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RGK im nördlichen NÖ von idm

46 Beiträge | 14.3. - 17.7.2019
Liebes Forum!

Ich war bisher interessierter Mitleser hier in diesem Forum, vor allem zum Thema Ringgrabenkollektor. Da es bei uns in nächster Zeit aktuell wird, haben wir vorige Woche einen Termin beim Installateur unserers Vertrauens (idm-Partner) gehabt. Wir würden zur neuen modulierenden i-pump (2-8kw) mit 200l integrierten Warmwasserspeicher tendieren. Ursprünglich wollten wir den RGK-Kollektor mit KNV umsetzten, da aber unser Installateur zufällig idm-Partner ist und auch schon RGK gemacht hat, bietet er uns die idm i-pump an.

Soweit alles gut, allerdings haben mich zwei Details verunsichert bzw. habe ich hier im Forum anderes gelesen:

1.) Verlegetiefe:
Der Installateur sagt der RGK wird ca. in 1,30 m Tiefe verlegt, tiefer macht keinen Sinn, da der meiste Wärmeeintrag von oben kommt. Auch dass das warme Ende tiefer verlegt wird als das kalte, hat er so noch nicht gehört. Ich bin immer von einer Verlegetiefe am kalten Ende von 1,5 m ausgegangen und zum warmen Ende hin 2m. Ich dachte generell je tiefer desto besser. Wir haben uns auch schon mit dem Trenchplaner gespielt, und dort kommt auch mehr Leistung raus je tiefer man verlegt.

2.) Passiv Kühlen:
Der Installateur sagt, dass das Passiv Kühlen nicht viel bringt, wenn dann eher aktiv kühlen. Ist das vielleicht deshalb weil die Verlegetiefe nur 1,30 m ist? Wenn man tiefer legt ist es wiederum für das Heizen schlecht meint er.

Der Installateur sagt uns sehr zu und wir könnten uns sehr gut vorstellen ihn für Heizung/Lüftung zu engagieren. Er ist auch überzeugt vom RKG. Er sagt der RGK wird dann von Idm (im Büro in Oberösterreich berrechnet).

Ich habe sehr viel hier im Forum gelesen und bitte euch um eure Meinungen, da hier in diesem Forum, speziell auch zum Thema RGK, sehr viele Experten sind wie ich finde

lg hans

 
19.3.2019 14:56


heinzi00 schrieb: Ich glaube dass du von meinen Installateur sprichst und ich habe auch die Option BKA genommen. Der Mehraufwand ist echt gering und ich hoffe der Nutzen hoch. Wollte von Anfang an eine BKA und war erfreut dass er sie auch anbietet. Nachteil ist halt dass man sich gut überlegen muss wo man ein Loch in die Decke bohrt


da hamma eh alle den gleichen experten aus dem weinviertel

bka haben zu dritt bzw. zu viert wir problemlos selbst auf der rohdecke verlegt. war zwar arschkalt bei -5 bis -10°, dafür freun wir uns hoffentlich über angenehme kühle im sommer. bei den geringen materialkosten dafür hab ich gar nicht lange überlegt. das mit den löchern in der decke seh ich nicht so problematisch. die 5cm rohdecke, die man anbohren kann, reichen zumindest für die befestigung einer liebesschaukel mit 8er dübeln
19.3.2019 15:57
liebesschaukel unter passiv gekühlter betondecke - so stelle ich mir funktionale haustechnik 2019 vor...

wir freuen uns auf erfahrungsberichte ...


heinzi00 schrieb: Ich glaube dass du von meinen Installateur sprichst...


 ich glaube auch  ...
20.3.2019 14:14
Kann man sich die die BKA quasi als "weiteren Heizkreis" der Fußbodenheizung vorstellen? (nur eben in der Decke wie es in meinem Fall wäre)

Zum Kühlen würden wir sie eigentlich nicht benötigen, da sollte die passive Kühlung ausreichen 
20.3.2019 15:15
Naja, du kannst ja auch mit der BKA kühlen und nicht nur heizen.
20.3.2019 15:58
wie babsi schreibt...

fläche sticht rohr.

wenn man auf die gleiche fläche doppelt soviel rohr legt hat man bsplw 10% mehr leistung. legt man dasselbe rohr auf eine eigene fläche hat man 100% mehr leistung.
dies senkt die systemtemperaturen, steigert die effizienz und optimiert den selbstregeleffekt.

fbh hat vorteile beim heizen, decken-bka hat vorteile beim kühlen.
beide unterstützen sich.

fläche kann durch nichts ersetzt werden. außer durch noch mehr fläche...
20.3.2019 22:42
Ja stimmt kühlen kann man damit auch  Was ich gemeint hab ist, ich würd die bka wohl eher wegen der effizienz beim heizen machen. Oder ist das dann schon übertrieben? Iwo muss man ja abstriche machen.   Passive Kühlung würd mir über die fbh genügen denk ich.

