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Gelöst PV auf extensivem Gründach

70 Beiträge | 11.9.2019 - 3.7.2020
Bin gerade dabei dieses Thema voranzutreiben. Hat das schon wer von euch umgesetzt? 

Habe schon ein wenig recherchiert. Es gibt Systeme von Bauder und Zinco. Nur braucht man die überhaupt? 

Geht eine normale Auflast wie bei Schotter auch? Mit Plattenbeschwerung zB.


 
20.11.2019 10:23
Habe jetzt selbst etwas gefunden, das sehr vielversprechend aussieht.

https://www.aerocompact.com/loesungen/compactflat/#tab-11-2
COMPACTFLAT S10+

Flachdachsystem für Ost/West Aufstellung mit 10°
Es sind keine langen Schienensysteme zu installieren, sondern alles steht auf Füßen, die direkt am Substrat aufliegen könnten.

Jetzt muss ich nur noch jemanden in der Gegend finden, über den ich das System beziehen könnte.
20.11.2019 10:34


rabaum schrieb:
Flachdachsystem für Ost/West Aufstellung mit 10°
Es sind keine langen Schienensysteme zu installieren, sondern alles steht auf Füßen, die direkt am Substrat aufliegen könnten.

und wie sieht hier die Beschwerung/Sicherung aus? 
20.11.2019 10:38
Diese Füße bekommen natürlich eine errechnete Ballastierung laut Hersteller.


20.11.2019 11:29


rabaum schrieb: Diese Füße bekommen natürlich eine errechnete Ballastierung laut Hersteller.

das heißt in der Praxis was?
Werden die an Waschbetonplatten oder ähnliches gedübelt?
20.11.2019 11:34
Bitte schau dir die verlinkte Seite an. Dort gibt es Zeichnungen und sogar ein Montagevideo für das System. 
20.11.2019 11:37


rabaum schrieb: Bitte schau dir die verlinkte Seite an. Dort gibt es Zeichnungen und sogar ein Montagevideo für das System.

ah bis zu den Videos habe ich beim ersten Besuch nicht runter gescrollt....Danke.
Das mit den Blechwanden sieht vernünftig aus
21.11.2019 15:25
Zinco und Bauer sind ja soweit ich weiß höher aufgeständert, damit die Pflanzen darunter wachsen können und "höhere" Gräser/Blumen/Pflanzen keinen Schatten auf die Module werfen.

Ist da dann dieses Compactflat System nicht genau kontraproduktiv, weil extra flache bauweise?
21.11.2019 15:41


ijjiij schrieb: höher aufgeständert

Du hast recht, es sind ganz unterschiedliche Zielsetzungen der einzelnen Systeme.

Mein derzeitiger Ansatz wäre, dass ich dort wo die Module aufliegen den Bewuchs abräume und wo anders anpflanze. Mein Dach ist eh noch nicht vollgewachsen. Schatten ist eher nicht zu erwarten. 

Das Bild hier ist von der Garage, dort soll alles so bleiben wie es ist.


[Gelöst] PV auf extensivem Gründach


21.11.2019 16:03
Alles klar :)

Wenn der Bewuchs so niedrig ist wie bei dir, dann wirddas mit dem Schatten wohl nicht das Thema sein.
21.11.2019 17:10
schaut schon super aus, bin gespannt wie es weiter geht ;) ähnliches habe ich auch vor.
21.11.2019 17:24
Ich hätte eh schon wieder Lust auf ein gscheites Selberbauprojekt. Muss nur einen Elektriker finden, der mir dann die AC Seite anhängt. Alles andere traue ich mir schon zu. Planung, Module aufbauen, Module verkabeln.
22.11.2019 22:20
Hab mich heute ein wenig mit möglichen Dachbelegungen gespielt. Die deutschen Auslegungen aus dem PV Forum setzen ja alle auf "think big". Pack aufs Dach was geht. Aber die haben auch andere Kalkulationsbasen wegen der viel höheren Einspeisvergütungen. Für Österreich ist der mögliche Eigenverbrauch schon Thema oder?

