bei Senkung um 19 BP ...

_aktuell/20250724228561.png
... ähnlich wie die Ökonomenbefragung:

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  •  LiConsult
  •   Gold-Award
29.7.2025  (#1215)
Was Konsumenten in der EUR-Zone erwarten:

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  •  LiConsult
  •   Gold-Award
31.7.2025  (#1216)
Juli-Inflation in Deutschland konstant bei 2%, Kerninflation jedoch weiterhin hoch mit 2,7%.  Dienstleistungssektor verzeichnete leichten Rückgang auf 3,1% (vorher 3,3%), Preise im Gütersektor stiegen dafür um 1% (vorher 0,9%).


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  •  andi102
  •   Gold-Award
31.7.2025  (#1217)
Ich bin extrem gespannt, wie es an der Märkten und politsch weitergeht. Schön langsam nähern wir uns sehr spannenden Zeiten:

- Die hohen Zinsen beginnen so wirklich zu greifen, nächstes Jahr stehen die Gemeinden/Länder endgültig mit dem Rücken zur Wand. Heuer wurde alles verschoben, irgendwann kann man nicht mehr verschieben.
- Die verrückten Förderungen sind aus (wenn man liest, was alles jetzt nicht mehr gefördert wird (und davor gefördert wurde), bekommt man oft Schnappatmung, landete aber 1:1 in der Wirtschaft. Auch das Sparpaket beginnt spästenst mit dem Nichterhalt Klimabonus voll zu greifen. Heuer ist der Tourismus schon deutlich schlechter
- EU Wiederaufbaufonds: Sehr schwierig, Zahlen zu finden, aber soweit ich das jetzt recherchiert habe, 2.000 Mrd werden mehr oder weniger sinnvoll verteilt (oder nur umtituliert, müssen also in Zukunft vom Budget geschultert werden), ab 2028 heißt es zurückzahlen. Ja, aus dem EU-Budget, also letztlich von uns. Österreich hat soweit ich das recherchieren konnte, 2,8% Anteil am Bip, also 56 Mrd von 2021-2027 zum "unter die Leute bringen" erhalten. Also 8 Mrd, die fehlen werden ab 2027 und zusätzlich ein paar Hundert Mio, die für die Rückzahlung aufgebracht werden müssen.

Aber warum schreibe ich das: Wer um Himmels Willen kann nur im Ansatz glauben, die Märkte einschätzen zu können? Meiner Meinung nach ist alles möglich. Kreditzinsen von 0% bis 7%, alles ist möglich. Dazu einen Krieg vor der Haustüre, der für Europa so und so teuer wird, ein verrückter Trump,....

Die Kreditnehmer können in Österreich froh sein, so konsumentenfreundliche Gesetze zu haben, dass man mit 1% Pönale aus der Zinswette (Fixzins) rauskommt. Wenn ich mir die Margen ansehen, mit denen gewisse Banken anbieten, muss man ehrlich Angst um die Finanzstabiliät haben, weil absichern kannst da nichts mehr, weil dann zahlst wohl beim Kredit als Bank dazu.

Im Endeffekt werden die weiteren Zinsentwicklungen politisch geprägt sein, wirtschaftliches Wissen wird wenig bringen. Auch wenn ich hier nur geschrieben habe, dass ein Einschätzen meiner Meinung nach nicht möglich ist, ist auch das vielleicht eine Hilfe ;)

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  •  Equity
  •   Bronze-Award
31.7.2025  (#1218)

zitat..
andi102 schrieb:

Heuer ist der Tourismus schon deutlich schlechter

Winter: https://www.kleinezeitung.at/wirtschaft/19742972/oesterreich-war-in-der-wintersaison-2024-25-gut-gebucht

Sommer: https://orf.at/stories/3401167/

Gesamt: https://www.statistik.at/fileadmin/announcement/2025/07/20250730AnkuenfteNaechtigungenJuni2025.pdf


"Im Zeitraum Jänner bis Juni 2025 wurden insgesamt 76,11 Mio. Nächtigungen registriert, was einem leichten Anstieg von 0,4 % im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres entspricht."


