Netzgebühren Leistungsmessung ab 2027 für alle - Seite 4
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Und wenn alle schweigen sind sie damit einverstanden. Kennen wir schon. |
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Aber genau darin liegt ja der Schwachsinn so einer Regelung: wenn ich im Sommer zu Mittag 16kW aus dem Netz ziehe, damit die "bösen" PV-Anlagen nicht das Netz zu sehr belasten, werde ich höher engestuft. Ich glaube diese Mär von den ach so belasteten Netzen erst dann, wenn es detaillierte, nachvollziehbare Daten gibt, wann, welche Netze an der Grenze sind bzw. wie sie überhaupt ausgelastet sind. Aber anscheinend ist erst ein kleiner Prozentsatz der lokalen Verteiltrafos fernauslesbar... |
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Wieso? vielleicht steht in der umsetzung ja das nur die max. 1/4 werte zwischen 06:00-09:00 und 17:00-21:00 zählen?? Es muss auf alle fälle einfach nachvollziehbar sein für omi Nö, Klappe aufmachen sobald es umsetzungsbestimmungen gibt🤘 |
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So wie die pauschale Aussage "ich bin netzdienlich weil ich das alles in der Nacht mache" eben auch nicht stimmt. Weil eben keiner von uns hier die Situation an seinem Trafo kennt. Und keiner weiß, was kommen wird. Aber immer wieder mit der Oma aus Hintertupfing zu argumentieren, ist halt auch nicht grad dienlich |
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Na ja, aber es gibt ja sowas wie Lastprofile, oder? Und die weisen nun mal in der Nacht den geringsten Stromverbrauch auf -egal, ob das das Lastprofil der Haushalte oder der Industrie ist. Und wenn ich dann meinen Netzbezug in die Nacht- und Mittagsstunden lege und nicht in die Morgen- und Abendspitze, dann ist das für mich netzdienlich. |
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Nadann ist ja alles kein Problem, wenn jeder dein Lastprofil nimmt (von dem du anscheinend weißt, dass dies bei dir in der Umgebung bzw am Trafo zutrifft) und alle seine Lasten in die Nacht schiebt. Dann ist jeder netzdienlich und das Problem ist gelöst (Nur, falls das nicht offensichtlich ist: /s) |
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Als ich vor 3 Jahren meine Wallbox ordnungsgemäß gemeldet habe, hat mir ein Zuständiger von den Wiener Netzen erklärt, eine 20kWp Anlage (ich habe knapp 11, weil alle Dächer voll) wären kein Problem mit dem (lokalen) Netz. Aber die Wallbox müsse auf unter 10kW begrenzt werden, weil sonst vielleicht bei den Nachbarn "die Lichter flackern" (sinngemäß). Ich könne aber 11kW haben, gegen Einwurf vieler Scheine. Habe jetzt halt auf 9,9kW begrenzt. Warum 11kW Leistung in die eine Richtung ein Problem darstellen, 20kW in die andere aber nicht, soweit reichen meine physikalischen Kenntnisse nicht. Ich stimme da @ABERG zu, da wird viel getrickst. |
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Wenn das alle machen würden, dann hätten wir im Tagesverlauf den fast gleichen Strompreis etwas unter dem aktuellen Tagesdurchschnitt 😅 Die viertelstündliche Preisvariabilität wäre dann tatsächlich vernachlässigbar. |
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Letztendlich müssen ohne durchdigitalisiertes Messwesen bis zum Ortstrafo immer hohe Überkapazitäten verbaut werden. Da sie ja ohne weiteres an uns Verbraucher weiterverrechnet werden ist es den Netzbetreibern egal. Mit der Leistungstarifierung wird das einzementiert, es muss möglich sein ein flexibleres Modell für bedarfsgerechte Einspeisung und Abnahme anzubieten! |
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Das kann mehrere Gründe haben. - Einspeiseleistung vs Last auf deinem NSP Abgang - Einspeiseleistung vs Last auf dem Trafo - Spannungsbandbewirtschaftung, in der NSP sind üblicherweise 3% für Einspeisung und 6% für Last reserviert Und selbiges auch auf der nächsthöheren Spannunseben (Mittelspannung). Jede Anfrage wird üblicherweise in der Netzsimulation gerechnet, es gibt verschiedene Engpässe warum dieses oder jenes geht oder auch nicht. Es müssen immer Überkapazitäten verbaut werden, weil einerseits die Last (bisher) nicht beeinflussbar ist, erwartet wird das "das Netz" immer Reserven für meine Anfrage hat, und weil auch für Umschaltmöglichkeiten (Notfall) Reserven vorgehalten werden müssen. Mit steigender Digitalisierung und steuerbaren Lasten/Einspeiser ergeben sich neue Möglichkeiten, die gerade intensiv in der Branche und den begleitenden Hochschulen untersucht werden und auch ihren Weg in die Praxis finden.
