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R11-1 welche Rohre sind erlaubt?

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  •  massiv50er
  •   Gold-Award
22.11.2022 - 19.1.2024
183 Antworten | 27 Autoren 183
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188
Hat hier jemand Zugriff auf den genauen Text in der R11?
Was steht da bzgl. Maßnahmen Verrohrung exakt?

  •  mando
16.12.2022  (#121)
Hat schon jemand an Alu-Verbundrohre gedacht?

Ein Beispiel: Verbundrohr 16x2mm, Aluminiumschicht 0,4mm. Ergibt etwa einen Querschnitt von 17mm², umgerechnet auf Kupfer wären das immer noch etwa 11mm². Zwar nicht blitzstromtragfähig aber für den Zwekc der R11-1 ausreichend. Preislich liegt so ein Rohr bei etwa 2€/m.

Der Vorteil wäre eine einfache und flexible Verlegung. Die Enden müsste man von der PE-Schicht befreien und mit geeignenten Schellen in den Potentialausgleich einbeziehen. Die PV-Kabel kann man dann einzeln einziehen. Bei Verwendung von größeren Rohrdurchmessern auch gemeinsam.

Spricht da etwas dagegen?

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  •  massiv50er
  •   Gold-Award
16.12.2022  (#122)

zitat..
mando schrieb:

Hat schon jemand an Alu-Verbundrohre gedacht?

Ein Beispiel: Verbundrohr 16x2mm, Aluminiumschicht 0,4mm. Ergibt etwa einen Querschnitt von 17mm², umgerechnet auf Kupfer wären das immer noch etwa 11mm². Zwar nicht blitzstromtragfähig aber für den Zwekc der R11-1 ausreichend. Preislich liegt so ein Rohr bei etwa 2€/m.

Der Vorteil wäre eine einfache und flexible Verlegung. Die Enden müsste man von der PE-Schicht befreien und mit geeignenten Schellen in den Potentialausgleich einbeziehen. Die PV-Kabel kann man dann einzeln einziehen. Bei Verwendung von größeren Rohrdurchmessern auch gemeinsam.

Spricht da etwas dagegen?

würd ich nicht machen, und wird auch nicht preislich attraktiver sein, als der lfm Alurohr.


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  •  taliesin
  •   Gold-Award
16.12.2022  (#123)

zitat..
mando schrieb: Die Enden müsste man von der PE-Schicht befreien

Da nimmst dir aber etwas vor ... das Zeug ist sehr fest laminiert, probier das mal ohne die Aluschicht darunter zu zerlegen.

Preislich wäre es schon interessant und wenn es praktisch funktioniert, warum nicht. Gibt es auch als Stangenware.

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  •  americium
  •   Silber-Award
16.12.2022  (#124)
Wird bei den Verbundrohren nicht der eig. Sinn ad absurdum geführt ?

Bei hohen Temperaturen schmelzen die weg, die 0,4mm Al Schicht wird brechen.

Zudem bekomme ich den gewünschten PA-Schluss nicht hin weil innen auch PE?

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  •  mando
16.12.2022  (#125)

zitat..
taliesin schrieb: Da nimmst dir aber etwas vor ... das Zeug ist sehr fest laminiert, probier das mal ohne die Aluschicht darunter zu zerlegen.



2022/20221216979294.jpg
Das geht schon. Mit enstsprechender Hitzeeinwirkung lässt sich das PE einfach entfernen...


zitat..
americium schrieb: Wird bei den Verbundrohren nicht der eig. Sinn ad absurdum geführt ?

Das sind die Fragen, die mich beschäftigen. Die zusätzliche Isolation sollte kein Nachteil sein. Die Kabel sind auch doppelt isoliert. Aber die Stabilität des Rohres leidet stark, wenn die PE-Schichten abhanden kommen. Das dauert bei vernetztem PE aber eine Weile...
Die Richtlinie gibt uns dazu keine Mindestanforderung.




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  •  americium
  •   Silber-Award
16.12.2022  (#126)
Im Endeffekt kommen wir wieder zum Schluss: Im Falle des Falles beurteilt der Sachverständige ob das Verbundrohr geeignet war.

