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Bitte um Meinungen: Heizen mit Hindernissen NIBE S1155-06

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  •  scarpej
  •   Bronze-Award
24.1.2023 - 12.1.2024
31 Antworten | 8 Autoren 31
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Hallo liebe Forumsmitglieder, 

ich würde gerne euer Schwarmwissen anzapfen und gerne eure Meinungen zum Thema Heizung einholen. Leider ist das ein MEGA-Post geworden. 
Ich bedanke mich schon im Voraus fürs Durchlesen und die Geduld.

Zur Bauweise von oben nach unten:
 • Decke: ~25 cm Stahlbeton + WDVS 32cm EPS (0,031)
 • EG: EFH Bungalow - Ausführung Wände EG 18cm Stahlbeton + 2x3cm Velox + WDVS 20cm EPS (0,031)
 • Keller: Vollunterkellert - Ausführung Wände 20cm Stahlbeton + WDVS 12cm XPS
 • Bodenplatte: ~25cm Stahlbeton + WDVS 14cm XPS

Heizbetrieb und System
 • NIBE 1155-06: Heizlast ca 7,5KW laut EA EA [Energieausweis].
 • 200qm FBH FBH [Fußbodenheizung], derzeit im Heizbetrieb 17 Kreise, ~6cm Estrich
 • 200qm Deckenkühlung, BKA derzeit im Heizbetrieb 13 Kreise
 • 200qm FBH FBH [Fußbodenheizung] Keller, derzeit abgedreht 14 Kreise
 • Derzeit läuft die Heizkurve 1/5. Mit der HK 2/2 wurde es bei kalten Außentemps zu warm und umgekehrt...

Was bisher geschah:
Begonnen habe ich die Heizperiode ausschließlich mit der FBH FBH [Fußbodenheizung] im Erdgeschoß.
Nach Forumsrecherche habe ich die Decken-BKA als zusätzliche Heizfläche aktiviert, da mehr Heizfläche einen geringeren Vorlauf erlauben soll --> hat geklappt emoji  
Danach habe ich einen laienhaften hydraulischen Abgleich gemacht, gefolgt von einem genauso laienhaften thermischen Abgleich. Aber fürs erste sollte das mal passen.
Derzeit fahre ich die Heizumwälzpumpe (GP1) auf Auto, diese liefert ca 14,6l/min bei rund 55% (ich werde den Filter nochmals checken, das war glaub ich schon höher)
Dieses Setup ist für unsere Ansprüche derzeit sehr gut (RT 22,5 bis 23 Grad) und dient mir immer als "Rückfall", um den WAF für meine Spielereien aufrecht zu erhalten. 🤣

Nun zu den Fragen und Beobachtungen zu denen ich gerne eure Meinungen hätte:

Ich wollte die FBH FBH [Fußbodenheizung] im Keller ebenfalls aktivieren, da ich meinte, mit noch mehr Fläche die VL VL [Vorlauf]-Temp noch etwas drücken zu können, und zusätzlich einen Komfort-Gewinn im derzeit kalten Kellerbereich zu erzielen. 
Also habe ich die Kreise einfach voll aufgedreht. Natürlich hat die eiskalte und gewaltige Speichermasse im Keller (die nur durch den Estrich erwärmt werden kann, leider keine BKA BKA [Betonkernaktivierung]) nun den Rücklauf so sehr nach unten gedrückt, dass die NIBE nahezu 36h zwischen 80 und 118Hz gelaufen ist.

Interessant war, dass die Spreizung zwischen 7-9 Grad war (ohne Keller zwischen 4 und 6 Grad). Da der Rückfluss eiskalt war und ich die Pumpe auf 100% gesetzt habe, konnte die NIBE das VL VL [Vorlauf]-Soll nicht erreichen und die GM gingen ins Minus. Soweit so gut.

Nun wartete ich, bis der eiskalte RL RL [Rücklauf] etwas erwärmt war und stellte die Pumpe wieder auf Auto. Das VL VL [Vorlauf]-Soll konnte so wieder erreicht werden und die GM gingen zurück auf die -250 wo sie normalerweise auch hin sollen. Tatsächlich konnte die NIBE dann auch wieder modulieren und reduzierte den Verdichter. Das hatte aber zur Folge, dass der Rücklauf wieder abkühlte, die Spreizung wieder größer wurde und somit die RT RT [Raumtemperatur] gegen 22,0 Grad zu gehen drohte, so dass ich das Experiment abbrechen musste (WAF) emoji . Die ganze Spielerei dauerte ca 2 Tage.

