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Haus übergeben - wie ?

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  •  Gawan
  •   Gold-Award
17.3.2026
11 Antworten | 6 Autoren 11
2
13
Hallo zusammen,

da ist ein Haus, das gehört Mama - da sind zwei Töchter.
Die eine will das Haus, die andere ist mit 100k EUR zufrieden. Zahlbar sofort.
Die Mama will über die nächsten 30 Jahre 300k EUR - bewusst mit dem Risiko, dass das Leben früher enden kann.

Wie kann die Mama das Haus ihrer zweiten Tochter möglichst kosteneffizient aber zu 100% legal übertragen ?
Einfach Überschreiben ? Gegenseitigen Kredit / Darlehen ? Ist da irgendwas steuerlich absetzbar ?

Bzw. an wen wendet man sich mit solchen Fragen am Besten ? Einen Steuerberater ? Notar ? Sonst ?

lG
Gawan

  •  FranzGrande
  •   Silber-Award
17.3.2026 13:18  (#1)
Da gibt es mehrere Gestaltungsmöglichkeiten und ein paar Punkte sind noch gar nicht angesprochen, zB: Was ist der Verkehrswert des Hauses (für die steuerliche Einstufung relevant) Will die Mutter im Haus bleiben oder zieht sie aus (kann für die Hauptwohnsitzbefreiung relevant sein, wenn es eine entgeltliche Übertragung darstellt)? 

Jedenfalls sollte im Zusammenhang mit der Übergabe ein (gegenseitiger) Pflichtteilsverzicht überlegt werden.

Ich würde zuerst zum Steuerberater und dann zum Notar gehen. Steuerlich gibt es hier ein paar Spielräume und Fallstricke, die nicht unerheblich sind.


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  •  Lu1994
  •   Silber-Award
17.3.2026 13:27  (#2)
Was ist das Haus bitte wert, dass die eine Tochter 400k zahlen soll, klar 300k müsste man auf den Barwert reduzieren, bei 2% 165k

Sprich das Haus müsste ja schonmal mindestens 365k wert sein

165k Mutter 
100k je Tochter

Ich gehe mal davon aus, dass die Mutter in dem Haus auch nicht weiterlebt, ansonsten müsste das ganze nochmal deutlich wertvoller sein, dass neben der Leibrente auch noch lebenslanges Wohnrecht inkludiert ist

Sofern die Mutter eine Wohnmöglichkeit hat welche ohne Miete/Kredit auskommt finde ich es auch komisch, dass sie überhaupt Geld verlangt, wenn sie auszieht und in eine Mietwohnung wechselt sieht's natürlich anders aus

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  •  Gawan
  •   Gold-Award
17.3.2026 14:37  (#3)

zitat..
Lu1994 schrieb:

Was ist das Haus bitte wert, dass die eine Tochter 400k zahlen soll, klar 300k müsste man auf den Barwert reduzieren, bei 2% 165k

Sprich das Haus müsste ja schonmal mindestens 365k wert sein

165k Mutter 
100k je Tochter

Ich gehe mal davon aus, dass die Mutter in dem Haus auch nicht weiterlebt, ansonsten müsste das ganze nochmal deutlich wertvoller sein, dass neben der Leibrente auch noch lebenslanges Wohnrecht inkludiert ist

Sofern die Mutter eine Wohnmöglichkeit hat welche ohne Miete/Kredit auskommt finde ich es auch komisch, dass sie überhaupt Geld verlangt, wenn sie auszieht und in eine Mietwohnung wechselt sieht's natürlich anders aus

die Mutter könnte das Haus jetzt veräußern (500k), den beiden Töchtern je 100k geben und den Rest selbst behalten
sie möchte aber die eine tochter auszahlen und die zweite "kauft" das Haus, also 300k an die Mama

Die Mutter lebt weiterhin im Haus - lebenslanges Wohnrecht 


zitat..
FranzGrande schrieb:

 zB: Was ist der Verkehrswert des Hauses (für die steuerliche Einstufung relevant) 

Was bedeutet das ? Ist da irgendein Unterschied ob ich ein Haus um 300k oder 600k kaufe ?




