Nachdem ich gelesen habe, dass küftig ev. eine Preissteigerung von PV Modulen zu erwarten ist (Lieferketten, Handelsbeschränkungen) und Netzkosten ja auch eher höher werden, Einspeisvergütung wird wohl bald komplett wegfallen, möchte ich mich zumindest mal über aktuelle Preise einer PV Anlage informieren.
Ich möchte euch um Einschätzung des Angebote bitten, habe hier bewusst Fronius gewählt (österreichischer Hersteller), aktuell kein Speicher, soll ggf. erweitert werden auf Speicher und 3-phasigen Ersatzstrom.
Günstig kommt mir das nicht gerade vor, was meit ihr? Eine Förderung ist hier noch nicht berücksichtigt, auch ist es mal mit 22 Modulen für 10 kWP kWP [kWpeak, Spitzenleistung] gerechnet - bei konkreter Umsetzung würde ich natürlich so viel wie möglich aufs Flachdach geben, viel mehr wird es aber nicht werden, weil dort auch ein Rauchfang ist, Attika am Rand und Auslass der Strangentlüftung, also max. 4 Module mehr, wenn überhaupt.
Dem möchte ich widersprechen, ich habe 2023 8,8kWp für 5500€ gebaut (inkl. allem), mit einem Elektriker zusammen (ja, mit Mithilfe), und da waren noch Preise von 120€/Panel (heute sind wir weit unter 100€). ───────────────
Es ging darum, dass man die komplette Anlage mit den im Angebot angegeben Komponenten um 5000-6000€ fix fertig umsetzen kann.
Und alleine die günstigsten Gen24 10 Plus liegen momentan bei knapp 2.750€, dann dazu noch die 22 Trina Module zu einem Preis von 61,20€/Stk und die K2 D-Dome Ost/West UK um knapp 1100€ - also alleine mit diesen Komponenten liegt man ohne eventuellen Versandkosten bei knapp 5.200€.
Da ist aber noch kein Smartmeter, GAK Typ 1/2, PV Kabel Rot/Schwarz 6mm2, 16mm2 Erdungskabel, Netzwerk und Steuerleitung + Sicherungen, eventuelle Leerverrohrung in Alu inkl Erdung miteingerechnet. Und natürlich ist hier noch niemand miteingerechnet der einem die Anlage auch abnimmt, falls man nicht das große Glück hat dass der beste Freund Elektriker ist od eine PV Firma hat.
Ich will damit eigentlich nur sagen dass wenn man nichts selbst machen kann/will oder niemanden für eine Abnahme kennt, das absolute Fantasiepreise sind. Unter 1000€/kWp für diese Anlage wäre mmn absolut in Ordnung - die aufgerufenen 1.350€/kWp inkl Förderung sollten aber eigentlich auch schon einen Akku enthalten ;)
E: Gratuliere zu der günstigen selbst umgesetzten Anlage :)
Aber wenn ich den Fronius + dessen extra SM tausche, werden 1500€+ frei, und da bekomm ich dann schon sehr viel weiteres Zeugs.
Meine Anlage war durch Förderung sogar nochmals deutlich günstiger pro kWp kWp [kWpeak, Spitzenleistung], hab sie nur deshalb trotz schlechtester Ausrichtung (0° mit kompletter Verschattung ab 13:00Uhr) gebaut. Liefert aber trotzdem 6MWh/Jahr.
.. mycastle schrieb: Ich würde da einen Teil des Kapital in einen Speicher stecken. Wer hat einen Bedarf von 10 Kwh bei Sonnenschein??? Oder ist mein Ansatz falsch?
Es ist halt die Frage, was man mit der PV bezweckt. Wenn man im Sommer möglichst wenig einspeisen will, dann darf man halt nur 3 kWp kWp [kWpeak, Spitzenleistung] raufgeben, überspitzt fomuliert. 😜
Ich wollte, dass meine Anlage möglichst gut den Winter abfedert. Deswegen hab ich soviel Module wie möglich raufgepfeffert (Fassade wird auch noch drankommen).
Ja, der Speicher, den ich seit einem Jahr hab, hat mir meinen Autarkiegrad von 50% auf 75% gehoben. Geht aber nur, weil meine Quelle - die Module am Dach - dementsprechend potent ist und viel liefert. Und der Speicher war ziemlich günstig (3700€ für 14,3 kWh All-In), weswegen er sich auch in < 10 Jahren locker amortisiert.
