Die richtige Fensterentscheidung

Diese Serie von 4 Seiten, erstellt von Dipl.-Ing. Franz Lagler, einem anerkannten Fachmann mit langjähriger Entwicklungserfahrung im Fensterbau, bietet eine wesentliche Hilfe bei der Auswahl Ihres Fensters und der Entscheidungsfindung beim Kauf.

Vorwort des Autors

Ich habe in den letzten Monaten im energiesparhaus.at-Forum erlebt, dass die Fensterentscheidung für viele User ein heißes Thema mit vielen Fragezeichen und Problemen ist. Dabei ist die Frage der Fenster ja auf den ersten Blick nur eine von vielen beim Hausbau.

Es geht hier aber nicht nur um viel Geld: Als Teil der Gebäudehülle sind Fenster ein Schlüsselbaustein für die Wärmedämmung und Dichtheit Ihres Hauses. Fehler sind hier – wenn überhaupt – nur schwer und (kosten-)aufwändig zu korrigieren.

Ein höherer Anschaffungspreis kann sich also durchaus auszahlen, nämlich dann, wenn er sich in höherer Qualität und damit in einer längeren Lebensdauer von Produkt A gegenüber Produkt B niederschlägt.

Wie soll man als Kunde nun die Sache angehen, worauf sollen Sie achten? Mit meiner langjährigen Erfahrung als Fensterberater (also quasi auf der „anderen“ Seite), als Unternehmer im Fenstergeschäft aber auch als Konsument  kann ich Ihnen auf dieser Plattform Ratschläge geben.

Auf diesen 4 Seiten erkläre ich Ihnen zum Beispiel, wie sie bei der Firmenauswahl vorgehen, woran Sie erkennen, ob Sie gut beraten werden, was ein gutes Angebot auszeichnet und wie Sie am Schluss die richtige Entscheidung treffen. Ergänzt werden die Ausführungen durch einige Insider-Tipps.

 
Sie können jeden Beitrag gerne kommentieren (Links finden Sie immer beim jeweiligen Beitrag), und auch Anregungen sind auch herzlich willkommen. Soweit es mir zeitlich möglich ist, beantworte ich auch gerne persönlich Ihre Fragen
zu den Themen.

1. Die Firmenauswahl

Ich empfehle, zuerst die Zahl der Firmen, mit denen man in näheren Kontakt (inklusive Angebot) treten möchte, vernünftig einzugrenzen.

Als sinnvoll sehe ich eine Zahl von 3 oder 4 (max. 5): Bei weniger Angeboten besteht die Gefahr einer verengten Marktsicht (ein sinnvoller Vergleich mangels Alternativen ist dann schwierig), bei mehr Angeboten läuft man Gefahr, einen undurchschaubaren Firmen-, Qualitäts- und Zahlensalat anzuhäufen, der nicht zuletzt auch zum Zeitfresser wird.

Es gilt also zuerst, aus der Vielzahl von Anbietern am Markt die persönlichen Favoriten für die erste Runde auszuwählen. Dazu bieten sich mehrere Kanäle an, z.B. Ihr Bekanntenkreis (hier bekommen Sie im Idealfall auch gleich ein ehrliches Feedback zu den Anbietern), das Internet über Suchmaschinen, Diskussionsforen, die Websites der Anbieter oder auch Fachmessen.

Neben den großen Namen der Branche sollte man insbesondere auch Firmen ins Auge fassen, die nicht nur Händler sind, sondern die Fenster auch selbst herstellen und im Idealfall auch selbst montieren.

Viele Kunden machen eine Aufstellung mit Ihren Fenstern und Türen und mailen diese an die ausgewählten Firmen. Diese zeitsparende Methode funktioniert bei einfacheren und klar definierbaren Produkten wie z.B. Ziegeln, Dämmstoffen gut, bei einem komplexen Produkt mit breiter Qualitätsstreuung wie dem Fenster wird sie sehr wahrscheinlich nicht den gewünschten Erfolg bringen. Kaum jemand würde ein Auto „rot/4 Räder/100 PS“ bei 10 Händlern anfragen, dabei geht es bei Fenstern um ein - verglichen mit dem Auto -  Produkt mit deutlich längerer Nutzungsdauer und dazu nicht selten um eine deutlich teurere Anschaffung.

Weiter mit Seite 2: Tipps für das Beratungsgespräch beim Fensterkauf

Über  diesen Bericht diskutieren

© by energiesparhaus.at
Unabhängige Beratung für Wohnen, Hausbau und Sanierung