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Grundwasser-Wärmepumpe im Bestand (Heizkörper, ~10 kW HL) - Feedback? - Seite 3

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  •  daspolynom
26.3. - 18.4.2026
44 Antworten | 7 Autoren 44
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Hallo zusammen,

ich plane aktuell die Umstellung meines Bestandsgebäudes (BJ ~1976, ca. 250 m²) auf eine Grundwasser-Wärmepumpe und würde mich über Feedback zu meinem Konzept freuen:

Hier mal meine Gebäude-Eckdaten:
- Öl-Brennwertkessel mit 25 kW und ca. 2400L/Jahr
- Zusätzlich 12m² Solarthermie (würde ich gern behalten) und 2x Kaminofen auf zwei Etagen (~ 7 ster Holz, aber eher "zum Wohlfühlen")
- Ausschließlich Radiatoren mit Vorlaufmax ca. 50°C (bei -10°C, denke aber dass ich dort mit hydraulischem Abgleich noch weiter runterkomme), im Bad FBH FBH [Fußbodenheizung] im Rücklauf
- Zweifamilienhaus mit 2 WE im Raum Ingolstadt
- Hab relativ viele Daten geloggt jetzt über die letzten 13 Monate (Vorlauf-, Rücklauf-, EMS-Bus Buderus-Kessel, Grundwasser-Temperatur, ...)
- Auf Basis meiner Daten und der historischen Verbräuche (Öl+Holz) Heizlast ca. 9-10 kW (?)

Zur Grundwasser-Thematik:
- Grundwasser-Laboranalyse vorhanden: kein Mangan/Eisen, aber hoher Leitwert (832 S) und hohe Härte (°23,7 dH)
- GW-Spiegel ruhend ca. 2,5m unter GOK (im Keller ca. 1,5-2m Höhe bis Zwischen-WT)
- Gibt in der Umgebung mehrere GW-WPs (eine in ca. 100m entfernung, läuft seit mehreren Jahrzehnten zuverlässig)
- GW-Temperatur (gemessen an kleinem Brauchwasserbrunnen für Bewässerung und Klospülung) im Februar 12° (kälteste Temperatur) und Oktober 16-17° (Höchstwert)
--> Würde gerne eine Grundwasser-WP mit Saugheber-Prinzip installieren, habe viel gelesen über die Anlagen von @passra und @dyarne und hätte gern eine NIBE S1156-08 (evtl. auch PC, als Kühlfunktion, wenn das mit Heizkörpern alleine Sinn macht(?))
- Luft-WP wäre auch erhebliche Arbeit, da R290 ja 1m von Kellerfenster weg sein muss und damit (gegeben durch Örtlichkeiten) ca. 5m Graben erstellt werden muss (da wo sonst auch Graben zu einem Brunnen gelegt worden würde), außerdem haben wir im Donautal in der Regel wirklich sehr hohe Luftfeuchte im Winter (viel Nebel auch), sodass ich mit der Abtau-Thematik bezogen auf die Effizienz der Anlage skeptisch bin

So der aktuelle Stand, ich bin offen für Vorschläge oder Kritik, hab auch wenig praktische Erfahrung mit WPs bis dato, bin aber sehr lernwillig und -bereit.
Auch wenn jemand einen Heizungsbauer kennt, der NIBE im Raum Ingolstadt verbaut, wär ich sehr denkbar, alle Angebote bis jetzt sind immer Fokus Luft-WP und dann auf explizite Nachfrage ein Sole-WP-Angebot (keine Erdarbeiten o.ä) (~42k€), das preislich fast genau so viel kostet wie Luft (~44k€) (obwohl Quelle ja bauseits über andere Firma gemacht wird??). Hab das Gefühl die Angebote für Sole sind halbgar und nicht wirklich ernst gemeint...

Vielen Dank schonmal!

  •  wuschi
  •   Bronze-Award
18.4.2026 6:11  (#41)
Wenn du wirklich 2400 Liter Ölverbrauch hattest, wird die 8er nicht oft mit 100% laufen. 
Kennst du demie Schweizer Formel?
Da multipliziert man Ölverbrauch mit Kesselwirkungsgrad und dividiert durch die akzeptablen Volllaststunden der WP WP [Wärmepumpe] (ca 1800-2200).
2400 × 0,85 / 1800 = 11,33 kW
Das heißt die WP WP [Wärmepumpe] wird ca 1/3 der Heizperiode bei Volllast laufen. Und das darf sie auch, sonst wäre es sonnlos überhaupt modulierende WP WP [Wärmepumpe] zu bauen.
Insgesamt sollte eine modulierende WP WP [Wärmepumpe] ca. 5000h pro Winter laufen. 
Beharre auf die 8er ohne Puffer.

Wie viele Stunden hats denn die letzten 10 Jahre -13°C gehabt? Falls du es wissen willst gibts die Daten z.b. bei geosphere austria.

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  •  wuschi
  •   Bronze-Award
18.4.2026 6:26  (#42)

zitat..
daspolynom schrieb: Wirklich vielen Dank für die umfangreichen Infos!! Ist sehr sehr hilfreich! Würde auch den PVC-weg gehen, muss nur noch schauen wie ich dann pe im Bogen im Brunnen und pe auf PVC dann unterdruckdicht bekomme (bzw dass ich das so hinkriege).

Das versteh ich nicht. Die Leitung zum haus wird ja auch noch PE sein, dann hast im Brunnen PE auf PE. PE Bogen gibts von Agru oder Star Fittings (bekommt man als nicht-gewerblicher Kunde bei kwerk.de). Ist aber sicher auch kein Beinbruch, wenn man im Brunnen eine Winkelverschraubung nimmt für Steigrohr auf Zuleitungen.


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  •  Akani
18.4.2026 9:18  (#43)
Die 8er reicht drvinitiv. Grundwasser kommst du niemals Richtung 0 Grad, eher Richtung 8°. Da ist mehr Leitung drin.
Zudem heizt du dein Haus ja immer Gleichmäßig, das heißt die Maxleistung wird sich auf eine Hand voll Tage im Jahr begrenzen

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  •  Akani
18.4.2026 9:19  (#44)
Jetz hast nen Heizerer gefunden und der will schon anfangen mit überdimensionierung aus Angst zu planen

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