Aber statt kWp kWp [kWpeak, Spitzenleistung] am Dach einen Patzen Geld in einen teuren Speicher zu stecken, welcher den ganzen Winter eh nur als teurer Staubfänger rumsteht, halte ich persönlich für eine verfehlte Strategie. Wenn das Geld knapp ist entscheide ich mich für kWp kWp [kWpeak, Spitzenleistung] am Dach statt für kWh im Technikraum.
P.S.: Auch bei nur 5 ct/kWh Einspeiseertrag zahlen diese mir mehr als 3/4 meiner Rest-Stromrechnung. Ich finde das nicht "nix". 😉
Dass der Speicher im Winter nur ein "Staubfänger" dient, kann ich nicht behapten! Trotz kurzer Zeit wo die Sonne am wenigsten scheint, kam trotz Betrieb der Wärmepumpe einiges in den Speicher! Nebel ist bei uns auch ein Fremdwort! Wenn Schnee drauf liegt, dann nützt eh nix!
Meine Frage bei einem Kapitaleinsatz von ca € 13 tsd würde ich nicht alles in die PV ANlage ohne Speicher stecken. leider finde ich keine Angaben zum geschätzten Verbrauch im Objekt. Ich würde da einen Teil des Kapital in einen Speicher stecken. Wer hat einen Bedarf von 10 Kwh bei Sonnenschein??? Oder ist mein Ansatz falsch? Vorallem wenn der Einspeisetarif sinken sollte.( da schenke ich bald mit EEG meinem Nachbarn fürs Pool)
ich habe bei Sonnenschein im Haus und Garten ganz locker einen Bedarf von/über 10 Kwh..
Kenne auch so einen Fall. Victron/Fronius Anlage 12 kw. Der hat alles, aber wirklich alles selber gemacht, Speicher aus China, Abnahmeformular/Anmeldung Netzbetreiber alles selber ausgefüllt und unterschrieben. Genehmigt. Läuft seit 2023 mit 75% Autarkiegrad. ───────────────
Ist der Kollege in Österreich zuhause? Irgendwie kann ich mir das nicht vorstellen …
Geht schon, aber nur wenn man Elektrofachkraft ist für die eigene Anlage. Man muss aber auch mit den notwendigen Ausführungsstandards vertraut sein.
Meine Frage bei einem Kapitaleinsatz von ca € 13 tsd würde ich nicht alles in die PV ANlage ohne Speicher stecken. leider finde ich keine Angaben zum geschätzten Verbrauch im Objekt. Ich würde da einen Teil des Kapital in einen Speicher stecken. Wer hat einen Bedarf von 10 Kwh bei Sonnenschein??? Oder ist mein Ansatz falsch? Vorallem wenn der Einspeisetarif sinken sollte.( da schenke ich bald mit EEG meinem Nachbarn fürs Pool)
Also ich habe derzeit einen Bedarf pro Tag von 30kWh-40kWh und nächstes Monat kommt das erste E-auto dazu.
Wenn man die PV kleiner macht, spart man nicht viel (siehe):
.. El_aurare schrieb: Es ging darum, dass man die komplette Anlage mit den im Angebot angegeben Komponenten um 5000-6000€ fix fertig umsetzen kann.
Und alleine die günstigsten Gen24 10 Plus liegen momentan bei knapp 2.750€, dann dazu noch die 22 Trina Module zu einem Preis von 61,20€/Stk und die K2 D-Dome Ost/West UK um knapp 1100€ - also alleine mit diesen Komponenten liegt man ohne eventuellen Versandkosten bei knapp 5.200€.
Da ist aber noch kein Smartmeter, GAK Typ 1/2, PV Kabel Rot/Schwarz 6mm2, 16mm2 Erdungskabel, Netzwerk und Steuerleitung + Sicherungen, eventuelle Leerverrohrung in Alu inkl Erdung miteingerechnet. Und natürlich ist hier noch niemand miteingerechnet der einem die Anlage auch abnimmt, falls man nicht das große Glück hat dass der beste Freund Elektriker ist od eine PV Firma hat.
