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Haus 'einmotten' - wie stellt man das vernünftig an?

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  •  Traicampi
7.1.2020 - 26.4.2023
33 Antworten | 14 Autoren 33
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Unser aktuelles Wohnhaus wird nach unserem Umzug eventuell für einige Monate bis einige Jahre nicht bewohnt werden (Nachwuchs hat noch eine Wohnung in der Stadt zur Verfügung, wird das Haus erst nutzen, wenn Partner bzw. Enkelinder den Platz benötigen) und mich treibt aktuell die Frage um, wie man diese Zeit 'haustechnisch' überbrückt bzw. auf was zu achten ist.

Wasser (Gartenbewässerung läuft in extremen Trockenphasen, wenn die Zisterne leer ist, wird Frischwasser nachgespeist) und Strom bleiben aktiv - die Heizung (Erdwärme, Tiefenbohrung) werden wir wohl auf Frostwächter/Urlaubsprogramm umstellen, der Müll wird abgemeldet - die Post ebenso. Was ist sonst noch nötig? Wie sieht es mit Kondensatproblemen bei einem unbewohnten Haus aus, wenn die Raumtemperatur im Winter sehr gering ist?

Ab und zu nach dem Rechten zu sehen ist kein Problem - macht es Sinn, Rolläden zu schließen, Möbel abzudecken oder lockt man damit nur ungebetene Gäste an? Wer hat Erfahrung mit dieser Situation und kann uns konkrete Tipps geben?

  •  speeeedcat
  •   Gold-Award
11.1.2020  (#21)
Das ist echt das "Argument" deines Maklers?? Das sollte jeder wissen, dass eine AA ein paar Euros kostet.
Er sollte dir lieber sagen, dass wenn du eine Alarmanlage hast, diese aber nicht regelmäßig (1x pro Jahr) warten lässt, oder diese mal nicht eingeschaltet ist, du bei einem Einbruch eine Obliegenheitsverletzung begehst und die Versicherung somit leistungsfrei sein könnte.
Soviel zur Kompetenz...

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  •  taliesin
12.1.2020  (#22)
Ich denke man bekommt eine relativ vollständige Liste indem man die Bewohntsituation durchspielt und alle Aktivitäten durch, sagen wir, 10 dividiert.

Beispiel:
* Wasserhähne, Siphons, WC ... alle 10 Tage mal bedienen
* Durchlüften in etwa dem Rhythmus
* Temperatur nicht allzuweit absenken, je nach Bestand ist es besser mehr zu heizen als sich ein Schimmelproblem zu holen
* die Nachbarn über den Zustand informieren, ev. findet sich auch jemand, der mal vorbeischaut
* Werbungsanlieferung verhindern, der Stapel Papier vor der Tür ist ein sicherer Indikator, dass keiner da ist.
* Müllabfuhr auf Minimum stellen
* automatische Tore, Jalousien etc. bedienen
* Stromtarif überprüfen, ev. Anbieter informieren oder wechseln
* standby Verbraucher ausstecken
* Wasser abzustellen halte ich (persönlich) für unnötig, weil wenn ein Leck entsteht reichen auch 3 Tage für einen fetten Schaden (je nach Bauweise).
* Windsicherheit herstellen (ev. Jalousien rauf)
* verschließbare Oliven verschließen
* ev. einen Temperaturwächter mit SMS einbauen, die Heizung könnte auf Störung gehen, oder eine Sicherung fallen.
* ...

von der Anwesenheitssimulation halte ich auch wenig, jemand der das Haus 5min beobachtet weiß was Sache ist. Eine Alarmanlagensimulation finde ich da besser ..., die macht auch keine Fehlalarme.
Bei einer Alarmanlage kann man eine Innenraumsicherung vornehmen, da gibt es auch normal keine Fehlalarme und wenn unbewohnt ist das ideal.

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  •  rabaum
  •   Gold-Award
12.1.2020  (#23)

zitat..
taliesin schrieb: Wasser abzustellen halte ich (persönlich) für unnötig, weil wenn ein Leck entsteht reichen auch 3 Tage für einen fetten Schaden (je nach Bauweise).