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Wahrscheinlicher wäre aber, dass alle PVs in meinem Umfeld (die am selben Trafo hängen) bei Sonnenschein das Maximum einspeisen (also 20kW), als dass die selben zur gleichen Zeit mit 11kW ihr Fahrzeug laden (sofern die ein EV haben). Ich verstehe es nicht, wenngleich ich schon denke, dass die Netze fit gemacht werden müssen. |
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Da wird nicht getrickst. Du hast beschrieben, daß du bei den Wiener Netzen bist. Im Gegensatz zu den Ortsnetztrafo's in Niederösterreich, deren Lastprofil oft Einspeisedominiert ist, ist in Wien üblicherweise das Gegenteil der Fall. Das lokale Netz ist Lastdominiert (da es in einer Stadt vergleichsweise wenig PV Anlagen gibt). So wie im Netz Niederösterreich lokale Last als Ausgleich zu den großen Einspeisemengen"gesucht" wird, wird in Wien lokale Einspeisung als Ausgleich zu dem dominierenden Lastprofil "gesucht". Deine Wallbox verstärkt in so einem Netzbereich das Netzproblem, deine PV Anlage lindert dagegen den "Netzschmerz". Deshalb hast du in deinem Fall ein Angebot für mehr Einspeisung als für deine Last bekommen. Du könntest deine Wallbox ja auch in diesem grottenschlechten Dezember zu Hauptlastspitzenzeit einschalten, wenn von deiner PV Anlage genau Null kommt. Und wenn wir schon bei der Physik sind: In einem Verteilernetz wird üblichweise in ländlichen Gebieten durch die größeren Distanzen zwischen den Häusern nach Spannungsabfall das Netz ausgelegt. In einer Stadt ist der Spannungsabfall im lokalen NS Netz durch die hohe Dichte selten ein Problem, dafür wird die thermische Belastung der Erdkabel zum begrenzenden Faktor der Netzplanung. |
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Anbei eine Visualisierung und zusätzliche Info zu @Executer 's Punkt:
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Ich bin zwar Wiener Netze, aber nicht in Wien sondern in Baden zuhause. WN Netze decken historisch bedingt den Raum Wien, Mödling Baden bis nach Neufeld ab. Du liegst somit mit der Schilderung falsch. In meiner Siedlung gibt es mehr PV als EVs (und wohl Wallboxen). |
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Baden ist eine der Gegenden in NÖ mit der geringsten PV Penetration: In 2024 waren es 373 Wp / Einwohner (Quelle: Energieatlas Noe) In 2025 wurden ca. 125 kWh / Einwohner aus privaten PV Anlagen eingespeist (Quelle: Anlagenregister e-Control) |
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Im ELWG § 128 steht jedoch: Außerdem sind Regelungen zur näheren Ausgestaltung von zeitvariablen Netznutzungsentgelten, die Anreize für einen systemdienlichen Betrieb setzen, sowie Abschläge für unterbrechbare und/oder regelbare Leistung festzulegen. Jeder hat dann auch einen SmartMeter mit Leistungsmessung. Damit wird die Trafo-Last leicht bestimmt. Daher wird es nicht so schlimm sein, wie hier angenommen. |
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Netznutzungsentgelte und Leistungsmessung sind aber grundsätzlich zwei verschiedene Paar Schuhe. Aber ich sehe es gleich wie bei den Einspeisnetzentgelten: Zuerst mal die Fakten auf den Tisch, dann diskutier ich weiter. Zumindest testweise hab ich gestern beim Victron Peak-Shaving aktiviert: Einrichtung dauert 15 Sekunden, funktioniert einwandfrei. 😉👌 |