Hier die erste konkrete Belegung im Maßstab. Kamin ist links, die anderen Quadrate sind die Strangentlüftungen. Der Blitzschutz geht von links nach rechts quer durch.
30 Module annähernd Ost/West aufgeständert mit 10°
laut PVGIS kommen 950 kWh/kWp heraus, zum Vergleich eine rein nach Süd ausgerichtete Anlage mit steilerem Winkel liefert zwischen 1050 und 1100. Durch die größeren notwendigen Abstände gehen sich allerdings deutlich weniger Module aus.


[Gelöst] PV auf extensivem Gründach

Frage an die PV-Profis: Haben die größeren Module irgendeinen Nachteil?
72 vs. 60 Zellen, 2 m Länge vs. 1,7 m Länge.
Axitec und JA Solar haben da Module im Angebot mit echt starkem EUR/Wp Verhältnis. 
23.11.2019 9:14


rabaum schrieb: Für Österreich ist der mögliche Eigenverbrauch schon Thema oder?

na für mich nicht. Mir ist Autarkie wichtiger und die Frage, wie mein Stromverbrauch sich in Zukunft entwickeln wird (E-Auto?).

Jeder WR-Hersteller bietet Auslegungsprogramme an. Ich finde sunnydesign.web (von SMA) am Besten. Da kann man auch sehr gut wirtschaftliche Berechnungen machen. Ich hab in meiner Planung auch klein begonnen (6kWp) und bin bei 14kWp gelandet. Auch in A gilt: je größer die Anlage, desto geringer die Kosten pro kWp. Das hat zwei Hauptgründe: 1. der WR wird nur unwesentlich teurer wenn die Anlagengröße steigt und 2. wenn du selbst montierst, kostet der Elektriker für den Anschluss und die Inbetriebnahme genau das gleiche, egal ob 6 oder 14kWp.

Wenn das Geld da ist, dann mach mehr drauf. Die Anlage wird sich schneller amortisieren. Im Januar dann aber nicht die Tarifförderung der ÖMAG verpassen oder schauen, ob nicht dieses Jahr noch was offen ist.


rabaum schrieb: aut PVGIS kommen 950 kWh/kWp heraus, zum Vergleich eine rein nach Süd ausgerichtete Anlage mit steilerem Winkel liefert zwischen 1050 und 1100. Durch die größeren notwendigen Abstände gehen sich allerdings deutlich weniger Module aus.

 Wenn du bei 30 Modulen bleiben möchtest, würde ich die gegen SÜD aufstellen. Die bekommst du sicher unter. Wenn da zwei mal verschattet werden ist das auch kein Beinbruch. Du hast aber dann zwei Vorteile: 1. mehr Gesamtertrag und 2. (für mich wichtiger) im Winter kommt einfach mehr rüber, vor allem wenn du sie steiler aufstellst.

Muss jetzt erst mal weg vom PC und schreib nachher aber noch was.
23.11.2019 9:56


rabaum schrieb: Frage an die PV-Profis: Haben die größeren Module irgendeinen Nachteil?
72 vs. 60 Zellen, 2 m Länge vs. 1,7 m Länge.

die 72er haben den Vorteil das der Unterbau einfach weniger pro kWp kostet. Entscheidender für die Auswahl finde ich aber die nutzbare Breite und die WR Auswahl.
Wenn ich 16m Breite zur Verfügung habe, dann nehme ich eher 2m breite Module. Bei 16,7m wohl die 1,67er. Bei dir nicht so wesentlich, du hast viel Platz.
Vor einem Jahr war das mit den WR noch einfach, die großen hatten alle max. 1000V Eingangsspannung. Ist jetzt nicht mehr so, da muss man genau hinschauen. Soll dein WR auf Speicher vorbereitet sein oder nicht?
Für 1000V galt immer es passen max 22 bis 23 60 Zeller Module in einen String. Bei 72Zellern waren es dann weniger (ich glaube 17 oder 18). Da würde ich auch genau drauf hinarbeiten, dass du dicht an die max Grenze kommst. Das ist positiv, bei geringen Leuchtstärken. Du erntest einfach früher. Da reden wir aber über vielleicht 1% Gesamtertrag.
23.11.2019 10:38


