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WW-WP mit Saugheber

90 Beiträge | 4.11.2015 - 1.12.2019
wasser/wasser-wärmepumpen gelten als die systeme mit der höchsten effizienz überhaupt.

bei sole-wp ist die quelle ein flach-/grabenkollektor oder eine tiefensonde; die quelltemperatur liegt hier bei 0° (B0/W35).
bei ww-wp ist die quelle ein saugbrunnen, ähnlich einem hausbrunnen, dem im betrieb 1000-3000l wasser pro stunde entnommen werden, um 3-5 kelvin abgekühlt und in einem schluck- oder sickerbrunnen wieder dem grundwasser zugeführt werden.

hier geht man von einer quelltemperatur von 10° aus.

jedes grad weniger temperaturhub zwischen quelle und verteilung steigert die effizienz einer wp um 2,5%, somit hat eine ww-wp einen rund 25% höheren COP, also bsplw 6,5 statt 5,0.

dh aus einer kwh strom können bis zu 6,5 kwh wärme erzeugt werden.

doch es gibt auch einen stolperstein dabei. während eine sole-wp zur zirkulation im geschlossenen quellkreis nur eine leistungsschwache hocheffizienz-umwälzpumpe benötigt (mit bspl 120w) ist bei einer ww-wp eine leistungsstarke brunnenpumpe zum heben und fördern des grundwassers nötig.

typisch kommt dabei eine mehrstufige drehstrom-brunnenpumpe mit einer leistung von 350-400w zum einsatz.

jetzt könnte man meinen die 3-mal so hohe leistung der quellpumpe wird vom gesamtsystem locker mit der höheren effizienz kompensiert.

aber hier lauert der nächste stolperstein: umwälzpumpen werden mit P1 angegeben, das ist die elektrische leistung die die pumpe maximal aufnimmt.

im gegensatz dazu handelt es sich bei brunnenpumpen um die mechanische leistung P2.

die stromaufnahme ist um den wirkungsgrad höher. dieser liegt bei 50-60%, dh eine brunnenpumpe kommt auf 600-800w elektrischer leistungsaufnahme.

wenn man weiß dass bsplw die neue modulierende knv/nibe-wp mit 1,5-6kw eine stromaufnahme der gesamten wp von 600w bei 50hz hat wird hier der cop durch die brunnenpumpe bereits halbiert!

warum ist hier so eine große leistungsaufnahme nötig?

der grund ist dass brunnenpumpen für den zweck als quellpumpe einer ww-wp gar nicht so gut geeignet sind.

die klassische aufgabe einer brunnenpumpe ist eín hauswassernetz zu speisen. dazu ist hoher drucke bei wenig volumenstrom nötig. Je nach brunnentiefe werden 2-3 bar für die förderhöhe benötigt, ein mehrgeschossiges haus braucht dafür nochmal 1 bar und beim hauseintritt wünscht man sich bis 6 bar druckreserve.

der volumenstrom ist dafür gering, mehr als 500l/h kommen auch beim füllen einer wanne nicht zustande.

ganz im gegensatz dazu bei der verwendung als quellpumpe einer ww-wp. hier herrscht kein gegendruck, das system ist offen; jedoch ist der volumenstrom ein vielfaches gegenüber dem beim hauswassernetz.

wenn man hierfür einen autovergleich suchen würde, wäre die brunnenpumpe ein auto dass im ersten gang fährt: sehr viel kraft, aber wenig geschwindigkeit.

da man für die wp hohe geschwindigkeit (volumenstrom) benötigt muß man zum ferrari greifen, weil der auch im ersten gang 120 km/h erreicht.


 
18.11.2015 18:53


BoZm schrieb: Warum gegraben? Eben weil wir sonst keine Genehmigung bekommen hätten...

aber nicht im ernst?


BoZm schrieb: Außerdem wollte ich anständige Brunnen und keine Kacke die ich in 10 Jahren wieder neu aufbuddeln kann...

ein gebohrter brunnen ist genau so technisch hochwertig wie ein gegrabener ...

wie alles kann auch dieser schlecht ausgeführt werden (kein ausreichendes filterrohr, kein filterkies, billiger brunnenkopf).

ist der brunnen bei euch mit einem seilbagger gegraben worden?

gibts bilder von der action?


