Hallo!
Wir haben in DE ein kfw40 Haus und ich merke bei kalten Temperaturen in einigen Räumen ein gewisses Ziehen auf Fußhöhe. Auch der Wärmebedarf ist höher als erwartet, Details dazu siehe unten.
Ich frage mich woran das liegen könnte?
Luftdichtheitstest war gut, Fenstereinstellungen wurden kontrolliert.. Was mich allerdings schon in der Rohbauphase gestört hat, waren die kaum geschützten Mauerkronen. Es gab damals relativ viel Starkregen. Kann das die mit Mineralwolle gefüllten Mauersteine dauerhaft geschädigt haben?
Das war eine recht teure T 6.5 Version mit 0,17 U-Wert bei 36,5cm Stärke.
Wenn darin die Dämmwolle durch Feuchtigkeit recht zusammengefallen ist, hätte ich nur noch einen viel geringeren Dämmwert übrig…?
Die gesamte Fassade mit sehr großer Fläche könnte starken Einfluss haben. Sonst fällt mir als Laie nichts offensichtlich Gravierendes ein.
In 1,5 Jahren läuft die Gewährleistung ab und ich möchte evtl. wesentliche Mängel rechtzeitig festgehalten haben.
Lohnt sich hierzu eine Wärmebildprüfung? Kann man mit IR-Kamera für Smartphone grob etwas feststellen oder gleich professionell beauftragen? Oder sonstige Ideen, Tipps dazu?
Hier mal die Daten:
2 Vollgeschosse
172qm Wf. / 205qm Bruttofl.
Hüllfläche 490m2
Gebäudevolumen 642qm
Durchschn. U-Wert 0,214 W/m2K
Luftdichtheit n50 Messungen zwischen 0,35-0,50 h-1
Wand 0,17 W/m2K: 36,5cm gefüllte Ziegel Evoton MZ 65 + Dämmputz
Decke 0,09 W/m2K: Betondecke mit 36cm EPS WLG035 drauf
Boden 0,11 W/m2K
Fenster 0,72 W/m2K
Außentür 1,00 W/m2K
Transmission 105 W/K (88 W/K + Wärmebrücken 17 W/K)
Lüftung 21,5 W/K
NAT -11,8 Grad, 410Hm.
Hauptausrichtung eher Westen, teilweise Verschattung im Süden. Also solare Gewinne eingeschränkt.
Berechnete Heizlast:
4,3kW nach
EA EA [Energieausweis] (Lüftung
KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] mit WRG 180m3/h)
3,8kW nach Trenchplanner (Lüftungsverluste mit nur 0,25 h-1 = ca. unsere tatsächliche Einstellung <100m3/h)
Heizwärmebedarf in den bisherigen 3 Heizperioden 7.800-10.00kWh (+WW extra)
Raumtemp. ca. 21,5 Grad - Habe nur
FBH FBH [Fußbodenheizung] (allerdings ordentlich ausgelegt) und brauche dafür min. VL28/RL24 bei 0 Grad.
2022/2023: 10.000kWh (1. Jahr – Rest-Baufeuchte?)
2023/2024: 7.800kWh
2024/2025: 8.500kWh