« Finanzierung  |

Haus übergeben - wie ?

Teilen: facebook    whatsapp    email
Zusammenfassung anzeigen
  •  Gawan
  •   Gold-Award
17.3. - 26.3.2026
16 Antworten | 9 Autoren 16
4
20
Hallo zusammen,

da ist ein Haus, das gehört Mama - da sind zwei Töchter.
Die eine will das Haus, die andere ist mit 100k EUR zufrieden. Zahlbar sofort.
Die Mama will über die nächsten 30 Jahre 300k EUR - bewusst mit dem Risiko, dass das Leben früher enden kann.

Wie kann die Mama das Haus ihrer zweiten Tochter möglichst kosteneffizient aber zu 100% legal übertragen ?
Einfach Überschreiben ? Gegenseitigen Kredit / Darlehen ? Ist da irgendwas steuerlich absetzbar ?

Bzw. an wen wendet man sich mit solchen Fragen am Besten ? Einen Steuerberater ? Notar ? Sonst ?

lG
Gawan

  •  FranzGrande
  •   Silber-Award
17.3.2026  (#1)
Da gibt es mehrere Gestaltungsmöglichkeiten und ein paar Punkte sind noch gar nicht angesprochen, zB: Was ist der Verkehrswert des Hauses (für die steuerliche Einstufung relevant) Will die Mutter im Haus bleiben oder zieht sie aus (kann für die Hauptwohnsitzbefreiung relevant sein, wenn es eine entgeltliche Übertragung darstellt)? 

Jedenfalls sollte im Zusammenhang mit der Übergabe ein (gegenseitiger) Pflichtteilsverzicht überlegt werden.

Ich würde zuerst zum Steuerberater und dann zum Notar gehen. Steuerlich gibt es hier ein paar Spielräume und Fallstricke, die nicht unerheblich sind.


1
  •  Lu1994
  •   Silber-Award
17.3.2026  (#2)
Was ist das Haus bitte wert, dass die eine Tochter 400k zahlen soll, klar 300k müsste man auf den Barwert reduzieren, bei 2% 165k

Sprich das Haus müsste ja schonmal mindestens 365k wert sein

165k Mutter 
100k je Tochter

Ich gehe mal davon aus, dass die Mutter in dem Haus auch nicht weiterlebt, ansonsten müsste das ganze nochmal deutlich wertvoller sein, dass neben der Leibrente auch noch lebenslanges Wohnrecht inkludiert ist

Sofern die Mutter eine Wohnmöglichkeit hat welche ohne Miete/Kredit auskommt finde ich es auch komisch, dass sie überhaupt Geld verlangt, wenn sie auszieht und in eine Mietwohnung wechselt sieht's natürlich anders aus

1
  •  Gawan
  •   Gold-Award
17.3.2026  (#3)

zitat..
Lu1994 schrieb:

Was ist das Haus bitte wert, dass die eine Tochter 400k zahlen soll, klar 300k müsste man auf den Barwert reduzieren, bei 2% 165k

Sprich das Haus müsste ja schonmal mindestens 365k wert sein

165k Mutter 
100k je Tochter

Ich gehe mal davon aus, dass die Mutter in dem Haus auch nicht weiterlebt, ansonsten müsste das ganze nochmal deutlich wertvoller sein, dass neben der Leibrente auch noch lebenslanges Wohnrecht inkludiert ist

Sofern die Mutter eine Wohnmöglichkeit hat welche ohne Miete/Kredit auskommt finde ich es auch komisch, dass sie überhaupt Geld verlangt, wenn sie auszieht und in eine Mietwohnung wechselt sieht's natürlich anders aus

die Mutter könnte das Haus jetzt veräußern (500k), den beiden Töchtern je 100k geben und den Rest selbst behalten
sie möchte aber die eine tochter auszahlen und die zweite "kauft" das Haus, also 300k an die Mama

Die Mutter lebt weiterhin im Haus - lebenslanges Wohnrecht 


zitat..
FranzGrande schrieb:

 zB: Was ist der Verkehrswert des Hauses (für die steuerliche Einstufung relevant) 

Was bedeutet das ? Ist da irgendein Unterschied ob ich ein Haus um 300k oder 600k kaufe ?




1


  •  Destroent
17.3.2026  (#4)

zitat..
Gawan schrieb:

die Mutter könnte das Haus jetzt veräußern (500k), den beiden Töchtern je 100k geben und den Rest selbst behalten
sie möchte aber die eine tochter auszahlen und die zweite "kauft" das Haus, also 300k an die Mama

Die Mutter lebt weiterhin im Haus - lebenslanges Wohnrecht 

──────..
FranzGrande schrieb:

 zB: Was ist der Verkehrswert des Hauses (für die steuerliche Einstufung relevant) 
───────────────

Was bedeutet das ? Ist da irgendein Unterschied ob ich ein Haus um 300k oder 600k kaufe ?