BoZm schrieb: Nun mal ganz ehrlich, wenn sie zu groß dimensioniert ist.
Was hab ich den für Nachteile?

das problem ist daß dann die fbh um die hälfte unterdimensioniert ist.

du hast bei einer wp-lösung 2 kreise, die mit hohem volumenstrom übertragen:

der erste kreis quelle/wp, am beispiel deiner vaillant vwf 87 hat einen volumenstrom von 2300 l/h. das muß der brunnen liefern.

der zweite kreis wp/fbh hat einen volumenstrom von 1500 l/h. das muß die fbh nehmen.

und genau da liegt das problem.

wenn deine fbh richtig ausgelegt wird nimmt sie bei deiner heizlast 750 l/h

und das geht nicht zusammen.
2-facher volumenstrom bedeutet 4-fachen druckverlust bedeutet 8-fachen pumpenstrom. das schafft die eingebaute umwälzpumpe aber sowieso nicht.

damit das system funktioniert bräuchtest du zur aufs doppelte überdimensionierten wp eine ebenso aufs doppelte überdimensionierte fbh. wenn du zur fbh zusätzlich gleichviel fläche an wandheizung verlegst würde es wieder funktionieren.

weil die balance aus wärmelieferung und abnahme nicht paßt kommt der rl zu schnell zu warm zurück , die wp frißt im rl ihre eigene wärme und schaltet nach kurzer laufzeit ab -> taktender betrieb.

jeder ist ja seines glückes schmied, mich wundert nur, beim brunnenbauer schaust du so auf eine hochwertige lösung, beim gu frißt du die krot.
schade...
18.11.2015 18:56
hier ein hardcore saugheb-ww-wp-ler aus niederösterreich. der kommt glaub ich mit 20 w leistung der quellpumpe aus ...

http://members.aon.at/thermoscope/
19.11.2015 9:48


meinst du damit spreizungsgeregelte brunnenpumpen?


Drehzahlgeregelter Motor mittels Frequenzumformer. Regelung nach Konstantdruck. Einfach einen Drucksensor an der richtigen Stelle verbauen. Mit spreizungsgeregelt meinst du vermutlich "differenzdruck". Hier hast du 2 Sensoren an der Pumpe - saug - und druckseitig. Das kann beim Saugheber hilfreich sein wo du quasi einen geschlossenen Kreislauf hast. Beim "normalen" Schluckbrunnen reicht ein einfacher Drucksensor.
19.11.2015 12:57


moef schrieb: Mit spreizungsgeregelt meinst du vermutlich "differenzdruck"...

ich würde es nach differenztemperatur geregelt brauchen (thermometer vor/nach dem wärmetauscher).

gerade bei leistungsmodulierenden ww-wp (ein ziemlich neues thema) ist ja das problem daß der volumenstrom der quelle mitmodulieren muß/müßte.

über die spreizung könnte man das perfekt erfaßen, und diese konstant halten:

halbe leistung des kompressors würde dann bei gleicher spreizung halben volumenstrom bedeuten.

die interne regelung meiner sole- und hk-pumpe funktioniert genauso...
19.11.2015 13:47
Hi Chris, Hi Arne!

Ich habe gestern das Anbot für die WW-WärmePumpenanlage bekommen.
Wer von euch möchte bzw. würde sich gerne mal das Anbot durchschauen ob das was hat bzw. Sinn macht?
Gerne per email als pdf?
LG Zigi
19.11.2015 15:31
hallo zigi,

magst es nicht anonymisiert hier einstellen?
dann haben alle mitleser was davon und du kriegst vielleicht noch weitere kommentare...
19.11.2015 15:36
Hi! Das ist sehr detailliert und hat sehr viele Seiten! Und anonymisieren geht hier leider nicht. :(
19.11.2015 15:46
dann schicks!
20.11.2015 20:52


ich würde es nach differenztemperatur geregelt brauchen (thermometer vor/nach dem wärmetauscher).