Nun zu den eigentlichen Fragen:
VL-Soll war während des Experimentes mit Auto-Pumpe durchwegs bei rund 28-30 Grad (aufgrund Heizkurve 1/5), mal mehr, mal weniger
Während des Experimentes (Keller voll aufgedreht) habe ich festgestellt, dass die Pumpleistung (Auto) von der Nibe nach unten korrigiert wurde (von zuerst 58% auf nun 55%). Ich hätte mir das Gegenteil erwartet. Was kann der Grund dafür sein?
Zusätzlich habe ich beobachtet, dass der gemischte RL RL [Rücklauf] über Nacht wieder zu sinken begann und sich die Spreizung bei 6-8 Grad einschlich. --> Abbruch wegen zu niedriger RT RT [Raumtemperatur]
Rollback zu Backup-Szenario heute Mittag.

Ich verstehe nicht ganz, weshalb die Auto-Pumpe nach unten reduziert wird, wenn das VL VL [Vorlauf]-Soll erreicht, jedoch die Spreizung zu hoch ist. 

Grundsätzliches:
Habe ich nicht zu viele Kreise mit viel zu wenig Durchfluss?
Im Backup-Szenario: 15L/min / 30 Kreise = ~ 0,5L/min/Kreis ok.
Im Keller-Szenario: 15L/min / 44 Kreise = ~ 0,34L/min/Kreis --> zu wenig?
Wann regelt die NIBE die Auto-Pumpe nach oben? Sollten da nicht rund 22L/min an Durchfluss erzielt werden, wenn alle Kreise voll offen sind, um pro Kreis auf die 0,5L/min zu erreichen?
Ist die Idee, den Keller mitzuheizen überhaupt sinnvoll, da die Dämmung ja nicht gerade üppig ist (12cm XPS an den Wänden, 14cm unter der Bodenplatte)

Vielleicht habe ich das Experiment einfach zu früh abgebrochen, da der gesamte Keller aus massiven Betonwänden besteht. Das dauert wahrscheinlich 1 Woche bis die auf Temperatur sind.

Sofern es sinnvoll ist den Keller zu heizen:
Wie würdet ihr das machen?
Nachts den eiskalten Keller voll mitheizen? --> RT sinkt, tagsüber wieder abdrehen, damit RT RT [Raumtemperatur] wieder hochkommt? 

Oder den Keller nur ganz wenig aufdrehen und jeden Tag ein bisschen den Durchfluss steigern, so dass der Rücklauf aus dem eiskalten Keller nicht zu stark den gemischten RL RL [Rücklauf] abkühlt? Ich habe sogar schon versucht einige Stunden mit 100% Pumpe und voller Leistung nur den Keller zu heizen. 
Das war dann so, als ob man mit dem Gartenschlauch einen Waldbrand löschen wollte :-D

Wer bisher durchgehalten hat: Vielen, vielen Dank fürs Lesen.
Ich würde mich über Gedanken und Anregungen freuen. 

Danke
LG Daniel

  •  scarpej
  •   Bronze-Award
2.6.2023  (#21)

zitat..
Akani schrieb: Wichtig nur gleich mit hoch ziehen und keine Winterorgie!! 

😌 🤣 ja das hab ich heuer auf die harte Tour lernen müssen :-D
Danke fürs Feedback emoji


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  •  dyarne
  •   Gold-Award
3.6.2023  (#22)
volle zustimmung den beiden...

zitat..
scarpej schrieb: ob es sinnvoll ist, den Keller ab Herbst nicht doch mitzuheizen...

ich verwende da gern den terminus 'temperieren' um die unterschiedliche nutzung/zielsetzung herauszuarbeiten...


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  •  netwpl
10.1.2024  (#23)

zitat..
scarpej schrieb:

Ich hole den Thread mal wieder hoch: 
Noch zu deiner Frage: Die Arbeitszahlen kann ich dir leider nicht zur Verfügung stellen, da ich erst ab Jänner, Februar, März den Home-Assistant "so richtig" in Betrieb genommen habe... leider. 😒

Ich hätte noch eine Überlegung angestellt, ob es sinnvoll ist, den Keller ab Herbst nicht doch mitzuheizen. Mittlerweile hat der Keller sogar eine Tür bekommen, anstelle der Folienabdeckung im letzten Winter 😱

Nun habe ich mir im U-Wert-Rechner die Außenmauern nachgebildet, um mir die Wärmeverluste für "EG gegen Keller" und "Keller gegen Außenbereich" zu errechnen. 
Um das Vergleich zu können hab ich es auf 1 Grad delta normiert, da unterschiedliche Flächen im Spiel sind.

Ich kam für die ungedämmte Erdgeschoßdecke gegen Keller auf 0,462W/m2K was bei 200m2 somit rund 92W pro Grad ausmacht. Das kann ich auch sehr schön mit der Wärmebildkamera sehen --> Da hat es oben im Keller 18-19 Grad und am Boden 12-13 Grad.

Würde ich meinen Keller heizen, käme ich mit BoPla + Seitenwänden auf 0,213W/m2K bei rund 447m2 . Somit kostet mich ein Grad "Keller heizen" rund 95Watt.