Dann soll sie das Haus verkaufen. Die eine Tochter kaauft das Haus um 300K und hat dann die Mutter im Haus inkl. Wohnrecht....




1
  • ▾ Anzeige
    Energiesparhaus.at ist Teilnehmer des Amazon-Partnerprogramms, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Partner-Links zu Amazon.de Entgelte verdient werden können.
Hallo Gawan,
hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Haus übergeben - wie ?

  •  FranzGrande
  •   Silber-Award
17.3.2026  (#5)

zitat..
Gawan schrieb: Was bedeutet das ? Ist da irgendein Unterschied ob ich ein Haus um 300k oder 600k kaufe ?

Steuerlich geht es um das Verhältnis der Gegenleistung (400k) zum Wert des Hauses (600k); bis zu 75 % Anteil der Gegenleistung wird (einkommensteuerlich) Unentgeltlichkeit vermutet (vor allem im Familienkreis), dh es ist kein Verkauf zu versteuern, sonst Entgeltlichkeit. Das hat für die Übernehmerin u.U. nachteilige Folgen (möglicherweise Verlust der Altbestandseigenschaft etc).


1
  •  Lu1994
  •   Silber-Award
17.3.2026  (#6)

zitat..
Gawan schrieb:

──────..
Lu1994 schrieb:

Was ist das Haus bitte wert, dass die eine Tochter 400k zahlen soll, klar 300k müsste man auf den Barwert reduzieren, bei 2% 165k

Sprich das Haus müsste ja schonmal mindestens 365k wert sein

165k Mutter 
100k je Tochter

Ich gehe mal davon aus, dass die Mutter in dem Haus auch nicht weiterlebt, ansonsten müsste das ganze nochmal deutlich wertvoller sein, dass neben der Leibrente auch noch lebenslanges Wohnrecht inkludiert ist

Sofern die Mutter eine Wohnmöglichkeit hat welche ohne Miete/Kredit auskommt finde ich es auch komisch, dass sie überhaupt Geld verlangt, wenn sie auszieht und in eine Mietwohnung wechselt sieht's natürlich anders aus
───────────────

die Mutter könnte das Haus jetzt veräußern (500k), den beiden Töchtern je 100k geben und den Rest selbst behalten
sie möchte aber die eine tochter auszahlen und die zweite "kauft" das Haus, also 300k an die Mama

Die Mutter lebt weiterhin im Haus - lebenslanges Wohnrecht 

──────..
FranzGrande schrieb:

 zB: Was ist der Verkehrswert des Hauses (für die steuerliche Einstufung relevant) 
───────────────

Was bedeutet das ? Ist da irgendein Unterschied ob ich ein Haus um 300k oder 600k kaufe ?

Ganz ehrlich, dann soll's verkaufen...

Ich Zahl doch nicht meiner Mutter Miete in meinem Haus und sie lebt dann auch noch drin, da sind 300k eine Frechheit, wenn's 500k wert ist soll die Schwester 150-200k bekommen und die andere bekommts mit Wohnrecht geschenkt, alles andere finde ich innerhalb der Familie einfach mies, zumal Reparaturen und Sanierungen auch zu Lasten der Tochter gehen und die Mutter davon zusätzlich profitiert

5
  •  tempo85
  •   Bronze-Award
17.3.2026  (#7)

zitat..
Lu1994 schrieb: Ganz ehrlich, dann soll's verkaufen...

Ich Zahl doch nicht meiner Mutter Miete in meinem Haus und sie lebt dann auch noch drin, da sind 300k eine Frechheit, wenn's 500k wert ist soll die Schwester 150-200k bekommen und die andere bekommts mit Wohnrecht geschenkt, alles andere finde ich innerhalb der Familie einfach mies, zumal Reparaturen und Sanierungen auch zu Lasten der Tochter gehen und die Mutter davon zusätzlich profitiert

Ja würde ich genauso sagen und dann natürlich auch noch die Frage Pflege, wer ist da zuständig.

Ich kenne natürlich die Lebensumstände nicht, weiß also nicht wieviel Pension die Mutter bekommt und wie der Lohn der Tochter ist. Aber für mich wäre eher fährt Tochter 1 bekommt 100k Tochter 2 bekommt das Haus und Zahlt Reparaturen, Betriebskosten, etc. Und Mutter bekommt das Wohnrecht.


1
  •  Zwosti
  •   Bronze-Award
17.3.2026  (#8)
Notar kennt sich aus, der muss auch was aufsetzen...