Technisch gesehen ist es nicht schwierig nach Diff.temp zu regeln.
Leider ist das Gerät unter dem link unten nur für größere Leistungen verfügbar, aber es kommt in den nächsten Monaten ein Regler der für kleine Leistungen geeigneht, wie sie bei Brunnenpumpen für WW Wärmepumpen und bei Zirkulationspumpen eingesetzt werden können.
http://documentlibrary.xylemappliedwater.com/wp-content/blogs.dir/22/files/2012/07/hv1_1-1_2_12-im-de.pdf

http://documentlibrary.xylemappliedwater.com/wp-content/blogs.dir/22/files/2012/07/hv1_1-1_2_12-im-de.pdf

lg
3.12.2015 11:45



Zigi schrieb: Anbot für die WW-Wärmepumpenanlage bekommen...

hallo zigi,

hier endlich mein kommentar zu deinem anbot...

du hast als angebotsgrundlage den EA vorgelegt?


WW-WP mit Saugheber

hier wird im anbot die heizlast mit 7kw angesetzt.
find ich nicht gut weil zu hoch.
dein EA sagt ja 5,3kw

das 1kw für ww-zuschlag finde ich auch zu hoch. würde hier bei normalem nutzerprofil keinen zuschlag ansetzen, weil die wp an 99% der heiztage reserven (=stillstandszeiten)hat, in denen sie das ww erwärmen kann.

dies dauert typisch 1-1,5h pro tag.

daher gehen die 8kw hier schon richtung 50% überdimensionierung.

es geht schlecht weiter.

angeboten wird folgend eine waterkotte 5010.5.

diese hat als sole-wp 7,3kw jedoch als ww-wp knapp 10kw.

schwupps haben wir 100& überdimensionierung.

und das bittere daran. es hätte diese waterkotte eine nummer kleiner gegeben, mit 8kw als ww-wp passend zur (eh schon überhöhten) abschätzung von 8kw heizlast.

sehr unprofessionell, sehr typisch.

deine reale heizlast wird sich an 80% der tage bei 2,5-3,5kw bewegen. das ist der typische wintertag mit plus/minus 0° durschnitt.

hier wird das match gewonnen oder verloren.

die normheizlast von 5,3kw wird ja nicht einmal jeden winter auftreten,

auf diesen worst case (keine sonne, keine inneren gewinne) von <1% der heiztage rundet der anbieter 35% auf auf 7kw
dann einen überhöhten ww-zuschlag auf 8kw
dann die wp eine nummer größer auf 10kw.

grausam!

diese 10kw muß dann 80% der zeit auf 3kw heizlast arbeiten und ist dafür ums mehr als dreifache überdimensioniert.

das problem ist daß eine 10kw-wp auch doppelt soviel wasser umwälzen will als durch eine 5kw-fbh durchgeht.

als folge wird die maschine nur sehr kurze laufzeiten haben und takten.
-> schlecht für verbrauch und lebensdauer.


WW-WP mit Saugheber

als fbh wird hier ein system angeboten das mit drehclips auf eine hartfaserplatte gesetzt wird.
kenn ich nicht, wäre aber auch nicht mein favorit, den estrich auf eine holzfaserplatte gießen.

wollt ihr die fbh in eigenleistung verlegen? darauf wäre bei der systemwahl zu achten. es gibt da extrem simple clicksysteme...

als rohr wird eines mit 18mm außen angeboten.
das ist sehr großzügig, aber nur sinnvoll wenn man sehr lange kreise, deutlich über 100m machen will. der nachteil ist daß der kleinstmögliche biegeradius deutlich größer ist als bei einem 16mm rohr, das meist den besten kompromiß zwischen druckverlust und biegbarkeit darstellt.

wenn der grundriß ergibt daß mann alle kreise zwischen 100 und 140 m legen kann wäre so ein rohr die beste wahl. im normalfall eher nicht.


WW-WP mit Saugheber


WW-WP mit Saugheber

das gefällt mir sehr gut, müßte in jedem anbot standard sein.

die prüfung und nötigenfalls aufbereitung des heizungswassers.

minimum ist die angebotene osmosebehandlung zur enthärtung und des wassers.

die verhindert kalkablagerungen und korrosion durch leitende salze.

bei entsprechendem ergebnis der probe ist auch noch ein additiv für den korrosionsschutz nötig.


WW-WP mit Saugheber

das gefällt mir wieder gar nicht. eine einzelraumregelung einer flächenheizung mit einer wp ist technischer nonsens und killt die effizienz.

besser einsparen und auf einen korrekten hydraulischen abgleich drängen. der kann mehr und ist viel wichtiger...