Danke dyarne, mit deiner erklärung klingt es für mich als laien auch nachvollziehbar. Mehr Fläche schlägt mehr rohr im fußboden.

Find ich auf alle fälle interessant die sache mit der BKA, ich werd unseren insti (und vielleicht auch noch andere) mal danach fragen, bin schon gespannt was die zu dem thema sagen. Bei uns in der gegend ist das glaub ich nicht sehr verbreitet, zumindest kenn ich niemanden der das gemacht hat.

Macht es eigentlich sinn die BKA nur über dem bad zu machen? Ich frag deshalb, weil eine wandheizung geht sich bei uns nicht aus (in der dusche will ich sie nicht und außerhalb sind alle wände schon verplant). Ist sicher der raum mit der höchsten heizlast und die fläche der duschtasse fällt auch weg für die fbh.
21.3.2019 7:05
Warum willst du über den Fußboden kühlen? Die Decke ist dafür wesentlich besser geeignet. Streng genommen gilt das denke ich auch fürs heizen. An der Decke hast du keine zusätzliche isolierschicht wie Parkettböden oder Estrich.

ich habe meine BKA einfach hydraulisch von den Längen so abgestimmt, dass das sowieso mitlaufen kann beim heizen. Passiv Kühlen werde ich nur über die Decke weil ich mir das angenehmer vorstelle. Und aktiv kühlen habe ich deshalb nichtmal vorgesehen. Wenn die 70t Decke von meinem Bungalow auf Temperatur ist, kann draußen das Wetter machen was es will😊.

nur über dem Bad macht die BKA keinen Sinn. Erstens sind das größere Rohre die dann auch längere Kreise ergeben und du hast in der Decke ja keinen Begrenzer  wo das Bad anfängt und aufhört. Wird also eher weniger effizient sein weil sich das „verrinnt“.

lg
21.3.2019 8:22
Wenn ich eine BKA mache werde ich eh über die Decke kühlen  Ich hab nur gemeint falls ich sie weg lasse, dass die passive Kühlung über die FBH für mich ausreichend sein wird. Angenehmer stell ich es mir allerdings auch über die Decke vor.

Kann man sich die BKA so vorstellen wie die FBH, eben nur in der Decke? Mit BKA-Verteiler (sowie quasi wie der Heizkreisverteiler für die FBH ist) und mehreren Kreisen?

Bezüglich Bad: Ich hab iwie die Bedenken, dass ich ins Bad, trotz geringeren Verlegeabstand, durch die FBH zu wenig Wärme rein bringe (unter der Duschtasse keine FBH, Wandheizung nicht möglich). Ich dachte vielleicht wäre ein Lösungsansatz die BKA nur über dem Bad zu machen. Aber ja das mit dem "Verinnen" glaub ich auch  Aber wenn ich in der gesamten Decke die BKA mache profitiert das Bad auch nicht "mehr" als die anderen Räume, oder?

lg
21.3.2019 11:21
Kühlung über FBH muss man mögen. Manche empfinden den kalten Fußboden als unangenehm.


Hans86 schrieb: Kann man sich die BKA so vorstellen wie die FBH, eben nur in der Decke? Mit BKA-Verteiler (sowie quasi wie der Heizkreisverteiler für die FBH ist) und mehreren Kreisen?


 Das Prinzip ist gleich, bei der BKA nutzt du allerdings die größere Speichermasse der Betondecke. Deswegen ist sie aber auch träger als eine FBH im Estrich. Das sollte aber egal sein, weil die zumeist ohnehin den ganzen Sommer durchläuft. Man braucht auch weniger Kreise als bei einer FBH und die Verlegeabstände sind höher. Wir haben 2 Kühlkreise pro Etage verlegt.

So sieht die Sache aus. Der Rücklauf wurde danach noch schön mittig auf den Gittermatten befestigt.
RGK im nördlichen NÖ von idm
21.3.2019 12:46
Ich lese das hier mit Aufmerksamkeit mit, habe aber ein Problem die Sache mit der Tiefe des Ringgrabens zu verstehen. Dazu 3 Fragen

Ist die Temperatur zwischen 1,3 m und 1,5 m Tiefe so unterschiedlich?
Welchen Unterschied gibt es zwischen 1,5 und 2 m?
Warum soll das warme Ende Tiefer liegen?

Dass sich die oberen Erdschichten im Frühjahr/Sommer schneller erwärmen ist klar.

Dass der Graben unterhalb der Frostgrenze sein soll ist mir klar, auch dass durch den Wärmeentzug die Frostgrenze nach unten gezogen wird.

