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Sondertilgung

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10.1. - 18.1.2022
10 Antworten | 9 Autoren 10
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Ich hab mir nun diverse alte Beiträge angesehen, allerdings hätte ich folgende Frage nicht beantwortet gelesen. Wahrscheinlich kann man die Frage aber auch gar nicht beantworten
Wir lassen uns ein pönalfreies Sondertilgungsrecht in den Vertrag einschreiben. 
Zahlt es sich eher aus, die Rate nach der Tilgung zu senken oder die Laufzeit zu reduzieren? Oder ist dies reine Geschmackssache und v. d. Lebenssituation abhängig? Sollzinssatz wird 1 % fix auf 25 Jahre sein. 
Vielleicht habt ihr hier inputs. danke! Ich rechne nämlich schon die längste Zeit herum, aber komme zu keinem klaren Entschluss. 

10.1.2022 ( #1)
Wenn die Rate geringer wird, hast du evtl mehr Schotter übrig um es besserverzinst anzulegen (ETF, Aktien etc. - was auch immer?!) und Sparpläne zu verfolgen, während du den Kredit gemütlich bedienst, da die Inflation eh höher ist als der Fixzins und das vermutlich für die Laufzeit wohl unverändert bleiben dürfte (Meinung / Annahme...).
Wir haben 1,25% Sollzins, 25 Jahre fix und machen es aber ganz normal - also laufzeitreduzierend. Denn weniger Laufzeit bedeutet ja auch weniger Zinszahlung. 
10.000 EUR sind sowieso höchstgerichtlich immer pönalefrei, mehr muss vereinbart werden, außer in der variabel verzinsten Phase. Ansonsten ist das Pönale ja afaik 1% und in beiden Fällen Kündigungsfrist (6 Monate?) nicht vergessen...


10.1.2022 ( #2)
Ich würde auf Laufzeitverkürzung gehen und möglichst rasch zurückzahlen. Die Neuberechnung der Rate könntest immer noch anfragen/veranlassen, falls sich die finanzielle Situation mal signifikant ändern sollte. 

10.1.2022 ( #3)
Die erste Frage ist, ob Du überhaupt die Wahl hast, oft ist nur eine Verkürzung der Laufzeit möglich.
Wenn man die Wahl hat, würde ich immer die Reduktion der Rate wählen. Das ist geschenkte Flexibilität und es hindert einen ja niemand weiterhin die ursprüngliche Rate (oder auch mehr) zu tilgen (dann halt formal als weitere Sondertilgung). Außerdem unterschreitet man sonst u.u. bei der Laufzeit die Zinsbindung und hat dann dafür definitiv unnötig bezahlt. Wobei der Wunsch nach unbeschränkter Sondertilgung und maximale Zinsbindung zwar scheinbar häufig ist, aber grundsätzlich eigentlich nicht ganz schlüssig (wozu für Zinsbindung zahlen, wenn man ohnehin vorhat, schneller zu tilgen?).
Vom Typ her (maximale Sicherheit?) scheint es wiederum schlüssig die Laufzeit zu verringern. Wenn man weder vor hat den Immobilienkredit für „Schweinekram“ zu missbrauchen (also um gehebelt zu investieren) noch die Finanzierung am Limit ist (da wird man aber eh nicht sondertilgen) wird es rein finanziell (in Relation zum Gesamtprojekt) einfach nur völlig egal sein.


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10.1.2022 ( #4)
Wie gesagt ist default laufzeitreduzierend.
Die meisten Institute lassen aber meines Wissens nach mit sich reden, wenn es eine Ratenreduktion sein soll - vielleicht mit einer kleinen BAG.

15.1.2022 ( #5)
Ich bin der Fan für Ratenreduktion - ich zahle jetzt die nächsten 18 Jahre nur mehr 150,- pro Monat aufgrund der Sondertilgungen. Vielleicht tilge ich das auch frühzeitig, allerdings habe ich die Flexibilität mit den ca 30.000,- ev auch etwas anderes machen zu können. Und einen "normalen Kredit" kriegt man zu dem Zinssatz ohnehin nicht... Allerdings hatte ich eine Ratenreduktion nicht im Vertrag und musste immer verhandeln - das hab ich jährlich gemacht, bis ich eben so weit herunten war. Der Bankmitarbeiter wollte es mir auch ständig ausreden und die Vorteile einer Laufzeitverkürzung verkaufen. Aber wenn keine Erben da sind, dann kommt schon auch der Gedanke "wer weiß was in 20 Jahre ist".
lg Dani

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16.1.2022 ( #6)
Ich würde das überschüssige Geld lieber solide investieren, mehr als 1% ist selbst durch konservatives zurückhaltendes investieren möglich
.
Riesiger Vorteil der Strategie man ist im Notfall liquide,
Alles was man sondertilgt ist blockiertens Geld weil man es nicht nutzen kann
 .
Die inflation ist gekommen um zu bleiben , da freut man sich wenn man Schulden hat

16.1.2022 ( #7)
Wir haben die Ratendreduktion gewählt und eine monatliche Sondertilgung eingerichtet. Ich wollte einfach die Flexibilität, zur Not auch mal mit den Raten aussetzen zu können. Die Niedrigzinsphase nutze ich aber auch zur Rückzahlung.


16.1.2022 ( #8)
Ich überlege auch die 1,25% 25 Jahre auszunutzen 
Denn mehr als das wird's sicher wieder mal und jede Anhebung der Zinsen heißt auch mehr auf Sparguthaben - egal wie konservativ man ist :D 

16.1.2022 ( #9)
wir haben im Vertrag Ratenreduktion vereinbart.
Die Laufzeitverkürzung kann ich mir -wie bereits erwähnt- damit ja immer noch selbst "basteln": die Ratenzahlungen in der Höhe (fiktiv) weiterlaufen lassen und den entsprechenden Betrag sondertilgen. Umgekehrt geht das nicht, da muss ich bei Bedarf verhandeln.

Wir haben 100% variabel finanziert und da macht die Ratenreduktion für uns auch deswegen Sinn, weil bei etwaigen Zinserhöhungen mit Sondertilungen die Rate gleich gehalten werden kann.

18.1.2022 11:05 ( #10)
Danke für eure Antworten. 
Wir können ohne BAG beides wählen, müssen nur vorab die Bank in Kenntnis setzen, wenn der Betrag überwiesen wird. 
Wir werden vorab mal die Ratenreduktion wählen. Dann haben wir früher weniger an Rate zu beachten :)
Aber danke für eure Inputs bzw. für die interessante Diskussion. 



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