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Erdreich + Wassersituation kompatibel mit Kellerangebot?

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  •  TobiK
  •   Silber-Award
2.1.2026
2 Antworten | 2 Autoren 2
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Liebes Forum,

wir sind gerade in der finalen

Phase der Planung und Angebotsprüfung und im Februar soll es losgehen. Unsere geologische und hydrologische Situation beschäftigt uns leider weiterhin. Nachdem die Baumeister entweder sagen "haben wir immer so gemacht und es hat immer gepasst" oder es sehr viele unterschiedliche Meinungen gibt, würde ich gerne euer Schwarmwissen noch einmal anzapfen:

Wir hatten Grundwasser letztes Jahr Ende März auf ca. 3,80m unter GOK:

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S1

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S2

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Das Haus ist im Bereich von S1 und S2 geplant. Es handelt sich um eine leichte Hanglage (10%) und die Baugrube für das Untergeschoss wird bis auf ca. 3,30m unter GOK im Bereich von S1 sowie bis auf ca. 2,70m unter GOK im Bereich S2 ausgehoben.

Folgendes ist nun geplant:
  • Gründung auf duktilen Rammpfählen aufgrund der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit
  • Rollierungsschicht, Stärke noch nicht festgelegt
  • Sauberkeitsschicht (optional?)
  • XPS 20cm
  • Fundamentplatte 30cm in Betongüte C25/30 GK32 B2
  • ca. 2000kg Zusatzbewehrung für Rissbreitenbeschränkung der Fundamentplatte (optional?)
  • Fugendichtband
  • Wände 30cm in Betongüte C25/30 GK32 B2
  • Horizontale Abdichtung Fundamentplatte EKV-5 1-lagig
  • Abdichtung der Kellerwände mit Spachtelmasse 2K, 2-schichtig
  • Drainage umlaufend bestehend aus Kieskoffer, Vlies und Drainagerohr DN100 mit Spülschächten

Hier noch ein paar Auszüge aus der EP für ein besseres Verständnis:


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Ich bin da leider inzwischen recht verunsichert, da unser Geologe da nicht viel zu sagt, außer "muss der Baumeister wissen", ein zweiter Geologe will zumindest mal nach DIN die Wassereinwirkungsklasse bestimmen und die Baumeister sagen zu ihrer jeweils angebotenen Lösung, dass sie nie Probleme damit hatten 😀 Was definitiv rausfällt ist die schwarze Wanne, die lässt sich technisch mit den duktilen Rammpfählen nicht umsetzen. Alternativ bleibt laut Pfahlanbieter eigentlich nur eine braune Wanne, die vermutlich deutlich teurer wird und mit der sich kaum ein Baumeister auskennt (... und dann noch in Verbindung mit Rammpfählen).

Wie ist eure Meinung zu dem Maßnahmenkatalog? Machen wir zu viel, zu wenig oder passt das so?

Danke & LG,
Tobi

  •  Elohtihs
2.1.2026 14:33  (#1)
So wie du oben festgelegt hast mit den genannten Punkten kannst/wirst nix mehr falsch machen können. 

Wichtig wäre in deinem Fall eine gut durchdachte Drainage mit nicht mehr als 30* Bögen. Spülschächte hast du ja erwähnt. Wenns wirklich feinsandig ist eventuell das Drainage Rohr in gewaschenen 16/32 Betten und ein geotex drüberschlagen.

Wichtig ist es das beim Betonieren nichts passiert was die Dichte beeinflussen könnte. Also Fugenband und deren Längsstöße sowie bei vertikalbändern unbedingt aufpassen. Die Schalung (falls BoPla nicht 100% gerade) unten ausschäumen mit PU Perimeter kleber. Das verhindert die Entstehung von Nestern bzw Aussanden von Beton 

Was meint der Baumeister mit: mach ma immer so? 

Viel Erfolg bei deinem Projekt 


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  •  TobiK
  •   Silber-Award
2.1.2026 15:30  (#2)
Danke für dein Feedback!
Wir hatten bei mehreren Baumeistern angefragt. Fast alle meinten, dass sie man eine weiße/braune/schwarze Wanne nicht bräuchte und gespachtelte Das Maximum sind, was man bräuchte, höchstens noch das Fugenblech. Ich hatte den Eindruck, dass Geologen insgesamt eher belächelt werden.

Wie stehst du zum Thema Rissweitenbeschränkung und Sauberkeitsschicht? Der Baumeister hat XPS ohne angeboten, ich frage ist, ob es trotzdem sinnvoll ist oder wir darauf verzichten können.

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