Unser Insti hat ähnlich wie der von Hans86 gesprochen. Vielleicht ist es der Selbige

Vielleicht kann mich jemand aufklären Danke
21.3.2019 13:23


ghostwriter schrieb: Kühlung über FBH muss man mögen. Manche empfinden den kalten Fußboden als unangenehm.
__________________
Im Beitrag zitiert von Hans86: Kann man sich die BKA so vorstellen wie die FBH, eben nur in der Decke? Mit BKA-Verteiler (sowie quasi wie der Heizkreisverteiler für die FBH ist) und mehreren Kreisen?

 Das Prinzip ist gleich, bei der BKA nutzt du allerdings die größere Speichermasse der Betondecke. Deswegen ist sie aber auch träger als eine FBH im Estrich. Das sollte aber egal sein, weil die zumeist ohnehin den ganzen Sommer durchläuft. Man braucht auch weniger Kreise als bei einer FBH und die Verlegeabstände sind höher. Wir haben 2 Kühlkreise pro Etage verlegt.

So sieht die Sache aus. Der Rücklauf wurde danach noch schön mittig auf den Gittermatten befestigt.


schaut von der Verlegung bei Schnee und deren Verlegeabstände aus wie bei mir!
Schaut auch nach einer Wunsch Baustelle aus :D


21.3.2019 13:30
Hallo,
eine BKA ist gleichermaßen gut für das Heizen sowie Kühlen geeignet, in seinem Ansprechverhalten aber noch träger als eine FBH. Die FBH ist eingebettet in einem ca. 6-7cm Estrich, die Geschossdecke in einem EFH ist je nach statischen Erfordernissen 20-24cm stark.
Je nach Aufbau der Geschossdecke gibt diese beim Heizen in beiden Ebenen auch Energie ab. 
Dies ergibt auch Möglichkeiten und Kosteneinsparung, z.B. Einbau eines Staffelboden in den Schlaf- und Kinderzimmern wobei in den meisten Fällen die Leistung ohne einer zusätzlichen Wandheizung im OG Bereich nicht ausreichen dürfte. Dies könnte ein TGA Planer genauer ermitteln. 
Laut Ubakus erreicht man bei einer 20cm starken Betondecke mit 20mm BKA Rohr, 30°VL-Temp., 20cm Verlegeabstand, 50mm Betonübdeckung (Filigranstärke) und oben erstellten Staffelboden ca. 45W zu den unten gerichteten Räume und 20W zu den oberen Räumen. 
Bei einem passivnahen Haus würde diese Energiemenge in den meisten Räumen ausreichen, aus Komfortgründen oder je nach spezifischen Bedarf kann man jeweils eine Wandheizung vorsehen. Diese Variante wird bei einem EFH Haus eine günstigere Wärmeverteilung ergeben als klassisch mit FBH. Außerdem kein verkleben eines Parkettbodens notwending, kein Estrich, keine Isolierung nur Trittschall.

Wolfgang

9.4.2019 18:04
Macht es eigentlich einen unterschied ob man beim RGK 2x300 (32mm) oder 1x400 (40mm) verlegt? Bzw. welche vor- und nachteile hat der Einrohrkollektor gegenüber dem Zweirohrkollektor? Mal davon abgesehen, dass 1×400 mit muffe geschweißt werden muss 

Es können ja beide für Wärmepumpen 6-8 kw ausgelegt werden. In dem Bereich werden wir auch liegen, es wird ein neubau 140 m2, 25er ziegel + 20 eps. Wohnraumlüftung kommt fix.

Wärmepumpe wird entweder eine knv topline 1255 pc oder die neue idm ipump 2-8 kw.
9.4.2019 18:18
Einrohrkollektor ist super zu verlegen, man verliert nie den Überblick im Graben 

Vardi,
bekennender Einrohrkollektorfan
9.4.2019 18:23


Hans86 schrieb:



Hans86 schrieb: Macht es eigentlich einen unterschied ob man beim RGK 2x300 (32mm) oder 1x400 (40mm) verlegt? Bzw. welche vor- und nachteile hat der Einrohrkollektor gegenüber dem Zweirohrkollektor?


Das würde mich auch Interessieren. Von der Oberfläche her sollten 2x300 m 32er mehr sein als 1x400m 40er. Allerdings habe keine Ahnung welchen Unterschied das in Bezug auf Durchströmung macht und ob sich die 2 Kreise nicht doch gegeseitig Erdwärme wegnehmen.