1
  •  andi102
  •   Gold-Award
1.8.2025  (#1219)

zitat..
Equity schrieb:

──────..
andi102 schrieb:

Heuer ist der Tourismus schon deutlich schlechter
───────────────

Winter: https://www.kleinezeitung.at/wirtschaft/19742972/oesterreich-war-in-der-wintersaison-2024-25-gut-gebucht

Sommer: https://orf.at/stories/3401167/

Gesamt: https://www.statistik.at/fileadmin/announcement/2025/07/20250730AnkuenfteNaechtigungenJuni2025.pdf

"Im Zeitraum Jänner bis Juni 2025 wurden insgesamt 76,11 Mio. Nächtigungen registriert, was einem leichten Anstieg von 0,4 % im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres entspricht."

Mai-Juni sind für den Gesamtverlauf wenig relevant, außerdem sind lt. Statistik Austria die Gästebetten um 1,7% gestiegen, also real trotz TOP-Wetter ein Minus.

Kärnten investiert wegen der schlechten Buchungslage 500.000 zusätzlich in Werbung, außerdem fällt mir folgendes auf:

- Wenig Stau auf der Autobahn bisher, auch heute (Freitag vor Hauptreisetag des Jahres) erster Stau erst beim Karawankentunnel, und auch da nur 60 Minuten Wartezeit
- In den letzten Jahren war bei den von mir beobachteten Regionen kaum ein Zimmer zu bekommen, wenn dann nur zu verrückten Preisen. Hauer bekommt man überall locker ein Zimmer und das zu "relativ" günstigen Preisen (div. Orte in Österreich + Lignano).
- In Kärnten war es letzte Woche sehr ruhig, Parkplätze von Freizeiteinrichtungen nur zu 20% belegt, im Strandbad die halben Liegen frei. Klar nicht statistisch relevant, aber auffällig.

Mir fällt auf, dass die "Randbereiche" bröckeln, wo die Urlauber preissensibel sind. Da beginnt es normalerweise immer als erstes. Der Schiurlauber wird weiter Geld haben.

Man muss im Tourismus mit Zahlen sehr sensibel umgehen. Minus 3% bei den Nächtigungen z.B. hören sich nicht schlimm am, im Hoteleriebereich sind minus 3% fast 1:1 weniger Gewinn, weil die Fixkosten der Haupttreiber sind. Kann ich ein Zimmer nicht verkaufen, ist der Koch ja trotzdem da. Ich spare ein bisschen Reinigung + Lebensmittel, Rest ist gleich hoch. Dazu die 1,7% mehr Betten.

Und eines ist auch interessant: Eine Flugreise ist mittlerweile meist billiger als ein Urlaub in Österreich.

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Hallo LiConsult,
hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Inflations- und Zinsentwicklung

  •  LiConsult
  •   Gold-Award
1.8.2025  (#1220)

zitat..
andi102 schrieb: Wenn ich mir die Margen ansehen, mit denen gewisse Banken anbieten, muss man ehrlich Angst um die Finanzstabiliät haben, weil absichern kannst da nichts mehr, weil dann zahlst wohl beim Kredit als Bank dazu.

Hier kann ich die Angst vielleicht etwas nehmen - es lohnt sich diesbezüglich ein Blick in den aktuellen ÖNB Bericht "Fakten zu Österreich und seinen Banken", in dem zum einen die hohe Resilienz des österreichischen Bankensektors explizit erwähnt und die im Vergleich zum EU-Schnitt überdurchschnittliche Kapitalausstattung dargestellt wird.

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Abgesehen davon: man kann davon ausgehen, dass keine Bank einen Kredit vergibt, wenn dieser kalkulatorisch keine entsprechende Marge ausweisen würde. Nachdem wir nicht wissen, welche Bank wie und zu welchen Konditionen refinanziert bzw. Zinsrisiken absichert, ist eine generelle Sorge unangebracht (abgesehen davon, dass kreditseitig induzierte Finanzmarktinstabilitäten nicht durch Zinsänderungsrisiken, sondern durch schlagend werdende Kreditausfallsrisiken ausgelöst würden).


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  •  Equity
  •   Bronze-Award
1.8.2025  (#1221)
Nochmal, Jänner bis Juni +0,3% bei den Nächtigungen, höchster Zuwachs im 4/5 Sterne Segment, siehe https://www.statistik.at/fileadmin/pages/70/TourismusJuni2025Vorl.ods

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