Ich würde spotan sagen, nein weil eben das Rohr durch das wegschmelzen der äußeren Isolierung (PE) ggf. bricht und die Funktion nicht mehr gewährleistet ist, das passiert bei einem Alurohr mit größeren Wandstärken eher nicht.

Aber verlockend ist der Preis halt schon 🙈

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  •  taliesin
  •   Gold-Award
16.12.2022  (#127)

zitat..
americium schrieb:
Ich würde spotan sagen, nein weil eben das Rohr durch das wegschmelzen der äußeren Isolierung (PE) ggf. bricht und die Funktion nicht mehr gewährleistet ist, das passiert bei einem Alurohr mit größeren Wandstärken eher nicht.

Du wirfst immer alles in einen Topf, es geht doch vordergründig gar nicht um den Brandfall. Die PVC-Isolierung der Solarkabel ist bei 250°C auch weg und bei 900-irgendetwas Grad schmilzt auch Aluminium, ist aber völlig egal ... weil hin ist hin.

Es geht darum, dass eine INTAKTE Leitung nicht angehackt wird und dann Spannung auf die Einsatzkraft überträgt, ich sehe keinen Grund warum das Verbundrohr da nicht helfen soll.

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  •  americium
  •   Silber-Award
17.12.2022  (#128)
Wenn man da reinhackt, muss man erstmal ne gute Verbindung zwischen der dünnen Al-Schicht und der Hacke bekommen zwichen dem deutlich dickeren PE auf beiden Seiten.

Auf der einen Seite diskutiert man in X Threads über das meist ignorierte Thema beim PV Anlagenbau zum Schutz der Einsatzkräfte und dann will man ein aus mehrheitlich Kunststoff bestehendes Rohr verwenden wobei wir in jedem Fall eine sichere Ableitung gegen Erde erreichen wollen. Egal ob das Kabel durch Brand oder die Hacke beschädigt wird.

Das Problem hätte ich zwar theoretisch auch bei den R11-1 Kabeln aber da ist zumindest der zu überbrückende Weg des Leiters zu PE nur wenige mm zum Drahtgeflecht.

Bitte nicht falsch verstehen emoji 
Die Lösung würde mir selbst auch gefallen weil rel. günstiges Rohr und leicht zu verarbeiten. 

Ich stell mir halt die Frage: Befriedige ich damit nur homöopatisch die R11-1 oder schütze ich wirklich effektiv die Einsatzkräfte ?

Sowas kann man auch nichtmal gut rechnen, sondern nur im Labor mal testen. 

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  •  berhan
  •   Gold-Award
17.12.2022  (#129)
Als kleiner Tipp, wenn es um die Dicke der Alu-Schicht geht, sieh dir das Geberit Mepla Rohr an (gibt es z.B. im Bauhaus). Dadurch, dass die Hülse beim verpressen der Fittinge fehlt wurd die Aluschicht viel dicker ausgelegt. Ich habe bei mir das Geberit Mepla und ein MSVR von Uponor in Verwendung, die Alu-Schicht des Mepla ist bei gleichem Rohrquerschnitt mehr als doppelte so dick.

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  •  wiwi
  •   Bronze-Award
17.12.2022  (#130)
Bevor man gar nix macht, kann ein Verbundrohr schon einen Fortschritt darstellen.

Allerdings würde ich Rücksprache mit dem Hersteller halten wie er sein Produkt im Kontext der R11-1 sieht (der SV schaut im Schadensfall auch nur ins Datenblatt und findet nix mit R11-1).

Der Knackpunkt ist nämlich dass die Aluschicht im Verbundrohr ursprünglich den Zweck einer Diffusionsperre hat und nicht zwingend durchgehend elektr. leitfähig mit entsprechenden Querschnitt hergestellt wurde.

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  •  taliesin
  •   Gold-Award
17.12.2022  (#131)

zitat..
wiwi schrieb: Allerdings würde ich Rücksprache mit dem Hersteller halten wie er sein Produkt im Kontext der R11-1 sieht

Der wird ein großes Häääääh von sich lassen emoji

Ein Aluverbundrohr ist typ. mit Wasser gefüllt und von daher im Brandfall extrem unproblematisch, die Hersteller wissen vermutlich nicht mal, dass es eine R11-1 gibt.