Bei uns werdens ein paarm2 mehr mit gleichem Aufbau und KWL kommt fix NICHT

Ich glaube ich hab zu der Frage 1 Kreis vs 2 Kreise schon mal was gelesen. Uns hat der Insti 2x300m 32er angeboten
9.4.2019 18:35
Beide Formate sind für Heizlasten unter 7kW geeignet.
Unser Installateur wollte auch lieber 2x300 Da32, weil das bisher das übliche Verlegeformat und damit das vertrautere war. Unsere Auslegung war aber dann für 1x400 Da40, und weil das so in der Auslegung stand, hat der Installateur das so akzeptiert. Sein Fazit: Das Da32-Rohr ist eine Spur flexibler, das Da40 übersichtlicher  beim Verlegen.
Der einzige Vorteil des Doppelrohrkollektors dürfte sein, dass es im Fall des Ausfalls eines Rohres ein zweites Rohr gibt, auf das die WP zurückgreifen kann.
Prof. brink beispielsweise fand diese Redundanz nicht nötig, er hat in seinem Garten einen Einrohrkollektor vergraben.
10.4.2019 11:25
Ein Insti hat uns 2x300 Da32 angeboten, der andere 1x400 Da40. Den Vorteil, dass bei Ausfall eines Kreises der zweite noch funktioniert wäre für mich persönlich auch vernachlässigbar, denk ich. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist ja sehr gering. Wenn der Einrohrkollektor sonst keine Nachteile hat, würd ich den glaub ich bevorzugen, aber das ist wohl Geschmacksache
24.4.2019 20:39
Mittlerweile hatten wir den Termin zur Angebotsbesprechung bei dem Insti, der uns den RGK mit der i-pump (2-8 kw) angeboten hat. Vorweg, der Termin verlief prinzipiel positiv  Doch durch die Schulung hier im Forum, gibts ein paar Sachen wo ich nachgehakt habe, ich hätte dazu gerne eure Meinung gehört:

* Verteilerschacht für Soleleitungen: Angeboten wurden 2x300 Da 32 und ein Verteilerschacht. Dieser sei nötig, meinte der Insti. Auf meinen Hinweise, dass es ja ein Vorteil des RGK sei, dass ein Verteilerschacht entfällt, meinte er, dass sonst möglicherweise wichtige Rohrmeter durch die Zuleitung verloren gehen würde. Außerdem müsste man sonst 4 Rohre durch die Bodenplatte in den Technikraum führen. Ich fragte ihn, ob man nicht die 2 x warm und 2 x kalt gemeinsam einführen kann und zeigte ihm die RDS zur Doppeldurchführung von Arnes RGK Shop. Ich nehme mal an die RDS-Doppeldurchführungen von 2xDa32 hat dann die Dimension 150, oder?

* zur passiven Kühlung: Angeboten wurde ein Heizungsspeicher Termo 100 (100 l). Er sagte für die Kühlung sei dieser notwendig. Begründet hat er es so, dass bei unserer geringen Fläche (140 m2) die Wärmepumpe ansonsten ständig takten würde bei der passiven Kühlung. Der Heizungsspeicher wird dann natürlich beim Heizen mitverwendet. Ist es so ein Speicher zur passiven Kühlung wirklich notwendig? Wie macht das dann KNV? Hab von so einem Speicher noch nie gehört 
24.4.2019 22:23
Wie kann eine WP Takten die bei einer PASSIVEN Kühlung ja garnicht läuft. Das wäre interessant wie er das erklärt .

Also Speicher bäh.

die Soleleitungen kommen bei mir auch 2+2 durch die BoPla wie du es vorgeschlagen hast. War kein Thema.

aber warte noch auf Experten, ich bin selbst nur ein durch Forum geschulter RGK Besitzer😁
25.4.2019 7:04
Ich bin da wohl gehörig auf der Leitung gestanden! Stimmt bei passiver Kühlung läuft ja die Wärmepumpe nicht! Ich glaub da haben der Insti und ich aneinander vorbeigeredet, er hat anscheinend immer von aktiver Kühlung gesprochen  Das würde auch das mit dem erforderlichen Speicher und ansonstigen takten der Wärmepumpe erklären.

Im Angebot steht ipump T 2-8 P. Ich bin davon ausgegangen, dass das P für Passiv Kühlen steht. Es steht aber anscheindend für Prozessumkehr  Ich muss sagen der Aufpreis von 2000 Euro von keiner Kühlung, zu aktiv kühlen schreckt mich gar nicht. Trotzdem ist mir Aktivkühlung unsympatisch.

Weiß jemand was ca. der Aufpreis von keiner Kühlung zu passiver Kühlung ist?
25.4.2019 9:18
Wenn du 1x400 Da40 nimmst brauchst du auch keinen Verteiler. Ich würde eher den Einrohrkollektor bevorzugen. Einzigster Nachteil ist dass das Rohr einmal zusammen geschweißt werden muss da es 2x200m sind, dafür gehst du nur einmal mit dem kalten Ende und einmal mit dem warmen Ende ins Haus.



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