WW-WP mit Saugheber

400l ww-speicher ist seeehr groß.
das problem bei einer überdimensionierung ist die hygiene. das ww im speicher wird nicht so oft umgeschlagen - sollte es aber längstens alle 2 tage werden...

die meisten efh mit bis zu 4 personen liegen bei 180-250l ww-speicherbedarf.

wenn ihr kampfbader mit 5 personen, 2 bädern und regenduschen seid hats vielleicht seine berechtigung...

gut gefallen mir zum schluß die warn- u infohinweise zu wassergrenzwerten.


WW-WP mit Saugheber

zum abschluß noch eine preisgegenüberstellung der wp mit dem ww-einbaukit (trenntauscher, etc...)

11.850,- excl

ich habe für eine modulierende knv/nibe vor kurzem 8.500,- excl gezahlt.

ebenfalls mit ww-kit.

zum anbieter selbst, lies doch nach bei brink, der hat im sommer den ESH-mystery shopper gegeben und installateure blindgetestet, mit standard-fragenkatalog...

http://www.energiesparhaus.at/denkwerkstatt/allgemein_a.asp?Thread=39142_3#314416

sehr, sehr lesenswert, geht dann auf den nächsten seiten weiter...

nr2 war deiner...

liebe grüße
arne
3.12.2015 13:25
Hi Arne!

Danke für deine Unterstützung.
Das mit der Auslegung der WP werde ich ihm eh auch nochmal sagen. Er meinte, daß die 7KW (7KW ohne KWL mit einer Innentemperatur von 20Grad berechnet wurde. Meine Freundin hat es gerne warm - wir haben gerade ca. 24-25 Grad im "alten ungedämmten" Haus. Und sie hat noch immer einen Pullover an. D.h. es wird bei uns meist wärmer sein als die 20Grad die für den EA berechnet wurden.
Daher meinte er, die 7KW Heizlast könnte man heranziehen und die 1KW WW-Zuschlag als "Reserve".
War für mich irgendwie nachvollziehbar, da die Anlage eh moduliert.
Aber ich werde ihm sagen, daß ich lieber die "kleinere" hätte. Die sollte ja laut deiner Auskunft und "Logik" reichen...

Bezüglich FBH - das System hat mir sehr gut gefallen.
Auszug aus dem Inet: Das hochwertig vernetzte PE-Rohr ist mit einer Sauerstoff-Sperrschicht ummantelt. Die Verlegung des Rohres erfolgt nicht auf herkömmliche Baustahlgitter oder Schienen, sondern auf biologisch unbedenklichen Holzträgerplatten
(3,5 mm stark), mit dem Vorteil, dass es bei Verwendung von Zement- oder Fließestrich zu keinem Aufschwimmen der Rohre kommt.

WW-WP mit Saugheber

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Einzig was hier noch fehlen würde, die Trittschalldämmung die ich ja trotzdem brauchen würde - korrekt? Die wäre bei einem Rolljet ja schon inkludiert. Oder reicht es wenn ich den Styroporbeton um 3cm erhöhe?

LG Zigi
4.12.2015 16:36


Zigi schrieb: Meine Freundin hat es gerne warm - wir haben gerade ca. 24-25 Grad im "alten ungedämmten" Haus.

das wird sich hoffentlich ein paar gräder niedriger einpendeln dank der warmen wände und glasflächen und der strahlungswärme der fbh, die der körper spürt aber nicht das thermometer...

aber das thema hatten wir bei dir glaub ich schon...

http://www.energiesparhaus.at/denkwerkstatt/allgemein_a.asp?Thread=39384_2#323383


Zitat: Zigi schrieb: Für eine optimale Heizlast sollte ein Wert für 22 Grad Raumtemperatur berechnet werden...

kann man problemlos machen.
die heizlast folgt dem delta innen/außen, dh deine heizlast steigt damit um (22-20)/34 -> 5%
das bedeutet statt 5,3kw halt 5,6kw



Zigi schrieb: da die Anlage eh moduliert...

glaub ich (schon wieder) nicht ...


Zigi schrieb: Bezüglich FBH - das System hat mir sehr gut gefallen...

kannst das weiter begründen?

ein mehrschichtverbundrohr hat den vorteil daß es plastisch ist, dh es bleibt so liegen wie man es biegt. ein reines pe-rohr federt, das ist sehr lästig und man kann es nicht so sauber verlegen...

aufschwimmen tut eh kein system...

eine antwort fehlt noch...


dyarne schrieb: wollt ihr die fbh in eigenleistung verlegen? darauf wäre bei der systemwahl zu achten. es gibt da extrem simple clicksysteme...

richard hat mit noppenmatte verlegt und ist damit gut zurechtgekommen, ich bevorzuge estrichgittermatten, auf die plastikclips gesetzt werden.
ist ein bissl mehr bastelei, aber man ist extrem flexibel beim verlegen...