Auf deine persönliche Meinung pfeift halt jeder Versicherer, wenn das Wasser 2 Wochen unentdeckt gelaufen ist. emoji


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  •  taliesin
12.1.2020  (#24)

zitat..
rabaum schrieb:
__________________
Im Beitrag zitiert von taliesin: Wasser abzustellen halte ich (persönlich) für unnötig, weil wenn ein Leck entsteht reichen auch 3 Tage für einen fetten Schaden (je nach Bauweise).

Auf deine persönliche Meinung pfeift halt jeder Versicherer, wenn das Wasser 2 Wochen unentdeckt gelaufen ist.

 Auf was der Versicherer alles pfeift, weiß man immer erst im Ernstfall, ganz unabhängig davon ob die persönliche Meinung des Versicherten sich mit der der Versicherung deckt oder nicht. Die Korrelation ist eher, je höher der Schaden, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass die Versicherung einen Grund im 60-seitigen Vertrag findet nicht zu zahlen ...

Ich (persönlich) bezweifle halt, ob man den 2-Wochen-Wasserschaden vom 3-Tage-Wasserschaden unterscheiden kann, in mehr als 80% der Fälle vermutlich nicht (nur ca. 20% der Wasserschäden in Deutschland sind geplatzte Rohre und das meist in rel. alten Gebäuden).
Bei Heizungen mit Ablaufsicherung wäre es ev. genauso fatal das Wasser abzustellen ...

Und es stand da persönlich, weil ich finde, es kommt ein wenig auf die Umstände an. Mir ist klar, dass andere Leute da anderer Ansicht sein können emoji




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  •  Traicampi
12.1.2020  (#25)

zitat..
speeeedcat schrieb: Das ist echt das "Argument" deines Maklers?? Das sollte jeder wissen, dass eine AA ein paar Euros kostet.
Er sollte dir lieber sagen, dass wenn du eine Alarmanlage hast, diese aber nicht regelmäßig (1x pro Jahr) warten lässt, oder diese mal nicht eingeschaltet ist, du bei einem Einbruch eine Obliegenheitsverletzung begehst und die Versicherung somit leistungsfrei sein könnte.
Soviel zur Kompetenz...

Nein, das ist kein Argument eines Maklers - wie kommst Du darauf?

Wir benötigen keinen Makler - wir haben jahrzehntelange exzellente persönliche Kontakte zu einer großen Versicherungsanstalt (Konditionen und Betreuung) und bisher nie Probleme im Schadensfall. 


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  •  Traicampi
12.1.2020  (#26)
Danke für die ausfühliche Antwort

zitat..
taliesin schrieb: * Wasserhähne, Siphons, WC ... alle 10 Tage mal bedienen
* Durchlüften in etwa dem Rhythmus

So oft ist niemand vor Ort - alle 4 Wochen wäre es möglich


zitat..
taliesin schrieb: * Temperatur nicht allzuweit absenken, je nach Bestand ist es besser mehr zu heizen als sich ein Schimmelproblem zu holen

Wir werden das 'Abwesenheitsprogramm' der Heizung nutzen - muß mal nachlesen, wie das läuft (haben wir noch nie gebraucht).


zitat..
taliesin schrieb: * die Nachbarn über den Zustand informieren, ev. findet sich auch jemand, der mal vorbeischaut
* Werbungsanlieferung verhindern, der Stapel Papier vor der Tür ist ein sicherer Indikator, dass keiner da ist.

Den Nachbarn dürfte das herzlich egal sein - (links ist nie jemand zu Hause, recht interessiert sich nicht), der Tip mit der Werbung ist schon notiert - Danke!


zitat..
taliesin schrieb: Müllabfuhr auf Minimum stellen
* automatische Tore, Jalousien etc. bedienen

Warum die Müllabfuhr nicht abstellen? Die Kosten sind hoch, sie wird nicht gebraucht.
Automatische Tore gibt es nicht - nur elektrische Rollos, die könnten wir beim Lüften bewegen, was ist der Sinn dahinter?


zitat..
taliesin schrieb: Stromtarif überprüfen, ev. Anbieter informieren oder wechseln
* standby Verbraucher ausstecken

Weshalb den Stromanbieter wechseln - wir haben einen sehr günstigen Tarif (Ökostrom)?
Eine bei Leerstand sinnvolle monatliche Teilzahlung könnte man nur schätzen - ich muß mir mal den Energieverbrauch der beiden Heizungsprogramme im Vergleich ansehen, dann kann ich das vielleicht besser.
Standby haben wir kaum etwas - ich werde mal eine Liste machen, damit nichts vergessen wird.