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  •  Destroent
17.3.2026 14:41  (#4)

zitat..
Gawan schrieb:

die Mutter könnte das Haus jetzt veräußern (500k), den beiden Töchtern je 100k geben und den Rest selbst behalten
sie möchte aber die eine tochter auszahlen und die zweite "kauft" das Haus, also 300k an die Mama

Die Mutter lebt weiterhin im Haus - lebenslanges Wohnrecht 

──────..
FranzGrande schrieb:

 zB: Was ist der Verkehrswert des Hauses (für die steuerliche Einstufung relevant) 
───────────────

Was bedeutet das ? Ist da irgendein Unterschied ob ich ein Haus um 300k oder 600k kaufe ?

Dann soll sie das Haus verkaufen. Die eine Tochter kaauft das Haus um 300K und hat dann die Mutter im Haus inkl. Wohnrecht....




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  •  FranzGrande
  •   Silber-Award
17.3.2026 15:42  (#5)

zitat..
Gawan schrieb: Was bedeutet das ? Ist da irgendein Unterschied ob ich ein Haus um 300k oder 600k kaufe ?

Steuerlich geht es um das Verhältnis der Gegenleistung (400k) zum Wert des Hauses (600k); bis zu 75 % Anteil der Gegenleistung wird (einkommensteuerlich) Unentgeltlichkeit vermutet (vor allem im Familienkreis), dh es ist kein Verkauf zu versteuern, sonst Entgeltlichkeit. Das hat für die Übernehmerin u.U. nachteilige Folgen (möglicherweise Verlust der Altbestandseigenschaft etc).


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  •  Lu1994
  •   Silber-Award
17.3.2026 16:06  (#6)

zitat..
Gawan schrieb:

──────..
Lu1994 schrieb:

Was ist das Haus bitte wert, dass die eine Tochter 400k zahlen soll, klar 300k müsste man auf den Barwert reduzieren, bei 2% 165k

Sprich das Haus müsste ja schonmal mindestens 365k wert sein

165k Mutter 
100k je Tochter

Ich gehe mal davon aus, dass die Mutter in dem Haus auch nicht weiterlebt, ansonsten müsste das ganze nochmal deutlich wertvoller sein, dass neben der Leibrente auch noch lebenslanges Wohnrecht inkludiert ist

Sofern die Mutter eine Wohnmöglichkeit hat welche ohne Miete/Kredit auskommt finde ich es auch komisch, dass sie überhaupt Geld verlangt, wenn sie auszieht und in eine Mietwohnung wechselt sieht's natürlich anders aus
───────────────

die Mutter könnte das Haus jetzt veräußern (500k), den beiden Töchtern je 100k geben und den Rest selbst behalten
sie möchte aber die eine tochter auszahlen und die zweite "kauft" das Haus, also 300k an die Mama

Die Mutter lebt weiterhin im Haus - lebenslanges Wohnrecht 

──────..
FranzGrande schrieb:

 zB: Was ist der Verkehrswert des Hauses (für die steuerliche Einstufung relevant) 
───────────────

Was bedeutet das ? Ist da irgendein Unterschied ob ich ein Haus um 300k oder 600k kaufe ?

Ganz ehrlich, dann soll's verkaufen...

Ich Zahl doch nicht meiner Mutter Miete in meinem Haus und sie lebt dann auch noch drin, da sind 300k eine Frechheit, wenn's 500k wert ist soll die Schwester 150-200k bekommen und die andere bekommts mit Wohnrecht geschenkt, alles andere finde ich innerhalb der Familie einfach mies, zumal Reparaturen und Sanierungen auch zu Lasten der Tochter gehen und die Mutter davon zusätzlich profitiert

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  •  tempo85
  •   Bronze-Award
17.3.2026 16:31  (#7)

zitat..
Lu1994 schrieb: Ganz ehrlich, dann soll's verkaufen...

Ich Zahl doch nicht meiner Mutter Miete in meinem Haus und sie lebt dann auch noch drin, da sind 300k eine Frechheit, wenn's 500k wert ist soll die Schwester 150-200k bekommen und die andere bekommts mit Wohnrecht geschenkt, alles andere finde ich innerhalb der Familie einfach mies, zumal Reparaturen und Sanierungen auch zu Lasten der Tochter gehen und die Mutter davon zusätzlich profitiert

Ja würde ich genauso sagen und dann natürlich auch noch die Frage Pflege, wer ist da zuständig.