WW-WP mit Saugheber


WW-WP mit Saugheber


Zigi schrieb: die Trittschalldämmung die ich ja trotzdem brauchen würde...

die gebundene schüttung dämpft schon ganz gut.
zusätzlich würde ich noch sowas drauflegen...

http://www.jaraflex.at/produkte/heizsysteme/waermerueckstrahlmatte/

4.12.2015 16:37


moef schrieb: aber es kommt in den nächsten Monaten ein Regler der für kleine Leistungen geeigneht, wie sie bei Brunnenpumpen für WW Wärmepumpen und bei Zirkulationspumpen eingesetzt werden können...

danke moef!
4.12.2015 21:16
Hi Arne. Du bist a Wahnsinn.
Merkst dir wirklich alles was man irgendwann mal in irgendeinen thread von sich gegeben hat :)

Ja was für eine Leistung, WP würdest DU mir denn vorschlagen?

Ich bin diesmal fest davon ausgegangen dass die Waterkotte als Premiummodell moduliert.
Das stand wahrscheinlich bei den LWPs. Hmmm.
Warum mir die FBH gefallen hat? Naja dieses Klicksystem mit den erwähnten Holzplatten hat mir halt gefallen. Wirkt irgendwie hochwertiger.

Nein haben nicht vor irgendwas selbst zu machen. Ich glaub 4 eur am m2 würden wir uns sparen?!

Bezüglich Trittschalldämmung. Bei der Rolljetmethode wäre diese ja bereits mit 3cm dabei. Steht auch im Alternativen Angebot.
Bei diesem hier würde die ja fehlen.
Dh um die 3cm müsste der Styroporbeton erhöht werden, kommen ja auch Kosten dazu.
Will nur die Gesamtkosten abschätzen können.
Jetzt steht ja als 3.Alternative noch die Betonkernaktivierung im Raum...

Lg Zigi

Edit. Hab gerade im HTD gelesen, dass bei einer WW-WP die Modulation nicht so wichtig/gut wäre.
Zitat:
Wärend bei Solewärmepumpen modulierende Anlage auch noch geringfügig gegenüber einer optimal ausgelegten "Standard"-Anlage im Vorteil sein dürften, sehe ich bei einer Wasser-Wasser-Analge diesen Vorteil gegen Null gehen.

Nicht daß man auch Grundwasserförderpumpen bedarfsabhängig regeln könnte, das wäre meiner Meinung nach hinzukriegen. Der Punkt Bodenentzugsleistung fällt weg, zu beachten ist aber, daß bei einer Modulation viele Komponenten nicht im idealen Betriebszustand (und damit optimalen Wirkungsgrad) arbeiten, seien es Motoren, Pumpen oder Kompressoren und somit anderweitige bereits von fdl1409 zurecht genannten Vorteile wieder zunichte machen. Und zusätzlich notwendige Komponenten wie Frequenzumwandler etc. haben nicht zu vergessen auch ihre Wirkungsgradverluste.

Wie seht ihr das?

5.12.2015 19:36
Zigi,

ob drehzahlregelung sinnvoll ist hängt von vielen Faktoren ab und kann nicht pauschal beantwortet werden. Bei einer Tauchpumpe für ww-wp aber praktisch immer. Saugheber finde ich aber interessanter.
LG
5.12.2015 20:07


Zigi schrieb: Merkst dir wirklich alles was man irgendwann mal in irgendeinen thread von sich gegeben hat...

nein, überhaupt nicht.

aber du bist ein interessanter kunde; ich hab den eindruck daß du dich immer mehr dafür interessierst und neugieriger wirst.
das gefällt mir ...


Zigi schrieb: Ja was für eine Leistung, WP würdest DU mir denn vorschlagen?


ah, jetzt drehst den spieß um, raffiniert...

leistung würde ich bei 5-6kw ansetzen.

und da wird es für ww-wp schon eng. diese sind ja eigentlich sole-wp mit einer quelle von 10° statt 0°, das bedeutet rund 25-30% mehr leistung.

eine sole wp mit 5kw hat als ww-wp 6,5kw, eine mit 6kw schon 8kw.