1
  •  Gawan
  •   Gold-Award
17.3.2026  (#9)
sehr merkwürdige richtung in die dieser thread abbiegt 🙄
es mag für euch völlig unglaublich erscheinen, aber es gibt Menschen die im Laufe des Lebens eine emotionale Beziehung zum Elternhaus und den Eltern aufgebaut haben, für die das Zusammenwohnen mit den Eltern nicht ausschließlich als Belastung und Kostenfaktor gesehen wird und die nicht jede Entscheidung innerhalb der Familie auf die höchstmögliche Gewinnmaximierung ausrichten

1
  •  Zwosti
  •   Bronze-Award
17.3.2026  (#10)

zitat..
Gawan schrieb:

sehr merkwürdige richtung in die dieser thread abbiegt 🙄
es mag für euch völlig unglaublich erscheinen, aber es gibt Menschen die im Laufe des Lebens eine emotionale Beziehung zum Elternhaus und den Eltern aufgebaut haben, für die das Zusammenwohnen mit den Eltern nicht ausschließlich als Belastung und Kostenfaktor gesehen wird und die nicht jede Entscheidung innerhalb der Familie auf die höchstmögliche Gewinnmaximierung ausrichten

Das kann schon auch zu einer Bürde werden. Die Tochter die das Haus bekommt, zahlt ja nicht nur die Schwester hinaus, sie darf auch noch jährlich 10k für das Haus hinblättern.
Die Tochter welche die Kohle bekommt kümmert sich meist um nichts mehr, weil ja eh die ander zuständig ist, so kommt es dann meistens halt. 

Sind nur meine pesönlichen Erfahrungen und was ich auch so im Umfeld oft mitbekomme...


1
  •  Gawan
  •   Gold-Award
17.3.2026  (#11)

zitat..
Zwosti schrieb:

──────..
Gawan schrieb:

sehr merkwürdige richtung in die dieser thread abbiegt 🙄
es mag für euch völlig unglaublich erscheinen, aber es gibt Menschen die im Laufe des Lebens eine emotionale Beziehung zum Elternhaus und den Eltern aufgebaut haben, für die das Zusammenwohnen mit den Eltern nicht ausschließlich als Belastung und Kostenfaktor gesehen wird und die nicht jede Entscheidung innerhalb der Familie auf die höchstmögliche Gewinnmaximierung ausrichten
───────────────

Das kann schon auch zu einer Bürde werden. Die Tochter die das Haus bekommt, zahlt ja nicht nur die Schwester hinaus, sie darf auch noch jährlich 10k für das Haus hinblättern.
Die Tochter welche die Kohle bekommt kümmert sich meist um nichts mehr, weil ja eh die ander zuständig ist, so kommt es dann meistens halt. 

Sind nur meine pesönlichen Erfahrungen und was ich auch so im Umfeld oft mitbekomme...

da hast du sicher recht, aber soweit ich das mitbekomme wohnen die Parteien (auch jetzt schon) relativ getrennt in dem Haus - mit mehreren Eingängen etc.
die andere Tochter wohnt auswärts im eigenen Haus
Und die besagte Tochter hat am Ende ein Haus - DAS Haus - ihr Elternhaus, relativ modern, technisch am Stand der Zeit und in guter Lage
Die Alternative wäre das Haus zu verkaufen und das Geld zu verteilen, dann hat sie etwas mehr Geld - aber bei weitem zu wenig um sich damit etwas Vergleichbares zu kaufen


1
  •  tempo85
  •   Bronze-Award
18.3.2026  (#12)

zitat..
Gawan schrieb: da hast du sicher recht, aber soweit ich das mitbekomme wohnen die Parteien (auch jetzt schon) relativ getrennt in dem Haus - mit mehreren Eingängen etc.
die andere Tochter wohnt auswärts im eigenen Haus
Und die besagte Tochter hat am Ende ein Haus - DAS Haus - ihr Elternhaus, relativ modern, technisch am Stand der Zeit und in guter Lage
Die Alternative wäre das Haus zu verkaufen und das Geld zu verteilen, dann hat sie etwas mehr Geld - aber bei weitem zu wenig um sich damit etwas Vergleichbares zu kaufen

Wie gesagt, die eine Tochter rauszahlen finde ich ok, aber, mehr oder weniger die eigene Mutter rauszahlen finde ich nicht mehr OK, ja eventuell dann, wenn sie kaum/keine Pension bekommt und die Tochter gut verdient, aber da würde ich eher ein monatliches Taschengeld vereinbaren. Aber mit Pension + Betriebskosten, Reperaturen, etc. werden gezahlt und Wohnrecht, lebt es sich doch gut. Vorallem ist es doch auch für die Mutter ein großer Gewinn, wenn die Tochter dort wohnt ich denke da nur ein Einkäufe und Arzt besuche, etc. Und sauber finde ich dies auch nur wenn die Tocher welche ausgezahlt wird auch einen Erbverzicht unterschreibt.