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  •  Traicampi
12.1.2020  (#27)

zitat..
taliesin schrieb: * Wasser abzustellen halte ich (persönlich) für unnötig, weil wenn ein Leck entsteht reichen auch 3 Tage für einen fetten Schaden (je nach Bauweise).

 
Wenn es abgestellt ist, kann schwer ein fetter Schaden entstehen, oder?


zitat..
taliesin schrieb: * Windsicherheit herstellen (ev. Jalousien rauf)

Keine Jalousien, windarme Gegend.


zitat..
taliesin schrieb: * verschließbare Oliven verschließen

Das mußte ich mal nachschlagen - kenne ich nicht, haben wir nicht.

zitat..
taliesin schrieb: * ev. einen Temperaturwächter mit SMS einbauen, die Heizung könnte auf Störung gehen, oder eine Sicherung fallen.

Ein guter Punkt - kommt mit auf die Liste!
Alarmanlagensimulation finde ich auch gut - alles, was Einbrechen schwieriger oder gefährlicher macht, schreckt in der Regel ab. 

Vielen Dank fürs umfangreiche Kopfzerbrechen emoji


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  •  taliesin
12.1.2020  (#28)
Ich kannte und kenne ja das 'Ausmaß des Verlassens' und auch die lokalen Gegebenheiten nicht, meine Vorschläge folgen dem 'algorithmischen' Ansatz, dass Dinge, die sonst gemacht werden, dann auch gemacht werden nur eben sehr reduziert. So, finde ich, vergisst man relativ wenig ...

Also
* wenn absolut kein Müll anfällt, dann ist das Minimum = abmelden (Grüntonnen falls Schnitt oder Laub anfällt ev. belassen, eben abhängig von der Situation), vielleicht nervt es, wenn du immer beim Besuch mit einer Tonne Müll nach Hause kommst und die minimale Müllabfuhr kostet 6€/m.
* wenn das Wasser einfach ein- und ausschaltbar ist und nichts davon abhängt, dann abstellen, bei 4 Wochen zahlt sich das vermutlich immer aus. Bei abgestelltem Wasser können durch veränderte Drucksituationen im Warmwasserboiler manche Stellen trocken fallen (hoch liegende Wasserhähne), die Dichtungen trocknen aus und werden brüchig, was aber kein großes Ding ist.
* Tore und Jalousien bewegen stellt sicher, dass die Fettung nicht verharzt, verstaubt, zusetzt ..., bisserl wie eine Bewegungsfahrt bei abgestellten Autos
* Oliven sind Fenstergriffe, vielleicht nur ein bei uns gebräuchlicher Begriff?
* manchmal sind Stromanbieter nur für einen bestimmten Verbrauch ideal, bei ganz wenig aber (durch hohe Grundkosten) nicht so toll, wie gesagt, 'dividiert durch 10' emoji

Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern es waren nur Beispiele für die Herangehensweise. Vielleicht steht ja ein Jacuzzi in deinem Haus, dann ist Ablassen vielleicht nicht die beste Lösung, sondern ev. die Chlorkonzentration richtig einstellen für die dann reduzierte Temperatur ... echt keine Ahnung.

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  •  Traicampi
13.1.2020  (#29)
Nochmals herzlichen Dank - Input von außen hilft gegen Betriebsblindheit emoji

zitat..
taliesin schrieb: * wenn absolut kein Müll anfällt, dann ist das Minimum = abmelden (Grüntonnen falls Schnitt oder Laub anfällt ev. belassen, eben abhängig von der Situation), vielleicht nervt es, wenn du immer beim Besuch mit einer Tonne Müll nach Hause kommst und die minimale Müllabfuhr kostet 6€/m.