Nun zu meiner Frage: Wäre es thermisch gesehen dann grundsätzlich nicht "wurscht", ob ich den Keller heize oder nicht? Da der Keller ja dann temperiert wäre, würde die abgegebene Wärmemenge von der EG-Decke geringer werden... Da die absoluten Wärmeverluste pro Grad nach draußen fast die selben sind, dürfte ich da ja energietechnisch kaum einen Unterschied merken, allerdings mit dem Komfort eines gewärmtes Kellerbereiches...

Oder übersehe ich da etwas?

ich habe exakt das selbe problem, inkl. WAF ;)
laufe gerade bei 23.8 RL RL [Rücklauf] und jedesmal wenn ich den 18 Grad keller dazu schalten möchte, breche ich nach 3-4 Tagen das experiment ab, da zuviel leistung benötigt wird. auch wenn ich nur 2-3 kreise (eingeregelt) dazu nehme.

Ohne Keller läuft alles einwandfrei! nun gut, Herbst 2024 ist der keller dran emoji
auch überlege ich die kreise gedrosselt laufen zu lassen (mit heizen, 19.5 grad reichen locker aus). 


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  •  Akani
11.1.2024  (#24)
Das kann St du nur so machen nächstes Jahr oder warten bis draußen wieder wärmer wird also über null.
Jetz den Keller nachziehen wird nix. Zu viel Masse und die nicht beheizten Räume musst du auch mit heizen halt eben leider passiv. 
Dein Keller inklusive Wände und Betondecke passt viel energie

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  •  scarpej
  •   Bronze-Award
11.1.2024  (#25)
... ja, das kann ich nur bestätigen... Im Winter dazuheizen kriegst nur mit extrem langem Atem, viel Bauchweh und Theater hin...

Heuer hab ich gleich im Herbst den Keller dazugeschalten und siehe da, alles läuft wunderbar.
Ich hab auch nicht wesentlich mehr Energie benötigt als letztes Jahr... allerdings ist auch der Winter bisher etwas wärmer als letztes Jahr... Aber ich bin einstweilen schwer zufrieden.

Was ich jedoch berücksichtigen musste, ist die Tatsache, dass ich jetzt mehr Pumpleistung fahren muss (von 11 auf 18l/min) und Anpassungen(therm. Abgleich neu) erstmal für den Keller machen musste und auch das Gesamtsystem "neu" einstellen musste.

In meinem Fall sind es ja ~600 qm Wärmeabgabefläche, die versorgt werden wollen emoji

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  •  netwpl
11.1.2024  (#26)
@scarpej 
hast du deinen keller "nur" zugeheizt, oder gleich alle Ventile aufgemacht?
Ich habe 7 Kreise bei ca. 100m² Fläche ohne BKA BKA [Betonkernaktivierung] und würde gerne - nächsten Herbt - folgende Strategie fahren:

a.)
3 Kreise voll zu öffnen
b.)
8 Kreise öffnen, jedoch sehr stark (1/4?) eingedrosselt

Im Keller hat es aktuell 18.5 Grad, mehr als 20 braucht ich eh nicht.

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  •  passra
  •   Gold-Award
11.1.2024  (#27)
Warum erst 3, dann gleich 8?

Öffne halt alle 2 Tage einen Kreis, dann werden sich die Einflüsse auf lange Zeit verteilen und wenig Störungen verursachen.
So würde ich auch bei den anderen Fällen im Winter vorgehen, bei 5°C AT AT [Außentemperatur] sollte es doch kein Problem sein, da stückchenweise die Kellerkreise in Mehrtagesabständen dazuzunehmen.

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  •  scarpej
  •   Bronze-Award
11.1.2024  (#28)
Also ich habe im Herbst gleich alle Kreise voll aufgeregelt und dann eben soweit reduziert, bis ich die gewünschte Temperatur erreicht habe...

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  •  gdfde
  •   Gold-Award
11.1.2024  (#29)
@nwtwpl
ICh würd im Herbst dann den Keller gleich voll dazunehmen.
Erspart dir einiges an Takterei und die WPWP [Wärmepumpe] kann auf Mindestverdichterdrehzahl mit einer Top JAZ JAZ [Jahresarbeitszahl] gemütlich laufen.

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  •  netwpl
11.1.2024  (#30)
danke euch!

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  •  ztjuu
  •   Bronze-Award
12.1.2024  (#31)
Hi
Ich würde schon vorher die KG Kreise aufdrehen! Der kalte Keller kühlt den Rest des Hauses emoji

Wenn meine WPWP [Wärmepumpe] im Sommer auf kühlen geht schalte ich den keller ab. Wenn dann im Sept keine Kühlung mehr benötigt wird der Keller wieder eingeschaltet. Im Haus bleibt es angenehm kühl und die passive Wärme vom EG/OG kommt in den Keller emoji

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