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Grundwasser-Wärmepumpe im Bestand (Heizkörper, ~10 kW HL) - Feedback? - Seite 2

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  •  daspolynom
26.3. - 2.4.2026
27 Antworten | 7 Autoren 27
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Hallo zusammen,

ich plane aktuell die Umstellung meines Bestandsgebäudes (BJ ~1976, ca. 250 m²) auf eine Grundwasser-Wärmepumpe und würde mich über Feedback zu meinem Konzept freuen:

Hier mal meine Gebäude-Eckdaten:
- Öl-Brennwertkessel mit 25 kW und ca. 2400L/Jahr
- Zusätzlich 12m² Solarthermie (würde ich gern behalten) und 2x Kaminofen auf zwei Etagen (~ 7 ster Holz, aber eher "zum Wohlfühlen")
- Ausschließlich Radiatoren mit Vorlaufmax ca. 50°C (bei -10°C, denke aber dass ich dort mit hydraulischem Abgleich noch weiter runterkomme), im Bad FBH FBH [Fußbodenheizung] im Rücklauf
- Zweifamilienhaus mit 2 WE im Raum Ingolstadt
- Hab relativ viele Daten geloggt jetzt über die letzten 13 Monate (Vorlauf-, Rücklauf-, EMS-Bus Buderus-Kessel, Grundwasser-Temperatur, ...)
- Auf Basis meiner Daten und der historischen Verbräuche (Öl+Holz) Heizlast ca. 9-10 kW (?)

Zur Grundwasser-Thematik:
- Grundwasser-Laboranalyse vorhanden: kein Mangan/Eisen, aber hoher Leitwert (832 S) und hohe Härte (°23,7 dH)
- GW-Spiegel ruhend ca. 2,5m unter GOK (im Keller ca. 1,5-2m Höhe bis Zwischen-WT)
- Gibt in der Umgebung mehrere GW-WPs (eine in ca. 100m entfernung, läuft seit mehreren Jahrzehnten zuverlässig)
- GW-Temperatur (gemessen an kleinem Brauchwasserbrunnen für Bewässerung und Klospülung) im Februar 12° (kälteste Temperatur) und Oktober 16-17° (Höchstwert)
--> Würde gerne eine Grundwasser-WP mit Saugheber-Prinzip installieren, habe viel gelesen über die Anlagen von @passra und @dyarne und hätte gern eine NIBE S1156-08 (evtl. auch PC, als Kühlfunktion, wenn das mit Heizkörpern alleine Sinn macht(?))
- Luft-WP wäre auch erhebliche Arbeit, da R290 ja 1m von Kellerfenster weg sein muss und damit (gegeben durch Örtlichkeiten) ca. 5m Graben erstellt werden muss (da wo sonst auch Graben zu einem Brunnen gelegt worden würde), außerdem haben wir im Donautal in der Regel wirklich sehr hohe Luftfeuchte im Winter (viel Nebel auch), sodass ich mit der Abtau-Thematik bezogen auf die Effizienz der Anlage skeptisch bin

So der aktuelle Stand, ich bin offen für Vorschläge oder Kritik, hab auch wenig praktische Erfahrung mit WPs bis dato, bin aber sehr lernwillig und -bereit.
Auch wenn jemand einen Heizungsbauer kennt, der NIBE im Raum Ingolstadt verbaut, wär ich sehr denkbar, alle Angebote bis jetzt sind immer Fokus Luft-WP und dann auf explizite Nachfrage ein Sole-WP-Angebot (keine Erdarbeiten o.ä) (~42k€), das preislich fast genau so viel kostet wie Luft (~44k€) (obwohl Quelle ja bauseits über andere Firma gemacht wird??). Hab das Gefühl die Angebote für Sole sind halbgar und nicht wirklich ernst gemeint...

Vielen Dank schonmal!

  •  daspolynom
1.4.2026 12:02  (#21)
Also HBs waren da, sogar der NIBE-Partner. Würden alle gern kleinen integrierten Heizungspuffer (20-50L) einbauen, kostet keine Effizienz laut HBs, was sagt ihr dazu?

Außerdem wurde meine präferierte NIBE S1156PC-8 als zu klein angesehen, die S1156-13 als eher passend. Ich habe ja ca. 2400-2500L HEL im Jahr und Solarthermie für BW und circa 8 ster Holz zusätzlich. @passra wie ist deine Einschätzung speziell? Du hast ja wirklich ähnliche Bedingungen... Würde glaub ich trotzdem lieber gern ein bisschen knapper auslegen (kleinere WP WP [Wärmepumpe] und auch kein Puffer, nur Überströmventil um ehrlich zu sein). Weil Winter wird wärmer, haben auch noch Holzheizungen, und wenn wir doch noch Geschossdecke in Eigenleistung dämmen naja. Hättest du lieber die größere Anlage im Nachgang? Oder allgemein Sachen die du anders gemacht hättest?