2 maschinen würden perfekt paßen, das wäre die drexel&weiss x2 (kompaktgerät mit integrierter kwl) oder die kleine modulierende knv/nibe. letztere moduliert auch als ww-wp bis auf 2kw runter, das wäre bei dir wichtig, weil du in der übergangszeit 1-1,5kw heizlast haben wirst und am typischen 80% wintertag rund 2-3kw.

da sollte das system optimal laufen...


Zigi schrieb: Wirkt irgendwie hochwertiger...

das holz/clip system will ich nicht schlechtreden, kenne es nicht.
das kunststoffrohr würde ich nicht nehmen weil man damit nicht so sauber verlegen kann wie mit einem mehrschichtverbundrohr (das auch noch diffusionsdichter ist)


Zigi schrieb: Bezüglich Trittschalldämmung. Bei der Rolljetmethode wäre diese ja bereits mit 3cm dabei...

naja, der träger dort ist eps. da ist deine gebundene schüttung als trittschalldämmung wohl schon besser.
oben drauf kann man wenn alle leitungen verschüttet sind mit eps platten weitermachen, ist günstiger...


Zigi schrieb: Dh um die 3cm müsste der Styroporbeton erhöht werden,

nein, aus meiner sicht nicht.


Zigi schrieb: als 3.Alternative noch die Betonkernaktivierung...

spannend, hab bei mir 2 aktivierte betondecken gemacht.

da muß das ganze konzept paßen, dann ist das eine tolle sache...


Zigi schrieb: Hab gerade im HTD gelesen, dass bei einer WW-WP die Modulation nicht so wichtig/gut wäre...

das problem ist daß die passende brunnenpumpe so schon der knackpunkt bei einer ww-wp ist.
die modulation macht diese auslegungsaufgaben viel schwieriger.

darum habe ich bei der weiter vorne beschriebenen anlage mit der saugheberlösung ja auf eine (mit-)moduliernde brunnenumwälzpumpe gesetzt.

ansonsten kommen zunehmend drehzahlgeregelte pumpen auf den markt, sodaß - wie von moef beschrieben - in zukunft eine spreizungsregelung per fu standard sein wird...


Zigi schrieb: daß bei einer Modulation viele Komponenten nicht im idealen Betriebszustand (und damit optimalen Wirkungsgrad) arbeiten...

da darf man nicht vergessen, daß der zitierte beitrag schon älter ist und sich hier viel getan hat.

bei luft-wp wird die modulation genutzt um eine sehr starke pumpe (die bei -15° noch ausreichende leistung bringt) im mittleren und unteren leistungsbereich extrem zu drosseln, bsplw wir aus einer 15kw-wp durch drosselung eine gemacht die von +15 bis -15° konstant 5kw hat.

die kleine knv/nibe hat da einen ganz anderen ansatz.

das ist eigentlich eine 3,5kw wp, die runter- UND raufmoduliert, von 20-120hz.

das heißt bei passender auslegung kann sie 80% genau im perfekten arbeitspunkt leisten, und für die wenigen extremtage dann trotzdem richtig gas geben bis auf 6kw und mehr...

sowas hats bisher nicht gegeben, und wenn du dir die werte der dänischen energieagentur anschaust hat sie dort auch alles pulverisiert...

http://sparenergi.dk/forbruger/vaerktoejer/varmepumpelisten

stell den schieber auf 6kw und schau dir die werte an...

die ersten beiden sind die knv/nibe schwestern...
20.12.2015 10:50
hier ein aktuelles beispiel daß den extremen einfluß der brunnenpumpe auf das system ww-wp zeigt...

http://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/183295/Waterkotte-Waermepumpe-Tiefbrunnenpumpe-laeuft-dauerhaft

hier wurde eine defekte brunnenpumpe 'blind' ersetzt.
die neue grundfos liefert 700w mechanisch (p2) und zieht dabei unglaubliche 1,02kw elektrisch (p1)...