Biotonnen könnte man angemeldet lassen, ist aber hier sehr teuer.
Übers Jahr fällt aber kaum was an, wenn man nicht dort wohnt - nur im Herbst Laub und Rückschnitt, das muß man ohnehin zum Wirtschaftshof bringen, dafür reicht die Tonne auch jetzt nicht.
Ich hab eher Bedenken, daß die Nachbarn die Tonnen füllen, wenn niemand da ist - die Biotonnen sind hier immer zu klein.


zitat..
taliesin schrieb: Bei abgestelltem Wasser können durch veränderte Drucksituationen im Warmwasserboiler manche Stellen trocken fallen (hoch liegende Wasserhähne), die Dichtungen trocknen aus und werden brüchig, was aber kein großes Ding ist.

Da muß ich mich mal erkundigen, wir haben ja keinen Boiler sondern einen Pufferspeicher (Erdwärmeheizung). Die Armaturen haben Keramik-Dichtungen - denen sollte Austrocknen nichts machen, oder?

zitat..
taliesin schrieb: Oliven sind Fenstergriffe, vielleicht nur ein bei uns gebräuchlicher Begriff?

Hab ich dann gefunden - Fenster sind bei uns aber Mangelware (sind fast ausschließlich Terrassentüren), vielleicht hab ich das deshalb noch nie gehört?


zitat..
taliesin schrieb: * Tore und Jalousien bewegen stellt sicher, dass die Fettung nicht verharzt, verstaubt, zusetzt ..., bisserl wie eine Bewegungsfahrt bei abgestellten Autos

Gibt es das heute noch? Wir verwenden schon Jahrelang Graphitspray als Gleitmittel, muß mich mal schlau machen, ob das bei dem auch ein Thema ist.


zitat..
taliesin schrieb: * manchmal sind Stromanbieter nur für einen bestimmten Verbrauch ideal, bei ganz wenig aber (durch hohe Grundkosten) nicht so toll, wie gesagt, 'dividiert durch 10'

Verstehe - überprüf ich sicherheitshalber.


zitat..
taliesin schrieb: Vielleicht steht ja ein Jacuzzi in deinem Haus, dann ist Ablassen vielleicht nicht die beste Lösung, sondern ev. die Chlorkonzentration richtig einstellen für die dann reduzierte Temperatur ... echt keine Ahnung.

... ich auch keine emoji (Mann bin ich froh, daß ich so viel Zeug nicht brauch).

Das Aquarium wird jedenfalls trocken gelegt (nachdem alles Lebendige umgesiedelt wurde).




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  •  ds50
  •   Gold-Award
25.4.2023  (#30)
Du stellst das Wasser komplett ab. Dann erübrigt sich mein Tipp mit einem automatischen Leckagegerät in der Zuleitung, wobei ich so ein sinnvolles Produkt trotzdem jedem Häuslbesitzer empfehle. Es ist halt schon ein riesen Unterschied, ob das Wasser 20 Minuten oder 20 Stunden rinnt... (so geschehen bei meinem Nachbarn. Danach war Kernsanierung angesagt.)

Und bzgl. AA - ich bin zwar nicht mehr so in dem Geschäft, aber es gibt auch durchaus AA, welche eine gute Außenhautsicherung bieten, aber das Risiko von Fehlalarmen wirklich minimieren, da sie eben nicht mit fehleranfälligen, herkömmlichen Bewegungsmeldern arbeiten. Und ein Außenmelder verringert halt das Risiko eines Einbruches statistisch schon sehr.

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  •  ds50
  •   Gold-Award
25.4.2023  (#31)

zitat..
Traicampi schrieb: Da muß ich mich mal erkundigen, wir haben ja keinen Boiler sondern einen Pufferspeicher (Erdwärmeheizung).

Na gut, dass du nicht mehr drin wohnst. Der Puffer mit WPWP [Wärmepumpe] ist hier so wie das Jehova bei "Das Leben des Brian"... 😜


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  •  taliesin
  •   Gold-Award
25.4.2023  (#32)
@ds50 Will dich ja in deinem Enthusiamus nicht dämpfen, aber der thread ist mehr als 3 Jahre alt und Traicampi seit jener Zeit nicht mehr im Forum 😊

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  •  ds50
  •   Gold-Award
26.4.2023  (#33)
What the ...
Sorry, aber irgendwie hat sich dieser Thread in meine Leseliste geschummelt.

Na dann dürfte @Traicampi sein Haus wohl erfolgreich eingemottet haben. 🤗

Sorry! 😉

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