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Vorwiegend handelt sich um Spannungsprobleme in der NSP oder im ländlichen Bereich auch MSP. Da hilft die Trafolast wenig, man muss die Spannungsdifferenz messen. Das heißt Trafo und Kabelverteiler/ Smart-Meter in Echtzeit und die Differenz bilden, das korrekt zu machen ist nicht ganz einfach. Oder man misst den Strom je Abgang und setzt hier Maximalwerte. Selbiges auf der MSP, im UW hat man die Werte, aber man muss auch Echtzeitwerte der Trafostationen in der MSP bekommen, da ist noch das meiste ungemessen. Dynamische Netzzugänge wird es daher vermutlich zuerst bei NE4 und NE5 Anlagen geben (Groß-PV, Wind, Speicher). |
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das wird am Ende wohl noch tatsächlich interssant. Damit es tatsächlich für die breite Masse ein wenig günstiger wird, muss irgendjemand deutlich mehr bezahlen. Dank Smartmeter kann man den Stromverbrauch bei den Senioren ja recht gut überprüfen. Im Winter gibt es 2-3x Spitzen mit 5-6kW. Neben der höheren Saunadichte, findest du in der Altersgruppe noch Dinge wie Durchlauferhitzer und Heizstrahler. Gefühlt werden alle Verbraucher möglichst gleichzeitig eingeschalten - Hauptsache das Licht am Gang läuft nie länger als 10 Sekunden. |
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Das Strom billiger wird war eher ein Marketinggag, weil die meisten Faktoren für steigende Kosten sprechen: - Steigende CO2 Bepreisung schlägt im Winterhalbjahr direkt in die Gasverstromung und damit in den Energiepreis rein - Laufend steigende NSP Netzinvests für dezentrale PV-Einspeisung und steigende Last (EMob, WP) - Vorgelagerte Netzinvests für Speicher, Rechenzentren, Ladeparks und PV-Einspeisung die nie gänzlich vom Verursacher bezahlt werden - Neue Schaltanlagen und v.a Digitalisierung hat deutlich geringere Lebensdauer als robuste einfache Altanlagen (Lebensdauer tlw 50 Jahre) - laufende Kosten steigen - Mehr Verkabelung statt Freileitungen - teurer - Kompaktstationen oder begehbare Trafostationen statt früher Masttrafostationen - teurer Was spricht für sinkende Kosten: - Im Sommerhalbjahr tagesüber günstigerer Energiepreise durch Erneuerbare In Summe sehe ich kurz- und mittelfristig gesamt steigende Kosten. Man kann dann nur noch anders verteilen: - Großverbraucher mehr zahlen lassen - in der aktuellen Wirtschaftlichen Lage undenkbar - Einspeiser mehr zahlen lassen - soeben gescheitert - Prosumer mit hohen Peaks mehr zahlen lassen - wird über Leistungstarife versucht Mal sehen was noch rauskommt - aber die große Entlastung für Tante Emma sehe ich nicht kommen. |
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Wenn Investitionen auf die Netzgebühren aufgeschlagen werden, kann man ja einfach die Übergwinne deutlich stärker abgreifen. Das hätte dann tatsächlich Potential für spürbare Auswirkung. |
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