Hallo zusammen,
ich benötige eure fachliche Einschätzung zu einem Problem mit meiner Sanitärinstallation, das gestern bei extremer Kälte aufgetreten ist.
Die Situation:
- Symptom: Plötzlicher Ausfall der Kaltwasserversorgung ab Mittags. Warmwasser funktionierte weiterhin einwandfrei.
- Rahmenbedingungen: Außentemperatur Nachts ca. -18 °C (Tagsüber Dauerfrost). Die Installation befindet sich in einem unbeheizten Technikraum (Anbau), der jedoch eine Innentemperatur von konstant ca. 15 °C aufweist.
- Lokalisation: Wir vermuteten den Fehler im Bereich des Außenwasseranschlusses. Die Zuleitung verläuft dort vom Boden aus innerhalb der Außenwand nach oben.
- Lösung: Nach 3-stündigem Beheizen der entsprechenden Wandstelle mit einer Elektroheizung floss das Wasser wieder. Die Leitung war also definitiv in der Wand eingefroren.
Technische Details: Der Technikraum ist massiv gebaut, die Leitung liegt unter Putz in der Außenwand. Es wurden frostsichere Außenamaturen verbaut.
Meine Fragen an euch:
- Mangel der Ausführung: Ist es fachgerecht, eine Wasserleitung so nah an der Frostgrenze der Außenwand zu führen, dass sie selbst bei 15 °C Raumtemperatur einfriert? Müssten hier nicht Mindestdämmwerte oder Abstände zur Außenhaut eingehalten werden (Stichwort: DIN 1988)?
- Haftung: Seht ihr hier einen Planungsfehler des Heizungsbauers/Installateurs? Das Gebäude muss ja auch bei zweistelligen Minustemperaturen funktionieren.
- Folgeschäden: Worauf sollte ich jetzt achten, um Haarrisse oder spätere Wasserschäden durch die Materialdehnung zu erkennen?
Ich freue mich auf eure Einschätzungen, ob ich das offiziell als Mangel rügen sollte. Den Notdienst der Fachfirma habe ich gestern bereits Bescheid gegeben, um das Problem sofort zu melden, damit keiner sagen kann ich habe das Problem nicht weitergegeben. Das war aktuell telefonisch. Ich würde das ganze aber auch noch schriflich melden.
Könnt ihr mir hier eine Einschätzung geben?
Vielen Dank
Martin
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