WW-WP mit Saugheber

dh der 'hilfsantrieb' brunnenpumpe benötigt mehr strom als so manche wärmepumpe...
20.12.2015 14:43
Ich habe genau so eine Idee erst vor 2Wochen mit dem Brunnenbauer besprochen. Damit sich das System auch bei wechselndem Wasserspiegel nicht mit Luft füllen kann, hätte ich damals einen Siphon am unteren Ende vorgeschlagen und die Leitung mit einer Vakuumpumpe entlüftet (schön wärs automatisch).
Leider scheint das nicht wirklich Stand der Technik zu sein und man muss sich sowas selbst zusammentüfteln. Als "hobby-bastler" bin ich mir noch nicht sicher ob ich mir da drüber traue, oder doch wieder ne ineffiziente dafür standard Lösung nehme.
21.12.2015 16:40
@arne


dyarne schrieb:
Zigi schrieb: Merkst dir wirklich alles was man irgendwann mal in irgendeinen thread von sich gegeben hat...
nein, überhaupt nicht.
aber du bist ein interessanter kunde; ich hab den eindruck daß du dich immer mehr dafür interessierst und neugieriger wirst.
das gefällt mir ...


haha
Naja je mehr man liest, desto interessanter wird es...
ABER ich komm leider immer mehr ab vom ursprünglich Geplanten.

Vom Fertigteilhaus aus Holz - zum Massivhaus aus Liapor.
Vom Gas zur LWWP zur GWWP und zuguterletzt vielleicht zur Betonkernativierung.

Übrigens wird bei dieser BKA neben Solaranlage auch Produkte von KNV eingesetzt :) - jedoch Flächen-Erdwärme (bis jetzt).
Mein Grund (750m²) ist jedoch schon mit Kanal-, Gas-, Wasser- und Stromleitungen und Wurzeln von bestehenden Bäumen durchpflügt. Da bleibt nimma viel über für Flächenkollektor.
Grabenkollektor wird aus o.g. Gründen auch schwer werden - zuviele Kreuzungspunkte. (Ausser es gibt Ideen)
Bleibt wahrscheinlich nur alternativ der Brunnen (wo schon einer am Grund steht).
Bohrung für den 2. Brunnen und Nachgrabung bestehendem Brunnen liegt bei ca. 5000,-


Zigi schrieb: Hab gerade im HTD gelesen, dass bei einer WW-WP die Modulation nicht so wichtig/gut wäre...

dyarne schrieb
das problem ist daß die passende brunnenpumpe so schon der knackpunkt bei einer ww-wp ist.
die modulation macht diese auslegungsaufgaben viel schwieriger.
darum habe ich bei der weiter vorne beschriebenen anlage mit der saugheberlösung ja auf eine (mit-)moduliernde brunnenumwälzpumpe gesetzt.
ansonsten kommen zunehmend drehzahlgeregelte pumpen auf den markt, sodaß - wie von moef beschrieben - in zukunft eine spreizungsregelung per fu standard sein wird...


Was heisst das? fu?
Ich hoffe doch, daß der KNV Installateur mit einer modulierenden WP auch eine dementsprechende Pumpe einsetzen wird. Sonst würde das ja nicht wirklich funktionieren oder?

Hab mir die KVN 1155 angesehen. Da steht bei der kleinen eine Heizleistung bei W10/35 nur 4,45. Ist das der max Wert oder Durschnitt?

WW-WP mit Saugheber

LG Zigi
21.12.2015 20:58
Die Sache mit der geregelten GW-Pumpe macht mich a bissl stutzig ->
die Pumpe hat doch nur einen Optimalpunkt für Durchfluss und Druck bei einer bestimmten Drehzahl. -> Ich würde mich wundern wenn bei Drehzahlregelung die Summe der Q^2-Verluste + statische Höhen immer zufällig genau den Optimalpunkt des Laufrads ergeben. ->Kann das wirklich klappen -oder ist das nur wieder Verkausfpolitik für teuere Steuerungen/Regelungen?
31.12.2015 6:44
Ja sicher laufen die selten im optimalen Wirkungsgradpunkt. Große Industriepumpen (ab ca. 55 kw) werden wenn möglich optimiert - durch Anpassung des Laufraddurchmessers oder durch Anpassung der Drehzahl. Bei mehrstufigen kleinen Brunnenpumpen passt kein Hersteller den Laufraddurchmesser an, sondern jeder die Drehzahl. Drehzahlregelung spart viel Energie. Wann sich die Mehrkosten für die Regelung amortisieren ist individuell.


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