[Gelöst] PV auf extensivem Gründach
23.11.2019 10:45
so hab das mal schnell in sunnydesign eingegeben. Die 400Wp Module von Axitec sind da noch nicht hinterlegt, deshalb habe ich die 390er genommen. Die STP WR von SMA können max. 1000V Eingangsspannung ab. D.h. man kann max 18 Module der 72 Zeller in einen String bringen.
Bei der Berechnung bin ich davon ausgegangen, dass dein Dach Richtung SSW (30° Abweichung von Süd) schaut. Das war einfach, genau meine Werte und ich musste nicht viel ändern.
Der Performance Ratio gibt Auskunft, wie gut Generator und WR zusammen passen. Je höher, je besser.
Energienutzungsgrad sagt aus, wieviel der angebotenen Energie des Generators vom WR auch genutzt werden können. Ich bin ein Freund davon ruhig knapp auszulegen, wenn sich die Performance dadurch erhöht. Bei 99,6% heißt das, du verzichtest auf 0,4% im Mai und Juni in der Mittagszeit, weil der WR nur 10kW verarbeiten kann, aber evtl. 11 zur Verfügung stehen würden.
Ich glaube alles andere ist selbsterklärend.
23.11.2019 12:33
Sehr cool alpenzell, schon mal großes Danke dafür.


alpenzell schrieb: Bei der Berechnung bin ich davon ausgegangen, dass dein Dach Richtung SSW (30° Abweichung von Süd) schaut. Das war einfach, genau meine Werte und ich musste nicht viel ändern.

Passt perfekt, es sind +33°



alpenzell schrieb: Bei dir nicht so wesentlich, du hast viel Platz.

Brutto gesehen ist wirklich viel Platz da, aber wenn ich alle einzuhaltenden Abstände abziehe, ist es gar nicht mehr so 1 m vom Blitzschutz? 1 m von der Attika weg?



alpenzell schrieb: Wenn du bei 30 Modulen bleiben möchtest, würde ich die gegen SÜD aufstellen. Die bekommst du sicher unter. Wenn da zwei mal verschattet werden ist das auch kein Beinbruch.

Es gibt von aerocompact auch ein Flachdachsystem für Aufständerung 15° nach Süd. Da hat man nicht ganz soviel Verschattung. Was hältst du davon?
Was mich an der steileren (als 15°) Aufständerung irgendwie stört:
Höhere Kosten des Systems, mehr Aufstellaufwand, mehr Ballastierung.

Ich werde jetzt nochmal eine maximale Belegung zeichnen für beide Ausrichtungen. Dann weiß ich mal was mein Dach hergibt an kWp. 
23.11.2019 14:13
Das wäre jetzt eine volle Süd(südwest) Belegung mit +33° Azimut und 15° Neigung. Frei gelassen habe ich die Bereiche, wo fix mit Verschattung durch eine große Kirsche und die Satanlage zu rechnen ist. 32 große Module gehen sich da schön aus, selbst bei den kleinen Modulen wären das noch >10,5 kWp Generatorleistung.


[Gelöst] PV auf extensivem Gründach

ergibt auch einen Spez. Energie-Ertrag: 1081 kWh/kWp
23.11.2019 15:37
warum verbreiterst du die ersten beiden nicht? Würde ich über, bzw. knapp an die Strangentlüftung führen. Ansonsten finde ich das gut, auch mit 15°.
24.11.2019 9:01
Könntest auch überlegen, ob du nur einen String steiler aufständerst. Also immer die letzten Modulreihen in einen String packen. Die Strings müssen auch nicht die gleiche Modulanzahl beinhalten. Macht aber beim Unterbau auf jeden Fall mehr Aufwand.
24.11.2019 9:18
Die ersten beiden Reihen hab ich wegen der Verschattung aus Ost durch Baum und Sat weggelassen. Meinst soll ich die mal dazu nehmen und etwas Schatten in Kauf nehmen? Energiebilanz bei Süd sollte schon positiv werden auch mit etwas Schatten am Morgen, oder?



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