Kurz zusammengefasst ein Ausgedinge machen und kein Darlehn.

1
  •  Lu1994
  •   Silber-Award
18.3.2026  (#13)

zitat..
Gawan schrieb:

──────..
Zwosti schrieb:

──────..
Gawan schrieb:

sehr merkwürdige richtung in die dieser thread abbiegt 🙄
es mag für euch völlig unglaublich erscheinen, aber es gibt Menschen die im Laufe des Lebens eine emotionale Beziehung zum Elternhaus und den Eltern aufgebaut haben, für die das Zusammenwohnen mit den Eltern nicht ausschließlich als Belastung und Kostenfaktor gesehen wird und die nicht jede Entscheidung innerhalb der Familie auf die höchstmögliche Gewinnmaximierung ausrichten
───────────────

Das kann schon auch zu einer Bürde werden. Die Tochter die das Haus bekommt, zahlt ja nicht nur die Schwester hinaus, sie darf auch noch jährlich 10k für das Haus hinblättern.
Die Tochter welche die Kohle bekommt kümmert sich meist um nichts mehr, weil ja eh die ander zuständig ist, so kommt es dann meistens halt. 

Sind nur meine pesönlichen Erfahrungen und was ich auch so im Umfeld oft mitbekomme...
───────────────

da hast du sicher recht, aber soweit ich das mitbekomme wohnen die Parteien (auch jetzt schon) relativ getrennt in dem Haus - mit mehreren Eingängen etc.
die andere Tochter wohnt auswärts im eigenen Haus
Und die besagte Tochter hat am Ende ein Haus - DAS Haus - ihr Elternhaus, relativ modern, technisch am Stand der Zeit und in guter Lage
Die Alternative wäre das Haus zu verkaufen und das Geld zu verteilen, dann hat sie etwas mehr Geld - aber bei weitem zu wenig um sich damit etwas Vergleichbares zu kaufen

Sorry, meine Moral geht eben so, dass ich von der Familie besonders den eigenen Kindern kein Geld will, Wohnrecht und dann noch Geld + ich als "Nachbar" bin Hauptverantwortlich für die Pflege...

Ich kann nur sagen bei uns werden Häuser mit Wohnrecht verteilt, sollte zu wenig Erbmasse da sein, zahlt ein Geschwister den anderen aus, unterschreibt beim Notar einen Erbverzicht und die Eltern bekommen das Wohnrecht, nie käme jemand auf die Idee dann auch noch eine nicht unbeträchtliche Summe zu verlangen, aber offenbar ziehen manche Geld der Familie vor, wie gesagt, egal wie sehr ich dran hänge diese Art der emotionalen Erpressung wäre für mich dann der Punkt wo ich gehe und die 100k die ich bekäme könnts auch behalten...


1
  •  stefano
  •   Bronze-Award
18.3.2026  (#14)
Wurde eh schon einiges gesagt.

Vllt. noch als Ergänzung. Ist der Wert der Immobilie mit und ohne Wohnrecht geschätzt? Sind die 500k ein realistischer Verkaufspreis, wenn keiner mehr drin wohnt? Mit Wohnrecht ist die Immo dann um einiges weniger wert und die 300k für die Mutter könnten überzogen sein.

Es gibt auch andere Varianten wie nur Wohnrecht. Schaut euch z.B. die Leibrente (mtl. Zahlung statt Einmalbetrag) an. Kannst auch mit Wohnrecht kombinieren, Leibrente zeitlich einschränken, statt den 300k ein kleinerer Einmalbetrag und dann noch mtl. eine Aufbesserung zur Pension etc. Lasst euch vom Notar dazu (kostenlos) beraten. Den brauchts dann sowieso.

1
  •  supernova
  •   Silber-Award
25.3.2026  (#15)
Ich würde einfach gar keine vorzeitige Übergabe machen. Einfach im Testament ordentlich regeln und fertig. 

Und ansonsten schließe ich mich den anderen an, die schon gesagt haben, dass die geforderte Summe viel zu hoch ist. 

1
  •  moef
  •   Gold-Award
26.3.2026  (#16)
In die Überlegung sollte man noch eine mögliche kommende Schenkungssteuer- und Erbschaftsteuer einbeziehen.

1


Beitrag schreiben / Werbung ausblenden?
Einloggen

 Kostenlos registrieren [Mehr Infos]

Nächstes Thema: Theor. Diskussion: Erbrecht Immo bei minderj. Halbwaisen / wie übertr.