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  •  wiwi
  •   Bronze-Award
17.12.2022  (#132)
Die Hersteller würde ich nicht unterschätzen, die sind in der Regel selbst daran interessiert neue Anwendungsfälle für ihre Produkte zu finden.

Wenn sich mit geringen Herstellungs- und Produktanpassungen ein zumindest nicht blitztragfähige R11-1 Konformität herstellen lässt, steigt vielleicht jemand auf diesen Dual-Use ein.

Es geht übrigens nicht nur um den Brandfall.

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  •  americium
  •   Silber-Award
17.12.2022  (#133)

zitat..
wiwi schrieb:

Bevor man gar nix macht, kann ein Verbundrohr schon einen Fortschritt darstellen.

Definitiv, aber ich will mich ja auch schad und klaglos halten mit der Erfüllung.

zitat..
taliesin schrieb:
──────
wiwi schrieb: Allerdings würde ich Rücksprache mit dem Hersteller halten wie er sein Produkt im Kontext der R11-1 sieht
───────────────

Der wird ein großes Häääääh von sich lassen

Ein Aluverbundrohr ist typ. mit Wasser gefüllt und von daher im Brandfall extrem unproblematisch, die Hersteller wissen vermutlich nicht mal, dass es eine R11-1 gibt.

Genau, der wird sagen, dass das nicht der 'Intended use' ist.

Auch die namhaften Wellrohrhersteller geben keine R11-1 Erfüllung an. Ich hab mal die Fränkischen angemailt mit bitte um Stellungsnahme, Angaben zur elektrischen Leitfähigkeit oder ähnlichem.

Immerhin sind sie mit EX-Zulassung und müssen ableitfähig sein. 




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  •  massiv50er
  •   Gold-Award
17.12.2022  (#134)

zitat..
americium schrieb: Auch die namhaften Wellrohrhersteller geben keine R11-1 Erfüllung an. Ich hab mal die Fränkischen angemailt mit bitte um Stellungsnahme, Angaben zur elektrischen Leitfähigkeit oder ähnlichem.

die sind meist aus Edelstahl, da bist du mit dem geringen Querschnitt weit weg von einem äqual. elkt. leitfähigen Querschnitt....


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  •  americium
  •   Silber-Award
17.12.2022  (#135)
Gibts ebenfalls Stahl verzinkt mit Ex Zulassung.

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  •  massiv50er
  •   Gold-Award
17.12.2022  (#136)

zitat..
americium schrieb:

Gibts ebenfalls Stahl verzinkt mit Ex Zulassung.

Stahl mach es nicht besser in Bezug auf el. Leitfähigkeit;)


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  •  americium
  •   Silber-Award
17.12.2022  (#137)
Mhh Stahl zu Kupfer Faktor 6
Edelstahl zu Kupfer Faktor ca. 50.

Ergibt bei 26mm AD eine Minimumwandstärke von 0.9mm (Stahl).
Wird eh kein Wellrohr haben ... inwieweit die Zinkschicht hilft - kA

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  •  MarioKorkisch
1.1.2023  (#138)
Wir schauen generell das wir mit sämtlichen Leitungsführungen außerhalb vom Gebäude bewegen und direkt in den Technikraum die Bohrung unter bekommen dort sofort den Überspannungsableiter nach Gebäudeeintritt setzen. Im Innenbereich mit metallverrohrungen

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  •  reisefuchs
17.2.2023  (#139)

zitat..
wiwi schrieb:

R11-1 taugliche Solarkabel werden mit dem Schirm auch nur am Anfang und am Ende auf den PA aufgelegt. Dann spart man sich das Metallrohr im Gebäude.

Wenn ich so ein R11-1 Kabel verwende kann ich dann eigentlich  MC 4 Stecker verwenden ? 
wie sieht das in der Praxis aus ,  isoliere ich soviel ab das ich einen  MC 4 Stecker verwenden kann  und den Schirm verbinde ich denn mit dem PA ?   


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  •  uzi10
  •   Gold-Award
17.2.2023  (#140)
da gibts von Centrovox Gelsplitkapsel zum Schirm trennen

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  •  reisefuchs
17.2.2023  (#141)

zitat..
uzi10 schrieb:

da gibts von Centrovox Gelsplitkapsel zum Schirm trennen

hast du da zufällig einen Link / Bild für mich  ? 


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