Ich will damit eigentlich nur sagen dass wenn man nichts selbst machen kann/will oder niemanden für eine Abnahme kennt, das absolute Fantasiepreise sind. Unter 1000€/kWp für diese Anlage wäre mmn absolut in Ordnung - die aufgerufenen 1.350€/kWp inkl Förderung sollten aber eigentlich auch schon einen Akku enthalten ;)
E: Gratuliere zu der günstigen selbst umgesetzten Anlage :)
Das Beispiel verdeutlicht das sehr gut. 5200€ ist der Komponenteneinsatz mit Arbeitszeit und Kabel etc. wurde hier für 10kWp ca. 10.000€ veranschlagt. Verdoppeln wir die Anlage auf 20kWp kommen noch 2446,4€ für Module und Unterkonstrukon dazu, bisschen größerer WR WR [Wechselrichter] und bisschen Arbeitszeit fürs Platten legen, aber Rest bleibt gleich und dann sind wir plötzlich bei 750/kWp (15.000€). Oder machen wir 5kWp macht um 1223€ weniger und werden wir in Summe bei rund 1600/kWp (8000€) liegen.
Man sieht sehr schön bei der PV größe kann man nur einen Fehler machen und die ist das Dach nicht voll zu machen! Wer keinen Strom verkaufen möchte, sollte über ein Balkonkraftwerk nachdenken, denn hier sind die Anforderungen bzw die Instalationskosten weit geringer.
1
▾ Anzeige
Energiesparhaus.at ist Teilnehmer des Amazon-Partnerprogramms, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert
wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Partner-Links zu Amazon.de Entgelte verdient werden können.
Aber wenn ich den Fronius + dessen extra SM tausche, werden 1500€+ frei, und da bekomm ich dann schon sehr viel weiteres Zeugs.
Meine Anlage war durch Förderung sogar nochmals deutlich günstiger pro kWp kWp [kWpeak, Spitzenleistung], hab sie nur deshalb trotz schlechtester Ausrichtung (0° mit kompletter Verschattung ab 13:00Uhr) gebaut. Liefert aber trotzdem 6MWh/Jahr.
Das ist ja sehr schön, aber es ging für mich um die Aussage dass man die gleiche Anlage mal locker um 5000-6000€ mit den Komponenten lt. Angebot umsetzen kann und dem ist eben nicht mal so - den hier wird eben z.b. ein Fronius Gen 24 oder eine K2 Unterkonstruktion angeboten und kein GoodWe WR WR [Wechselrichter] oder irgendeine billig Unterkonstruktion.
Ich habe meine 11,56 kWp kWp [kWpeak, Spitzenleistung] Anlage (Fronius Gen24 10 Plus + SM, Trina Vertex S+ Full Black, 3 Seiten Ausrichtung NO/SO/SW mit teilweiser Kreuzschienenmontage auf einem Steildach mit Betonziegel) auch um 580€/kWp umgesetzt im Sommer 25, aber das spiegelt doch nicht die Realität wieder wenn man auf eine Firma bei der Umsetzung angewiesen ist und nicht mithelfen will bzw. auch nicht kann.
Dass der Speicher im Winter nur ein "Staubfänger" dient, kann ich nicht behapten! Trotz kurzer Zeit wo die Sonne am wenigsten scheint, kam trotz Betrieb der Wärmepumpe einiges in den Speicher! Nebel ist bei uns auch ein Fremdwort! Wenn Schnee drauf liegt, dann nützt eh nix!
Und das ist auch wieder eine zu generelle Aussage - da dies auch auf den Standort bzw. den den Verbrauch ankommt. Einige hier im Forum schaffen auch im Dez und Jänner annehmbare Erträge - in meiner Region ist dies jedoch wieder ganz anders bei einem Dezember Ertrag von 16 kWh/kWp
.. El_aurare schrieb: Und das ist auch wieder eine zu generelle Aussage - da dies auch auf den Standort bzw. den den Verbrauch ankommt. Einige hier im Forum schaffen auch im Dez und Jänner annehmbare Erträge - in meiner Region ist dies jedoch wieder ganz anders bei einem Dezember Ertrag von 16 kWh/kWp
Wie wahr. Deswegen bringen die Produktions-Vergleiche nichts, wenn PV-Anlagenbetreiber A im Winter 7+Sonnenstunden an einem sonnigen Tag hat und Anlagebetreiber B nur 3. Ganz zu schweigen, ob vielleicht noch Verschattung durch Berge, Häuser, Lage (in einer Sutte) usw. dazukommen. Ähnliches gilt für die Verbräuche bei den E-Autos (Fahrstil, Flachland oder bergig, AB, Landesstraße, Kälte usw.).