Die Brunnen vom Huber kosten übrigens 18k€ für zweimal 8m Brunnen ohne Pumpe turn-key. 😳
Nachbar hat Viessmann mit HKs und JAZ JAZ [Jahresarbeitszahl] 3,4 (aber interne Zähler, hab im Viessmann-Forum herausgefunden, dass man da beim WMZ 5% abziehen kann und beim Stromzähler nochmal 5% drauf), also real wahrscheinlich eher 3,1.

Hab mich jetzt aber bei den HBs nicht getraut das Saugheber-Thema anzusprechen, war eh schon schwer genug NIBE zu finden. Würd das wohl sowieso in Eigenleistung machen.

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  •  daspolynom
1.4.2026 12:06  (#22)

zitat..
Akani schrieb:

Wieder mal ein sehr interessantes Projekt. 
Ingolstadt bist bei mir auch fast um die Ecke.

Ja? Welchen HB hattest du dann? Und hast du auch ne Sole-Maschine?


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  •  christoph1703
1.4.2026 12:42  (#23)

zitat..
daspolynom schrieb: Würden alle gern kleinen integrierten Heizungspuffer (20-50L) einbauen, kostet keine Effizienz laut HBs, was sagt ihr dazu?

Stimmt, wenn er nur im Rücklauf hängt. Bringen tut er aber absolut nichts.


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  •  wuschi
  •   Bronze-Award
1.4.2026 12:46  (#24)

zitat..
daspolynom schrieb: integrierten Heizungspuffer (20-50L

Das muss mir auch erst jemand erklären, was das bei einer erdwärmepumpe bringen soll...🤡


zitat..
daspolynom schrieb: Außerdem wurde meine präferierte NIBE S1156PC-8 als zu klein angesehen, die S1156-13 als eher passend. Ich habe ja ca. 2400-2500L HEL im Jahr und Solarthermie für BW und circa 8 ster Holz zusätzlich

Zu klein sicher nicht, wie gesagt die hat ja 11kw am Grubdwasser.
Willst du zukünftig auf die Holzöfen verzzichten (Kanin abmelden) bzw. stört es dich, wenn du ggf. in ganz kalten Phasen zuheizen musst?
Wenn die Antwort Nein ist, definitiv die 8er. Wenn die Antwort Ja ist, dann die 8er (und gegebenenfalls bzw. am besten sowieso die Geschossdecke dämmen). Die Geschossdecke ist ein super Hebel, bringt ca 20% HWB-Reduktion!


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  •  daspolynom
2.4.2026 11:57  (#25)

zitat..
wuschi schrieb: bringt ca 20% HWB-Reduktion!

dann wird das als nächstes angegriffen.

zitat..
wuschi schrieb: Wenn die Antwort Nein ist, definitiv die 8er. Wenn die Antwort Ja ist, dann die 8er

kurzfristig bleibt Holz dabei, langfristig würd ich gern drauf verzichten, aber wenn Kellerdecke dämmen und vielleicht noch zusätzlich oberste Geschossdecke neu dämmen dazukommt, sollte das ja hinhauen.

zitat..
wuschi schrieb: Das muss mir auch erst jemand erklären, was das bei einer erdwärmepumpe bringen soll.

das weiß ich nicht, muss ich wohl dann noch mit dem HB ausdiskutieren, dass ich darauf gern verzichten würd.


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  •  daspolynom
2.4.2026 11:59  (#26)
Jetzt ist das Thema Brunnen nochmal präsenter geworden. WaWi hat mir auf Rückfrage gesagt, dass ein Schachtbrunnen für den Schluckbrunnen anstelle des Bohrbrunnen auch in Ordnung wäre. Hab nur bedenken wegen Verockerung, eig wenig Mangan/Eisen im Wasser, aber wer weiß wie das mal wird? Bohrbrunnen kostet halt wahrscheinlich nochmal 5-6k€ mehr als wenn ich den Schachtbrunnen selber mach.

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  •  passra
  •   Gold-Award
2.4.2026 12:25  (#27)
du musst halt auch beim Schachtbrunnen sicherstellen, das die Leitung ausreichend tief im Wasser steht.

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