Ich kenne natürlich die Lebensumstände nicht, weiß also nicht wieviel Pension die Mutter bekommt und wie der Lohn der Tochter ist. Aber für mich wäre eher fährt Tochter 1 bekommt 100k Tochter 2 bekommt das Haus und Zahlt Reparaturen, Betriebskosten, etc. Und Mutter bekommt das Wohnrecht.


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  •  Zwosti
  •   Bronze-Award
17.3.2026 19:19  (#8)
Notar kennt sich aus, der muss auch was aufsetzen...

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  •  Gawan
  •   Gold-Award
17.3.2026 19:46  (#9)
sehr merkwürdige richtung in die dieser thread abbiegt 🙄
es mag für euch völlig unglaublich erscheinen, aber es gibt Menschen die im Laufe des Lebens eine emotionale Beziehung zum Elternhaus und den Eltern aufgebaut haben, für die das Zusammenwohnen mit den Eltern nicht ausschließlich als Belastung und Kostenfaktor gesehen wird und die nicht jede Entscheidung innerhalb der Familie auf die höchstmögliche Gewinnmaximierung ausrichten

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  •  Zwosti
  •   Bronze-Award
17.3.2026 20:01  (#10)

zitat..
Gawan schrieb:

sehr merkwürdige richtung in die dieser thread abbiegt 🙄
es mag für euch völlig unglaublich erscheinen, aber es gibt Menschen die im Laufe des Lebens eine emotionale Beziehung zum Elternhaus und den Eltern aufgebaut haben, für die das Zusammenwohnen mit den Eltern nicht ausschließlich als Belastung und Kostenfaktor gesehen wird und die nicht jede Entscheidung innerhalb der Familie auf die höchstmögliche Gewinnmaximierung ausrichten

Das kann schon auch zu einer Bürde werden. Die Tochter die das Haus bekommt, zahlt ja nicht nur die Schwester hinaus, sie darf auch noch jährlich 10k für das Haus hinblättern.
Die Tochter welche die Kohle bekommt kümmert sich meist um nichts mehr, weil ja eh die ander zuständig ist, so kommt es dann meistens halt. 

Sind nur meine pesönlichen Erfahrungen und was ich auch so im Umfeld oft mitbekomme...


1
  •  Gawan
  •   Gold-Award
17.3.2026 21:16  (#11)

zitat..
Zwosti schrieb:

──────..
Gawan schrieb:

sehr merkwürdige richtung in die dieser thread abbiegt 🙄
es mag für euch völlig unglaublich erscheinen, aber es gibt Menschen die im Laufe des Lebens eine emotionale Beziehung zum Elternhaus und den Eltern aufgebaut haben, für die das Zusammenwohnen mit den Eltern nicht ausschließlich als Belastung und Kostenfaktor gesehen wird und die nicht jede Entscheidung innerhalb der Familie auf die höchstmögliche Gewinnmaximierung ausrichten
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Das kann schon auch zu einer Bürde werden. Die Tochter die das Haus bekommt, zahlt ja nicht nur die Schwester hinaus, sie darf auch noch jährlich 10k für das Haus hinblättern.
Die Tochter welche die Kohle bekommt kümmert sich meist um nichts mehr, weil ja eh die ander zuständig ist, so kommt es dann meistens halt. 

Sind nur meine pesönlichen Erfahrungen und was ich auch so im Umfeld oft mitbekomme...

da hast du sicher recht, aber soweit ich das mitbekomme wohnen die Parteien (auch jetzt schon) relativ getrennt in dem Haus - mit mehreren Eingängen etc.
die andere Tochter wohnt auswärts im eigenen Haus
Und die besagte Tochter hat am Ende ein Haus - DAS Haus - ihr Elternhaus, relativ modern, technisch am Stand der Zeit und in guter Lage
Die Alternative wäre das Haus zu verkaufen und das Geld zu verteilen, dann hat sie etwas mehr Geld - aber bei weitem zu wenig um sich damit etwas Vergleichbares zu kaufen


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